Antworten
Seite 7 von 13 ErsteErste ... 56789 ... LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 129
  1. User Info Menu

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich sehe da heute keine Verpflichtungen mehr.
    Ich ebenso wenig. Es gab damals eine klare gesetzliche Auflage und deren Zeit ist abgelaufen. Dass Gesetze nachträglich zum Nachteil von Altregelungen verändert werden, finde ich teilweise unerträglich und wünsche ich keinem.


  2. User Info Menu

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    also Renovierungsstau.
    Den gibt es auch ohne Einliegerwohnung. Meiner Meinung nach eine Folge des sehr deutschen Denkens, dass man im Leben ein Haus baut. Deswegen ist in Deutschland ein Haus bauen auch teurer als anderswo. Das Haus muss 40-60 Jahre lang "halten". Irgendwie lernt man hier nicht, dass ein Haus in den seltensten Fällen allen unterschiedlichen Lebensformen, die man in den Jahrzehnten durchläuft, gerecht werden kann. In anderen Ländern ist man da weiter.


  3. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen

    Einliegerwohnungen wurden "früher" steuerlich gefördert. Wenn das Haus mehrere Wohnungen hatte, konnten die Kosten für das gesamte Haus steuerlich abgesetzt werden, während für den selbstgenutzten Teil nur eine niedrige, fiktive Miete als Einnahmen angesetzt wurden. Das galt sogar, wenn die Einliegerwohnung gar nicht vermietet war, sondern dort z.B. die Kinder wohnten. Deshalb hatten eine Weile lang alle Einfamilienhäuser eine Einliegerwohnung.

    Das wurde dann dahingehend geändert, dass Kosten jetzt anteilig abgesetzt werden - je nachdem, welcher Anteil des Hauses vermietet oder selbstgenutzt ist..
    Das ist so nicht richtig. Wenn die einliegerwohnung nicht vermietet war konnte man die Kosten auch früher nicht absetzten. UnD für Kinder die in der einliegerwohnung wohnten durfte man Bis zur Hälfte der ortsüblichen Miete ansetzten. Dann war Alles ok. Das mag man mir gerne glauben, denn ich habe viele Jahre in der finanzierungsbranche gearbeitet

  4. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    ...
    Geändert von Inaktiver User (14.08.2017 um 17:57 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist so nicht richtig. Wenn die einliegerwohnung nicht vermietet war konnte man die Kosten auch früher nicht absetzten.
    Dann gibt es verschiedene "früher".

    Ich rede von den 60ern und 70ern bis ???

    Das ist dann auch nach der Zeit, von der Fourthandaccount spricht, als wir noch Wohnungsbewirtschaftung hatten.

  6. User Info Menu

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Ich denke sogar ab den 50ern. Das war das Wiederaufbauprogramm, soweit ich das richtig in Erinnerung habe. Vielleicht galt es aber auch nur für Beamte, auf jeden Fall war es in meinem Elternhaus öfter ein Thema, wenn wir über das Haus sprachen. Meine Eltern hatten wegen der einschränkenden Regeln ohne Einliegerwohnung gebaut.

    Soweit ich weiß, ging es tatsächlich darum, dass der Staat sich - für unser Verständnis von Eigentum - recht weitreichende Eingriffsmöglichkeiten einräumte, wenn mit der Förderung gebaut wurde. So unwahrscheinlich uns heute (hm^^) Einquartierungen vorkommen, so darf man nicht vergessen, dass noch in den 50er und auch 60er-Jahren Zimmer in Privathäusern durch Kriegsflüchtlinge belegt waren. Das lief wahrlich nicht harmonisch ab, wie man sich denken kann.

    Ich habe etwas dazu gefunden:
    Wohnungspolitik seit 1945 | bpb

    Unmittelbar nach Kriegsende beschlossen die Besatzungsmächte der drei Westzonen angesichts des gravierenden Wohnungsmangels kurzfristige gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungsnot. Die nach Gründung der Bundesrepublik 1949 gebildete Bundesregierung schloss sich den Maßnahmen an und führte die Wohnungszwangsbewirtschaftung ein. Diese bestand im Wesentlichen in einem faktischen Verbot der Kündigung von Bestandsmietern, staatlich festgelegten Mietniveaus und staatlicher Vergabe von in Privateigentum befindlichem Wohnraum an Wohnungssuchende. Mit diesen Maßnahmen stoppte die Bundesregierung zwar den befürchteten schnellen Anstieg der Mieten, doch das Problem der 5,5 Millionen fehlenden Wohnungen wurde dadurch nicht behoben. Deshalb entschloss sich die Bundesregierung mit der Verabschiedung des Ersten Wohnungsbaugesetzes 1950 zu einer massiven Intervention auf der Angebotsseite des Wohnungsmarkts. Im Rahmen dieses Gesetzes finanzierte der Bund innerhalb eines Jahrzehnts den Bau von insgesamt 3,3 Millionen Wohnungen. Zusätzliche 2,7 Millionen Wohnungen wurden durch private Investoren gebaut.[4] Die große Wohnungsnot der frühen 1950er Jahre war damit zunächst gebannt.
    Geändert von Fourthhandaccount (14.08.2017 um 16:36 Uhr)


  7. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Ich ebenso wenig. Es gab damals eine klare gesetzliche Auflage und deren Zeit ist abgelaufen. Dass Gesetze nachträglich zum Nachteil von Altregelungen verändert werden, finde ich teilweise unerträglich und wünsche ich keinem.
    Das geht natürlich nicht! Man muss eine verträgliche Lösung finden. Ich finde es daneben, ein dicht besiedeltes Land noch weiter zu zersiedeln, während reichlich Leute in zu großen Immobilien leben.
    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    In anderen Ländern ist man da weiter.
    Eben! Aber der Anstoß für eine Weiterentwicklung muss hauptsächlich aus der Politik kommen.

  8. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Dann gibt es verschiedene "früher".

    Ich rede von den 60ern und 70ern bis ???

    Das ist dann auch nach der Zeit, von der Fourthandaccount spricht, als wir noch Wohnungsbewirtschaftung hatten.
    Ok. Meine Erfahrungen beginnen Anfang der 80er.
    Es hält sich aber auch immer noch ein Gerücht Hausbesitzer leer stehender Häuser würden sich die Hände reiben weil sie Alles absetzen könnten.

  9. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Wenn die Preise frei wären, würde sich das so einspielen, dass man mit airbnb nur so viel mehr Geld machen würde, dass das die Arbeit und die Möblierung aufwiegt.
    Die Preise sind doch frei? Ich denke mal, es muss günstiger sein als im Hotel, kann aber teurer sein als normale Langzeitvermietung, weil es eben nur kurzfristig ist. Ich hab schon mehrmals in einem Boarding House gewohnt, da ist es ja auch teurer als eine normale Mietwohnung.

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass ein solches Vorhaben Bautätigkeiten fördern würde. Zumal man bei dem hier erwähnten Beispiel mal wieder die Kleinsten trifft, nicht den großen Bauherrn, der aus Spekulation Leerstand feiert.
    ...
    Da, wo ich regelmäßig bin, gibts keinen Leerstand aus Spekulationsgründen. Ich wüsste auch nicht, wieso Leerstand Gewinn bringt, magst du das mal kurz erklären?

  10. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ist die Wohnung nach Auszug ein Sanierungsfall muss ja auch die Kaution dafür herhalten.
    Das ist noch längst nicht in jeder Stadt üblich und selbst wenn: hat man jemand drin, der nur sporadisch Miete bezahlt hat und noch einiges "kaputtgewohnt" hat, dann langt die vorne und hinten nicht. Meine Eltern hatten früher als Altersvorsorge drei Mietwohnungen, die mittlerweile lang verkauft sind. Was die alles erlebt haben, verleidet einem das Thema gründlich. Und meine Eltern sind wirklich nette Vermieter.

Antworten
Seite 7 von 13 ErsteErste ... 56789 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •