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  1. User Info Menu

    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Ja, ich dachte auch, der eine Sohn von Kohl, Walter, der haette Buecher ueber dieses Thema geschrieben, wie man sich einseitig mit den Eltern versoehnt. Da habe ich mich auch schon fuer interessiert und war sogar dankbar, dass ich einen Hinweis auf die Buecher wegen Kohl's Tod bekommen habe.

    Aber, da ist da dann wohl etwas gegen das Buch, wenn man dann vor der Haustuer steht? Oder ist es ein menschliches Beduerfnis, sicher zu gehen, dass die Eltern auch wirklich tot sind und dass mit ihrem Koerper gut umgegangen wird?

    Kann ja sein. Dass das dann ueber das hinaus geht, wo man sich selbst kontrollieren kann. Ich wuerde da auch niemand kritisieren.

    Das ist fuer mich der einzige Sinn, wenn ueber Promis neben ihrer Besonderheit geredet wird. Man kann ein Thema besprechen, was einen vielleicht auch angeht. Wie ist es, wenn man mit den Eltern nicht mehr spricht oder nicht mehr sprechen darf? Wie wird das dann nach dem Tod der Eltern? Hat man sich dadurch etwas genommen, dass man nicht mehr auf eine Versoehnung hingearbeitet hat? Ist das dann ein schlimmerer Schmerz?

  2. Inaktiver User

    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Was ist das, was in dem Fall (oder auch bei anderen Zweit-, Dritt- und Viertehen) die nächsten Frauen so giftig werden lässt?
    Ich denke, Ehefrau Maike ist da sehr speziell. Sie hatte Kohl wie eine Geisel bewacht. Bis zum Schluss.

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    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Ah prima, auchda, endlich mal jemand, der das Buch gelesen hat.
    Ich hatte es in der Beschreibung so gelesen, dass er damit auch einen Schritt der Loslösung oder des Loslassens gemacht habe.

    Umso mehr berührte mich zu sehen wie im tatsächlichen Falle X das letztlich nicht im Stillen passierte. Die Abschiednahme hätte ich der Familie würdig gewünscht.

    Ich hätte mir vorgestellt an Stelle des Sohnes nicht die Öffentlichkeit zu suchen und überhaupt Raum für solch ein Spektakel zu geben.
    Das mit dem Loslassen, da hast du recht.
    Walter Kohl hatte das Buch u.a. auch aus diesem Grund beschrieben. Um nun auch endgültig Loslassen zu können, hätte er die Möglichkeit eines letzten Abschieds gebraucht. Und wenn dieser ihm nicht mehr mit einem lebenden Vater vergönnt wird, dann ist ein Abschied beim toten Vater das Mindeste. Und erst recht für die Enkel.

    Nicht mal denen wurde die gruselige Frau Richter-Kohl gerecht. Diese Frau ist unbarmherzig bis ins Mark.

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Die Öffentlichkeit sucht er nicht aktiv, das sehe ich auch so. Aber er müsste auch nicht in Oggersheim vor der Tür stehen und sich von der Presse vereinnahmen lassen.

    Das, denke ich, ist die Diskrepanz zwischen dem Buch "ich habe losgelassen" und dem unwürdigen Schauspiel vor dem Bungalow.
    Da Frau Richter-Kohl den Leichnam (denke mal, dass dieser bei den Temperaturen der vergangenen Tage schwerst mit einem Generator gekühlt werden musste) die vergangene Woche bei sich aufgebahrt gelassen hatte, blieb Walter Kohl und seinem Sohn, sowie der Nichte nichts anderes übrig, denn dort vor die Türe zu stehen und auf Einlaß zu warten, um Abschied zu nehmen.

    Im Grunde genommen schließt sich der unsägliche Kreis des fremdbestimmten Lebens der Kohlfamilie, da sie noch nicht mal im Tod Privatheit hatten. Tragisch und irgendwie stimmig.

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    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, Ehefrau Maike ist da sehr speziell. Sie hatte Kohl wie eine Geisel bewacht. Bis zum Schluss.
    Sie nutzte die Hilflosigkeit, Pflegebedürftigkeit und, damit auch Abhängigkeit, eines alten Mannes für ihre Pläne.
    Dass ein Mann wie Helmut Kohl, in seinem Zustand, die Pflege und Fürsorglichkeit seiner Frau an die erste Stelle stellt, ist ihm zwar nicht zu verdenken, aber dass er seinen Söhnen und Enkeln keinerlei Chance mehr einräumte zu einem letzten und friedliebenden Abschiedsgespräch, das kann man ihm nicht verzeihen. Sowas hatten die Söhne nicht verdient, nach all den Jahren, in denen sie ihr Leben nach ihm gestalten mussten.

  5. Inaktiver User

    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von auchda Beitrag anzeigen
    Da Frau Richter-Kohl den Leichnam (denke mal, dass dieser bei den Temperaturen der vergangenen Tage schwerst mit einem Generator gekühlt werden musste) die vergangene Woche bei sich aufgebahrt gelassen hatte, blieb Walter Kohl und seinem Sohn, sowie der Nichte nichts anderes übrig, denn dort vor die Türe zu stehen und auf Einlaß zu warten, um Abschied zu nehmen.
    Dass Walter Kohl sich diese Abfuhr abgeholt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Er kannte seinen Vater und kannte seine Frau. Er hätte damit rechnen müssen, dass es zu diesem Eklat kommt. Mir tun die Enkel unendlich leid; zwei Jugendliche, die mit gesenkten Köpfen wie zwei Verlierer vor dem Haus stehen. Unglaublich.

  6. gesperrt

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    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich mochte Kohl nicht, die Spendenaffäre war und bleibt ein Skandal für den er zu Recht ins Abseits geschossen wurde. Die Lobhudeleien jetzt von allen Seiten empfinde ich teilweise als sehr heuchlerisch.
    Ich mochte Kohl auch nicht so sehr, trotzdem sehe ich gar nicht so viel Lobhudeleien, sondern eher ein unwürdiges Trauerspiel.
    Gestaltet/Verantwortet vor allem durch Frau Richter-Kohl, nicht durch die Söhne.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Jede Kritik wird plötzlich ausgeblendet, weil es "sich so gehört"

    Ich finde das bigott!
    Was heißt keine Kritik?

    Ihm beispielsweise seinen durchaus vorhandenen Anteil an der gelungenen Wiedervereinigung abzusprechen, finde ich zwar nicht bigott, aber durchaus unangebracht, um nicht zu sagen fies.

    So im Sinn von "nichts gönnen/anerkennen können". Typisch deutsch mMn.

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    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von auchda Beitrag anzeigen
    blieb Walter Kohl und seinem Sohn, sowie der Nichte nichts anderes übrig, denn dort vor die Türe zu stehen und auf Einlaß zu warten, um Abschied zu nehmen.
    Wie alt sind die zwei denn? Ich vermute, etwas über Teenageralter? Ich hätte mich da allerdings auch nicht mehr instrumentalisieren lassen. Mal abgesehen davon, dass ich in dem Alter nicht mit schwarzem Kostüm und schwarzen Nylons vor der Kamera gestanden hätte. Dass der Sohn seinen Vater sehen will, zum Abschluss, dafür habe ich Verständnis, Lossagung hin oder her. Der tatsächliche Schlusspunkt ist noch einmal eine Sache für sich. Die Inszenierung mit den Kindern hätte er lassen sollen.


  8. Inaktiver User

    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    I

    So im Sinn von "nichts gönnen/anerkennen können". Typisch deutsch mMn.
    Ich finde ja immer wieder typisch Deutsch, dass irgendwer rumlamentiert, was alles typisch Deutsch ist. Vor allem wenn es um andere Meinungen geht.

    Zum Thema vor der Tür stehen: Ich fand dieses Schauspiel mit anwesender Presse ziemlich armselig. Das hätte sich Kohl jun. sparen sollen. Es zeigt, wie viele Kränkungen da satt gefunden haben müssen und wie schlimm das für die Nachkommen Kohls gewesen sein muss, inkl. der Tod der Mutter.

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    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Ja, die sahen auch etwas verwirrt und unsicher aus (die Enkelkinder von Kohl). Wenn da schon seit 2011 kein Kontakt mehr besteht, dann haben sie ihn ja wohl in ihrem Leben auch nicht so oft davor gesehen. Sie taten mir so richtig leid. Das sollte man keinem Kind antun.

    Sind ja wohl auch nicht alle dabei gewesen.

    Kohl, was fuer ein seltsamer Mann!

  10. gesperrt

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    AW: Helmut Kohl, Kanzler der Einheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde ja immer wieder typisch Deutsch, dass irgendwer rumlamentiert, was alles typisch Deutsch ist. Vor allem wenn es um andere Meinungen geht.
    Du willst ihm also seine durchaus vorhandenen Leistungen absprechen?

    Alles nix wert wegen der Spendenaffaire?

    Gut, dann ist das eben nicht typisch deutsch, sondern komplett unangebracht und daneben.

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Die Inszenierung mit den Kindern hätte er lassen sollen.
    Wenn es eine Inszenierung war, ja.
    Vielleicht wollten die Enkel aber dabei sein - aus welchen Gründen auch immer (Vater/Onkel beistehen z.B.)

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