Doch. Mich.
Ich habe schon vor mehr als einem Jahr darauf hingewiesen, dass wir im eigenen Land viele ungelöste Probleme mit alten, kranken, armen und obdachlosen Menschen haben.
Mir wurde recht ruppig entgegengehalten, dass es denen ohne Zuwanderer auch nicht besser gehen würde.
Na dann.
(Natürlich geht es ihnen dann auch nicht besser, wenn für Hilfe an dieser Stelle bisher und auch jetzt kein Geld da ist, das aber auf wundersamerweise Weise an anderen Stellen zur Verfügung steht.)
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11.05.2017, 17:59
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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11.05.2017, 18:05
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Ja, dieses miese Totschlagargument (es wird ja niemandem etwas weg genommen) kam anfangs sehr häufig. Damit, dass Probleme nicht angegangen wurden, hatte ich mich resignierend abgefunden. Irgendwie hatte mir auch die schwarze Null eingeleuchtet.
Dann kamen die Bankenrettungen mit absurd hohem Einsatz und jetzt schaue ich fassungslos auf die Milliarden, die plötzlich so locker sitzen. Auf einmal haben wir es ja?
Wo mir dann aber wirklich alles zu spät ist, ist bei dem Phänomen, dass fragwürdigen Wildfremden bereitwillig Verständnis, Engagement und Solidarität entgegen gebracht wird und sogar Kritiker der Angelegenheit diffamiert werden.
Wir Deutschen sind irgendwie ... bluna“Sie haben kein Recht auf Ihre Meinung. Sie haben ein Recht auf Ihre fundierte Meinung. Niemand ist berechtigt zur Ignoranz.” Harlan Ellison.
Funkelnde:
Sternzeichen Espresso, Aszendent: Käsekuchen
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11.05.2017, 22:40Inaktiver User
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Wer so etwas behauptet der soll nur mal einen Tag bei der Tafel mithelfen und dann bitte, ohne rot zu werden, dies wiederholen.
Oder wie ich verlinkte, die Neubauten mit gehobenen Standart in einem Premiumbaugebiet. Nie und nimmer wäre so etwas für auch nur für 1 Obdachlosen angemietet worden. Uns wurden schon Wohnungen oder Zimmer, die wir nach langer Suche fanden, wegen geringen Beträgen überhalb der Grenze abgelehnt.
Der Obdachlose, von dem ich auch die Miete für die Bruchbudehier einsgestellt hatte, hat bei einem schweren Unfall 1 Niere verloren und bekommt von der Versicherung des Verursachers monatlich 280 €, die ihm natürlich bei H4 abgezogen werden. Die ganzen Unterlagen lagen dem Jobcenter darüber vor. Durch einen Fehlers des Jobcenters wurde ihm bei einem Wechsel des Bearbeiters, der volle Betrag gezahlt. Zu dieser Zeit lebte er komplett auf der Straße und hatte den Fehler gar nicht wahrgenommen. Post ging ans SKM die er nur sehr spärlich abholte. Somit Frist verpasst und alle Leistungen gestrichen. Rückforderung ect. Zu allem Übel kam dann noch die Krankenkasse. Denn wer H4 erhält und eine Sperre bekommt muss Lebensmittelscheine beantragen. Macht er das nicht sofort beginnt die Nachversicherungspflicht der Krankenkasse. Naja...auch die Post hierzu ging ans SKM.
Klar hat er Fehler gemacht. Viele, jedoch wenn ich sehe wie schnell man auf der Straße landen kann, auch wenn man gearbeitet hat und nicht die besten familiären Startvoraussetzungen hatte, krank wird und alles verliert, dann hat man keinerlei Nerven und Energie sich mit dem ganzen Behördenkram auch noch auseinander zu setzen. Da ist man froh wenn man einen trockenen Schlafplatz unter einer Brücke Tiefgarage oder sonstwo findet und die Nacht mit etwas Schlaf übersteht. In der Tiefgarage (in die man schnell schlüpft bevor sich das Tor wieder schließt und hofft, dass einen Niemand entdeckt, muss man früh genug wach sein, bevor die Ersten zur Arbeit müssen und einen entdecken) Dann ist man ab spätestens 6 Uhr wieder auf der Straße mit einer Plastiktüte unter dem Arm.
Interessierte die meisten Teddybärwerfer jahrelang gar nicht.
Manchmal habe ich den Eindruck....helfen ja, solange es kein Deutscher ist. Die sind ja Alle selber schuld. Nein, das sind sie nicht. Da stecken sehr oft furchtbare Schicksale dahinter. Es kann furchtbar schnell gehen auf der Straße zu landen.
Viele Obdachlose landen im Knast wegen Schwarzfahren (Manche fahren gerade im Winter mit den öffentlichen um der Kälte zu entfliehen-wußte ich bis ich mich in der Obdachlosenhilfe engagierte- auch nicht.) Natürlich werden sie des öfteren aufgegriffen. Nach dem 3-5ten Mal kommt die Anzeige. Strafe zahlen können sie natürlich nicht. Ruck Zuck steht dann eine Forderung von insgesamt 1500€ im Raum. Natürlich unbezahlbar für diese Menschen.
Und das Argument das immer bei Flüchtlingensunterkünften mit Enge, keine Ruhe etc. als Entschuldigung für Straftaten genommen wird...die sollten mal in eine Obdachlosenunterkunft schauen wie es dort ist, besonders im Winter. Viele machen z.b . tagsüber zu. Da kann man nur zum Übernachten hin. Kann jemand große Straftaten von Obdachlose benennen? Gruppengrapschen?Geändert von Inaktiver User (11.05.2017 um 23:04 Uhr)
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11.05.2017, 22:56Inaktiver User
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
ich kann gerne hier einen Fall einstellen, in dem ein Obdachloser 5 Wochen wegen Schwarzfahren im Gefängnis war. Ich kann dir nach dem Wochenende ( da bin ich wieder in der bei ihnen) die Schreiben hierzu gerne per PN zukommen lassen. Der "Dödel" lebte auf der Straße, hatte sich auch nicht beim Amt gemeldet. Die kalten Tage in der Straßenbahn verbrachte und erwischt wurde. Beim (ich glaube ) 4ten Mal kam die Strafanzeige. Festen Wohnsitz hatte er nicht mehr. Somit ging die ganze Post mit dem Verweis "unbekannt verzogen" zurück. Irgendwann waren mit Gericht ect. die Kosten auf 1500€ die er dann "absitzen" musste. 5 oder 6 Wochen. (weiß es nicht mehr so genau).
Und ja...ich habe bei den gleichen öffentlichen Verkehrsmittel schon erlebt (nicht nur einmal), dass gerade bei der Spitze der Flüchlingskrise Flüchtlinge ohne Fahrschein einfach durchgewunken und keinerlei Personalien aufgenommen wurden. Jedoch nur bei Flüchtlingen.
Jeder dieser Obdachlosen muss sooooo oft ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen bei verschiedenen Sachen. Er bekommt nicht einfach eine neue Identität.
Da steht die Strafe wegen Schwarzfahren mit drin.
Da steht der Gefängnisaufenthalt mit drin...und erschwert die Jobsuche zusätzlich. Da gibt es auch keinerlei Politiker die dazu aufrufen, diese Menschen in Brot und Lohn zu bringen. Keinen großen Helferkreis die sich um Praktikumsstellen oder Lehrstellen kümmern.Geändert von Inaktiver User (11.05.2017 um 23:11 Uhr)
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11.05.2017, 23:23
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Das Problem sind nicht die Politiker oder die bösen Arbeitgeber, die die Obdachlosen nicht in Lohn und Brot bringen wollen, sondern die "mutiplen Vermittlungshemmnisse", die Obdachlose oftmals mitbringen.
Bis man- so man denn vorher in Lohn und Brot war und 25 Jahre in die Sozialkassen einbezahlt hat- obdachlos wird, dauert es eine Zeit, in der man durchaus etwas dagegen tun könnte. Sie tun es oft nicht, weil sie - aus verschiedenen Gründen- aus dem Leben gefallen sind.
Psychischen ERkrankungen, lange Krankenhausaufenthalte, Scheidungen....irgendwas kickt die Person aus dem bisherigen Leben.
Da sind sie tatsächlich oft allein gelassen, da gebe ich dir vollkommen recht.
Aber- es gibt mittlerweile an jedem Ort sowas wie eine "Nichtsesshaftenhilfe". Die kümmern sich schon- da gibt es aber eine Holschuld.
Und es gibt auch selbst im kleinsten Kaff durch diese Nichtsesshaftenhilfen die Möglichkeit, eine sog. "Postadresse" zu nutzen, meist die Anschrift eben dieser Organisation. Bedeutet zwar, dass Ortskundige ( Betriebe, Behörden...) sofort wissen, was los ist, wenn als Anschrift diese Adresse angibt- aber die MÖglichkeit besteht.
Das Problem des "unbekannt verzogen" ist oft, dass die Betroffenen sich aufgeben und sich nicht kümmern. Oder, wenn sie sich mal aufraffen, es am Durchhaltevermögen fehlt. Sie müssten dann nämlich regelmässig um die eingehende Post kümmern, was nicht passiert. Und dann muss tatsächlich die Strafe "abgesessen" werden- wobei man über den Sinn, Obdachlosen Geldstrafen aufzubrummen, tatsächlich streiten kann. Aber Erschleichung von Beförderungsleistungen ist ein Antragsdelikt, viele Verkehrsbetriebe sind da unerbittlich.
Wer obdachlos ist, zudem alkohol- oder drogenabhängig und/oder psychisch krank, längere Zeit auf der Straße lebt, dem hilft "Ich setze ihn in eine warme, ordentliche Wohnung und besorge ihm einen Job, von dem er leben kann" kein Stück weit.
Das wird er nämlich nicht länger als ein paar Tage, Wochen durchhalten können- für seine Probleme gibt es Ursachen, solange die nicht aufgelöst sind, kommt der Betroffene nicht wieder auf die Beine.
Dann wird ein 'Alkoholiker neue Gründe finden, warum er trinkt. Dazu braucht man nicht mal obdachlos zu sein, frage 10 Raucher, warum sie rauchen- und du wirst 10 verschiedene Gründe hören, warum er raucht, obwohl der Löwenanteil der Bevölkerung gleiche Situationen ohne Zigarette meistern. Das ist Sucht, egal, ob Nikotin, Alkohol oder sonstwas.
Es gibt Angebote für Obdachlose, nicht wenige und sogar flächendeckend. Aber sie müssen sich selbst kümmern, sie müssen es durchhalten. Das ist das Problem, das gelingt oft nicht.
Nicht ohne Grund heißt es- nach einem Jahr auf der Straße ist der Rückweg fast unmöglich. Man "verlernt" das normale Leben.
Ich weiß nicht, wie ich deine Postings einschätzen soll. Ich glaube Dir durchaus, dass Du dich um einige Obdachlose kümmerst- aber entweder bist Du extrem blauäugig oder du betreibst hier reine Stimmungsmache.
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11.05.2017, 23:27Inaktiver User
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
joah...is klar. Wieder einmal Stimmungsmache!
Ich habe verlinkt, kannst auch DU nachlesen.
Ich habe der Moderation Unterlagen zukommen lassen.
Stimmt..ich mache Stimmung. Für Obdachlose. Blauäugig bin ich nicht mehr. Ich habe gesehen, wie schnell es gehen kann.
Willst du mich nun in die rechte Ecke stellen, dass ich Stimmung gegen Flüchtlinge mache? Wird dir nicht gelingen. Ich kann meine Aussagen durch Belege beweisen.
und das mit der Postadresse hab ich doch erwähnt. Hier ist es das SKM.
Und nach deiner Logik. Dann bräuchte es keinen einzigen Flüchtlingshelfer. Denn es gibt die Stellen. Sollen sie sich doch kümmern.
Warum misst du mit zweierlei Maß?????? Warum gilt das nur für Obdachlose?Geändert von Inaktiver User (11.05.2017 um 23:39 Uhr)
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11.05.2017, 23:30
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Was ist klar?
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11.05.2017, 23:35
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Bei dem von Dir genannten Fall handelt es sich um eine Geldstrafe, die in einer Freiheitsstrafe umgewandelt wurde. Pro Tagessatz der Geldstrafe gibt es einen Tag Haft. Da können natürlich dann auch kürzere Freiheitsstrafen als ein Monat herauskommen. Als reine Freiheitsstrafe kommt aber eine Strafe von unter einem Monat nicht in Betracht .
In meinem Bundesland könnte eine Freiheitstrafe übrigens auch abgearbeitet werden, so dass niemand zwingend ins Gefängnis muss, wenn er die Geldstrafe nicht zahlen kann. Ist aber nicht überall gleich.Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"
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11.05.2017, 23:45
AW: Straftaten von besonderem öffentlichen Interesse
Ja genau, die "hier schon lange Lebenden" müssen sich gefälligst selbst kümmern, wenn es ihnen schlecht geht - gar obdachlos sind.
Sind ja eh selbst schuld - Suchtler mehrheitlich halt.
Was soll man zu solchen Leuten noch groß sagen?
Wie es dazu kam?
Ja mei, irgendwas haben die jedenfalls grundlegend falsch gemacht, selbst schuld.
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11.05.2017, 23:52Inaktiver User
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