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  1. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Unser Thema ist der Ladenschluss, und alles, was damit zu tun hat, wird über den Markt gesteuert. Das gilt auch für etwaige Preiserhöhungen, die natürlich den ganzen Tag gelten: Wenn diejenigen, die ausschließlich tagsüber einkaufen, erhöhte Preise nicht akzeptieren, und die Abendkäufer das nicht ausgleichen, dann werden die Öffnungszeiten verkürzt.

    Ich bin jedenfalls bereit, für die Flexibilität beim Einkaufen auch etwas mehr zu zahlen (in Grenzen!)

    Und was die (wünschenswerten!!!) Spätöffnungszeiten im Öffentlichen Dienst betrifft, so verhindern die verkrusteten Strukturen eben jede Flexibilität. Und zusätzliche Leute kosten dein und mein Steuergeld - und ganz ehrlich: Bei der geringen Produktivität im öffentlichen Bereich gebe ich mein Geld lieber woanders aus - u.a. abends in Geschäften!

    Zu den Scheidungsraten: die sind zwischen den Ländern keinesfalls vergleichbar, weil ganz einfach das Scheidungsrecht unterschiedlich ist. Also kann eine Korrelation mit Ladenöffnungszeiten grundsätzlich keinen Sinn machen.

    Ansonsten würde der Vergleich verlängerte Öffnungszeiten verlangen: In den katholischen Ländern Südeuropas haben wir lange Öffnuingszeiten und - wegen der immer noch schwierigen Schiedungsprozedur - relativ niedrige Scheidungsraten.

    djgm

  2. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn man sieht, dass nach flächendeckenden Stromausfällen mehr Kinder zur Welt kommen...
    Das ist doch auch nur so eine urbane Legende...

    Als ob die Leute bei spontan eintretender Abwesenheit des elektrischen Stroms auf einmal alle uebereinander herfallen wuerden. Warum sollten sie denn?
    Und natuerlich haben auch alle gerade keine Kondome im Haus und alle Frauen haben gerade ihren Eisprung (vor Schreck wahrscheinlich).

    Das Beispiel mit den Stoerchen finde ich gut. Das beweist eindeutig, dass die Babys vom Storch gebracht werden. Weniger Stoerche = weniger Babys. Deutlicher kanns doch kaum sein.

    Uebrigens sehe ich beim Thema Ladenschluss vs. Scheidungsraten eher einen umgekehrten Ursache-Wirkungs-Verlauf.
    Frueher ging Papi zur Arbeit und Mutti konnte tagsueber ganz bequem in den Supermarkt fahren. Heute gibt es dieses angestaubte Familienmodell immer seltener, was automatisch ausgeweitete Ladenoeffnungzeiten erforderlich macht.

    D.

  3. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist doch auch nur so eine urbane Legende...

    Als ob die Leute bei spontan eintretender Abwesenheit des elektrischen Stroms auf einmal alle uebereinander herfallen wuerden. Warum sollten sie denn?
    Und natuerlich haben auch alle gerade keine Kondome im Haus und alle Frauen haben gerade ihren Eisprung (vor Schreck wahrscheinlich).
    Keine Ahnung wieso sie sollen. Die urbane Legende besagt, dass es daran liegt, dass sie nichts anderes ohne Strom (Fernsehen, PC, ...) anzufangen wissen, als sich gegenseitig zu beglücken.

    Uebrigens sehe ich beim Thema Ladenschluss vs. Scheidungsraten eher einen umgekehrten Ursache-Wirkungs-Verlauf.
    Frueher ging Papi zur Arbeit und Mutti konnte tagsueber ganz bequem in den Supermarkt fahren. Heute gibt es dieses angestaubte Familienmodell immer seltener, was automatisch ausgeweitete Ladenoeffnungzeiten erforderlich macht.

    D.
    Ja, wer soll auch tagsüber einkaufen, wenn beide in der Firma sind?

  4. gesperrt

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Unser Thema ist der Ladenschluss, und alles, was damit zu tun hat, wird über den Markt gesteuert. Das gilt auch für etwaige Preiserhöhungen, die natürlich den ganzen Tag gelten: Wenn diejenigen, die ausschließlich tagsüber einkaufen, erhöhte Preise nicht akzeptieren, und die Abendkäufer das nicht ausgleichen, dann werden die Öffnungszeiten verkürzt.

    Ich bin jedenfalls bereit, für die Flexibilität beim Einkaufen auch etwas mehr zu zahlen (in Grenzen!)
    Na das wäre doch kein Problem:
    Alle Waren die nach 18.30 Uhr verkauft werden sind dann z.B. 5-10% teurer. Dann würde sich der Ladenschluß -ganz im Sinne des Marktes- (und der deutschen Geiz-ist-Geil-Mentalität) von alleine regeln und kaum jemand würde noch abends einkaufen.
    Die aktuelle Regelung ist eben KEINE marktgesteuerte Regelung, denn die Preise sind immer gleich, egal ob die Ware um 13 Uhr oder 22 Uhr verkauft wird, obwohl sie spätabends wegen der Tarifzuschläge mehr kosten müßte als tagsüber. Mit anderen Worten: Der Späteinkäufer wälzt die Kosten auf den Tageinkäufer ab, und bringt den Verkäufer um seinen Feierabend.

  5. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Na das wäre doch kein Problem:
    Alle Waren die nach 18.30 Uhr verkauft werden sind dann z.B. 5-10% teurer. Dann würde sich der Ladenschluß -ganz im Sinne des Marktes- (und der deutschen Geiz-ist-Geil-Mentalität) von alleine regeln und kaum jemand würde noch abends einkaufen.
    Wer hindert die Läden dran, diese Regelung zu treffen? Niemand, mal vom Markt abgesehen.


    Die aktuelle Regelung ist eben KEINE marktgesteuerte Regelung, denn die Preise sind immer gleich, egal ob die Ware um 13 Uhr oder 22 Uhr verkauft wird, obwohl sie spätabends wegen der Tarifzuschläge mehr kosten müßte als tagsüber. Mit anderen Worten: Der Späteinkäufer wälzt die Kosten auf den Tageinkäufer ab, und bringt den Verkäufer um seinen Feierabend.
    Wenn die Läden so kalkulieren wollen, ist das ihre freie Entscheidung.

  6. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Ich glaube, wir brauchen ein nettes Seminar zur Rolle und zum Funktionieren des Marktes.

    Einige scheinen die prinzipen nicht zu sehen.

    Aber er funktioniert!

    Und wenn ich pleite gehe, weil ich bei Preisen, Öffnungszeiten, Qualität, Service, ... nicht mithalte, so mag es mir missfallen, ändert aber nichts daran, dass gerade dies die Rolle des Marktes ist.

    Und - zurück zum Thema - die Rolle des Marktes besteht auch darin, dass ich meine Arbeitskraft demjenigen dann verkaufe, wenn er sie braucht.

    Wenn eine Nachtschwester gebraucht wird, spielt es keine Rolle, wie qualifiziert ich bin und was ich an Einkommen verlange - das Angebot ist, nachts zu arbeiten. Wenn ich darauf bestehe, nur von 8 - 18:30 zu arbeiten, dann bekomme ich den Job nicht.

    Das gilt auch für VerkäuferInnen.

    djgm

  7. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Keine Ahnung wieso sie sollen. Die urbane Legende besagt, dass es daran liegt, dass sie nichts anderes ohne Strom (Fernsehen, PC, ...) anzufangen wissen, als sich gegenseitig zu beglücken.
    Bleibt immer noch das Argument mit der Verhuetung, die auch ohne Strom funktioniert und die Eisprung-Problematik.

    Irgendwo gab es mal eine Studie, die herausgefunden hat, dass die Geburtenrate nach Stromausfaellen nicht ansteigt. Das ist nur so eine lustige Geschichte fuer die Medien. Geschichten uebers F....n lesen die Leute immer am liebsten und darum haben die sich das ausgedacht, dass alle bei Stromausfall sofort ihre Klamotten ausziehen und f....n wie die bloeden und dass dann mehr Kinder geboren werden, weil ja beim F....n immer alle sofort schwanger werden.

    Ja, wer soll auch tagsüber einkaufen, wenn beide in der Firma sind?
    Eben.
    Diejenigen, die gegen solche Lockerungen sind, sind wahrscheinlich die selben, die immer nach der "guten alten Zeit" schreien, wo angeblich alles so viel besser war. Ich kenne allerdings persoenlich niemanden, der sich wuenscht, dass er Samstags wieder nur bis Mittags einkaufen kann.

    D.

  8. User Info Menu

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ansonsten würde der Vergleich verlängerte Öffnungszeiten verlangen: In den katholischen Ländern Südeuropas haben wir lange Öffnuingszeiten und - wegen der immer noch schwierigen Schiedungsprozedur - relativ niedrige Scheidungsraten.

    djgm
    In südlichen Ländern hat über Mittag aber immer noch fast jeder Laden mehrere Stunden geschlossen. Zumindest abseits der Touri - Hochburgen!

    Darf ich mal fragen, wer von den Befürwortern hier Familie hat? mit Kind(ern) unter 14?

    LG punkix

  9. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Eben.
    Diejenigen, die gegen solche Lockerungen sind, sind wahrscheinlich die selben, die immer nach der "guten alten Zeit" schreien, wo angeblich alles so viel besser war. Ich kenne allerdings persoenlich niemanden, der sich wuenscht, dass er Samstags wieder nur bis Mittags einkaufen kann.

    D.
    Und ich finde, es geht noch weiter. Ich kenne eine Mutter eines behinderten Kindes, die seit die Öffnungszeiten erweitert wurden, wieder ohne eingekaufte Betreuung arbeiten kann, was ihr sehr wichtig war, da zu den Zeiten ihr Mann zu Hause ist.

    Ich sehe durch die Flexibilität auch viele Möglichkeiten, die bei starren Regeln nur schwer zu leben sind.

  10. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von punkix
    In südlichen Ländern hat über Mittag aber immer noch fast jeder Laden mehrere Stunden geschlossen. Zumindest abseits der Touri - Hochburgen!
    Das macht es doch nur schwieriger, da der Arbeitstag "zerrissen" würde, wenn ich versuchen würde, auf 40 Stunden zu kommen.

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