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  1. Inaktiver User

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Ja genau, die "hier schon lange Lebenden" müssen sich gefälligst selbst kümmern, wenn es ihnen schlecht geht - gar obdachlos sind.

    Sind ja eh selbst schuld - Suchtler mehrheitlich halt.
    Was soll man zu solchen Leuten noch groß sagen?

    Wie es dazu kam?
    Ja mei, irgendwas haben die jedenfalls grundlegend falsch gemacht, selbst schuld.
    joah, die üblichen Antworten. Alle selbst Schuld. Alle Alkoholiker und Drogensüchtige. ^^

  2. 11.05.2017, 23:55

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  3. Inaktiver User

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Bei dem von Dir genannten Fall handelt es sich um eine Geldstrafe, die in einer Freiheitsstrafe umgewandelt wurde. Pro Tagessatz der Geldstrafe gibt es einen Tag Haft. Da können natürlich dann auch kürzere Freiheitsstrafen als ein Monat herauskommen. Als reine Freiheitsstrafe kommt aber eine Strafe von unter einem Monat nicht in Betracht .
    Danke für Erklärung. Den Unterschied kannte ich nicht.

  4. 11.05.2017, 23:59

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  5. User Info Menu

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Es geht doch nicht um Schuld.

    Ich denke, jeder hat schon mal Entscheidungen mehr oder minder unüberlegt aus dem Bauch raus getroffen, wo man sich im Nachhinein sagte- Jahre später: Puh, Glück gehabt. Das hätte auch anders ausgehen können.

    Und wenn man den Weg in die Obdachlosigkeit aufdröselt, steht in den meisten Fällen einfach ein "Bruch", aus den verschiedensten Gründen, am Anfang.
    Ich schrieb ja- da gab es niemanden.
    Und da sind nicht Politiker gefragt, sondern das unmittelbare Umfeld. Familie, Freunde, Nachbarn....

    Fakt ist aber auch, dass man Süchtigen nur helfen kann, wenn sie sich helfen lassen wollen- und entsprechend "Durchhaltevermögen" haben. Egal, ob jemand obdachlos ist oder nicht. In den meisten Fällen führt aber die Sucht in die Obdachlosigkeit.

    Und dieses "Durchhaltevermögen" ist bei vielen das Problem. Das kann man nicht "verteilen", "spenden" etc. Das muss jeder Betroffene selbst entwickeln.
    Es gibt nun mal keine Möglichkeit, jemanden zu zwingen- weder zur Entgiftung noch zu weiteren oder anderen Therapien. Das hängt von der Freiwilligkeit ab, auch zu recht, als "Zwangsmaßnahme" bringt es nichts.
    Das ist übrigens auch oft das Problem der auf der Straße lebenden Jugendlichen- die fallen mitnichten durch alle Raster, da ist das Jugendamt ständig, was auch Angebote macht- nur ist das meist mit "an Regeln halten" verbunden, und in Betreuten Wohneinheiten sind die Regeln oftmals um etliches strenger und härter als in Elternhäusern. Jugendliche, die sich wegen ständigen Gezänks und Streitigkeiten aus dem Elternhaus entfernen und auf der Straße leben haben meist gerade damit ein Problem ( aus verschiedenen Gründen). Deshalb klappt es meist in Wohneinrichtungen nur bedingt- entweder, sie fliegen raus, weil sie sich nicht an den Regeln gehalten haben oder sie reißen aus, weil sie gerade das nicht wollen. Dann sind sie wieder auf der Straße, genau wie vorher.

    Es gibt bzw. gab in Berlin ein Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene, das für solche "Fälle" ausgelegt war- da reichte es aus, wenn man sich einmal in der Woche "sehen ließ". Und selbst das schaffen nicht alle.

    Was ich damit sagen will ist- es ist einfacher, Flüchtlinge zu betreuen, gib ihnen ein Dach über den Kopf, betreue sie halbwegs und gib ihnen Geld, dann ist die Kuh zwar nicht vom Eis, aber hat zumindest Schlittschuhe an.

    Bei der Obdachlosenhilfe ist es ungleich schwieriger.

    Das bedeutet kann sicher nicht, dass man sich nicht kümmern soll oder es eh keinen Sinn hat. Ist eher wie "Vergleich von Äpfeln und Birnen".

    Jemand, der es nicht schafft, wenigstens einmal wöchentlich bei einem Amt zu erscheinen, wird nicht von jetzt auf gleich in der Lage sein, eine Wohnung irgendwie zu halten oder einem normalen Job nachzugehen. Was nicht heißt- na, dann hat er halt selbst schuld.

  6. 12.05.2017, 00:07

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  7. User Info Menu

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    lies dir den gesamten Post durch dann weißt du es. Schau dir die verlinkten Seiten an. Dann siehst vlt. auch du den Unterschied.
    Danke, ich bin des Lesens mächtig. Trotzdem ändert das herzlich wenig.

  8. 12.05.2017, 00:10

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  9. Inaktiver User

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Was ich damit sagen will ist- es ist einfacher, Flüchtlinge zu betreuen, gib ihnen ein Dach über den Kopf, betreue sie halbwegs und gib ihnen Geld, dann ist die Kuh zwar nicht vom Eis, aber hat zumindest Schlittschuhe an.

    Bei der Obdachlosenhilfe ist es ungleich schwieriger.
    wie erklärst du dir dann Marxloh, die Banlieue oder Schweden die Vororte von Stockholm?

    Nenne mir Massenübergriffe von Obdachlosen ala Silvester, Bandenkriege wenn da doch die Kuh vom Eis ist wenn sie ein Dach über dem Kopf haben.

    P.S nicht jeder Obdachlose ist Alkohl oder Drogenabhängig.
    Für den Obdachlosen mit nur einer Niere kann ich z.b. meine Hand ins Feuer legen, dass er weder Alkoholiker noch Drogensüchtig ist.
    Geändert von Inaktiver User (12.05.2017 um 00:34 Uhr)

  10. 12.05.2017, 00:18

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  11. 12.05.2017, 00:34

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  12. gesperrt

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    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    ...
    Was ich damit sagen will ist- es ist einfacher, Flüchtlinge zu betreuen, gib ihnen ein Dach über den Kopf, betreue sie halbwegs und gib ihnen Geld, dann ist die Kuh zwar nicht vom Eis, aber hat zumindest Schlittschuhe an.
    .
    Sehe ich nicht so - jedenfalls wenn die Flüchtlinge schon älter als 20+ sind.

    Und selbst bei sehr jungen Flüchtlingen:
    Zufällig weiß ich, dass die Abbrecherqoute bei Flüchtlingen in der Ausbildung deutlich höher ist als bei "hier schon länger Wohnenden".
    Ist für mich verständlich, denn sie müssen sich wesentlich mehr als hier sozialisierte junge Menschen orientieren und schauen, was für sie taugt, weil sie sich in einer fremden Umgebung erst mal zurecht finden müssen.

    ...
    Bei der Obdachlosenhilfe ist es ungleich schwieriger.
    .
    Nö.
    Hier wird nur nichts/sehr wenig investiert und dadurch (!) wird es für Obdachlose ungleich schwieriger.
    Diese Menschen sind letztlich schon komplett fallen gelassen worden - ohne dass ihnen eine faire Chance geboten wird.

  13. Inaktiver User

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Nö.
    Hier wird nur nichts/sehr wenig investiert und dadurch (!) wird es für Obdachlose ungleich schwieriger.
    Diese Menschen sind letztlich schon komplett fallen gelassen worden - ohne dass ihnen eine faire Chance geboten wird.
    Bei der heutige Wohnungslage ist es oft ganz schnell der Fall.
    Es fehlen Tausende Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt. Kann ganz schnell gehen. Man verliert seine Wohnung durch Eigenbedarf und findet, trotz Job keine Neue. Irgendwann steht dann die Räumungsklage im Raum. Man arbeitet, kann Miete bezahlen, findet aber keine Wohnung, die im bezahlbaren Limit liegt.
    Anspruch, wenn man arbeitet, hat man auf einen Wohnberechtigungsschein nicht, auch wenn man nur 1€ drüber liegt, eine höhere Miete ist nicht tragbar.
    Kenne den Fall, in dem dann eine Wohnung mit höherer Miete angenommen wurde, nur um nicht auf der Straße zu stehen. Es ging eine Weile gut. Eingeschränkt wurde wo es nur ging, aber am Ende blieb ein Minus. Nach einiger Zeit kam dann der Punkt, an dem das Konto so überzogen war, dass die Miete nicht mehr gezahlt werden konnte und das Konto so überzogen war, dass das Konto gesperrt wurde. Irgendwann ist diese Frau dann auf der Straße gelandet. Weder Alkoholikerin noch Drogensüchtige.
    Wieviel schlaflose Nächte und Sorgen um die Zukunft man sich machte interessiert nicht. Wie unkonzentriert man da oft in der Arbeit ist auch nicht.

    Fakt ist, dass jahrelang der kommunale Wohnungsbau verkauft wurde und viel zu wenig Wohnungen gebaut wurden. Der Staat hat sich auf ein Minimum zurück gezogen.

    Zahl der Obdachlosen steigt um die Hälfte

    In Deutschland leben immer mehr Menschen auf der Straße. Die Zahl der Obdachlosen sei in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent auf rund 39.000 gestiegen, teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) in Berlin mit. Die Gesamtzahl der Wohnungslosen liegt noch weit höher: Insgesamt hatten der Schätzung zufolge im Jahr 2014 335.000 Menschen keine Wohnung. Zu dieser Zahl zählen neben Obdachlosen auch Menschen, die zwar nicht auf der Straße leben, aber in Notunterkünften

    Wer einmal in einer Notunterkunft zu besuch ist weiß wie es für die Menschen dort ist. Oft ist dann ein Verlust der Arbeitsstelle nicht mehr weit.

    Oder, wer seine Arbeitsstelle (oft unverschuldet) verliert schnell in einer Notunterkunft landen kann.

    Oft ist auch eine Alkoholsucht nicht der Auslöser der Obdachlosigkeit sondern entsteht nach der Obdachlosigkeit, die oft auch einen Verlust des Arbeitsplatzes mit sich zieht.

    Eine Krankheit kann dazu führen. Man bekommt nur noch Krankengeld, fällt in Erwerbsminderungsrente die manchmal unterhalb des H4 Satzes liegt, schon kann man die Miete nicht mehr bezahlen. Lebt von den (falls vorhanden) Rücklagen bis diese aufgebraucht sind. Kann dann die erst....dann die zweite....dann die dritte Mietforderung nicht mehr begleichen und dann folgt die Kündigung.
    Es nur auf Alkohol, Drogen und Unwilligkeit zu schieben ist kurzsichtig.

    P.S weißt du eigentlich, dass viele Odachlosenheime nur Nachts geöffnet sind?
    Sie getrennt sind nach Männlein und Weiblein? Also Paare dann am Abend in getrennte müssen oder auf der Straße bleiben.
    Haustiere nicht erlaubt sind. Für Einige ist z.b. der Hund der einzige Halt den sie noch haben. Entweder geben sie ihn in ein Tierheim oder sie müssen draußen schlafen.

    Leider höre ich öfters solche Statements wie eben: Obdachlose sind selbst schuld. Alkohl, Drogen, unzuverlässig, falschen Weg gewählt ect, ohne dass sie sich auch nur ein einziges Mal die Geschichte von Obdachlosen und den Umgang der Behörden mit ihnen angeschaut haben, geschweige denn auch nur ein einziges Mal in einer Notunterkunft oder bei der Tafel waren.
    Geändert von Inaktiver User (12.05.2017 um 01:58 Uhr)

  14. 12.05.2017, 01:25

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  15. User Info Menu

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Ich habe nicht geschrieben, dass sie " selbst schuld sind". Aber du scheinst selektiv zu lesen bzw das Gelesene so zu verstehen wie es dir passt.
    Bzw. der Notunterkünfte erzählst du mir nichts Neues. Nur bist du augenscheinlich der Ansicht, wer nicht deiner Meinung ist, hat keine Ahnung....

  16. 12.05.2017, 06:45

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  17. Inaktiver User

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Das Problem sind nicht die Politiker oder die bösen Arbeitgeber, die die Obdachlosen nicht in Lohn und Brot bringen wollen, sondern die "mutiplen Vermittlungshemmnisse", die Obdachlose oftmals mitbringen.
    *schweißvonderstirnwisch* Da bin ich aber happy, dass es bei den Flüchtlingen keine multiplen Vermittlungshindernisse gibt, sondern dass da alles so schön rund läuft.
    Bis man- so man denn vorher in Lohn und Brot war und 25 Jahre in die Sozialkassen einbezahlt hat- obdachlos wird, dauert es eine Zeit, in der man durchaus etwas dagegen tun könnte.
    Gut zu wissen. Dazu gehört auch, im Gegensatz zu den Leuten, die noch nicht so lange hier sind, das exakte Beachten von Fristen, weil einem keiner etwas hinterherträgt. So kann ein Bürgerlicher, der nur einen einzigen Termin verpennt hat, seine gesamte Existenz verlieren. So ein Pechvogel ist mir persönlich bekannt.
    Da sind sie tatsächlich oft allein gelassen, da gebe ich dir vollkommen recht.
    Immerhin.
    Aber Erschleichung von Beförderungsleistungen ist ein Antragsdelikt, viele Verkehrsbetriebe sind da unerbittlich.
    Aber eben auch nicht bei jedem ...
    Es gibt Angebote für Obdachlose, nicht wenige und sogar flächendeckend. Aber sie müssen sich selbst kümmern, sie müssen es durchhalten. Das ist das Problem, das gelingt oft nicht.
    Es gibt Angebote für Flüchtlinge, nicht wenige und sogar flächendeckend. Das Gute: Sie müssen sich nicht selber kümmern, sie müssen nicht durchhalten, sondern es wird ihnen alles nachgetragen, selbst wenn sie in Wirklichkeit Touristen oder Soldaten sind.

    Vielleicht sollten Obdachlose sich als Flüchtlinge registrieren lassen.
    reine Stimmungsmache.
    Das ist natürlich eine qualifizierte Aussage zu einem tatsächlich bestehenden Problem.

  18. 12.05.2017, 06:51

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  19. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse

    Obdachlosigkeit steht auf drei Säulen:
    Arbeitslosigkeit, Trennung und Missbrauch von Suchtmitteln (meist Alkohol)

    Obdachlose entziehen sich bewusst der staatlichen Betreuung, das ist ihnen nicht vorzuwerfen, stellt aber gerade den Unterschied zu anderen Gruppen - wie Flüchtlingen - dar, die die Unterstützung abrufen bzw. Hilfe dabei erhalten die Unterstützung abzurufen.

    Das sind nun einmal die Fakten.

  20. 12.05.2017, 07:59

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