Ich überfliege die Diplomarbeit von Gernot Blümel und schon springt mir auf S. 69 ein Teppfehler entgegen.
Die Katholische Sozilallehre
Unglaublich!
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12.01.2021, 15:09
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
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12.01.2021, 15:12Inaktiver User
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12.01.2021, 15:27
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Das ist nicht menschlich, das ist eine Schlamperei.
Immerhand handelt es sich nicht um einen Foren-Eintrag, sondern um eine wissenschaftliche Arbeit zum Erwerb des Magisteriums. Die muss fehlerfrei sein.
In der zweiseitigen Zusammenfassung von Blümel habe ich auch mehrere Fehler (fehlende Buchstaben, falsche Zeichensetzung etc.) gefunden, mache mir aber jetzt nicht die Mühe, sie einzeln anzugeben.
Auf drei Seiten mehr als eine Handvoll Fehler - wahrlich keine Meisterleistung!
(Die restlichen Seiten spar' ich mir!)
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12.01.2021, 15:50
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Ja, das ist das, womit wir Geistes- und Kulturwissenschafter leben: für andere Disziplinen ist das was wir fabrizieren halt BlaBlaBlubb.
Eine Welt, in der man nur noch Wirtschaftswissenschaften, Recht, Medizin und MINT-Fächer hat, ist bestimmt eine bessere. Weg mit Kultur und Geisteswissenschaften, braucht kein Mensch.
Was hatte ich für Diskussionen mit meiner besten Freundin (Biologin): "Philosophie-Studenten kauen nur das wieder, was ein anderer für sie vorher schon mal gedacht hat" - ja, gilt aber für viele andere Fächer auch.
Ohne Blümel jetzt in Schutz nehmen zu wollen, ich kenne mich mit Philosophie nicht aus, ich kann das fachlich nicht beurteilen. Und in der Diplomarbeit muss er auch keine neuen Erkenntnisse erbringen, sondern lediglich den Nachweis, dass er wissenschaftlich arbeiten kann.
Ja, normalerweise gibt man das zum Lektorat - ich hatte gottseidank eine befreundete Germanistin, die mir da drübergeschaut hat.
Danach hab ich das Vorwort geschrieben, und dort prangte dann ein Fehler, der so in den Druck ging (aber nur in der Danksagung, gottseidank).
Ich habe dann für eine Publikation meine Arbeit gekürzt und ins Englische übersetzt für einen Sammelband - da wurde dann nochmal sehr sehr streng lektoriert. Was bin ich froh.Geändert von hawaiianstarline (12.01.2021 um 16:00 Uhr)
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12.01.2021, 15:51Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
https://www.derstandard.at/story/200...efung-behalten
Die Universität gelangte zu dem Schluss, dass Drozda sich zum Teil "tatsächlich von Inhalt und Aufbau her an einer zum Zeitpunkt der Einreichung rezenten deutschen Publikation" orientiert habe, ohne diese als Quelle in hinreichendem Maße auszuweisen. Die Uni Linz hat jedoch entschieden, dass die in der "gesetzlichen Bestimmung normierten Voraussetzungen für eine Aberkennung nicht erfüllt" seien. Das Verfahren wurde daher eingestellt.
Plagiatsprüfer Stefan Weber, der eine umfassende Dokumentation der Paraphrasierungen erstellt hat (siehe PDF links), hält die Begründung der Universität Linz nur für die "halbe Wahrheit": Drozda habe auch unterschrieben, alle "inhaltlich entnommenen Stellen" als solche kenntlich gemacht zu haben. "Das hat er natürlich an vielen Stellen nicht getan", so Weber, "womit er gegen die eidesstattliche Erklärung verstoßen hat."
Offensichtlich ist, dass es sich im gegenständlichen Fall um eine Graubereich handelt. Zum einen hat Drozda nie wörtlich zitiert, sondern paraphrasiert, hat also die Passagen aus der deutschen Dissertation umgeschrieben. Zum anderen stützen sich nur einige Kapitel der Diplomarbeit auf die Dissertation.
Hervorhebungen von mir
hm. Damals gab es keinen großen medialen Hype. Es wurde berichtet und das war´s. Es gab keine Rücktrittsforderungen. Das Ergebnis des Prüfverfahrens wurde abgewartet.
Die Begründung der Uni Linz ist hmpf, grummel naja... diskussionswürdig.
Mir geht es eben auch um diese Ungleichbehandlung durch die Medien.
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12.01.2021, 16:06Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Affare um designierten Staatsoperndirektor Bogdan Roščić weitet sich aus | profil.at
Bogdan Roščić ist mittlerweile 52 und steht vor einer der größeren Herausforderungen seiner an großen Herausforderungen nicht armen Karriere: Der frühere Ö3-Chef und erfahrene Musikmanager (Universal Music, Deutsche Grammophon, Decca, Sony Music Classical) soll mit 1. September 2020 die Nachfolge von Dominique Meyer an der Spitze der Wiener Staatsoper antreten. „Ich freue mich, mit Bogdan Roščić eine Person gefunden zu haben, die herausragend geeignet ist“, schwärmte SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda Ende Dezember vergangenen Jahres und kündigte eine „Neupositionierung der wichtigsten Kulturinstitution der Republik“ an.
Dr. phil. Roščić steht unter Plagiatsverdacht. Er soll das erste Kapitel seiner Dissertation 1988, die sogenannte Einleitung, bei einer damals sechs Jahre älteren deutschen Doktorarbeit abgekupfert haben, und zwar ausgiebig. Dieses erste Kapitel ist neun Seiten lang, fünf davon entsprechen faktisch eins zu eins der Doktorarbeit des deutschen Publizisten Peter Decker
Roščić dürfte nicht nur Deckers Interpretationen zu Adorno abgeschrieben haben. Decker hatte seine Studie in der „Ich“-Form verfasst, die Roščić ebenfalls übernahm – mitsamt der von Decker in den Fußnoten zitierten Literatur.
Der Name Peter Decker wird in Roščić’ Œuvre mit keinem Wort erwähnt.
....Weber auf profil-Anfrage. „Ob neben der Arbeit Deckers weitere Quellen ohne entsprechende Angaben eingearbeitet wurden, kann ich noch nicht beurteilen.“ So oder so habe er selten ein „dreisteres Plagiat“ gesehen. „Dass Herr Roščić sogar Deckers Ich-Form übernommen hat, ist eine Anmaßung, die ihresgleichen sucht.“
Der Fall liegt nun bei der Uni Wien, die ihrerseits eine Prüfung eingeleitet hat – an deren Ende die Aberkennung der Doktorwürde stehen könnte. Was das für Roščić’ neuen Job bedeuten kann, ist unklar. Kulturminister Drozda wollte dazu bisher nicht Stellung nehmen.
Dennoch wurde Roscic reingewaschen
https://www.derstandard.at/story/200...ic-eingestellt
Unser Staatoperndirektor von SPÖ Gnaden
Alle Hervorhebungen von mir
Edit: Medienhype und öffentlich Häme gab es in diesem Fall auch nicht. Es wurde normal berichtet. Und es wurde das (aus meiner Sicht vorhersehbare, ist ja ein SPÖ Liebkind) Ergebnis abgewartet.
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12.01.2021, 16:12
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12.01.2021, 16:17
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Ich habe gerade Doris Knechts wöchentliche Kolumne vom Jahreswechsel gelesen und die fasst alles zusammen, was ich mir auch denke.
Und dann feiern wir das neue Jahr
Und nur für den Fall, dass die Moderation wieder der Meinung ist, Flüchtlingspolitik sei ein "allgemeines Thema" und kein österreichisches: es geht in dem Artikel um die Haltung der ÖVP und leider auch der Grünen.Geändert von hawaiianstarline (12.01.2021 um 16:28 Uhr)
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12.01.2021, 16:38Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Natürlich muss auch ein Operndirektor seine Magister- und / oder Diplomarbeiten korrekt abfassen. Finden sich Fehler und Plagiate gehört das genau geprüft, notfalls Titel aberkannt.
Aber ob Doktor oder nicht, ob Titel oder nicht: ist das relevant, ob er als Opernmanager taugt?
Was kann er schon mehr anstellen, als ein mieses Opernprogramm zu bieten und Publikum zu verlieren. Auch egal, das Defizit zahlt eh der brave Bürger.
Aber als Arbeitsministerin sich weder schriftlich noch mündlich in einem klaren, verständlichen Deutsch ausdrücken zu können, deutet doch darauf hin, dass die Frau Minister für ihre Position weder das nötige Können noch Wissen mitbrachte.
Und ihr relativ rasches, sang- und klangloses Abtreten beweist mMn, dass ihr das nur allzu bewusst war!
Man kann also nicht alles und jedes mit dem gleichen Maßstab beurteilen.
Unleugbar allerdings scheint die Tatsache, dass man heutzutage auf den Unis zwar recht schwierig durch die Aufnahmeverfahren, dann aber doch recht locker zu seinen Titeln, kommt!
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12.01.2021, 16:46Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Tja, der Wähler hat gesprochen!Unser Staatoperndirektor von SPÖ Gnaden
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Ist zu respektieren, wie das Wahlergebnis in NÖ!


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