Das betrifft die Vermögen, nicht die Einkommen. Noch kann der Sozialstaat Ungleichheiten austarieren. Der GINI-Koeffizient hat sich kaum verändert und die Armutsschwelle steigt mit den Durchschnittseinkommen.
Die Sozialstaaten können im Moment noch sehr viel ausgleichen. Und das soll so bleiben. Deswegen halte ich die Erhaltung der Sozialsysteme für eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre (auch mit Blick auf die Veränderungen am Arbeitsmarkt).
Das Problem einer zunehmenden Anzahl von Transferempfängern ist keineswegs trivial. In Wien haben bereits die Hälfte der Sozialhilfeempfänger keinen österreichischen Pass und es ist absehbar, dass das System angepasst wird - in anderen Bundesländern wird die Sozialhilfe bereits gedeckelt (weitere Zuwendungen erfolgen in Form von Sachleistungen).
Sie ersetzen alle Arbeitsplätze, in denen es um das Sammeln und Verwerten von Daten geht. Natürlich wird zum Schluss noch ein Mensch das Ergebnis überprüfen - aber all die fleißigen Bienchen, die die Routinearbeit machten, fallen weg.
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04.02.2018, 19:24Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
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04.02.2018, 19:30Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Das eine hat mit dem anderen m.E. nichts zu tun.
Die erwähnten Jobs fallen so oder so weg, ob mit oder ohne Migranten. Die Herausforderung der Politik wird sein, die dadurch Betroffenen auf irgendeine Weise (Qualifizierung für Digitalisierung, Umschulung in Richtung Pflege, Anpassung der Lehrpläne in den Schulen, etc.) wieder in Arbeit zu bringen.
An die Prophezeihung, Deutschland ginge langfristig die Arbeit aus, glaube ich nicht. Arbeit wird da sein, aber eben andere Arbeit als heute.
Dieser Herausforderung proaktiv zu begegnen verschläft Deutschland gerade, auch in den Koalitionsverhandlungen war das kein Thema. Das Migrationsthema lenkt davon prima ab. Es ist weitaus weniger heikel, weil hier die Wirtschaft nicht in die Pflicht genommen werden muss.
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04.02.2018, 19:34Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Richtig. Auch die Arbeitsmigration aus den EU-Ländern ist ein Erfolg.
Aber offensichtlich können die neuen Zuwanderer diese Arbeiter nicht ersetzen. Sie sind kaum vermittelbar.
Noch ein Beispiel für digitale Veränderungen: 3D-Drucker werden einen Großteil der Arbeit von Zahntechnikern übernehmen. Die müssen nur noch die Endkontrolle machen.
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04.02.2018, 19:44
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
/weg
Geändert von gr3ta (05.02.2018 um 19:42 Uhr)
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04.02.2018, 19:59
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Behaupten alle, weil sie sonst sehr viel intensiver ausbilden müssten. Wo sind denn die großen Lehrwerkstätten abgeblieben? Man hat sich angewöhnt, gut ausgebildete Menschen einfach abzuwerben. Und genau das funktioniert immer weniger, zumindest im Handwerk, der Pflege und Verkaufspersonal. Investitionen werden vor allem den allgemeinbildenden Schulen abverlangt, das kostet nur dem Steuerzahler das Geld, Aber selbst?
Ja, das kann ich mir vorstellen, aber ich habe in meinem Arbeitsleben selbst erlebt, dass Arbeit wegfällt, ich mich neu orientieren musste. Ich habe mal in einem Bergwerk als Elektrolehrling angefangen, nur mit Mühe konnte ich die Lehre gerade noch am anderen Ende des Ruhrgebietes zum Abschluss bringen, danach war Schluß, die Gruben wurden geschlossen. Dann habe ich die Ausbildung als Seefunker gemacht, als ich fertig war, brauchte man die Männer an der Morsetaste nicht mehr., die Technik hat sie überflüssig gemacht.
Das ist wahrlich nichts neues. Oder kennst Du noch Schriftsetzer? Die konnten die gröbsten Schnitzer der Redakteure noch vermeiden, obwohl sie alle nur einen Hauptschlussabschluss hatten.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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04.02.2018, 20:28
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Es wird eine grosse Rolle spielen, denn mit der Bewältigung dieser Einwanderung wird das Wohl und Wehe von Deutschland und Europa abhängen. Schon jetzt sind Fakten geschaffen, die uns Jahre beschäftigen werden: Millionen von Menschen aus anderen Kulturkreisen, die nicht oder kaum mit unseren Grundwerten kompatibel sind und deren Bildung oft rudimentär ist, müssen hier leben und versorgt werden. Zur Erklärung, damit es keine Missverständnisse gibt: Es gibt keine Gleichberechtigung bei den meisten Muslimen, etliche missachten Frauen und Gewalt ist bei vielen Männern das Mittel der Wahl bei Lösung von jeglichen Problemen.
Das passt nicht zu unseren Grundwerten. Wir haben die Gleichberechtigung und die Gewaltenteilung.* Diese Art der Zuwanderung bedeutet jedes Jahr ca. 20 Milliarden Euro zusätzliche Ausgaben.
Die Migration ist nicht vorbei, es kommen jeden Tag neue Menschen, und es werden neue Menschen von den Migranten geboren und es kommen Familien nach. Deutschland kümmert sich aktuell nicht darum, bei Bleibeberechtigen die Fluchtgründe nachzuprüfen, um eine eventuell Rückkehr anzuordnen, Deutschland kümmert sich nicht darum, ca. 600.000 Abschiebepflichtige auch abzuschieben. Das bedeutet, sie sind hier und sie bleiben vorerst hier.
Die Verhandlungen in der EU stagnieren. Noch hat niemand einen guten Plan.
Was meinst Du mit Kl?
Die Digitalisierung wird neue Arbeit schaffen, nicht aber für die, die jetzt einen Job haben und nicht für die, die gerade evtl. anfangen, Deutsch zu lernen. Es wird eine grosse Nachfrage nach Menschen geben, die mit digitalen Produkten umgehen können. Wo sollen die herkommen?
Und alle die, die Arbeit haben, werden eine immer grössere Anzahl von Nichtarbeitenden unterstützen müssen.
Irgendwann kollabiert das System. Es müsste etwa 85% Arbeiter zu 15% Nichtarbeiter maximal sein.Geändert von Lukulla (06.02.2018 um 00:08 Uhr) Grund: Zahl korrigiert
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04.02.2018, 20:36Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Dazu habe ich gerade diesen Artikel gelesen. Auch die Leserkommentare dazu sind interessant.
Es bröckelt der Kitt, der unser Land zusammenhält
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04.02.2018, 22:33Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Es wird nicht mehr ausgebildet, weil sich die Rahmenbedingungen in der Wirtschaft geändert haben.
Der europäische Markt ist für die deutschen Unternehmen nicht nur Chance, sondern auch ein großes Risiko.
Das Risiko wird durch Flexibilität in allen Bereichen minimiert, das wird mit Diversifikation der Produkte, mit Verlagerung der Produktionskapazitäten ins Ausland und nachhaltige Investitionspolitik minimiert.
Das gegenwärtige Arbeitsrecht Deutschland ist für einen Mittelständler sehr rigide und unflexibel und ein großes Einstellungshemmnis.
Das geht beim Wegfall des Meisterprivilegs im Handwerk los, jeder ehemalige ausgebildete Azubi, der sich selbständig macht, kann zur Konkurrenz des Handwerksmeisters werden und die Ausschreibungen durch Niedrigpreise gewinnen. Da bilden die Handwerksmeister vorsichtshalber nicht aus. Ähnlich ist es bei Kleinbetrieben, hier sind es die großen Konzerne, die gnadenlos den Nachwuchs des Mittelstandes abwerben.
Inzwischen ist die Strategie, die Kapazitäten in der Branche zurückzufahren, um durch Verringerung des Angebotes höhere Preise und letztendlich höhere Gewinne zu realisieren, immer mehr umgesetzt. Da machen die Unternehmer aus dem Fachkräftemangel noch ihren Reibach.
Außerdem ist die Eignung der Jugendlichen nicht mehr so wie vor 20 Jahren, die Motivation der jungen Leute lässt zu wünschen übrig und das bei gleichzeitigen Absinken des Niveaus der Schulausbildung.
Es gibt viele Gründe, weshalb viele Mittelständler ihre frühere Strategie einer Expansion verlassen und sich mehr in die Nischen zurückziehen. Noch interessanter ist, dass viele Investitionen inzwischen aus Eigenkapital finanziert werden.
Vielleicht ist es auch der demografische Faktor im Unternehmerlager, viele Inhaber gehören zu der Babyboomergeneration, sie sind alt und stehen kurz vor der Betriebsüber- oder -aufgabe.
Um das zu ändern, muss wieder ein Ruck durch das Land gehen.
Am besten ohne GroKo und ohne Merkel ....Geändert von Inaktiver User (04.02.2018 um 23:19 Uhr)
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04.02.2018, 22:51
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Im Deutschland von heute dagegen wächst die Gefahr, dass immer weniger Menschen ihr Bestes geben. Nach neuen SOEP-Umfragen ist innere Kündigung eine mögliche Antwort auf gefühlte Ungerechtigkeit. Wer glaubt, dass das gemeinsam Erwirtschaftete nach unfairen Regeln verteilt wird, fährt sein Engagement zurück. Er strengt sich im eigenen Betrieb weniger an. Er reduziert die Arbeitszeit oder stockt eben nicht in Vollzeit auf, weil er davon ja sowieso kaum etwas hat. Er tut also genau das, was Arbeitgeber und Politik mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel unbedingt verhindern wollen.
Genau
und deswegen finde ich es schon höchst verwunderlich, dass bei Will (hier ging es um Koalitionsverhandlungen…) dieses Thema und auch die Rentenkatastrophe, die sich noch deutlich verschärfen wird, komplett unter den Tisch fällt.
(Wenigstens die desolate Pflegesituation wurde kurz thematisiert.)
Hier gibt es eine ganz, ganz große Schieflage. Es es die (!) Schieflage schlechthin.
Und nein, diese Schieflage wird sicherlich nicht über Familiennachzug für Flüchtlinge und so weiter geheilt, sondern verschärft.
Ich habe den Eindruck, Herr Habeck versucht jetzt eben mit seiner moderaten Art auf diese Tour grüne Utopien durchzusetzen, die gesellschaftlich und finanziell im aktuellen Umfang nicht leistbar sind.
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04.02.2018, 23:06Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Das wirtschaftsfeindliche Koalitionspapier bestraft die Leistungsträger.
Kein Wunder, dass jetzt auch das mittlere Alter die Motivation verliert.
Aber mal was anderes. Ohne gleich schwarz zu malen.
Die nächste Krise deutet sich an:
Wenn die Flut verebbt, sieht man, wer nackt badet“ – dieses Bonmot von Investorenlegende Warren Buffett bekommt gerade wieder neue Relevanz. Die Investoren fürchten eine radikale Trendwende der Notenbanken. Die Politik des billigen Geldes hat die Finanzmärkte in den vergangenen Jahren mit Liquidität geradezu geflutet und den Börsen eine der größten Haussen seit Dekaden beschert. Doch die jüngsten Konjunkturzahlen deuten an, dass die Inflation ihr Comeback erlebt und sich die Währungshüter womöglich schneller als erwartet gezwungen sehen werden, aus der Politik des billigen Geldes auszusteigen. Das schürt die Sorge, dass diese beste aller Börsenwelten früher als gedacht enden könnte. Das Ende des Börsenbooms hätte auch für die Realwirtschaft Folgen. Viele Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren hoch verschuldet. Wenn die Zinsen anziehen, steigen auch die Finanzierungskosten. Nicht jedes Unternehmen wird das verkraften können.
Absturz des Dax: Borsenturbulenzen gefahrden den Aufschwung - WELT
Wirtschaftskrisen beginnen immer mit einem Kursverfall an der Börse.Geändert von Inaktiver User (04.02.2018 um 23:11 Uhr)



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