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21.11.2017, 13:25
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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21.11.2017, 13:32Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Ansichtssache.
Um Lösungen ringen in der Politik: man ringt so lange, bis man eine Lösung gefunden hat.
Ein Dienst für die Demokratie?
Dass man einfach abhauen kann, wenn man keine Lust oder keine Nerven hat oder keine überzeugenden Konzepte oder, klar, : Rückgrat! - DAS ist für dich Demokratie?
Ich staune.
Streit ist sinnvoll wenn man um eine Lösung streitet im Sinne des Findens einer Lösung.
Nicht Streit um des streitens willen, weil man sich profilieren möchte.
Genau von solchen Ideologien habe ich gründlich die Schnauze voll.Im übrigen haben Parteien auch eine innere Ideologie, bei den Grünen ist das Umweltschutz und 'Weltoffenheit', bei der SPD die soziale Gerechtigkeit, bei der CDU weiß man es mittlerweile gar nicht mehr. Diese inneren Ideologien sind aber wichtig, um erkennbar zu sein und die Leute bei der Stange zu halten.
Dein Einwand greift daher zu kurz. Es gibt Themen, die aus ideologischen Gründen verteidigt werden.
Diesen Ideologien wird doch gerade eben alles geopfert und wir erleben weiterhin: Stillstand.
Als würde sich was konstruktiv bewegen durch den Rückzug der FDP.
Flucht ist zwar auch eine Bewegung, aber eben nicht konstruktiv.
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21.11.2017, 13:51
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
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Geändert von Zazu2 (21.11.2017 um 13:52 Uhr) Grund: doppelt
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21.11.2017, 13:51
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Ich finde, der Abbruch der Sondierungsgespräche war eine sehr gute Lösung des Dilemmas.
Xarin hat diesen Artikel schon verlinkt, sehr lesenswert m.M.n. :
Person der Woche: Christian Lindner hat die Kanzlerin entlarvt - n-tv.de
Auch dieser Abschlussatz im Artikel ist sehr aussagekräftig im Hinblick auf die Gründe von Herrn Lindner für sein Handeln:
...Der Wortführer der Linksgrünen demonstrierte noch am finalen Tag mit seinem denkwürdigen Interview in der "Bild am Sonntag" seine destruktive Macht. Dieses Interview war Abrechnung und Fanal, dass Jamaika nicht funktionieren kann. Der Urheber aber war nicht Lindner - sondern Trittin.
(Ich fand Herrn Trittin ja schon immer außergewöhnlich unsympathisch - arrogant bis zum Abwinken)
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21.11.2017, 14:10
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Hier mal ein aufschlussreiches Interview mit Jürgen Trittin zur Lage - mit sehr vielen interessanten Gedanken und Einschätzungen, die ich weitgehend teile:
Grunen-Politiker Trittin: „Lindner hatte Plan, Merkel zu sturzen“ - WELT
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
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21.11.2017, 14:20Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung

Ich weiß nicht wie Du darauf kommst. Die stärkste Partei ist nunmal die CDU/CSU und bei einer Koalition mit dieser stellt diese natürlich den Kanzler, zumindest war es in der Vergangenheit so.
Aber ich weise auch daraufhin, dass andere Koalitionen, die rechnerisch möglich wären, scheinbar nicht gewollt sind, so zum Beispiel eine SPD-FDP-Grüne Koalition, oder etwa doch?
Dass alle anderen scheinbar gewollten Koalitionen (welche wären das denn?) nicht genug Wählerstimmen gewonnen haben ist nunmal auch Fakt.
Ich glaube auch nicht an große Verschiebungen bei einer Neuwahl, ich jedenfalls würde mein Kreuz vermutlich an der gleichen Stelle machen wie zuvor, was soll sich denn in den paar Monaten sonst inhaltlich so groß ändern an deren Positionierung?
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21.11.2017, 14:38Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Ja, schöner Artikel in welchem als erstes das Durchatmen an der Börse und bei den Großunternehmen thematisiert wird nach dem Scheitern von Jamaika. Insofern hat Herr Lindner ja auch das "Richtige" gemacht.
Ja, und was stand denn in dem Interview, welches Lindner zum Abbruch bewegte und Trittin zum Urheber des Scheiterns machen soll?Auch dieser Abschlussatz im Artikel ist sehr aussagekräftig im Hinblick auf die Gründe von Herrn Lindner für sein Handeln:
...Der Wortführer der Linksgrünen demonstrierte noch am finalen Tag mit seinem denkwürdigen Interview in der "Bild am Sonntag" seine destruktive Macht. Dieses Interview war Abrechnung und Fanal, dass Jamaika nicht funktionieren kann. Der Urheber aber war nicht Lindner - sondern Trittin.
(Ich fand Herrn Trittin ja schon immer außergewöhnlich unsympathisch - arrogant bis zum Abwinken)
Reicht dafür tatsächlich ein Interview mit Herrn Trittin in der bild oder sind das Andeutungen auf weitere Zerwürfnisse, wobei - wer war dabei...?
Das ist doch nur eine Einschätzung und Behauptung des Schreibers und keine absolute Wahrheit.
Mir tut Herr Steinmeier leid der sich die ganzen Protokolle anschauen muss.
Damit man auch ganz genau sagen kann, wer wen mit dem Schäufelchen gehauen hat, und noch wichtiger: wer wen zuerst!
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21.11.2017, 14:42
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21.11.2017, 14:55
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Das Bild-Interview, über das sich die FDP so aufgeregt haben soll, fand ich nur als Link, bei dem man sich irgendwie hätte kostenpflichtig anmelden müssen.
Das von mir Zitierte war auch nicht die Kernaussage des n-tv Artikels.
Dass es ein Bild-Interview mit Herrn Trittin gibt, über das sich die FDP so aufregte, war mir nur völlig neu - war nur als Zusatzinfo gemeint..
Ich denke, alle Betrachtungen zum Thema sind (subjektive) Einschätzungen und keine absoluten Wahrheiten.
Das Welt-Interview mit Trittin, das VD eben verlinkt hat, ist auch sehr merkwürdig. Kann mir kaum vorstellen, dass sich Herr Lindner so idiotisch verhalten hat.
1. Satz: Mir auch.
2. Satz: Kommt gerade irgendwie so rüber, ja.
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21.11.2017, 14:59Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2017 und Regierungsbildung
Mich würde allerdings mal interessieren, welche Regierungskoalition diejenigen sich wünschen, die hier volles Verständnis für die Aufkündigung der Gespräche haben.
Dass die Jamaika-Koalition für fast niemanden eine Traumkonstellation war liegt ja in der Natur der Sache.
Die Parteien sind nunmal sehr unterschiedlich. Die meisten CDU und FDP-Wähler dürften eine CDU-FDP-Koalition präferieren - und zwar eine mit einer sichtbaren FDP anders als in der letzten Legislaturperiode dieser Konstellation. Aber - das geht rein rechnerisch nicht.
Es war also klar, es würde auf Kompromisse etc hinauslaufen. Aber was sind nun die Alternativen, was wären Eure (realistischen) Wunsch-Koalitionen?



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