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  1. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Methoden wie Koitus interruptus oder auf die fruchtbaren Tage achten, mögen zwar nur bedingt zuverlässig sein, reduzieren das Risiko aber definitiv.
    ich denke, dass dazu einfach das Wissen fehlt...

    also nicht, dass ich der afrikanischen Bevölkerung jetzt irgend etwas im Bezug auf Intelligenz nachsagen will... aber ich denke, dass viele Menschen dort einfach nich genug Wissen haben, um solche Zusammenhänge zu erfassen und Konsequenzen daraus zu ziehen.

    Ich (und vermutlich viele andere hier auch) habe vor einiger Zeit mal den Bericht über "Hope" im Fernsehen gesehen... der kleine Junge, der im Alter von etwa 2 Jahren von seinen Eltern als "Hexenkind" ausgesetzt wurde... das Bild, auf dem er - abgemagert bis auf die Knochen - aus der hingehaltenen Wasserflasche trinkt hat mich sehr berührt ... und ich frage mich, wie Eltern so etwas tun können.

    Nun... ich glaube ich werte diese Geschichte nach meinen Maßstäben... mit meinen verinnerlichten europäischen Gewissen...

    ich denke inzwischen sie tun es, weil sie es nicht besser wissen... sie glauben wirklich, dass so ein kleines hilfloses Wesen irgendwie von Dämonen besessen und deshalb für alles Unheil verantwortlich ist... Diese Meschen "ticken" nun mal komplett anders als wir... sie glauben fest an verschiedene Götter und auch an böse Gesiter, Dämonen und ähnliches.

    Was diese Menschen - meiner Meinung nach - noch vor allen anderen Hilfsleistungen brauchen ist Bildung und Aufklärung. Aber ist denke auch, dass es noch recht lange (ich vermute sogar noch einige Generationen) dauern wird, bis diese Aufkläung auch irgendwie fruchtet.

  2. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ist die Rede von Kindern, die an Infektionskrankheiten oder Skorpionstichen oder Gewalttaten sterben und die geneigte Leserin poltert umstandslos los:
    Nun, wenn man statt 16 Kindern 4 hätte, wäre vielleicht auch das Geld für einen Arzt da. Natürlich gibt's da einen wirtschaftlichen Zusammenhang.

    Und bei einigen Kindern war ja garnicht klar, woran sie nun genau gestorben sind.

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    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es ist eine Gnade und keine Leistung, dass wir (Europäer) in den gemässigten Breiten leben mit günstigen klimatischen Bedingungen. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein.
    Dass wir die günstigen klimatischen Bedingungen uns derart zunutze gemacht haben, aber schon.
    Und wenn wir uns hier (weiter) so unkontrolliert vermehrt hätten, hätten wir uns das "Geschenk" auch getrost in die Haare schmieren können.

    Meinst du nicht, dass es in den diskutierten Problemnationen völlig anders aussehen würde, wenn sich das bisschen, was zugegebenermaßen da ist, auf nur ein Zehntel der Population verteilen müsste?

  4. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das halte ich für eine Vermutung..
    Nein, dass wurde schon oft beobachtet und berichtet, z.B. im Weltspiegel. Und ich finde das auch durchaus nachvollziehbar.

  5. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Spooks Beitrag anzeigen
    und da Hungersnot ja nun eines der Hauptprobleme ist
    Die Hungersnöte sind sehr häufig dadurch bedingt, dass Zivilisten vor kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen müssen. Auch das ist eine Parallele zur europäischen Geschichte. Da ist das Feld eben unbestellt geblieben, weil man sich vor marodierenden Landsknechten hinter der nächsten Stadtmauer verschanzt hat.

    Davon abgesehen steht der Subsistenzbauer vor einem permanenten Dilemma: Die Kinder werden in guten Zeiten teilweise als Arbeitskräfte gebraucht, auch wenn das nach Erste-Welt-Standards ein unerfreulicher Gedanke ist. In schlechten Zeiten wird die Ernährung dann kritisch.

    Man "schätzt eben ab, wieviel der Acker hergibt"? Ernten sind dramatischen Schwankungen unterworfen und Nutztiere können reihenweise an Infektionen verenden.

    In unseren Breiten kommt das Essen aus dem Supermarkt, da macht man sich nicht mehr klar, was für eine komplexe technische Lieferkette erforderlich ist, um allen Bürgern jederzeit einen reich gedeckten Tisch zu garantieren. Wenn die entsprechende Infrastruktur nicht vorhanden ist, dann kommt es phasenweise zu Knappheit.


    Und wenn gut 25% der Kinder vor dem fünften Geburtstag sterben, dann wird man es als ziemlich zynisch empfinden, wenn einem jemand erzählt, man solle halt keine mehr kriegen. Da kriegt man viele Kinder in der Hoffnung, dass zumindest zwei oder drei am Leben bleiben.


    Das Thema ist vielschichtig und kompliziert und hinter dem Thema verbergen sich menschliche Tragödien. Da kann man natürlich mit sattem, selbstgerechtem Zynismus reagieren, und die (vermeintlich) überlegene Intelligenz der Deutschen herausstreichen, um sich selber aufzuwerten. Es muss aber nicht unbedingt sein.

    Ich bin raus hier.

  6. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Spooks Beitrag anzeigen
    Dass wir die günstigen klimatischen Bedingungen uns derart zunutze gemacht haben, aber schon.
    Und wenn wir uns hier (weiter) so unkontrolliert vermehrt hätten, hätten wir uns das "Geschenk" auch getrost in die Haare schmieren können.
    Wo keine günstigen Bedingungen sind, kann man sie auch nicht nutzbar machen. So einfach.

    Die Grundlagen für unsere moderne Zivilisation (medizin, Technik, Bildung an sich) sehe ich in den Entwicklungen der letzten 250 Jahren.

    In dieser Zeit war Afrika der dunkle Kontinent und wurde auf vielerlei Weise ausgebeutet: Sklavenhandel, Rohstoffe - natürlich aus Kolonien, damit man auch vor Ort nix dafür zahlen musste.

    Ein eigenständiges Staatenwesen gibt es erst seit den letzten ca. 60 Jahren.

    Südafrika ist übrigens auch ein schönes Beispiel dafür dass die "weiße Intelligenz" für den Schwarzafrikaner lange einfach nicht relevant war. Im Gegenteil: das nannte man dann Apartheid.

    Vielleicht wäre Afrika, wäre es nie mit "dem weißen mann" in Berührung gekommen, heute eine funktionierende Kultur von Clans und ethnischen Gruppen, ideal angepasst an die Bedingungen? Man weiß es nicht, aber den Einfluß kann man auch nicht unter den Tisch fallen lassen.

    Meinst du nicht, dass es in den diskutierten Problemnationen völlig anders aussehen würde, wenn sich das bisschen, was zugegebenermaßen da ist, auf nur ein Zehntel der Population verteilen müsste?
    Ja sicher. Aber das ist hypothetisch, die Realität sieht ja anders aus.
    eine wirkungsvolle Veränderung kann es m.E. nur geben, wenn Wohlstand und bildung der breiten Bevölkerung in Afrika gefördert wird.
    Hilfe zur Selbsthilfe.
    Geändert von Inaktiver User (11.07.2017 um 09:41 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was diese Menschen - meiner Meinung nach - noch vor allen anderen Hilfsleistungen brauchen ist Bildung und Aufklärung. Aber ist denke auch, dass es noch recht lange (ich vermute sogar noch einige Generationen) dauern wird, bis diese Aufkläung auch irgendwie fruchtet.
    In den afrikanischen Ländern, die sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet haben und sich eine Mittelschicht entwickelt hat, ist das so. Die Geburtenrate unter diesen Menschen nähert sich europäischen Dimensionen an.

    Nun hat aber der Katholizismus in einigen afrikanischen Ländern ganze Arbeit geleistet und seine verhütungslose Doktrin nett unter's Volk gebracht. Der Islam tut in den nördlichen Ländern sein übriges.

    Schade finde ich in dieser Diskussion, dass die vielen positiven Entwicklungen gar nicht wahrgenommen werden. Und auch einige zu denken gebende Entwicklungen, wie z. B. die Tatsache, dass einige afrikanische Staaten zu Satellitengebiete für China werden.

  8. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, wenn man statt 16 Kindern 4 hätte, wäre vielleicht auch das Geld für einen Arzt da.
    Ich habe die Daten verlinkt. 100.000 Personen, vier Ärzte. Und diese vier Ärzte praktizieren zu einem Gutteil nicht im ländlichen Raum. In Deutschland: 10.000 Personen, 36 Ärzte.

    Versuch mal, zum Arzt zu gehen, wenn es in weitem Umkreis keinen gibt.


    So, bin endgültig raus.

  9. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, dass wurde schon oft beobachtet und berichtet, z.B. im Weltspiegel. Und ich finde das auch durchaus nachvollziehbar.
    Das mag vorkommen, ich halte es nicht für den Regelfall.

    Eben weil die Hilfe schon lange nicht mehr in Lebensmittellieferungen besteht, wo eine Bewirtschaftung des Feldes als Alternative sinnvoller wäre. So viel hat man schon gelernt.

  10. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Versuch mal, zum Arzt zu gehen, wenn es in weitem Umkreis keinen gibt.
    Den Gedanken hatte ich auch sofort.

    Klingt für mich wie der Marie Antoinette zugeschriebene Spruch angesichts der hungernden Bauern in Frankreich:

    "... aber dann sollen sie eben Kuchen essen".

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