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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Vertrag ist zwischen Vermieter und Mieter. Das Sozialamt kann auf Wunsch des Mieters direkt an den Vermieter bezahlen, das kann der Mieter aber jederzeit wieder ändern.
    Vor allem kann es leicht passieren, dass das Amt die Zahlung einstellt, wenn der Mieter z.b. seine Eingliederungsvereinbarung nicht einhält und sanktioniert wird.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es hält sich aber auch immer noch ein Gerücht Hausbesitzer leer stehender Häuser würden sich die Hände reiben weil sie Alles absetzen könnten.
    Nur, wenn sie ernsthafte Vermietungsbemühungen nachweisen können.

  2. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist noch längst nicht in jeder Stadt üblich und selbst wenn: hat man jemand drin, der nur sporadisch Miete bezahlt hat und noch einiges "kaputtgewohnt" hat, dann langt die vorne und hinten nicht. Meine Eltern hatten früher als Altersvorsorge drei Mietwohnungen, die mittlerweile lang verkauft sind. Was die alles erlebt haben, verleidet einem das Thema gründlich. Und meine Eltern sind wirklich nette Vermieter.
    Selbst wenn ich vor lauter Geld nicht mehr geradeaus gehen könnte, würde ich niemals Mietimmobilien als Geldanlage kaufen.

  3. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Selbst wenn ich vor lauter Geld nicht mehr geradeaus gehen könnte, würde ich niemals Mietimmobilien als Geldanlage kaufen.
    Und genau das ist das Problem, warum wir viel zuwenig Wohnraum haben. Nicht, dass ich dich nicht verstehen könnte, einfach eine Tatsachenfeststellung.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Das Problem sind Politiker, die zum einen das Klima über Dämmung retten wollen, die unsagbar teuer ist und finanziell kaum was spart, zum anderen die Umwelt, indem sie kein Bauland mehr ausschreiben. Beides treibt die Preise astronomisch in die Höhe.

    Wie sagte Stuttgarts grüner OB Kuhn vor Kurzem: Er wisse auch nicht, was man gegen steigende Immobilienpreise und Mieten tun könne, damit müsse man wohl leben. Aber auf den Acker gehe er nicht, das sei die rote Linie.

  5. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und genau das ist das Problem, warum wir viel zuwenig Wohnraum haben. Nicht, dass ich dich nicht verstehen könnte, einfach eine Tatsachenfeststellung.
    Das ist mir klar. Aber das deutsche Mietrecht beeinträchtigt m.E. den Vermieter in unangemessener Weise. Und solange ich es einfach hinnehmen muss, wenn ein Mieter sich indiskutabel verhält, solange würde ich niemals eine Wohnung zum Vermieten kaufen.

  6. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Ein Problem wurde hier meines Wissens noch nicht angesprochen:

    Nahezu jede Stadt hatte in den 50er bis 80er Jahre eine eigene Wohnungsbaugesellschaft. Sie hatten mit enormer Bautätigkeit die große Wohnungsnot in den 50er und 60er Jahre beseitigt und damit die Zwangseinweisung von Flüchtlingen und Ausgebombten in Privathäusern und Notunterkünften wie Nissenhütten beseitigt.

    Die Stadt Düsseldorf z.B. hat ihren Wohnungsbestand vor über 10 Jahren komplett an einen Investor verkauft und war schlagartig schuldenfrei. Ein Investor hat selbstredend kein Interesse an sozialem Wohnungsbau, er will Gewinne machen. Das tat der auch. Auch die landeseigene Baugenossenschaft wurde in der Zeit an einen Investor verkauft zu einem nahezu lächerlichen Preis, keine 10.000 € pro Wohnung.
    Die Stadt Düsseldorf und das Land NRW ersparten sich damit immense Ausgaben für notwendige Sanierungen und es entspannte sich kurzfristig die Haushaltslage.

    Dieser Bestand fehlt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok. Meine Erfahrungen beginnen Anfang der 80er.
    Es hält sich aber auch immer noch ein Gerücht Hausbesitzer leer stehender Häuser würden sich die Hände reiben weil sie Alles absetzen könnten.
    Darum schrieb ich ja, dass der Eigentümer natürlich die Kosten hat, die er steuerlich geltend macht, geschenkt gibt es nichts. Und von diesen Kosten fließt nur ein geringer Teil - abhängig vom Einkommenssteuersatz oder einer eventuellen Höchstgrenze - zurück bzw. mindert die Steuerlast. Es hilft nichts, es gibt immer Leute (Neider), die das auch einfach nicht verstehen wollen.

    Und es wird auch immer gerne übersehen, dass ein üblicher Privatvermieter (die Mehrheit der deutschen Vermieter) 1-2 Wohnungen. Damit macht man keinen Reibach.
    Einige wenige Großvermieter können jonglieren, Gebäude wegen Sanierung entmieten, ein wenig warten, Pläne umhauen, Eigentumswohnungen bauen und gewinnbringend verkaufen.


  9. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne diverse Rentner, die allein in riesigen Einfamilienhäusern wohnen. Sie würden gern in eine kleine, seniorengerechte Wohnung ziehen - nur die gibt es nicht. Und so plagen sie sich mit einem viel zu großen Haus und Garten.
    Vor allem im ländlichen Raum gibt es mancherorts gar keine Mehrfmilienhäuser. Aber in den Städten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und was ist mit den ganzen investmentgesellschaften, die größere bestände kaufen? dürfen das dann auch nur inländische investoren sein?
    Ja, ich glaube, unter anderem auf die zielen diese Regelungen ab.

    und wie definiert man in- und ausländisch bei den internationalen firmen?
    Das weiß ich nicht, ich versuche in den nächsten Tagen mal, genaueres rauszufinden, gerade komme ich nicht dazu.

    nein. da gibts ja keine jobs. dann fahren die leute alle täglich stundenlang durch die gegend. ist nicht gut für die umwelt! und für die leute auch nicht.
    Dann müsste also was für mehr Jobs im ländlichen Raum getan werden? Oder Heimarbeitsplätze?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    An welche Länder denkst du?
    In Dänemark dürfen Ausländer keine Immobilien erwerben. Auch Polen hatte jahrelang so eine Regelung, aber ich glaube, die haben das geändert.

    Als Folge sind die dänischen Immobilienpreise viel niedriger als bei uns.

    Im internationalen Vergleich sind Immobilien in Deutschland immer noch günstig - sogar in München, wenn man das z.B. mit London oder Paris vergleicht, und insbesondere in Berlin, auch wenn dort die Preise rasch gestiegen sind.
    Aber nicht in jedem internationalen Vergleich...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Hier wird noch ein grundsätzliches Problem im deutschen Sozialsystem deutlich:
    Oft ist es so, dass es diejenigen, die eine Förderung gerade nicht mehr bekommen, weil ihr Einkommen etwas zu hoch ist, die "Gelackmeierten" sind.
    Ja, und es sind aufgrund der drastisch steigenden Preise für Wohnraum nicht mal mehr nur die, die ein bisschen drüber sind. Eigentlich gilt das mittlerweile schon pauschal für die "Mitte", jedenfalls in den Hochpreisgegenden.

  10. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ein Problem wurde hier meines Wissens noch nicht angesprochen:

    Nahezu jede Stadt hatte in den 50er bis 80er Jahre eine eigene Wohnungsbaugesellschaft. Sie hatten mit enormer Bautätigkeit die große Wohnungsnot in den 50er und 60er Jahre beseitigt
    Aktuell läuft auch die Preisbindung für viele damals geförderte Wohnungen aus.

    Unsere städtische Wohnbaugesellschaft ist als GmbH organisiert und gewinnorientiert. Die haben viele Wohnungen und bauen auch fleißig. Aber deren Wohnungen sind, sowohl zum Kaufen als auch zum Mieten, fast noch teurer als die von privaten Vermietern/Investoren. Ausgenommen halt die Sozialwohnungen.

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