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  1. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Deine Argumentation hinkt in sich: Wenn es so ist, daß in anderen Berufen heute flexible Arbeitszeiten die Regel sind, hätten die dort Beschäftigten gerade dadurch die Möglichkeit auch in der Zeit von 8-18.30 einzukaufen. Gerade flexible Käufer brauchen ja keine ausgeweiteten Öffnungszeiten.
    Nein, Deine Argumentation hingt! Flexiblität bedeutet Individualität.
    Wenn Arbeitnehmer A Dienstags Zeit hat einkaufen zu gehen, bedeutet das lang noch nicht, dass dieses auch auf Arbeitnehmer B zutrifft, und AN C hat ebenfalls wieder andere Arbeitszeiten. Flexibilität bei der Arbeit bedeutet zeitnahe Reaktion auf neue Umstände. Mit anderen Worten: was morgens geplant war, kann Nachmittags schon Makkulatur sein ... dann ist nämlich Essig mit dem gedachten Feierabend, aber der Kühlschrank ist trotzdem noch leer. Ich weiss ja nicht, in welcher Branche Du arbeitest. Aber in der Industrie bestimmt heutzutage der Kunde mit einem Anruf, den aktuellen (grossen und wichtigen) Auftrag betreffend, wann AN nach Haus gehen. Der Kunde ist nämlich inzwischen wirklich wieder König. Und wenn der plötzlich alles links haben möchte, was vorher rechts geplant (und akzeptiert) war, dann bekommt der das heutzutage auch ... zum selben Termin (und Preis). Zumindest ist das (wenn man oben mitspielen will) im Mittelstand so!

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nein, Deine Argumentation hingt! Flexiblität bedeutet Individualität.
    Wenn Arbeitnehmer A Dienstags Zeit hat einkaufen zu gehen, bedeutet das lang noch nicht, dass dieses auch auf Arbeitnehmer B zutrifft, und AN C hat ebenfalls wieder andere Arbeitszeiten. Flexibilität bei der Arbeit bedeutet zeitnahe Reaktion auf neue Umstände. Mit anderen Worten: was morgens geplant war, kann Nachmittags schon Makkulatur sein ... dann ist nämlich Essig mit dem gedachten Feierabend, aber der Kühlschrank ist trotzdem noch leer. Ich weiss ja nicht, in welcher Branche Du arbeitest. Aber in der Industrie bestimmt heutzutage der Kunde mit einem Anruf, den aktuellen (grossen und wichtigen) Auftrag betreffend, wann AN nach Haus gehen. Der Kunde ist nämlich inzwischen wirklich wieder König. Und wenn der plötzlich alles links haben möchte, was vorher rechts geplant (und akzeptiert) war, dann bekommt der das heutzutage auch ... zum selben Termin (und Preis). Zumindest ist das (wenn man oben mitspielen will) im Mittelstand so!
    Deine Argumentation hinkt immer mehr:
    Einerseits beklagst Du Dich darüber daß die Industrie darüber entscheidet, wann die AN nach Hause gehen, andererseits willst Du gerade diese "Zwangsflexibilität" auf andere AN-Gruppen ausweiten?
    Du mußt Dich da schon entscheiden was Du willst...

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Ich denke nicht, das wir das so steuern können.

    Ein teil meiner Verwandschaft hat Landwirtschaft.
    Da bestimmt die Jahreszeit, das Wetter usw die Arbeitszeiten.

    So ist das übertragen in der Wirtschaft auch.
    Nachfrage bestimmt hier das Angebot.

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von kaffeesahne
    Ich denke nicht, das wir das so steuern können.

    Ein teil meiner Verwandschaft hat Landwirtschaft.
    Da bestimmt die Jahreszeit, das Wetter usw die Arbeitszeiten.

    So ist das übertragen in der Wirtschaft auch.
    Nachfrage bestimmt hier das Angebot.
    Der Unterschied ist:
    Wetter ist nicht beeinflußbar, Öffnungszeiten jedoch schon.

  5. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Deine Argumentation hinkt immer mehr:
    Einerseits beklagst Du Dich darüber daß die Industrie darüber entscheidet, wann die AN nach Hause gehen, andererseits willst Du gerade diese "Zwangsflexibilität" auf andere AN-Gruppen ausweiten?
    Du mußt Dich da schon entscheiden was Du willst...
    Du scheinst zu golauben, flexible Arbeitszeiten bedeuten, Arbeitnehmer können zur Arbeit kommen, wie es ihnen gerade passt und angenehm ist. Das mag in der Zeit so sein, die Arbeitgeber gern "Saure Gurken-Zeit" nennen, nämlich die Zeit, in der kaum was zu tun ist, sie aber in die saure Gurke beissen müssen, da das Gehalt für den Arbeitnehmer weiter gezahlt werden muss. Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich finde das richtig!
    Aber: der Arbeitnehmer muss heutzutage in Gegenzug bereit sein, in einer Phase der Auftragshäufung eben auch unbequeme Arbeitszeiten in Kauf nehmen, wie z.B. plötzliches arbeiten in Schichten, hohes Aufkommen von Überstunden, notfalls auch übers komplette Wochenende. Und auf diese Flexibilität hat der Einzelhandel insofern zu reagieren oder muss reagieren können, indem er in seinem Einzugsbereich, die Öffnungszeiten an die Bedürfnisse seiner Kundschaft anpassen kann. Nämlich in Wohnvierteln, in der vorwiegend Familie leben, in denen beide beruftätig sind oder sein müssen, sollte ausreichend auch in den Abendstunden die Möglichkeit bestehen, preiswert einkaufen zu können.
    Du solltest einfach mal die gegenseitige Abhängigkeit akzeptieren. Es gibt Menschen, für die stellt es eine (finanzielle) Notwendigkeit dar, auch nach 18:00 Uhr noch preiswert einkaufen zu können, ebenso wie Angestellte des Einzelhandelsauf ihren Job angewiesen sind. Beim Preiskampf der heutzutage im Einzelhandel ausgefochten wird, bedeutet der Verlust von zwei - drei Kunden möglicherweise direkt einen Arbeitsplatz.

    Also kurz gesagt: ebenso wie durch flexible Arbeitsplätze sich die Zeit der Nachfrage verschiebt, muss sich gleichzeitig dazu die Zeit des Angebots verschieben.
    Ob es uns nun passt oder nicht: aber nur so funktioniert Marktwirtschaft.

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du scheinst zu golauben, flexible Arbeitszeiten bedeuten, Arbeitnehmer können zur Arbeit kommen, wie es ihnen gerade passt und angenehm ist. Das mag in der Zeit so sein, die Arbeitgeber gern "Saure Gurken-Zeit" nennen, nämlich die Zeit, in der kaum was zu tun ist, sie aber in die saure Gurke beissen müssen, da das Gehalt für den Arbeitnehmer weiter gezahlt werden muss. Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich finde das richtig! Aber: der Arbeitnehmer muss heutzutage in Gegenzug bereit sein, in einer Phase der Auftragshäufung eben auch unbequeme Arbeitszeiten in Kauf nehmen, wie z.B. plötzliches arbeiten in Schichten, hohes Aufkommen von Überstunden, notfalls auch übers komplette Wochenende. Und auf diese Flexibilität hat der Einzelhandel insofern zu reagieren oder muss reagieren können, indem er in seinem Einzugsbereich, die Öffnungszeiten an die Bedürfnisse seiner Kundschaft anpassen kann. Nämlich in Wohnvierteln, in der vorwiegend Familie leben, in denen beide beruftätig sind oder sein müssen, sollte ausreichend auch in den Abendstunden die Möglichkeit bestehen, preiswert einkaufen zu können.
    Du solltest einfach mal die gegenseitige Abhängigkeit akzeptieren. Es gibt Menschen, für die stellt es eine (finanzielle) Notwendigkeit dar, auch nach 18:00 Uhr noch preiswert einkaufen zu können, ebenso wie Angestellte des Einzelhandelsauf ihren Job angewiesen sind. Beim Preiskampf der heutzutage im Einzelhandel ausgefochten wird, bedeutet der Verlust von zwei - drei Kunden möglicherweise direkt einen Arbeitsplatz.

    Also kurz gesagt: ebenso wie durch flexible Arbeitsplätze sich die Zeit der Nachfrage verschiebt, muss sich gleichzeitig dazu die Zeit des Angebots verschieben.
    Ob es uns nun passt oder nicht: aber nur so funktioniert Marktwirtschaft.
    Nö, auch eine Marktwirtschaft hat am Ende den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Daher sollten die von Dir beschriebenen flexiblen Einsätze über das komplette Wochenende nicht noch auf andere AN-Gruppen ausgeweitet werden. Wenn Du gerne in den Nachtstunden arbeiten willst, kannst Du dies ja machen, das Nachtarbeitsverbot für Frauen existiert ja nicht mehr, aber warum sollen auch andere dies tun, nur weil Du das Pech hast einen Job mit schlechten Arbeitszeiten zu haben?

    Übrigens: Unsere Marktwirtschaft in den letzten 50 Jahren auch mit Ladenschluß bestens funktioniert, damals sogar noch besser als heute.

  7. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    nur weil Du das Pech hast einen Job mit schlechten Arbeitszeiten zu haben?
    Oh ... tut mir leid Dich entäuschen zu müssen
    Aber ich gehöre zu den Glücklichen, die sich die Arbeitszeit wirklich flexibel einteilen können. Ich sitze z.B. derzeit gerade in meinem Büro. Und ich käme auch bequem mit Öffnungszeiten bis 18:00 zurecht.
    Aber ... ich hab auch schon anders gearbeit, kenne also auch die andere Seite der Medaille. Oder von mir aus auch, die Gegend jenseits meines (jetzigen) Tellerrandes.

  8. gesperrt

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Oh ... tut mir leid Dich entäuschen zu müssen
    Aber ich gehöre zu den Glücklichen, die sich die Arbeitszeit wirklich flexibel einteilen können. Ich sitze z.B. derzeit gerade in meinem Büro. Und ich käme auch bequem mit Öffnungszeiten bis 18:00 zurecht.
    Aber ... ich hab auch schon anders gearbeit, kenne also auch die andere Seite der Medaille. Oder von mir aus auch, die Gegend jenseits meines (jetzigen) Tellerrandes.
    Ich auch. Und genau deswegen bin ich gegen die Spätöffnung.

  9. Inaktiver User

    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Übrigens: Unsere Marktwirtschaft in den letzten 50 Jahren auch mit Ladenschluß bestens funktioniert, damals sogar noch besser als heute.
    das hat aus mehreren gründen funktioniert:
    - hausfrauen-ehe; geht heute immer mehr zurück
    - die hausfrauen-ehe weicht sich seit den 80ern immer mehr auf. die familie ist häufig eingesprungen, wenn ein berufstätiger single nicht einkaufen konnte. geht heute aber auch nicht, weil die familie häufig kilometer weit entfernt ist.
    flexibler arbeitsmarkt bedeutet ja nicht nur flexible arbeitszeiten, sondern, dass man auch dorthin zieht, wo der job ist.

    nicht nur der arbeitsmarkt ändert sich, sondern die gesellschaft und ihre art und weise zu leben. auch das privatleben ist nicht mehr so geregelt wie vor 50 jahren.

    sollte der einzelhandel also auf die ladenöffnungszeiten von vor 50 jahren bestehen würde folgendes passieren: die leute würden auch lebensmittel verstärkt im internet bestellen. die umsätze des einzelhandels würde massiv zurückgehen. das würde jobs in der transportindustrie fördern, aber den AN im einzelhandel nicht helfen.

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    AW: „rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ Ladenschluss

    Und Familien brauchen Zeit miteinander und nicht irgendwie nebeneinanderher organisiert. Meines erachtens sollte die Familie das höchste Gut einer Gesellschaft sein. Und eine Familie braucht Zeit. Grade aus Zeitmangel gibt es oft die sogenannte Wohlstandsverwahrlosung von Kindern. Wir brauchen keine 24-Stunden-Gesellschaft.
    Sehr wohl ist der öffentliche Personenverkehr am WE z.b. eingeschränkt und wenn es ihn nur bis zu einer Uhrzeit gäbe, auch gut. Genauso wenig brauche ich unbedingt einen Bäcker oder eine Eisdiele, einen Zoo oder einen Vergnügungspark.
    punkix
    An Lebensmittel aus dem Internet glaube ich nicht, dann hätte es sich in den ländlichen Regionen mittlerweile durchgesetzt.

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