Wer sich für die Entstehungsgeschichte / den Hintergrund interessiert:
Der Wahl-O-Mat (kommt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde da auch entwickelt) wurde zum ersten Mal in Deutschland im Rahmen eines Kooperationsprojekts der bpb mit einem Projektseminar von Politologiestudenten der FU Berlin an deutsche Verhältnisse angepasst und eingesetzt - das war zur Bundestagswahl 2002. Das Projekt hieß "Wahlgang" und richtete sich an junge Menschen. Ziel war es, zur Befassung mit Politik zu motivieren, zu informieren und zum Wählen zu animieren.
Das besondere ist im Unterschied zu anderen ähnlichen Instrumenten, dass alle Partei-Aussagen zu den im Wahl-O-Mat angebotenen Aussagen auch von den Parteien selbst autorisiert sind (damit der Vergleich eigene Position und Parteiposition einigermaßen solide ist) und dass Aussagen zu Themengebieten gewichtet werden können.
Breit bekannt geworden ist er aber dadurch, dass er in der damals sehr beliebten TV-Sendung von Harald Schmidt durch diesen ausprobiert wurde - da brach dann anschließend der Server der bpb zusammen. Daraus wurde dann geschlossen, dass das Tool für die breitere Öffentlichkeit interessant ist.
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Ergebnis 11 bis 20 von 49
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30.08.2017, 14:07
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
I will dance
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30.08.2017, 14:17Inaktiver User
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
Ich bin auch einige Male rausgeflogen.
Ergebnis war aber klar.
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30.08.2017, 14:21
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
Ich nutze ihn aus Spaß, nur um zu schauen, ob er mit meiner Wahl übereinstimmt.
Allerdings kam bei diesem Wahl-O-Mat und dem von ntv etwas unterschiedliches raus.
Die Fragen und Inhalte sind anders und eben auch das Ergebnis. Also von daher verlasse ich mich weiterhin auf mich selbst und lasse mich nicht beeinflussen
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30.08.2017, 14:36
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
Ich mache das immer - allerdings eher aus Spieltrieb. Die Ergebnisse sind auch immer sehr interessant und haben mit meiner Einstellung wenig zu tun.
Woran das liegt ist ganz einfach. Es sind doch nur plakative Thesen, die abgefragt werden. Wenn das dann in schwarz-weiß gewertet wird, paßt es natürlich überhaupt nicht. Da fehlt die Berücksichtigung aller schönen grau Töne.
Ich gebe mal ein Beispiel. Es gibt die Frage nach der Förderung des sozialen Wohnungsbau. Nö, halte ich nicht für förderungswert. Allerdings weil ich meine, dass am falschen Ende gefördert wird und die Förderung der Wohnberechtigten für die Dauer der Bedürftigkeit erfolgen sollte. Die Förderung von sozialen Wohnungsbauprojekten verdampft erfahrungsgemäß. Da wird aber - natürlich - nur mein nö ausgewertet und ohne Differenzierung sind Ergebnisse recht unsinnig. Das Prinzip mal 40 ergibt dann, dass ich FDP wählen sollte
- ganz sicher nicht.
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30.08.2017, 15:28
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
Ich habe gerade gesehen dass es für meinen Wahlkreis sogar schon einen Kandidat-O-Mat gibt... Sachen gibt's.
Numme nit huddle!
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30.08.2017, 16:32
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
Ich nutze ihn zu fast jeder Wahl und bin prinzipiell politisch sehr interessiert. Wenn das Ergebnis des Wahl-O-Maten von der eigenen Parteienpräferenz abweicht, lohnt sich eine nähere Beschäftigung mit den Gründen.
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30.08.2017, 16:38Inaktiver User
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30.08.2017, 16:45
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30.08.2017, 16:57Inaktiver User
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30.08.2017, 16:59Inaktiver User
AW: Wahl-O-Mat - was haltet ihr davon?
Also, mir war klar, dass bei vielen mir wichtigen Fragen eine Partei super passt.
Aber bei einer mir auch sehr wichtigen Frage vertreten sie das genaue Gegenteil von dem was ich mir vorstelle - es ist meiner Haltung sogar ziemlich genau entgegengesetzt.
Das bring ich nicht zusammen, somit sind sie für mich trotz ganz viel Übereinstimmung nicht wählbar.


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