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  1. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Willst Du es nicht verstehen oder kannst Du es nicht verstehen?

    Es wird hier wie da unzureichend bezahlt. Statt aber diesen Zustand zu ändern, soll an anderer Stelle zu der ebenfalls schlechten Bezahlung auch noch eine absolut unsoziale Arbeitszeitregelung hinzukommen.
    Das ist eine etwas übetriebene Auslegung des Geleichheitgrundsatzes.

    Im Gegensatz zur Gastronomie, den Krankenhäusern und Altenpflegeheimen sehe ich im Einzelhandel keine Notwendigkeit, Öffnungszeiten rund um die Uhr vorzusehen oder verkaufsoffene Sonntage zu fordern.

    In grauer Vorzeit gab es einmal Demonstrationen mit dem Transparent "Samstags gehört der Vati mir".

    Heute muss es wohl heissen "Abends gehört die Mutti mir".

  2. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    In anderen (außer)europäischen Ländern sind die Wünsche von Leuten, die gerne mal Sonntags shoppen gehen, völlig normal und dürfen selbstverständlich erfüllt werden.

    Aber vor allem wird in diesen Ländern niemand gezwungen, sein Geschäft zu öffnen oder Sonntagsarbeit zu leisten – es geschieht freiwillig.

    Nur in Deutschland beschäftigen solche Angebots-Nachfrage-Wünsche die Gerichte! Und warum?! Als würden hier Menschen in ihren Rechten verletzt und in Warenhäuser verschleppt!

    Für's Ausland ist es grotesk, dass in Deutschland die Verwaltungsgerichte darüber entscheiden, ob Geschäftsleute ihre Läden öffnen dürfen, ob Verkäufer die Kunden bedienen dürfen, ob diese Kunden sich (auch am Sonntag) bedienen lassen dürfen, wenn sie alle das so und nicht anders wollen.

    Wer die Menschen einkaufen lässt, wann sie es wollen, bringt auch sicher kein Kulturgut in Gefahr - das Wochenende ist nicht auf staatlichen Schutz angewiesen.

    Ich erinnere mich noch an solche Diskussionen anlässlich der letzten Lockerung dieses absurden "Ladenschluss"gesetzes - und siehe da, das Abendland ist nicht untergegangen.

    Und Sonntagsarbeit ist auch keine Zumutung. Schließlich arbeiten ca. acht Mio. Deutsche sonntags regelmäßig und/oder wenigstens gelegentlich (ohne übrigens die anderen in ihrer Sonntagsruhe zu stören), und sie lassen sich das durch Zuschläge entgelten.

    Ich denke, wer sich anmaßt, einige hunderttausend Beschäftigte des Einzelhandels davor bewahren zu wollen, muss das gegenüber den Arbeitslosen rechtfertigen, die gerne am Sonntag arbeiten würden, wenn man sie nur ließe.

  3. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    "Wie jetzt? Die Kellnerinnen, Eisverkäufer und Dönerbudenwerker dürfen weiter zu Deiner Meinung nach Unzeiten schuften und die Verkäuferinnen willst Du aussen vor lassen?"
    ....
    Wie der Vergleich Äpfel mit Birnen.
    Mit Deiner Frage könnte ich auch argumentieren: Warum erhält ein Arzt, ein Lehrer, ein Informatiker so viel mehr Geld als ein Arbeiter im Straßembau? Eine Kellnerin?

    Nur das mein Zitat von Dir nicht meiner Meinung entspricht. Aber diese Vorgehensweise wird immer wieder gerne genommen.

  4. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    "Ich denke, wer sich anmaßt, einige hunderttausend Beschäftigte des Einzelhandels davor bewahren zu wollen, muss das gegenüber den Arbeitslosen rechtfertigen, die gerne am Sonntag arbeiten würden, wenn man sie nur ließe."
    ....
    Wenn das sooooo einfach wäre...........und nicht unter die Prämisse "Unzumutbar" fallen würde.

    "Aber vor allem wird in diesen Ländern niemand gezwungen, sein Geschäft zu öffnen oder Sonntagsarbeit zu leisten – es geschieht freiwillig."
    ...
    Nein, die Ladenbesitzer werden nicht gezwungen. Wohl aber deren Angestellte.

    "Für's Ausland ist es grotesk..."
    ...
    Für mich ist auch vieles aus dem Ausland grotesk.

  5. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kinder lernen Schritt für Schritt zu laufen.

    Übersetzt in die Wirtschaft hiesse dies, zuerst die Diskussion über einen gestzlich festgeschriebenen Mindestlohn zu Ende bringen.

    Aber nein, da will die Politik ja keine Vorschriften machen.
    Warum eigentlich nur da nicht?
    weil die gewerkschaften hier in unserem land für eine tarifautonomie gekäpmpft hat und dies auch zugesprochen hat. ich habe noch keinen gewerkschafter gehört, der die tarifautonomie aufgeben möchte, oder irre ich mich da?

    in diesem land verhandeln arbeitgeber und arbeitnehmer um gehälter, der staat hält sich raus.

  6. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Tarifautonomie ist eine Sache. Ausbeutung eine andere.
    Ein gesetzlicher Mindeslohn tangiert nicht die Tarifautonomie.

  7. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Tarifautonomie ist eine Sache. Ausbeutung eine andere.
    Ein gesetzlicher Mindeslohn tangiert nicht die Tarifautonomie.
    Es scheint aber so, als gäbe es hierzu noch keine politischen Konsens.

  8. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Den gibt es in der Tat noch nicht. Das liegt aber darin begründet, daß die eine Regierungspartei sich eher als Makler des Kapitals versteht.
    Derweil die andere sich noch nicht schlüssig ist, ob es ihr Wählerstimmen bringen kann.

    Nicht nur die freien Ladensöffnungszeiten kommen aus dem Ausland.

    Auch der gesetzliche Mindestlohn ist in den meisten Ländern der EU festgeschrieben.

    Das ist es wenn ich sage: Das eine wollen aber das andere nicht zur Kenntnis nehmen.

  9. gesperrt

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    In anderen (außer)europäischen Ländern sind die Wünsche von Leuten, die gerne mal Sonntags shoppen gehen, völlig normal und dürfen selbstverständlich erfüllt werden.
    Wer hat denn -außerhalb der Touristengebiete- Sonntags dort offen? Es sind ein paar Supermärkte, das war´s dann auch schon.
    Der Vergleich mit dem Ausland zieht also nicht.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für's Ausland ist es grotesk, dass in Deutschland die Verwaltungsgerichte darüber entscheiden, ob Geschäftsleute ihre Läden öffnen dürfen, ob Verkäufer die Kunden bedienen dürfen, ob diese Kunden sich (auch am Sonntag) bedienen lassen dürfen, wenn sie alle das so und nicht anders wollen.
    Quark. Auch im Ausland gibt es Debatten über Öffnungszeiten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich erinnere mich noch an solche Diskussionen anlässlich der letzten Lockerung dieses absurden "Ladenschluss"gesetzes - und siehe da, das Abendland ist nicht untergegangen.
    Es ist auch nicht untergegangen als es Bestand hatte...


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und Sonntagsarbeit ist auch keine Zumutung. Schließlich arbeiten ca. acht Mio. Deutsche sonntags regelmäßig und/oder wenigstens gelegentlich (ohne übrigens die anderen in ihrer Sonntagsruhe zu stören), und sie lassen sich das durch Zuschläge entgelten.
    Wenn von geschätzen 50 Millionen Arbeitnehmern 8 Millionen Sonntags arbeiten, sollen die restlichen 42 Millionen dies auch tun? Was ist denn das für eine krude Logik? Umgekehrt wäre es richtiger.
    Im übrigen gibt es längst nicht überall Sonntagszuschläge. Der Einzelhandelspräsident forderte erst letzte Woche diese Zuschläge in seiner Branche als "nicht mehr zeitgemäß" abzuschaffen.

  10. gesperrt

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    in diesem land verhandeln arbeitgeber und arbeitnehmer um gehälter, der staat hält sich raus.
    Und wer ist der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes mit seinen Millionen von Beschäftigten, na...?

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