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    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was meinst du mit Werksverträge? Wie auch immer, auch diese müssen Mindestlohn bezahlen.
    Werksverträge sind nichts anderes als Selbstständigkeit. Ein Mindeslohn ist Mord bei Selbständigkeit. Nicht umsonst sind Selbständigenlöhne pro Stunde nicht bei 8-9€ sondern bei altherkömmlichen Selbstständigen z.B. Handwerkern 40€ +

    Ein Werkvertrag ist ein Typ privatrechtlicher Verträge über den gegenseitigen Austausch von Leistungen, bei dem sich ein Teil verpflichtet, ein Werk gegen Zahlung einer Vergütung (Werklohn) durch den anderen Vertragsteil (Besteller) herzustellen. Der Werkunternehmer ist dabei derjenige, der das Werk erstellt. In Abgrenzung zum Dienstvertrag wird nicht (nur) die Leistung, sondern auch und gerade der Erfolg (Werkerfolg) einer Leistung geschuldet.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Werkvertrag

    In diesen 40€ sind nämlich Werbung, Anfahr, Infrastruktur, Unsicherheit, Telefon, Auto, Saisonale Unterschiede etc. pp. inbegriffen.

    Das Gefährlichste an dem "neuen Arbeitsmarkt" ist, dass Menschen tatsächlich vergessen, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen Selbstständigkeit und Angestellten gibt. Jemand kann 10-20 Werksverträge bei verschiedenen Firmen haben, völlig egal. Wenn die Firmen die Leistung nicht abrufen, weil sie sie gerade nicht brauchen, bekommt er kein Geld. Wenn sie morgen jemanden haben der 10cent weniger verlangt ist der Werksvertrag hinfällig, die Firmen müssen nur die Leistung des teureren nicht abrufen. Fertig.

    Und es wird auch nicht am Anfang des Monats gezahlt, sondern nachdem die Leistung abgeliefert wurde. Falls die Firma dann noch existiert und sich nicht in Luft aufgelöst hat. Falls sie nicht zahlen und noch da sind: ja such dir halt einen Anwalt. Die zeitsparendere und bessere Lösung ist aber, neu anfangen zu arbeiten und hoffen, dass der nächste bezahlt.

    Ich hatte mal das Vergnügen, es war Frühjahr 2009.
    Ich gratuliere jedem der aufgrund alter fester Arbeitsverträge nie mit dem System in Berührung kam.
    Geändert von Nicole1965 (01.06.2017 um 23:10 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok bei den 15h habe ich mich tatsächlich geirrt. Entschuldigung dafür. Die Argumente in dem Artikel sind immer noch gültig. Der Wirtschaftsaufschwung kam durch Hartz 4 und den Niedriglohn + flexible Arbeit = Zeitarbeit. Daneben noch die längere Beschäftigung Älterer + mehr Frauen die arbeiten.
    Es gab damals doch noch gar keine Älteren, die über die Regelaltersgrenze von 65 Jahren hinaus gearbeitet haben. Das kommt doch jetzt erst langsam. Selbst wenn, was soll das mit Hartz4 zu tun haben, genauso dass mehr Frauen als früher arbeiten würden?

    Nun beim Bau z.B. arbeitet man nicht immer 40h, sondern bekommt teilweise Freitags frei, weil die Arbeit hart ist und auf Grund weniger die so harte Arbeit machen wollen, gelten teilweise Sonderkonditionen. Das wiederum heißt weniger Geld und damit Aufstockung. Ein Beispiel.
    Ja, beim Bau gilt sogar ein Mindestlohn von 11,30 Euro, da kommt man sogar bei einer 35 Stunden Woche auf 1.585 und damit erheblich über Hartz4. Da sehe ich auch nichts von einer Notwendigkeit des Aufstockens.
    Das mit den Sonderkonditionen verstehe ich auch nicht. Wenn die Leute einen Vertrag über 35 oder 40 Stunden haben, gilt der und fertig. Ist auch egal. Ihr beide sprecht davon, dass es so viele gäbe, die trotz Vollzeitarbeit aufstocken müssten und das stimmt einfach nicht. Diese falsche Annahme hab ich hier im ganzen Forum schon öfter gelesen.

  3. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Bau ist ein schlechtes Beispiel. Hier wird kein Mindestlohn, sondern nach Tarif gezahlt. Dieser Lohn ist höher. Zudem kommen Montagezulagen dazu. Problematisch ist die Scheinselbständigkeit und, dass des harte körperliche Arbeit sein kann. (Das sieht bei Baggerführer ein wenig anders aus. Die verdienen mehr).
    Also ich habe beim Bau gearbeitet als Zeitarbeiter und den Mindestlohn verdient. Allerdings den Lohn erst eineinhalb Monate später bekommen als mein normales Gehalt und dadurch wiederum brauchte ich Hilfe, hatte eine ganze Zeit kein Geld. Das Geld was ich bekam waren ca. 32h bei damals noch 8,5€ nach Tarif Mindestlohn. Wirklich leben kann man damit nicht, vor allem weil ich Rückstände aus der Zeit ohne Geld, Kosten die mir dadurch entstanden usw. zahlen musste.

  4. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn die Leute einen Vertrag über 35 oder 40 Stunden haben, gilt der und fertig. Ist auch egal. Ihr beide sprecht davon, dass es so viele gäbe, die trotz Vollzeitarbeit aufstocken müssten und das stimmt einfach nicht. Diese falsche Annahme hab ich hier im ganzen Forum schon öfter gelesen.
    https:// www. etl-rechtsanwaelte.de/stichworte/arbeitsrecht/strategien-zur-umgehung-des-mindestlohngesetzes

    Der Mindestlohn wird umgangen und faktisch weniger gezahlt. Aus dem Link:
    1. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Unbezahlte Überstunden
    2. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Freie Mitarbeit und sog. Scheinselbständige
    3. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Werkvertrag abschließen / Arbeitnehmer ausleihen
    4. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Verzichtserklärung des Arbeitnehmers
    5. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Die Beschäftigung von Praktikanten
    6. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Die Herabsenkung der Arbeitszeit
    7. Strategie zur Umgehung des Mindestlohngesetzes: Vom Minijob zur Arbeit in der Gleitzone


    Zahlreiche weitere Umgehungen.

    Schau Dir das einfach an, wozu Hartz 4 Empfänger gezwungen werden:
    https://www.youtube.com/watch?v=90hLwW37oJI&t=2014s
    Wenn das die Sozialhängematte ist, dann würde ich dem gegenüber ehrlich gesagt den Freitod vorziehen.
    Geändert von Analuisa (02.06.2017 um 16:15 Uhr) Grund: kommerziellen Link nichtanklickbar gemacht

  5. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Wann war "damals"?

    Zudem.. es gibt Gesetze und man kann klagen.

  6. User Info Menu

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht. Mit Mindestlohn verdient man in Vollzeit 1414 Euro brutto..
    Der Mindestlohn beträgt mittlerweile € 8,84 /Stunde. Das macht bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden-Woche) exakt € 1.532,27 brutto.

  7. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Ich hab doch eben die Gesetze zur Umgehung des Mindestlohns zitiert, dort im Link stehen zahlreiche weitere Methoden und betroffene Berufsstände. Der Umgehung des Mindestlohns ist gesetzlich verankert, von der Politik gewollt. Ich habe das damals freiwillig getan, aber jeder der dazu gezwungen wird, muss die Arbeit annehmen, hat weniger als den Mindestlohn, keine rechtliche Handhabe und keinen Grund, dort lang beschäftigt zu bleiben, weil das Ausbeutung ist.

    Hier nochmal Werkverträge:

    https://www.youtube.com/watch?v=8ATsO2le3uc

    Schauts Euch an, statt einfach nur zu urteilen. Wer diese "Arbeit" mit Hartz 4 ablehnt, bekommt 3 Monate gar kein Geld. 0
    Keine rechtliche Handhabe, das ist so gesetzlich geregelt, um Missbrauch zu verhindern und dadurch wiederum, versklaven Unternehmen, missbrauchen mit Lohndumping, verhindern Gewerkschaften uvm.
    Die Videos sind die gelebte Wirklichkeit und das was ihr an Zahlen präsentiert ist sie nicht.
    Geändert von Inaktiver User (01.06.2017 um 23:27 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ich habe beim Bau gearbeitet als Zeitarbeiter und den Mindestlohn verdient. Allerdings den Lohn erst eineinhalb Monate später bekommen als mein normales Gehalt und dadurch wiederum brauchte ich Hilfe, hatte eine ganze Zeit kein Geld. Das Geld was ich bekam waren ca. 32h bei damals noch 8,5€ nach Tarif Mindestlohn. Wirklich leben kann man damit nicht, vor allem weil ich Rückstände aus der Zeit ohne Geld, Kosten die mir dadurch entstanden usw. zahlen musste.
    Da kann doch kein Lohn der Welt was für, wenn du nicht von deinem Lohn leben kannst, weil du noch Schulden tilgen musstest.

    Zitat Zitat von chincat Beitrag anzeigen
    Der Mindestlohn beträgt mittlerweile € 8,84 /Stunde. Das macht bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden-Woche) exakt € 1.532,27 brutto.
    Ich hab der Einfachheit halber mit 160 Stunden monatlich gerechnet. Die 173 Stunden von dir sind der Durchschnitt?

  9. Inaktiver User

    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zur Umgehung des Mindestlohns: ja, es gibt immer schwarze Schafe. Die kann man anzeigen. Es gibt auch schwarze Schafe unter den Arbeitnehmern und Hartz4 Empfängern, beispielsweise Schwarzarbeiter. Das sind Ausnahmen, nicht die Regel.

  10. gesperrt

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    AW: Benz-Baracken und Asternweg

    Zitat Zitat von chincat Beitrag anzeigen
    Der Mindestlohn beträgt mittlerweile € 8,84 /Stunde. Das macht bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden-Woche) exakt € 1.532,27 brutto.
    Der Mindestlohn ein Pflaster für ganz ganz großen Unsinn!

    Die Anstalt erklärt das Verhältnis zwischen Werksvertrag, Leiharbeiter und Angestellten ganz gut.
    Ab Minute 2.
    https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...eiter-100.html

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