Als die Blase 2008 in den USA platzte, verloren eine ganze Menge Leute auch hier den Job. Auch mein Arbeitgeber hatte das nur mit Glück überlebt, da sank der Umsatz von einem Tag auf den andern um gute 50%, das war nicht leicht. Und die so kapitalistischen grossen Banken, die immer so sehr auf ihre Unabhängigkeit und Eigenständigkeit bedacht waren, wenn es drum ging, die Gewinne zu kassieren, klopften auf einmal kleinlaut bei Papa Staat an und forderten Unterstützung... Zum Glück gab's noch Staaten, die ein gewisses Ausmass der puren kapitalistischen Zerstörung abfederten und so das Schlimmste verhindern helfen!
Dass wir in Europa nach wie vor das Privileg haben, die meisten unserer Probleme exportieren zu können und nach wie vor vergleichbar im Traum- und Märchenschloss der Welt leben, macht Kapitalismus und seine Zerstörungskräfte nicht besser. Dass es staatliche Hilfen braucht, wenn wieder mal alles zusammenkracht (was es systemimmanent regelmässig tut, regelmässig tun muss), macht es auch nicht besser.
Zum Glück haben wir einigermassen solide Strukturen, aber die verdanken wir definitiv nicht dem Kapitalismus!
gruss, barbara
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Thema: G20 Gipfel in Hamburg
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12.07.2017, 11:34
AW: G20 Gipfel in Hamburg
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12.07.2017, 11:37
AW: G20 Gipfel in Hamburg
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12.07.2017, 11:43
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Vorhin schriebst du noch davon, dass Leute ihr Haus und ihr Leben verloren. Trägst du nicht ein bissl arg stark auf?
Die Immobilienkrise in den USA wurde außerdem nicht durch grassierenden Kapitalismus ausgelöst, sondern durch unvernünftige staatliche Eingriffe. Die Politik hatte es gefördert Kredite zu gewähren für Immobilien für Menschen ohne jegliches Eigenkapital.
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12.07.2017, 11:46
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12.07.2017, 11:51
AW: G20 Gipfel in Hamburg
in den USA verloren eine Menge Leute ihr Haus und lebten von da an obdachlos. Wenn man das denn ein "Leben" nennen kann, wo schon das geringste Gesundheitsproblem lebensbedrohlich wird, weil man weder Geld noch Versicherung hat, um einen Arzt bezahlen zu können.
ja, Staaten machen auch gelegentlich schlechte Politik und Dummheiten.Die Immobilienkrise in den USA wurde außerdem nicht durch grassierenden Kapitalismus ausgelöst, sondern durch unvernünftige staatliche Eingriffe. Die Politik hatte es gefördert Kredite zu gewähren für Immobilien für Menschen ohne jegliches Eigenkapital.
Wenn man sich aber vorstellt, wie ein Immobilienmarkt ganz ohne staatliche Eingriffe aussehen muss, so wäre das alles noch deutlich schlimmer. Der Besitz an Land und Häusern würde sich auf eine noch kleinere Elite konzentrieren, während die meisten armen Schlucker in billigen, verschimmelten, kaputten Wohnräumen leben müssten. So wie in diesem Hochhaus, das neulich in London brannte, da die Baufirma das billigere brennbare Material verbaute, nicht das teurere nicht brennbare. Ist doch super, nicht, die kreative Zerstörung des Kapitalismus?
und ja, da sind auch Menschen direkt daran gestorben - was in Anbetracht eines Lebens in Armut womöglich noch die gnädigere Variante ist.
gruss, barbara
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12.07.2017, 11:52
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Das kann auch ein Normalbürger beurteilen, die Justiz ist nur die rechtliche oberste Meinungsinstanz und die Exekutive.
Was die Journalisten betrifft, so vertreten sie die jeweilige politische Ausrichtung ihres Brötchengebers, nicht mehr und nicht weniger.
Ein Bild-Zeitung Schreiberling verfasst andere Artikel als der im Focus.
"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing", das ist knallharte Devise ...
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
er braucht auch die Literatur
by me ...
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12.07.2017, 11:56
AW: G20 Gipfel in Hamburg
@Bea
Was für ein politisches System schlägst du denn vor? Eins wie in der DDR früher?
Oder eher nach einem aktuellen Vorbild: China, Venezuela, Kuba, Nord-Korea?
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12.07.2017, 12:01
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Es hat auch den Grundwasserspiegel in Nordchina extrem gesenkt. Ob man das dann "Wohlstand" nennen kann, wenn ein halber Kontinent von einem fruchtbaren Land in eine Wüste verwandelt wird...?
Die chinesischen Städte haben jene Sorte von Smog, die vor langer Zeit mal dafür gesorgt hat, dass es bei uns Regeln zu Arbeits- und Umweltschutz gibt. Aber wenn wir nur billige Gadgets kaufen können - Geiz ist geil, gell - ist es völlig wurst, ob die Chinesen nicht mehr atmen können in ihren Städten? Was wir uns selbst nicht zumuten würden, muten wir andern selbstverständlich zu?
Immerhin sind die Chinesen klug und mächtig genug, sich nicht einfach ausbeuten zu lassen. Die bremsen und planen immerhin noch ein bisschen.
Im Gegensatz zB zu den Nigerianern:
Olkatastrophe im Nigerdelta – Wikipedia
Nach Regierungsangaben lief in den vergangenen Jahren durchschnittlich 300 Mal im Jahr an beispielsweise Pipelines oder Bohrinseln Öl aus. Im Vergleich zum Rest des Landes sank die Lebenserwartung der 30 Millionen dort lebenden Menschen durch die Verschmutzung von Luft, Gewässern und Böden um etwa zehn Jahre.[1] Die Umweltverschmutzung, welche wichtige Lebensgrundlagen (landwirtschaftliche Flächen, für Fischerei genutzte Gewässer) der Bevölkerung zerstört[2], trägt auch zu den gewalttätigen Konflikten in der Region bei.
Zehn Jahre Lebenszeit pro Person, damit die fetten reichen Europäer ihre Autos rumkarren können? na danke.
und das ist nur EIN Beispiel von sehr vielen, wie der Kapitalismus "Wohlstand schafft".
gruss, barbara
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12.07.2017, 12:08
AW: G20 Gipfel in Hamburg
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12.07.2017, 12:28
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Gestern bei Frontal21 - G20: Polizei - Kopfschütteln über Merkel!
G20: Polizei - Kopfschutteln uber Merkel! - YouTube



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