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  1. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um "aus dem Vertrag schmeißen" sondern um realistischere Erhöhungen der Miete.
    Und dann kann es natürlich sein, dass einem die Wohung, in der man wohnt, zu teuer wird.
    .
    Wir haben eine große Wohnung, da ich ein home-office habe. Der Plan war immer, im Alter viel zu reisen und in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Aber es ist eben so, dass man für 80 qm inzwischen schon soviel bezahlt, wie wir für 120 qm, und wir haben nicht mal einen Altmietvertrag, sondern sind vor 12 Jahren hier eingezogen, mit 10jähriger Staffelmiete, also jährlich eine satte Erhöhung.

    Mal davon abgesehen, dass es gar keine freien Wohnungen mehr gibt, nicht mal teure. Ausser Luxusobjekte mit 2000+ € Kaltmiete.

    Also werden wir hier wohnen bleiben, was aber auch nur geht, solange wir beide leben und es 2x Rente gibt.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Kabelfernsehen gibt's schon auf dem Land. Kommt vielleicht auf die Gegend an, aber in den Neubaugebieten aus den 80gern liegt hier ( Küste) überall Kabel....

    Und "in die Höhe bauen" ist doch auch keine Lösung- die Bauten aus den 60gern ,und 70gern standen Irgendwann so gut wie leer und sind bis heute nicht beliebt.

  3. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Normalerweise kann man bei einer Genossenschaft zunächst mal eine verzinste Spareinlage machen. So sammeln die halt das Geld ein, um zu bauen. Das muss die Genossenschaft, denn die (zukünftigen) Mieter allein können das Geld ja nicht allein zusammenbringen. Könnten sie es, könnten sie sich ja auch in Eigenregie Wohnraum schaffen, "selbst bauen".

    Will man dann aber wirklich eine Genossenschaftswohnung beziehen, muss man eine gewisse Anzahl Anteile erwerben (die m.W. dann nicht mehr verzinst wird). Letzteres ist für sozial Schwache meist unmöglich
    Bei einer Genossenschaft kann man Anteile erwerben (daher der Name), für die eine jährliche Dividende ausgeschüttet wird. Das ist unabhängig davon, ob man die Anteile nutzt, um in einer Wohnung der Genossenschaft zu wohnen oder nicht (ich wüsste auch nicht, wie diese Unterscheidung juristisch haltbar sein sollte).

    Unabhängig davon hat eine Wohnungsbaugenossenschaft meist auch eine Spareinrichtung mit verschiedenen Geldanlageprodukten, die unterschiedliche Konditionen bezüglich Laufzeit und Verzinsung haben. Damit kauft man aber keinen Anteil an der Genossenschaft.

    Richtig ist, dass die Genossenschaftsanteile, die man für den Bezug einer Wohnung benötigt, regelmäßig den Betrag von drei Nettokaltmieten übersteigen, man also mehr Geld in Anteile investieren muss als man auf dem freien Markt an Kaution hinterlegt. Allerdings muss man die Anteile ja nicht zwingend auf einen Schlag erwerben. In meiner Familie war es z.B. üblich, dass Kinder bei Geburt Genossenschaftsmitglieder wurden und man ab und zu von den Großeltern mal einen Anteil dazu bekommen hat. So war man dann schon mit einem Grundstock ausgestattet, wenn man die erste eigene Wohnung beziehen wollte. Möchte man sich dann innerhalb der Genossenschaft vergrößern oder eine Wohnung neueren Baujahrs oder besserer Ausstattung beziehen, für die mehr Anteile erforderlich sind, kauft man die zusätzlichen Anteile dazu. Auf dem freien Markt braucht man beim Umzug eine zusätzliche Kaution für die neue Wohnung und bekommt erst nach Auszug aus der alten die erste Kaution zurück. Das ist doch für sozial schwache Familien erst recht nicht zu stemmen.
    Geändert von Inaktiver User (19.08.2017 um 14:50 Uhr)

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Wir gehören auch zur Kategorie: zu viel Verdienst, um Anspruch auf Sozialwohnung oder Wohngeld zu haben, zu wenig Verdienst, um sich Wohneigentum leisten zu können oder zumindest eine Wohnung, die dem eigenen Geschmack und Ansprüchen genügen würde, mieten zu können.

    Berufsbedingt mehrfach umgezogen sowie mehrfach aufgrund Eigenbedarf umziehen müssen. So wie vor ein paar Monaten z.B. Derzeit leben wir in einem "Kompromiss". D.h. wir wissen, dass wir mind. 5 Jahre hier wohnen bleiben, dann hat sich z. B. die SAT-Anlage und der TV-Anschluss im Schlafzimmer, die wir bezahlt haben, gerechnet.

    Da für uns nie Wohneigentum infrage kam, weil wir - wie sagt man so schön- zur unteren Mittelschicht gehören (die jederzeit nach unten abrutschen kann), sind wir das Wohnen als Mieter gewohnt und ich könnte hier so manche Anekdoten zum Besten geben. Doch das ist nicht das Thema.

    Zu Single-Zeiten konnte ich mir sogar noch eine 75 qm 3 Zimmer Wohnung leisten, diese Zeiten sind lange vorbei. Anfangs wars schwierig, als wir zu Zweit in unsere erste 2- Zimmer Wohnung mit 64 qm gezogen sind. Mehr Platz zu haben war schon schöner. In unserer derzeitigen Wohnung haben wir nur noch 61 qm, zahlen aber 120 Euro Kaltmiete mehr, ohne mehr Komfort zu haben. Wie gesagt, für uns ist diese Wohnung sowieso nur ein Kompromiss.

    Schon im nächsten Jahr wollen wir uns etwas intensiver mit dem Thema Wohnbaugenossenschaften auseinandersetzen. Für uns scheint das - zumindest in der Theorie, die ich bisher kenne- die beste Lösung für die Zukunft zu sein. Da die Wartezeiten lang sein können, ist der Zeitpunkt, in den nächsten Monaten evtl. auf eine Wartelisten zu kommen, ideal. Und würde ich nicht wissen wohin mit meinem vielen Geld, würde ich mir auch überlegen, Anteile zu kaufen. Vielleicht gibts darauf ja noch ein paar Kröten Gewinn- oder zumindest keine Strafzinsen. Somit wäre allen geholfen.

  5. Inaktiver User

    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Leni, meine Baugenossenschaft zahlt eine Dividende von 4% p.a. Das finde ich recht ordentlich.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leni, meine Baugenossenschaft zahlt eine Dividende von 4% p.a. Das finde ich recht ordentlich.
    ja eben, sowas habe ich vor ein paar Tagen gelesen, weil ich nicht ganz verstanden hatte, wie sich sowas überhaupt rechnet. Aber wenn quasi Anleger war davon haben, auch wenn sie selbst nie drin wohnen, gleichzeitig Menschen mit eher niederem Einkommen, die Chance auf bezahlbaren, guten Wohnraum haben, finde ich das eine faire Sache und scheint sich für alle zu lohnen.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Meine frühere Wohnungsbaugenossenschaft hat keine Dividende gezahlt (das war in den 1990ern). Nach Auszug und Kündigung der Genossenschaftsanteile gab es diese 1 : 1 wieder ausgezahlt. Dafür war die Miete unschlagbar günstig, heute würde ich das gleiche in Euro wie damals in DM bezahlen. Habe die Mietpreisentwicklung der WBG über die Jahre beobachtet.

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    darum nehmen wir uns genügend Zeit, um zu vergleichen

  9. gesperrt

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei einer Genossenschaft kann man Anteile erwerben (daher der Name), für die eine jährliche Dividende ausgeschüttet wird. Das ist unabhängig davon, ob man die Anteile nutzt, um in einer Wohnung der Genossenschaft zu wohnen oder nicht (ich wüsste auch nicht, wie diese Unterscheidung juristisch haltbar sein sollte). ..
    So war das Modell ursprünglich mal.
    In den Genossenschaften hier in der Stadt kann man seit ewigen Zeiten nur und erst dann Anteile erwerben, wenn man selbst einzieht.
    Weil sonst jedem einzelnen Mietangebot tausende mietwillige Genossen gegenüberstehen.
    Ist wohl ein Problem im Zusammenhang mit der Satzung bzw. den Vorrechten der Genossen gegenüber freien Bewerbern
    Man ist also zur generellen Warteliste übergegangen.

    Und warum sollte es nicht rechtens sein, eine Dividende (auf Anteile) in Form einer günstigeren Miete auszubezahlen?
    Ansonsten wird die Einlage hier, sobald man selbst eine Genosenschaftswohnung bewohnt, vermutlich so verzinst wie Mietkautionen, also mit dem Basiszins (derzeit = %?).

    Woher sollten diese Mehrzinsen denn auch kommen?


    ... In meiner Familie war es z.B. üblich, dass Kinder bei Geburt Genossenschaftsmitglieder wurden und man ab und zu von den Großeltern mal einen Anteil dazu bekommen hat. So war man dann schon mit einem Grundstock ausgestattet, wenn man die erste eigene Wohnung beziehen wollte. Möchte man sich dann innerhalb der Genossenschaft vergrößern oder eine Wohnung neueren Baujahrs oder besserer Ausstattung beziehen, für die mehr Anteile erforderlich sind, kauft man die zusätzlichen Anteile dazu. ....
    Ich liebe ja Lösungen für politische oder gesellschaftliche Probleme, die mit:
    "Das Problem ensteht nicht, wenn die Großeltern den Enkeln zu ihrer Geburt ..." anfangen ...


    Es ist schön, wenn solche Modelle gelebt werden.
    Aber was hilft das Menschen, deren Großeltern oder Eltern das nicht getan haben?
    (Meist wohl, weil sie es nicht konnten, denn die Idee ist ja allgemein bekannt.)

    (Übrigens ein schönes Beispiel dafür, wie Vermögen und Lebenschancen in diesem Land verteilt werden:
    Die Familien, die Vermögen haben, werden mehr Vermögen bekommen, deren Angehöroige und Nachkommen werden also die besseren Lebenschancen haben.
    Die Familien, die nix haben, deren Anghörige und Nachkommen haben weiter nix und die schlechteren Lebenschancen.)

    ... Auf dem freien Markt braucht man beim Umzug eine zusätzliche Kaution für die neue Wohnung und bekommt erst nach Auszug aus der alten die erste Kaution zurück. Das ist doch für sozial schwache Familien erst recht nicht zu stemmen.
    Nur der Vollständigkeit halber: das Geld kann man bei der Bank als kurzfristiges Darlehen zwischenfinanzieren.
    Kein echtes Problem.

  10. gesperrt

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    AW: Wohnen in Deutschland: Wer jetzt kein Haus hat...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leni, meine Baugenossenschaft zahlt eine Dividende von 4% p.a. Das finde ich recht ordentlich.
    Wow, das ist sehr viel!
    Ich erbitte den Namen der Genossenschaft per PN.
    Die müssen sich ja vor Sparwilligen nicht retten können,

    Zahlen die das nur auf Anteile, nicht aber Spareinlagen?
    Hier gibt es nämlich nur zwischen 0,15 und 1,5%.

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