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  1. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tatsächlich denke ich - ja. Das ist reiner Luxus in Zeiten, wo andere gar keine Wohnung finden, und für mich ist das durchaus a-soziales Verhalten. Es sind ja nicht alle Mieter des Teufels, und vielleicht könnte man auch davon profitieren, dass noch jemand im Haus ist.

    Im Sinne der Allgemeinheit wäre ich dafür, bei Leerstand eine fiktive Miete anzurechnen, die dann natürlich auch versteuert werden muss. Wobei ich Leerstand auf eine abgeschlossene Mieteinheit begrenzen würde, nicht auf eine große Wohnung die allein bewohnt wird. Schließlich ist diese Einliegerwohnung ja sicher auch irgendwann steuerlich begünstigt worden, und sicher nicht um irgendwann leer zu stehen.
    Mich würde ja brennend interessieren, welche steuerliche Begünstigungen es für Einliegerwohnungen geben soll.
    Ich besitze ein Mehrfamilienhaus, dies haben wir mit Hilfe meiner Familie selbst gebaut (Stein auf Stein, mit den eigenen Händen). Dort ist zurzeit auch eine Wohnung frei und ich denke nicht im Traum daran, diese Wohnung an Fremde zu vermieten.
    Ich habe keine Kredite laufen und zahle bereits durch meine Arbeit den Spitzensteuersatz. Warum soll ich mir Fremde ins Haus holen, jede Menge Arbeit dadurch zusätzlich haben und noch mehr Steuern zahlen? Das zusätzliche Geld brauche ich nicht, ich genieße den Luxus gerade im Sommer Freunden und Familieangehörigen eine kostenlose Ferienunterkunft in Ostseenähe zu ermöglichen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Über das Zweckentfremdungsverbot wird das versucht.

    Zweckentfremdungsverbot Berlin

    Das ist aber schwer durchzusetzen - kann/will man wirklich kontrollieren, wie jemand die Wohnung in seinem Häuschen vermietet?
    Genau daran scheitert das Ganze dann auch ,niemand kontrolliert es . Weder die Mietpreisbremse noch die Ferienwohnungen.
    Dann könnte man sich aber auch 200 Abgeordnete sparen und solche Gesetze gleich lassen. So Luftnummerngesetze braucht auch niemand.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich würde ja brennend interessieren, welche steuerliche Begünstigungen es für Einliegerwohnungen geben soll.
    ...
    Das zusätzliche Geld brauche ich nicht, ich genieße den Luxus gerade im Sommer Freunden und Familieangehörigen eine kostenlose Ferienunterkunft in Ostseenähe zu ermöglichen.
    Wenn das in Ostseenähe und weder in München noch in Stuttgart noch in Berlin ist, gilt bei dir vermutlich kein Zweckentfremdungsverbot. Das wird regional eingeführt.

    Einliegerwohnungen wurden "früher" steuerlich gefördert. Wenn das Haus mehrere Wohnungen hatte, konnten die Kosten für das gesamte Haus steuerlich abgesetzt werden, während für den selbstgenutzten Teil nur eine niedrige, fiktive Miete als Einnahmen angesetzt wurden. Das galt sogar, wenn die Einliegerwohnung gar nicht vermietet war, sondern dort z.B. die Kinder wohnten. Deshalb hatten eine Weile lang alle Einfamilienhäuser eine Einliegerwohnung.

    Das wurde dann dahingehend geändert, dass Kosten jetzt anteilig abgesetzt werden - je nachdem, welcher Anteil des Hauses vermietet oder selbstgenutzt ist.
    Deshalb haben neue Einfamilienhäuser auch nur noch im Ausnahmefall eine Einliegerwohnung.

    Ich weiß nicht genau, wann das geändert wurde - aber wenn eine alte Witwe in einem Häuschen mit Einliegerwohnung wohnt, kann man davon ausgehen, dass das Haus aus der Zeit stammt, wo sich das steuerlich gelohnt hat.

  4. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Ich möchte noch einen anderen Punkt erwähnen: Bauen ist einfach wahnsinnig teuer in D. Es gibt praktisch keinen Billigbau, einmal aus Tradition und zum anderen aufgrund hoher Standards (Brandschutz, Stadtbild, Bebauungsordnung usw.). Dazu kommen die hohen Lohnkosten. Ich vermiete eine Wohnung und musste dort vor einiger Zeit ein neues Bad einbauen. Damit sind zweieinhalb Jahre Mieteinnahmen weg (wenn man ein Dussel wie ich ist und keine Schwarzarbeit möchte).

  5. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    ....... Einliegerwohnungen wurden "früher" steuerlich gefördert. Wenn das Haus mehrere Wohnungen hatte, konnten die Kosten für das gesamte Haus steuerlich abgesetzt werden, während für den selbstgenutzten Teil nur eine niedrige, fiktive Miete als Einnahmen angesetzt wurden. Das galt sogar, wenn die Einliegerwohnung gar nicht vermietet war, sondern dort z.B. die Kinder wohnten. Deshalb hatten eine Weile lang alle Einfamilienhäuser eine Einliegerwohnung.
    Vielen Dank für die Info, das wußte ich nicht.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen

    Ich weiß nicht genau, wann das geändert wurde - aber wenn eine alte Witwe in einem Häuschen mit Einliegerwohnung wohnt, kann man davon ausgehen, dass das Haus aus der Zeit stammt, wo sich das steuerlich gelohnt hat.
    Stimmt, aber die Häuschen, die das heute noch haben, sind von den Besitzern auch unter Verzicht von Urlauben und Vergnügen jahrzehntelang finanziert worden. Wenn sie Mittel der KfW-Bank bekommen haben, waren ihre Mieten 40 Jahre lang vorgeschrieben. Ich sehe da heute keine Verpflichtungen mehr.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Stimmt, aber die Häuschen, die das heute noch haben, sind von den Besitzern auch unter Verzicht von Urlauben und Vergnügen jahrzehntelang finanziert worden. Wenn sie Mittel der KfW-Bank bekommen haben, waren ihre Mieten 40 Jahre lang vorgeschrieben. Ich sehe da heute keine Verpflichtungen mehr.
    Das ist für mich kein Argument, denn es gibt mehr als genug Leute, die die Miete für ihre unzureichende Immobilie durch Verzicht auf Urlaub und Vergnügungen aufbringen müssen.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Sinne der Allgemeinheit wäre ich dafür, bei Leerstand eine fiktive Miete anzurechnen, die dann natürlich auch versteuert werden muss. Wobei ich Leerstand auf eine abgeschlossene Mieteinheit begrenzen würde, nicht auf eine große Wohnung die allein bewohnt wird. Schließlich ist diese Einliegerwohnung ja sicher auch irgendwann steuerlich begünstigt worden, und sicher nicht um irgendwann leer zu stehen.
    Ich denke nicht, dass ein solches Vorhaben Bautätigkeiten fördern würde. Zumal man bei dem hier erwähnten Beispiel mal wieder die Kleinsten trifft, nicht den großen Bauherrn, der aus Spekulation Leerstand feiert.
    Gefördert klingt für viele wieder wie ein Geschenk. Das ist es nicht. Die Kosten hat die Familie irgendwann getragen, um die Wohnung zu bauen, zu erhalten und der Vermietung zur Verfügung zu stellen. Die Kosten mindern die Einkommenssteuerlast, geschenkt wird da nichts.


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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Einliegerwohnungen wurden "früher" steuerlich gefördert.
    Stimmt, die alte Regel. Die aber an Auflagen gebunden war, es ging um mangelnden Wohnraum nach dem Krieg. Soweit ich weiß war ein Absatz in den AGB, dass man sich ggf. einer Zwangsbelegung unterwarf. Deswegen kenne ich auch viele, die in der Zeit kein Eigentum mit Einliegerwohnung gebaut haben.


  10. User Info Menu

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Jetzt ist mir auch klar, wieso es hier im Südwesten (schaffe, schaffe, Häusle baue) soviele ältere Häuser mit Einliegerwohnung gibt. Diese Häuser stehen jetzt durch den Generationenwechsel viel zum Verkauf zu teilweise absurden Preisen und entwickeln sich deswegen zu Ladenhütern, wenn sie noch "Original" sind, also Renovierungsstau.

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