Es hat sie (die Bevölkerung in ihrer Gesamtheit) aber eben auch keiner gefragt ob sie wieder eins draus machen wollen.
Und da liegt das dicke Fundament der bis heute andauernden Probleme mit all ihren Facetten, welche unter anderem in Neiddebatten um Soli und Rente zu Tage treten.
würden die Politiker damals wie heute die Volksabstimmung nicht scheuen wie der Teufel das Weihwasser, könnten sie sich immer auf deren Ergebnisse rausreden.
Mit aller größter Wahrscheinlichkeit gehe ich davon aus, dass eine entsprechende Volksbefragung in beiden Deutschen Teilen eine deutliche Zustimmung zur Vereinigung ergeben hätte.
Die Diskussion über Kosten und andere unschöne Nebenwirkungen und wer daran Schuld hat, hätte nie eine Grundlage bekommen vor dem Hintergrund einer solchen.
und da sind wir wieder bei Kohl und seiner Maxime : "ich alleine weiss was gut für Deutschland ist"
Antworten
Ergebnis 671 bis 680 von 795
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27.06.2017, 22:32Inaktiver User
AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit
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27.06.2017, 22:38Inaktiver User
AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit
Nochmal, langsam
die letzte Bundestagswahl vor der Einheit war 1987.
Die nächste war erst danach. Nämlich im Dezember 1990.
Kohl kann (konnte) sich also zumindest was den westdeutschen Teil der Bevölkerung betrifft, nicht auf einen vom Volk legitimierten Akt berufen, weil das Thema an sich 1987 noch überhaupt nicht absehbar war.
und wenn ich schon nach einem Wortlaut gefragt werde, hätte in einer wirklichen Demokratie die Frage in etwa so ausgesehen: " Befürworten Sie einen Beitritt der DDR in den Geltungsbereich des GG nach Artikel 23 des GG ?
Ja
Nein"Geändert von Inaktiver User (27.06.2017 um 22:45 Uhr)
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27.06.2017, 22:48
AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit
Ein Kanzler kann nicht einfach so einen Vertrag abschließen.
Erst recht nicht in Deutschland.
Für das Volk sitzen dort die Parlamentarier.
Hier die Abstimmergebnisse des BRD Parlaments
Denn es gibt auch im Bundestag Gegenstimmen zum Einigungsvertrag. Der Abgeordnete Manfred Carstens (CDU/CSU) erklärt zum Beispiel: "Der alleinige Grund für meine Ablehnung ist die im Einigungsvertrag vereinbarte Abtreibungsregelung." Die Grünen kritisieren unter anderem die fehlende Mitwirkung des Volkes am Einigungsprozess und den Umgang mit den Stasi-Akten.
Bei der namentlichen Abstimmung im Bundestag stimmen 440 Abgeordnete für den Einigungsvertrag. Die 47 Gegenstimmen stammen aus der Fraktion Bündnis90/Die Grünen und von 13 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion. Drei Abgeordnete enthalten sich. "Das Gesetz ist damit angenommen", verkündet Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.
und des DDR Parlaments:
Die Abgeordneten der Volkskammer stimmen ab: 299 Abgeordnete stimmen für den Vertrag. 80 Abgeordnete aus den Reihen der PDS und der Fraktion Bündnis90/Die Grünen stimmen dagegen. Ein Abgeordneter enthält sich. Die Nachricht erreicht den Bundestag in Bonn.
Deutscher Bundestag - Zwei Parlamente sagen Ja zum Einigungsvertrag
Und ich schätze mal durch den Bundesrat musste es auch durch. Ich bin zu faul bis zum Ende zu lesen.
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27.06.2017, 22:51Inaktiver User
AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit
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27.06.2017, 22:55
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27.06.2017, 22:58Inaktiver User
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27.06.2017, 23:00
AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit
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27.06.2017, 23:05
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27.06.2017, 23:08
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27.06.2017, 23:09Inaktiver User



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