Lee hat den Bürgerkrieg verloren.
Ich bin generell kein Fan von Generalsstatuen, aber dass jetzt auch noch die Verlierer eines Krieges Statuen bekommen und über Jahrhunderte stehen bleiben sollen...
verwirrt guck*
Die einzige Parallele die ich sehe: beide haben den Krieg verloren.Zudem sehe ich hier keine Parallelen zum Fall Lee, der eines Generales, der einen, ja, pardon, für seine Zeit "normalen" Krieg führte. Aber keine Massenvernichtung von Nordstaatlern oder Schwarzen plante. Weiterhin ist belegt, dass er seine Truppen eindeutig angewiesen hatte, nicht zu marodieren.
Meinetwegen kann man auch gern darauf verzichten den Gewinnern von Kriegen Denkmäler zu setzen.
Aber beiden?
verwirrt guck*
Die besten Kriegsdenkmäler finde ich die immer noch existierenden Gräber der Kriegsgefallenen in Frankreich überall in den kleinen Städten. Und im Umgang mit Krieg bin ich ebenfalls dafür, dass man mindestens eine Straße im zerstörten Zustand belässt, statt irgendwelchen Gewinnern oder Verlierern Statuen zu setzen.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 189
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15.08.2017, 16:41
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
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15.08.2017, 16:43
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15.08.2017, 16:53
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Ich sehe einen signifikanten Unterschied zwischen einem Heerführer, der einen Feldzug plant und einem, der Massenvernichtungslager plant und baut, um Menschen zu vergasen.
Sein Schwiegervater war übrigens George Washington Parke Custis, Stiefenkel und Adoptivsohn von, na? :- )
Mir ist der Ausschnitt bekannt, er steht aber im Gegensatz zu zahlreichen anderen Quellen, davon unabhängig halte ich das Geschehen für möglich. Ob er dabei war? Wir wissen es nicht (ich halte es aufgrund der bekannten Daten eher für unwahrscheinlich, er war selten zuhause).
Lee war was die Sklavenhaltung anbelangte ebenso ambivalent wie die Herren Washington, Jefferson & Co. Sie waren keine glühenden Verfechter der Sklaverei, wuchsen aber in diesem System auf und wussten, dass sie ihre Ländereien und die dort anfallenden Arbeiten ohne das System nicht würden halten können. Insofern zeichneten sie sich nicht durch ein großes Bemühen aus, die Sklaverei zu beenden.
Nun müssen wir ihnen zugestehen, dass dies für viele Menschen in den Staaten zu der Zeit auch äußerst fortschrittlich gewesen wäre (was ich erschreckend finde, meine Großmutter wurde nur ca. 20 Jahre nach dem Ende des Sezessionskrieges geboren, was mir immer wieder in Erinnerung ruft, wie kurz das eigentlich her ist).
Lee hat lange darauf gesetzt, dass sich der Süden und der Norden verständigen würden, hat aber auch keinen Hehl daraus gemacht, dass seine Loyalität dort lag wo er herkam und wo sich sein Familiensitz befand. Daher lehnte er Präsident Lincolns Angebot ab die US-Streitkräfte zu führen und trat aus ihnen aus. Die Südstaaten militärisch zu führen sah er als seine Pflicht an.
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15.08.2017, 17:03
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15.08.2017, 17:04
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Ich denke die Statue wurde ihm aufgrund seiner strategischen Leistungen verlieren, unabhängig vom Ausgang des Krieges (dort hat er in den letzten Tagen wohl noch dafür gesorgt, dass das Kriegsende seitens des Südens ruhig vonstatten ging).
Ich habe nachgeschaut, die Statue wurde 1917 von Mitgliedern der National Sculpture Society angefertigt. Ich schätze mal unter deren Denkmälern finden sich eventuell noch andere Kriegsverlierer, es ging wohl um Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte. Da zählt er eindeutig dazu.
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15.08.2017, 17:20
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15.08.2017, 17:27Inaktiver User
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Ja, aber auch diese sind häufig im Zeitkontext zu betrachten.
Sind getötete Soldaten Helden? Diese Bezeichnung findet man noch heute sehr oft an Gräbern der Soldaten aus dem 2. Weltkrieg in Frankreich, bei uns zumindest bei denen aus dem 1. Weltkrieg.
Ich vermute, diese Bezeichnung sollte vielleicht auch eine Art "Trost" für die Angehörigen daheim sein oder Rechtfertigung der Staaten, die diese in den Krieg verpflichtet haben. Unfreiwillige "Helden" sozusagen.
Nicht jeder der Soldaten hat sich als Befreiungskämpfer gesehen.
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15.08.2017, 17:28
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Ich finde nichts über seine strategischen Leistungen, aber offensichtlich gibt es in den Südstaaten über 2000 solcher "Konfederierten" (oops was ist denn die Deutsche Schreibweise?) Statuen.
35 davon wurden offensichtlich nach dem Jahre 2000 errichtet.
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15.08.2017, 17:34
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
Sehr viel auf englischen Seiten, ich müsste nun aber vorsichtig beim Verlinken sein. Nicht alle sind unbedingt verlinkungsreif ; -)
Aus der WELT, Die grossten Feldherrn aller Zeiten – eine Liste der Militargeschichte - WELT
Er errang im amerikanischen Sezessionskrieg mit zahlenmäßig und materiell weit unterlegenen Streitkräften erstaunliche Siege über die Nordstaaten (Manassas II und Fredericksburg 1862, Chancellorsville 1863). Er war ein Meister des kalkulierten Risikos und der Kriegslist sowie in der Defensive enorm effizient. Während der Schlacht von Gettysburg 1863 war er aber von allen guten Geistern verlassen, als er den Fehler seiner Gegner (sture Frontalangriffe) wiederholte.
Wohl wahr, ich las gerade auch folgendes:
In the history of the world perhaps no general who failed so often has been so revered.
:- )
Quelle: Robert E. Lee - American Civil War - HISTORY.com
Soweit ich weiß sind seine Taktiken - oder die Art und Weise wie er bekannte Manöver einsetzte - heute noch Bestandteil des Unterrichts in Militärakademien.Geändert von Fourthhandaccount (15.08.2017 um 17:42 Uhr)
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15.08.2017, 17:38
AW: Der Umgang mit Denkmälern - wo fängt man an, wo hört man auf und ...
offensichtlich wurde die Diskussion über die Entfernung der Statue in C.Ville angestoßen durch den Anschlag eines Konföderierten Anhängers auf die Kirche in Charlston bei der er neun schwarze Kirchgänger erschoss und offensichtlicher Anhänger der White Supremacists war.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_in_Charleston



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