Antworten
Ergebnis 61 bis 70 von 129
-
14.08.2017, 15:08
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
-
14.08.2017, 15:12
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
Den gibt es auch ohne Einliegerwohnung. Meiner Meinung nach eine Folge des sehr deutschen Denkens, dass man im Leben ein Haus baut. Deswegen ist in Deutschland ein Haus bauen auch teurer als anderswo. Das Haus muss 40-60 Jahre lang "halten". Irgendwie lernt man hier nicht, dass ein Haus in den seltensten Fällen allen unterschiedlichen Lebensformen, die man in den Jahrzehnten durchläuft, gerecht werden kann. In anderen Ländern ist man da weiter.
-
14.08.2017, 15:20Inaktiver User
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
Das ist so nicht richtig. Wenn die einliegerwohnung nicht vermietet war konnte man die Kosten auch früher nicht absetzten. UnD für Kinder die in der einliegerwohnung wohnten durfte man Bis zur Hälfte der ortsüblichen Miete ansetzten. Dann war Alles ok. Das mag man mir gerne glauben, denn ich habe viele Jahre in der finanzierungsbranche gearbeitet
-
14.08.2017, 15:45Inaktiver User
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
...
Geändert von Inaktiver User (14.08.2017 um 17:57 Uhr)
-
14.08.2017, 15:49
-
14.08.2017, 15:54
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
Ich denke sogar ab den 50ern. Das war das Wiederaufbauprogramm, soweit ich das richtig in Erinnerung habe. Vielleicht galt es aber auch nur für Beamte, auf jeden Fall war es in meinem Elternhaus öfter ein Thema, wenn wir über das Haus sprachen. Meine Eltern hatten wegen der einschränkenden Regeln ohne Einliegerwohnung gebaut.
Soweit ich weiß, ging es tatsächlich darum, dass der Staat sich - für unser Verständnis von Eigentum - recht weitreichende Eingriffsmöglichkeiten einräumte, wenn mit der Förderung gebaut wurde. So unwahrscheinlich uns heute (hm^^) Einquartierungen vorkommen, so darf man nicht vergessen, dass noch in den 50er und auch 60er-Jahren Zimmer in Privathäusern durch Kriegsflüchtlinge belegt waren. Das lief wahrlich nicht harmonisch ab, wie man sich denken kann.
Ich habe etwas dazu gefunden:
Wohnungspolitik seit 1945 | bpb
Unmittelbar nach Kriegsende beschlossen die Besatzungsmächte der drei Westzonen angesichts des gravierenden Wohnungsmangels kurzfristige gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungsnot. Die nach Gründung der Bundesrepublik 1949 gebildete Bundesregierung schloss sich den Maßnahmen an und führte die Wohnungszwangsbewirtschaftung ein. Diese bestand im Wesentlichen in einem faktischen Verbot der Kündigung von Bestandsmietern, staatlich festgelegten Mietniveaus und staatlicher Vergabe von in Privateigentum befindlichem Wohnraum an Wohnungssuchende. Mit diesen Maßnahmen stoppte die Bundesregierung zwar den befürchteten schnellen Anstieg der Mieten, doch das Problem der 5,5 Millionen fehlenden Wohnungen wurde dadurch nicht behoben. Deshalb entschloss sich die Bundesregierung mit der Verabschiedung des Ersten Wohnungsbaugesetzes 1950 zu einer massiven Intervention auf der Angebotsseite des Wohnungsmarkts. Im Rahmen dieses Gesetzes finanzierte der Bund innerhalb eines Jahrzehnts den Bau von insgesamt 3,3 Millionen Wohnungen. Zusätzliche 2,7 Millionen Wohnungen wurden durch private Investoren gebaut.[4] Die große Wohnungsnot der frühen 1950er Jahre war damit zunächst gebannt.Geändert von Fourthhandaccount (14.08.2017 um 16:36 Uhr)
-
14.08.2017, 17:30Inaktiver User
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
Das geht natürlich nicht! Man muss eine verträgliche Lösung finden. Ich finde es daneben, ein dicht besiedeltes Land noch weiter zu zersiedeln, während reichlich Leute in zu großen Immobilien leben.
Eben! Aber der Anstoß für eine Weiterentwicklung muss hauptsächlich aus der Politik kommen.
-
14.08.2017, 17:41Inaktiver User
-
14.08.2017, 19:12Inaktiver User
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
Die Preise sind doch frei? Ich denke mal, es muss günstiger sein als im Hotel, kann aber teurer sein als normale Langzeitvermietung, weil es eben nur kurzfristig ist. Ich hab schon mehrmals in einem Boarding House gewohnt, da ist es ja auch teurer als eine normale Mietwohnung.
Da, wo ich regelmäßig bin, gibts keinen Leerstand aus Spekulationsgründen. Ich wüsste auch nicht, wieso Leerstand Gewinn bringt, magst du das mal kurz erklären?
-
14.08.2017, 19:18Inaktiver User
AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...
Das ist noch längst nicht in jeder Stadt üblich und selbst wenn: hat man jemand drin, der nur sporadisch Miete bezahlt hat und noch einiges "kaputtgewohnt" hat, dann langt die vorne und hinten nicht. Meine Eltern hatten früher als Altersvorsorge drei Mietwohnungen, die mittlerweile lang verkauft sind. Was die alles erlebt haben, verleidet einem das Thema gründlich. Und meine Eltern sind wirklich nette Vermieter.



Zitieren