Eigentlich ist es nicht schwer mit dem Vermummungsverbot. Bei Demonstrationen ist es verboten, Kleidungsstücke bzw. Gegenstände mitzuführen, die zur Vermummung geeignet sind, Sturmhauben z.B. Oder Motorradhelme.
Es gibt so Grenzfälle...ein großer Schal z.B.
Bei 30 Grad im Schatten gibt es dafür keinen logischen Grund.
Ich war aber mal bei Sauwetter auf einer Demo in Berlin ( " Bauern- Demo'), es war kalt, windig, da gabs trotz festgeschnürrter Kapuzen und/ oder über die Nase gezogene Schals kein Problem.
Da war und blieb es aber auch friedlich.
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Thema: G20 Gipfel in Hamburg
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10.07.2017, 23:52
AW: G20 Gipfel in Hamburg
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11.07.2017, 00:11Inaktiver User
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Aber HedwigDohms Einwand mit der Theaterschminke ist zum Beispiel eine Grauzone.
Worauf ich bei dem Vermummungsverbot und der Auflösung einer Demo hinauswill:
Die Unvermummten haben Versammlungsfreiheit, die Vermummten müßten eigentlich rausgeschmissen werden. Nun klappt das aber nicht, entweder, weil sie zu schnell sind, oder immer wieder stören und sich dann wieder entfernen.
Dann macht die Polizei lange Gesichter.
Löst man die Versammlung auf, ist der Spuk zu Ende und die Unvermummten machen lange Gesichter.
Insbesondere, wenn sie sich nicht solidarisch zeigten.
Sowas kann man eigentlich nicht für alle Seiten zufriedenstellend lösen. Was benutzt man als Maßstab, um die Demonstrationsfreiheit oder auch -vielfalt - die ich auch sehr schätz(t)e - nicht unnötig zu beschränken?
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten.
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11.07.2017, 10:01Inaktiver User
AW: G20 Gipfel in Hamburg
weil ich persönlich so darauf herumgeritten habe
hier ein Statement von Dietmar Bartsch (die Linke im Bundestag)
ARD-Sommerinterview: "Das hat mit links nichts zu tun" | tagesschau.de
(falls es jemanden interessiert)
zum Vermummungsverbot
das gibt es bereits seit Mitte der 80er, wurde unter Kohl eingeführt, ist also wederwas neues für die extremen Gewalttäter, noch für die Polizei
In grauen Vorzeiten habe ich mal mit der örtlichen Antifajugend diskutiert, dass wer zu seiner Meinung steht, die auch offen sagen kann. Da kamen dann auch Antworten wie, wenn man mich erkennt bekomme ich die und die Lehrstelle nicht, bekomme ich Ärger, belästigen die Rechten meine Familie, etc. Naja, man kann ja auch bei friedlichen Demos mitlaufen oder?
Ein Argument meinerseits konnten sie damals aber nicht vom Tisch wischen, durch die Vermummung können sie aber auch selber nicht sicher sein, wer da vor oder hinten ihnen läuft und Flaschen wirft... das hat nachdenklich gemacht.
Ich habe gestern mal eine unrepräsentative Umfrage auf Arbeit zur Polizei gemacht, erschreckendes Ergebnis: zwei Drittel der unter 30jährigen finden "Bullen" doof und das sind keine Linken, einige tendieren eher zu extrem rechts.
Warum hat die Polizei dieses Image?
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11.07.2017, 10:11
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11.07.2017, 10:40
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Nein.
Aber auch in deutscher Sprache stimmt Dir halt nicht jeder zu. Oder hat keine Lust, darauf einzugehen.
Das muss man in einer Demokratie aushalten.
Rotfuchs, du bist ein bisschen witzig ich schreibe einer Userin, ja darin stimmen wir überein (namentlich Polizisten wurden verheizt).
Dann wird mein Post in dem eben jenes steht zitiert und geschrieben, ich müsse aushalten, dass jemand nicht mit mir übereinstimmt auch wenn es inhaltlich keinerlei Abweichungen gibt.

Ich muss nicht alles verstehen, dass es irgendein Problem mit mir und dem sinnerfassenden Lesen gibt weiß ich schon. Aber bitteschön, wenn du meinst, das ein Quadrat und ein Quadrat nicht ein Quadrat sind, dann akzeptiere ich das natürlich demokratiefreundlich, falls dich das ein wenig glücklicher und weniger spaltungswillig macht.
Immer zu diensten.
Es hat auf jeden Fall geklappt, dass niemand der Bürger auch nur ansatzweise fragt, was für sie mit ihrem Geld beschlossen wurde. Alle springen brav über das Stöckchen.
Tschakka!Geändert von Nicole1965 (11.07.2017 um 10:47 Uhr)
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11.07.2017, 10:42Inaktiver User
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Machen wir doch sowieso fast alle, wobei Demo auch recht unterschiedlich interpretiert werden kann. Für die einen ist das der Bundesparteitag in einem miefigen Raum, wo eh schon 99.7% einer Meinung sind, und für die anderen eher wandern draussen an der frischen Luft. Letztere sind eher gefährdet, so oder so.
Es ist halt Wahljahr, und durch die Ereignisse sprießen viele Sheriffs aus dem Boden. Vielleicht will jeder der mit dem goldenen Schlagstock werden, und fiesen Rentnern ein Auge ausschießen lassen oder so.
Das fände ich dann weniger gut als Ergebnis dieses Gipfels.
Die sind denen vielleicht zu weich, bei einer Demo sollte die Polizei im Stechschritt und mit Napalmwerfer anmarschieren und das unruhige und störrische Gesindel einfach wegputzen, so daß wieder Ruhe im Land ist?Ich habe gestern mal eine unrepräsentative Umfrage auf Arbeit zur Polizei gemacht, erschreckendes Ergebnis: zwei Drittel der unter 30jährigen finden "Bullen" doof und das sind keine Linken, einige tendieren eher zu extrem rechts.
Warum hat die Polizei dieses Image?
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11.07.2017, 11:13
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Eltern, die sich noch daran erinnern, wie in den 60er Jahren Polizisten auf Studenten, und später auf Anti-Atomkraft-Demonstranten losgegangen sind, haben vielleicht ihren Kindern nicht unbedingt einen positiven Eindruck von der Polizei vermitteln können.
Der Umgang mit Polizeigewalt bis heute hilft auch nicht wirklich, dieses Bild zu verbessern. Solange in solchen Fällen Polizisten gegen ihre eigenen Kollegen ermitteln, Zeugenaussagen von Polizeibeamten vor Gericht anders bewertet werden als von Otto Normalverbraucher, nur ganz wenige der verhandelten Fälle mit einer Verurteilung enden (wenn nicht vorher die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Polizisten, mit denen sie ständig zusammenarbeitet, mal eben kurzerhand eingestellt hat), wird es immer Zweifel am „Freund und Helfer“ geben. Leider auf Kosten der großen Mehrheit der Polizeibeamten, die sich nichts zuschulden kommen lassen.
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11.07.2017, 11:25
AW: G20 Gipfel in Hamburg
(Hervorhebung von mir)

Vermutlich hat Frau Merkel in Absprache mit Trump und Putin den Schwarzen Block schon weit im Voraus gebucht, um den gemeinen Bürger von den Ergebnissen des Gipfels abzulenken. (Achtung, könnte Spuren von Ironie enthalten.)
Richtig ist, dass in diesem Strang mehr über die Ereignisse rund um den Gipfel gesprochen wurde, als über den Gipfel selbst. Wie das halt manchmal so läuft. Muss man nicht gut finden, man könnte aber auch selbst dazu beitragen, dass sich die Diskussion mehr dem eigentlichen Gipfel zuwendet. Habe ich da vielleicht ein ausführliches Statement von Dir überlesen?
Allerdings halte ich den Austausch in diesem Forum nicht für so repräsentativ, dass ich von "alle" reden würde.
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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11.07.2017, 11:27
AW: G20 Gipfel in Hamburg
Schon bei Gabriel konnte ich die Empörung über das Wort "Pack" nicht nachvollziehen, er hat nur das Verhalten einer Gruppe von Neonazis beim Namen genannt. Zu "Pack" macht eine Gruppe von Menschen einzig und allein ihr asoziales Verhalten, das ist kein naturgegebener Zustand wie Herkunft oder Hautfarbe. Niemand ist einfach "so" "Pack", es sei denn, er macht sich selbst gemeinsam mit anderen dazu. Die Menschenwürde von Menschen, die sich wie "Pack" benehmen, wird nicht dadurch geschädigt, dass man ihr Verhalten als das bezeichnet, was es ist, sie selbst haben sich diese Bezeichnung "erarbeitet".
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11.07.2017, 12:05Inaktiver User


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