Willst Du es nicht verstehen oder kannst Du es nicht verstehen?
Es wird hier wie da unzureichend bezahlt. Statt aber diesen Zustand zu ändern, soll an anderer Stelle zu der ebenfalls schlechten Bezahlung auch noch eine absolut unsoziale Arbeitszeitregelung hinzukommen.
Das ist eine etwas übetriebene Auslegung des Geleichheitgrundsatzes.
Im Gegensatz zur Gastronomie, den Krankenhäusern und Altenpflegeheimen sehe ich im Einzelhandel keine Notwendigkeit, Öffnungszeiten rund um die Uhr vorzusehen oder verkaufsoffene Sonntage zu fordern.
In grauer Vorzeit gab es einmal Demonstrationen mit dem Transparent "Samstags gehört der Vati mir".
Heute muss es wohl heissen "Abends gehört die Mutti mir".
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13.04.2007, 11:42Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
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13.04.2007, 11:42Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
In anderen (außer)europäischen Ländern sind die Wünsche von Leuten, die gerne mal Sonntags shoppen gehen, völlig normal und dürfen selbstverständlich erfüllt werden.
Aber vor allem wird in diesen Ländern niemand gezwungen, sein Geschäft zu öffnen oder Sonntagsarbeit zu leisten – es geschieht freiwillig.
Nur in Deutschland beschäftigen solche Angebots-Nachfrage-Wünsche die Gerichte! Und warum?! Als würden hier Menschen in ihren Rechten verletzt und in Warenhäuser verschleppt!
Für's Ausland ist es grotesk, dass in Deutschland die Verwaltungsgerichte darüber entscheiden, ob Geschäftsleute ihre Läden öffnen dürfen, ob Verkäufer die Kunden bedienen dürfen, ob diese Kunden sich (auch am Sonntag) bedienen lassen dürfen, wenn sie alle das so und nicht anders wollen.
Wer die Menschen einkaufen lässt, wann sie es wollen, bringt auch sicher kein Kulturgut in Gefahr - das Wochenende ist nicht auf staatlichen Schutz angewiesen.
Ich erinnere mich noch an solche Diskussionen anlässlich der letzten Lockerung dieses absurden "Ladenschluss"gesetzes - und siehe da, das Abendland ist nicht untergegangen.
Und Sonntagsarbeit ist auch keine Zumutung. Schließlich arbeiten ca. acht Mio. Deutsche sonntags regelmäßig und/oder wenigstens gelegentlich (ohne übrigens die anderen in ihrer Sonntagsruhe zu stören), und sie lassen sich das durch Zuschläge entgelten.
Ich denke, wer sich anmaßt, einige hunderttausend Beschäftigte des Einzelhandels davor bewahren zu wollen, muss das gegenüber den Arbeitslosen rechtfertigen, die gerne am Sonntag arbeiten würden, wenn man sie nur ließe.
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13.04.2007, 11:47Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
"Wie jetzt? Die Kellnerinnen, Eisverkäufer und Dönerbudenwerker dürfen weiter zu Deiner Meinung nach Unzeiten schuften und die Verkäuferinnen willst Du aussen vor lassen?"
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Wie der Vergleich Äpfel mit Birnen.
Mit Deiner Frage könnte ich auch argumentieren: Warum erhält ein Arzt, ein Lehrer, ein Informatiker so viel mehr Geld als ein Arbeiter im Straßembau? Eine Kellnerin?
Nur das mein Zitat von Dir nicht meiner Meinung entspricht. Aber diese Vorgehensweise wird immer wieder gerne genommen.
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13.04.2007, 11:51Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
"Ich denke, wer sich anmaßt, einige hunderttausend Beschäftigte des Einzelhandels davor bewahren zu wollen, muss das gegenüber den Arbeitslosen rechtfertigen, die gerne am Sonntag arbeiten würden, wenn man sie nur ließe."
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Wenn das sooooo einfach wäre...........und nicht unter die Prämisse "Unzumutbar" fallen würde.
"Aber vor allem wird in diesen Ländern niemand gezwungen, sein Geschäft zu öffnen oder Sonntagsarbeit zu leisten – es geschieht freiwillig."
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Nein, die Ladenbesitzer werden nicht gezwungen. Wohl aber deren Angestellte.
"Für's Ausland ist es grotesk..."
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Für mich ist auch vieles aus dem Ausland grotesk.
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13.04.2007, 11:54Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
weil die gewerkschaften hier in unserem land für eine tarifautonomie gekäpmpft hat und dies auch zugesprochen hat. ich habe noch keinen gewerkschafter gehört, der die tarifautonomie aufgeben möchte, oder irre ich mich da?
Zitat von Inaktiver User
in diesem land verhandeln arbeitgeber und arbeitnehmer um gehälter, der staat hält sich raus.
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13.04.2007, 11:58Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
Tarifautonomie ist eine Sache. Ausbeutung eine andere.
Ein gesetzlicher Mindeslohn tangiert nicht die Tarifautonomie.
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13.04.2007, 12:06Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
Es scheint aber so, als gäbe es hierzu noch keine politischen Konsens.
Zitat von Inaktiver User
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13.04.2007, 12:15Inaktiver User
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
Den gibt es in der Tat noch nicht. Das liegt aber darin begründet, daß die eine Regierungspartei sich eher als Makler des Kapitals versteht.
Derweil die andere sich noch nicht schlüssig ist, ob es ihr Wählerstimmen bringen kann.
Nicht nur die freien Ladensöffnungszeiten kommen aus dem Ausland.
Auch der gesetzliche Mindestlohn ist in den meisten Ländern der EU festgeschrieben.
Das ist es wenn ich sage: Das eine wollen aber das andere nicht zur Kenntnis nehmen.
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13.04.2007, 12:25
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
Wer hat denn -außerhalb der Touristengebiete- Sonntags dort offen? Es sind ein paar Supermärkte, das war´s dann auch schon.
Zitat von Inaktiver User
Der Vergleich mit dem Ausland zieht also nicht.
Quark. Auch im Ausland gibt es Debatten über Öffnungszeiten.
Zitat von Inaktiver User
Es ist auch nicht untergegangen als es Bestand hatte...
Zitat von Inaktiver User
Wenn von geschätzen 50 Millionen Arbeitnehmern 8 Millionen Sonntags arbeiten, sollen die restlichen 42 Millionen dies auch tun? Was ist denn das für eine krude Logik? Umgekehrt wäre es richtiger.
Zitat von Inaktiver User
Im übrigen gibt es längst nicht überall Sonntagszuschläge. Der Einzelhandelspräsident forderte erst letzte Woche diese Zuschläge in seiner Branche als "nicht mehr zeitgemäß" abzuschaffen.
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13.04.2007, 12:26
AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss
Und wer ist der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes mit seinen Millionen von Beschäftigten, na...?
Zitat von Inaktiver User


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