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  1. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Spooks Beitrag anzeigen
    aber auf irgendetwas muss man ja den Umstand "mehr Kinder bekommen, als man satt kriegen kann" ja zurückführen.
    Und wenn das nicht Dummheit ist, dann eben Gewissenlosigkeit. Ersteres wäre mir fast lieber....
    Wie wäre es mit Ungebildetheit, Gleichgültigkeit und religiös geprägtem Fatalismus? Der von Hedwig verlinkte Artikel ist schon krass.

    Findet sich aber auch in dem Zitat einer userin hier, das von ihrer Oma stammt: "Wo Gott Häschen gibt, gibt er auch Gräschen".

    Als denkender Mensch beißt man da doch in die Teppichkante.

  2. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Lewa Beitrag anzeigen
    Wäre ich eine Afrikanerin, würde es mich durchaus interessieren warum von meinen 16 Kindern (wie in dem zitierten Beispiel) 8 elendig sterben. Ich würde zum Beispiel aus Erfahrungswerten schätzen wieviel Ernte mein Feld hergibt. Wenn das dann nur reicht um 4 Personen zu ernähren, würde ich keine 10 Kinder bekommen. .
    Exakt. Und vor allem hätte ich wenig Lust, meinen Körper derart auszulaugen.

    Ich verstehe auch nicht, warum die Menschen ihr Leben so wenig gestalten, obwohl es in ihrem ureigenen Interesse liegt. Auch da nicht, wo sie Einflussmöglichkeiten hätten.

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    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Meine afroamerikanischen Kollegen mit gleichem Ausbildungslevel und Job sind jedenfalls nicht weniger schlau, als ich, und ticken auch ähnlich.
    Meine (Ex)Nachbarn aus dem Kongo auch. Papa ist Arzt im städtischen Klinikum und Töchti schrieb letztes Jahr mit zarten 23 grad ihre Masterarbeit in Psychologie an der Humboldt.

    Ich glaube, man darf das echt nicht vermischen. Unter gleichen- oder ähnlichen- Vorrausetzungen dürfte es im Einzelfall rein physiologisch keinen Unterschied machen, welche Hautfarbe der das Gehirn umgebende Kopp hat.
    Da die (Entwicklungs) Bedingungen ja nun aber erheblich voneinander abweichen, weist der Durchschnitt (!) in den untersuchten Nationen somit erhebliche Differenzen auf. Und auf eben diesem Durchschnitt wird ja gleichsam auch der dazugehörige, durchschnittliche Genotyp abgebildet.
    Das lässt sich bei aller ethischer Fragwürdigkeit rein mathematisch nicht vermeiden.
    Geändert von Spooks (11.07.2017 um 09:02 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Lewa Beitrag anzeigen
    Wäre ich eine Afrikanerin, würde es mich durchaus interessieren warum von meinen 16 Kindern (wie in dem zitierten Beispiel) 8 elendig sterben. Ich würde zum Beispiel aus Erfahrungswerten schätzen wieviel Ernte mein Feld hergibt. Wenn das dann nur reicht um 4 Personen zu ernähren, würde ich keine 10 Kinder bekommen. Spätestens nach dem 3. Kind würde ich dann merken, dass die Familie anfängt zu hungern und würde mir überlegen ob das 4. Kind sein muss.
    Wie kann es sein, dass eine Frau mit einem so überlegenen mitteleuropäischen IQ nicht in der Lage ist, einen ganz kurzen Textabschnitt sinnerfassend zu lesen?

    Kein einziges der acht Kinder ist an Unterernährung gestorben.

    Tatsächlich ist die Familie vor ihrer Flucht vor dem Bürgerkrieg durchaus wohlhabend gewesen. Das steht nicht in der zitierten Passage, geht aber aus dem Artikel in der Printausgabe der Zeit hervor.

    Das ist schon regelrecht peinlich. Da ist die Rede von Kindern, die an Infektionskrankheiten oder Skorpionstichen oder Gewalttaten sterben und die geneigte Leserin poltert umstandslos los: "Die sind ja sooooo blöd, die Afrikaaaner da. Ich bin voll schlau. Wenn die Kinder halt verhungern, so, dann krieg ich voll einfach keine Kinder."

    Grundgütiger. Setzen, sechs.

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    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit Ungebildetheit, Gleichgültigkeit und religiös geprägtem Fatalismus? .
    Ob Dummheit und Gewissenlosigkeit eine davon unabhängige Größe, Ursache oder Wirkung ist, lass ich jetzt mal dahingestellt :-/

  6. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    Es gab so einiges, was funktionierte-auch für Frauen- unter den Nazis wurde das alles beendet.
    Methoden wie Koitus interruptus oder auf die fruchtbaren Tage achten, mögen zwar nur bedingt zuverlässig sein, reduzieren das Risiko aber definitiv.

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    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Kein einziges der acht Kinder ist an Unterernährung gestorben.
    In dem beispielhaften Artikel vielleicht nicht.
    Ich habe aber nicht gelesen, dass Lewa sich auf diesen speziell bezog, sondern eben von diesem auf die Gesamtsituation der Kindersterblichkeit extrapolierte-
    und da Hungersnot ja nun eines der Hauptprobleme ist und uns ständig erzählt wird, dass man da mit "Brot für die Welt" (und nicht mit "Aktion gegen Skorpionbisse für ehemals wohlhabende Mitteständler") doch helfen muss, finde ich das durchaus zulässig.

  8. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, vielleicht sollte man das, von ganz krassen Sachen abgesehen.
    Es ist wohl wirklich so, dass viele Bauern lieber ins nächste Camp gehen, und sich da versorgen lassen, als weiter mühsamst ihre Scholle zu bewirtschafteten. So kommt Afrika auf keinen grünen Zweig, im Gegenteil.
    Das halte ich für eine Vermutung.

    Lebensmittelhilfe wird schon seit einiger Zeit nur in Krisengebieten verteilt, d.h. wo aktuell Dürre die Ernte vernichtet hat oder durch Kriege Flüchtlingsströme entstehen, die der aufnehmende Nachbarstaat nicht mehr versorgen kann.

    Es gibt viele verschieden Faktoren.
    Das Bild vom "faulen Afrikaner", der sich lieber alimentieren lässt als zu arbeiten - da hätte ich dann lieber Fakten als Vermutungen.

    Es gibt z.b. noch einen interessanten Aspekt, dass die Entwicklungshilfe im Bereich Landwirtschaft von "westlichen" Methoden ausgeht, die gar nicht zu den Bedingungen vor Ort passen.

    Zudem fliessen Investitionen von außen mehr in Großplantagen, die den Einsatz von lizensiertem Saatgut und Unkrautvernichtern erfordert. Da werden dann z.b. in Afrika Rosen angebaut für den deutschen Markt.
    Das ist zwar auch Handel und damit Wandel, aber es profitieren zu wenige davon am ort der Produktion.
    Die vorhandenen Strukturen der bäuerlichen oder nomadischen Bevölerung werden gleichzeitig in ihrer Existenzgrundlage eingeschränkt. Billige Importe tun ihr übriges.

    Ich denke, es sollte mehr aus den vorhandenen Strukturen heraus kommen und diese sollten unterstützt werden, z.b. durch Mikrokredite. Da gibt es auch für Frauen Chancen.

  9. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grundgütiger. Setzen, sechs.
    Jo.
    Eine Übersicht über die IQ der Länder, zusammen getragen von einer Werbeagentur (?), hat halt in der Praxis dann doch nicht DIE Relevanz....

  10. Inaktiver User

    AW: Explosionsartiges Bevölkerungswachstum in Afrika

    Zitat Zitat von Spooks Beitrag anzeigen
    In dem beispielhaften Artikel vielleicht nicht.
    Ich habe aber nicht gelesen, dass Lewa sich auf diesen speziell bezog, sondern eben von diesem auf die Gesamtsituation der Kindersterblichkeit extrapolierte-
    und da Hungersnot ja nun eines der Hauptprobleme ist und uns ständig erzählt wird, dass man da mit "Brot für die Welt" (und nicht mit "Aktion gegen Skorpionbisse für ehemals wohlhabende Mitteständler") doch helfen muss, finde ich das durchaus zulässig.
    Ich hab damals gut aufgepasst in der Schule, damals hieß das noch "Erdkunde".

    Mein Lehrer sagte sinngemäß: es ist eine Gnade und keine Leistung, dass wir (Europäer) in den gemässigten Breiten leben mit günstigen klimatischen Bedingungen. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein.

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