Es hat den gleichen Grund, warum manche Bilder von z.B. der verstorbenen Oma ins Regal stellen. Um sie zu ehren und weil sie sich verbunden fühlen, sie zu ihrer Identität gehört. Deshalb gibt es Denkmäler. Problematisch wird es, wenn es ein Denkmal eines Politikers ist, und sich die Politik sehr ändert. Das ist ja jetzt auch der Grund in den USA (wobei ich das nicht wirklich beurteilen kann, wie speziell diese Statuen in den USA gesehen werden, habe im anderen Strang einen Artikel verlinkt, wo schon recht große Akzeptanz geschildert wurde, also von meiner Seite keine Ahnung in dem Fall).
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15.08.2017, 17:40Inaktiver User
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
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15.08.2017, 17:42
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Ich hoffe die Militärakademien benutzen keine Pferde und Bajonette mehr.
Sorry...Steilvorlage
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15.08.2017, 17:43
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15.08.2017, 17:49
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15.08.2017, 17:50Inaktiver User
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Das was man so als die "Südstaatenflagge" kennt, ist in Wirklichkeit die Kriegsflagge der Nord-Virginia-Armee von General Robert E. Lee. Die Nationalflagge der Konföderation sah immer anders aus.
Aber mit der Kriegsflagge konnte man so viel besser seine Abneigung gegen den Norden ausdrücken und die Kriegsflagge wurde dann zum rassistischen Symbol für die Rassentrennung und gegen die Bürgerrechtsbewegung.
Lee war angeblich dafür die Kriegsflagge nach dem Krieg einzumotten und gehört sie nicht tatsächlich besser ins Museum.
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15.08.2017, 18:00
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Korrekt.
Nun ist sie ja dort. Das halte ich auch anders als die Entfernung des Denkmals für sinnvoll.
Ich meine auch gerade kürzlich erst wieder gelesen zu haben, dass er die Flagge auch nicht länger wollte. Was sich mit dem deckt, was man über ihn sagt. Er wahr Befehlsempfänger, nach Ende des Krieges akzeptierte er die Gegebenheiten. Damit war für ihn wohl auch die Flagge Geschichte.Geändert von Fourthhandaccount (15.08.2017 um 18:07 Uhr)
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15.08.2017, 18:07Inaktiver User
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Und, ich hatte es im anderen Strang schon verlinkt:
Der Sieger in vielen Schlachten des Bürgerkriegs ist eine Ikone, aber nicht nur im Süden.
(...)
Und, nicht zuletzt, gilt er auch im Norden als großer Stratege, ja als Held aller Amerikaner.
(...)
Gleichwohl hoffte Lee, sich aus dem anbahnenden Krieg heraushalten zu können. Obwohl er wie alle seine Standesgenossen Sklaven hielt, nannte er die Sklaverei ein „moralisches und politisches Übel“. Auch stellte er die Rechte der Einzelstaaten nicht über die Union, wie es die Wortführer der Sezession taten: „Die Schöpfer unserer Verfassung hätten niemals so viel Mühe, Weisheit und Geduld auf sie verschwendet, wenn sie gewollt hätten, dass jedes Mitglied (der Union) sie nach eigenem Gutdünken brechen kann … Es ist müßig, über Sezession zu reden“, schrieb er noch im Januar 1861.
(...)
Denn die einzige Aufgabe des 1913 gegründeten elitären Vereins ist die würdevolle Feier des Geburtstags von Robert E. Lee. 2009 hielt mit Barack Obama der erste farbige US-Präsident die Festansprache: „Wenn der General heute Abend bei uns wäre, wäre er 202 Jahre alt. Und sehr verwirrt.“
Ausloser in Charlottesville: Warum die Statue von General Robert E. Lee Amerika spaltet - WELT
Der Schlimmste, sozusagen, von damals war er also scheinbar nicht, und sogar Obama hielt ihm zu Ehren eine Festansprache.
Das ist die Frage, muß man alle Denkmäler entfernen? Sie gehören ja zur Identität der Amis (nett gemeinter Ausdruck). Da muß man schon vorsichtig sein, finde ich.
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15.08.2017, 18:10
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Ich finde die quelle leider gerade nicht mehr wieder. Jedenfalls stand dort, dass es im konkreten fall besonders um die statuen geht, die mit grossem zeitlichen abstand zu den historischen geschehnissen aufgestellt wurden.
Das ziel dieser damaligen aktion war wohl, gezielt die vertreter der Südens und indirekt des rassismus und der weissen vorherrschaft zu würdigen. Es war eine gegenreaktion zum erwachenden selbstbewusstsein der schwarzen bevölkerung.nichts ist wie es scheint
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15.08.2017, 18:18
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Also ich finde die Diskussion interessant, aber mich stört hier irgendwie die Arroganz der Nachgeborernen, die die Gande hatten, nicht in Zeiten der Sklaverei Stellung beziehen zu müssen.
Denn ich glaube, dass jeder, der hier mitschreibt, ich eingeschlossen, hätte 1850 ganz sicher nichts gegen die Sklaverei unternommen. Wir wissen nichts vom Lebensgefühl 1850 in den Südstaaten oder in der Union. Die wenigesten hier wissen was vom Lebensgefühl heute in North Carolina. Ich auch nicht, ich war nur in Deep South, aber noch nie in Southwestern. Meistens bin ich im Norden, die Ostküste kenn' ich sehr gut.
Ja, man kann ein Denkmal entfernen, aber Man sollte es aber nicht machen, um die Geschichte zu klittern oder dunkle Flecken zu tilgen. Mann muss mit dunklen Flecken - nach einer Phase der Verdrängung und Läuterung - offen und ehrlich umgehen. Ich kenne die Amerikaner als Menschen, die ihre eignen Geschichte schätzen und immer mehr entdecken. Sie, ihre Historiker, sollten in Ruhe überlegen, was angemessen ist. So ein plötzlicher Umsturz ist nicht der richtige Weg.
Auch als Gegenaktion auf die rechte Gewalt bringt das gar nichts, schlimmstenfalls gibt das noch Öl ins Feuer. Die Polizei muss den Fahrer festnehmen und die übrigen, die Randale machen auch.
Übrigens warum Lee weg, was ist mit Sherman oder Grant, der wurde sogar später dritter Präsident! Auch er hat gekämpft, vielleicht gemordet?! Wer weiß das heute mit Sicherheit?
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15.08.2017, 18:24Inaktiver User
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Das ist eine interessante Information. Das ist nämlich ein völlig anderer Aspekt, und stützt auch die Theorie der Machtdemonstration.
Das einzige ist das Wort "besonders", geht es nur um diese, oder geht es um alle? Wenn es nur um diese geht (weißt Du das zufällig?), und die Intention auch noch die war, wie Du schilderst (aus einem Artikel?), finde ich das jedenfalls völlig anders zu bewerten, finde ich, da ginge es dann auch nicht mehr um Identität usw.Geändert von Inaktiver User (15.08.2017 um 18:31 Uhr)



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