Hohe CO2-Vorgaben fur Osterreich - news.ORF.at
36 Prozent als Vorgabe für Österreich
Im Kampf gegen den Klimawandel gibt die EU-Kommission den Mitgliedsländern erstmals nationale Ziele bis 2030 zur Reduzierung von Treibhausgasen vor. Die einzelnen Mitgliedsstaaten müssten bis 2030 ihren Schadstoffausstoß in Bereichen wie Land- und Abfallwirtschaft, Verkehr und Gebäude insgesamt zwischen null und 40 Prozent senken. Österreich soll 36 Prozent erreichen.
Wie kann Österreich das erreichen? Vorschläge?
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29.06.2019, 17:03Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
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29.06.2019, 17:06
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Dass Wetter nicht gleich Klima ist, weißt du aber schon, oder?
Falls nicht: Was ist der Unterschied zwischen "Wetter" und "Klima"?
Und weil ich wirklich, wirklich gerne über die Themen sprechen würde, habe ich jetzt noch jedes Faktum verlinkt und belegt.
Vergessen habe ich etwa noch den wirklich eines (Ex-)Bundeskanzlers unwürdigen Auftritt beim BVT-Skandal https://derstandard.at/2000104058715...cht-zustaendig
Und nochmal frage ich: Warum genießt dieser Mensch noch immer so großes Vertrauen bei vielen?
Ich würde das wirklich gerne verstehen.
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29.06.2019, 17:18
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Das größte Problem in Österreich ist nicht wie in Deutschland die (private) Stromversorgung -wir haben (so gut wie) keine Kohlekraftwerke (mehr), aber ein Problem ist die industrielle Nutzung von Strom -die wurde im Klimaplan nicht mitberechnet.
--Natürlich Eindämmen von Individualverkehr (Wasserstoff- Tankstellen zu etablieren, wie es Kurz heute als Ziel nannte, ist ziemlicher Humbug -die Technologie ist noch nicht so weit, dass dieses Netz jemandem -abgesehen von der OMV -nützen könnte), Ausbau von Öffis, Verbilligung der Öffis, Modelle für wenig besiedelte Regionen gibts auch genug.
- Keine weitere Versiegelung (Durch Bauten, aber vor allem durch Straßen, in Österreich!) -einer der größten heimischen CO2-Emmitenten ist die Zementindustrie.
Österreich ist Europameister im Versiegeln von Flächen -keine guten Nachrichten, leider.
Hab noch einiges auf Lager, aber keine Zeit gerade...ich schicks mal vorerst ab.
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29.06.2019, 18:47Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Umweltbundesamt: Bodenversiegelung
....für 2018 ein durchschnittlicher Versiegelungsgrad von 41,2% der Flächen, die als Siedlungs- und Verkehrsflächen beansprucht werden.
Hervorhebung von mir. Dieser Nebensatz erscheint mir wichtig, denn es geht bei dieser Berechnung ausschließlich um die als Siedlung- und Verkehrsflächen beanspruchten Flächen.
Hochgebirge kann gar nicht hochgradig versiegelt werden, diese Flächen werden auch nicht als Siedlung- und Verkehrsflächen beansprucht. In den Tälern gibt es Dörfer, das wars. Die Mittelgebirgslagen sind sehr sehr waldreich, Oberösterreich und die Steiermark bestehen zu einem großen Teil aus Wald.
Land Oberosterreich - Die Waldflache Oberosterreichs
über41 % reiner Wald, da sind die Wiesen und Felder sowie die Seeflächen noch nicht mit dabei.
Oberösterreichs Waldfläche beträgt laut Österreichischer Waldinventur 2000/02 494.000 Hektar, was einem Bewaldungsprozent von 41,2 % entspricht. Gegenüber der letzten Inventur 1992/96 hat die Waldfläche in unserem Bundesland um 2.000 Hektar zugenommen.
Die reine Waldfläche in Oberösterreich hat sogar wieder zugenommen. Ein Anlass zur Freude.
Wald in Osterreich | Waldspiele Steiermark
47, 6 % der Gesamtfläche Österreichs sind mit Wald bedeckt, das sind 3,99 Mio. Hektar. Der Großteil des österreichischen Waldes (81 %) ist in Privatbesitz und wird kleinflächig bewirtschaftet.
Die Steiermark und Kärnten gehören mit 61,6 bzw. 60,6 % an Waldfläche zu den waldreichsten Bundesländern. Im Mittelfeld liegen gemäß der prozentuellen Verteilung Vorarlberg (33,5), Niederösterreich (39,8), Tirol (40,7) und Oberösterreich (41,2), Schlusslichter sind das Burgenland und Wien mit 33,5 bzw. 21,7 %.
Noch waldreicher als Österreich sind nur Finnland mit 75 % und Schweden mit 68% Waldanteil.
Sogar in Wien, einer Großstadt gibt es 21% Waldfläche.
Diese Zahlen sind natürlich bezogen auf die Gesamtfläche Österreichs nicht bezogen auf die als Siedlungs- und Verkehrsflächen beanspruchte Flächen. Auch diese Flächen sind lediglich zu unter 50% versiegelt.
Es hat einen Grund warum Österreich ein so schönes Land ist.
Der Versiegelungsgrad bezogen auf die Gesamtfläche Österreichs hält sich also wie gezeigt in Grenzen.
Umweltbundesamt: Bodenversiegelung
Die Grafik „Entwicklung der Versiegelung in Österreich“ vergleicht ausgehend vom Jahr 2001 als Index die Entwicklung der jährlichen Neuversiegelung (rote Linie) mit der Bevölkerungsentwicklung (blaue Linie). Die grauen Balken stellen die versiegelte Fläche in Quadratmetern je Einwohner dar. Es zeigt sich, dass im Beobachtungszeitraum 2001-2018 bei moderater Zunahme der Bevölkerung (+10%) eine signifikante Steigerung der Neuversiegelung (+24%) erfolgt ist. Seit dem Jahr 2017 hat sich diese Zunahme auf hohem Niveau stabilisiert.
Hervorhebungen von mir
Seit 2017 konnte die Neuversiegelung von Flächen stabilisiert werden. Aus meiner Sicht ist das der erste Schritt in die richtige Richtung. btw. 2017 war Regierungsantritt Kurz ÖVP/FPÖ
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29.06.2019, 18:51Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Vielerorts werden Parkplätze nicht mehr betoniert sondern mit Lochsteinen ausgelegt. In diesen Löchern wächst Gras, Unkraut, angewehte Blumen und Ähnliches, eine Totalversiegelung wird dadurch vermieden. Auch ein Schritt in die richtige Richtung.
In vielen Bundesländern laufen besondere Programme, um Neuversieglung in privaten Bereich zu stoppen.
In Niederösterreich gibt es seit Jahrzehnten die Aktion "Natur im Garten"
Willkommen auf Natur im Garten
Diese Aktion wird von der Landesregierung massiv unterstützt. Für Naturgärten, die viele Bedingungen erfüllen müssen (natürliche Wasserbereich, naturbelassene Wiesenanteile statt Rasen, Insektenhotel, Igelbehausungen etc...) werden Planketten verliehen. Jeden Herbst gibt es den Heckentag Anfang November. Hier kann man sehr günstig einheimische Heckensträucher erwerben. Angeboten werden ausschließlich einheimische Sträucher, die einerseits im Frühjahr als Bienenweide und ganzjährig als Vogelschutzgehölze und Vogelfutterpflanzen dienen.
Das waren jetzt nur zwei Beispiele, die Niederösterreich betreffen.
Eiben und Wildstraucher statt Thujen - Salzburg-Magazin
Darüber hinaus gibt es einige Nationalparke in Österreich
Nationalparks Austria | Nationalparks Osterreich
In diesen Parken darf nichts verändert werden. Totholz muss z.B. liegenbleiben. Das ist für viele Insekten vor allem Käferarten sehr wichtig. Wandern ist erlaubt, man muss allerdings auf den gekennzeichneten Wegen bleiben.
Mir persönlich sind diese Parke an Zahl zu wenig und sie sind zu klein. Im Mühl- und im Waldviertel gibt es weite Waldflächen, die fast unbesiedelt sind. Dort wären Nationalparke ebenfalls sinnvoll . In dieser Gegend haben sich bereits Wölfe angesiedelt, im Waldviertel gibt es derzeit drei beständige Wolfsrudel. Einzelne Wölfe kommen bis ins Wiener Umland.
Auch das Wasserschutzgebiet im Süden Wiens bei Rax und Schneeberg ist derzeit nur Wasserschutzgebiet, hier könnte auch ein Nationalpark errichtet werden.
Sicher gibt es noch Vorschläge für weitere Nationalparke.Geändert von Inaktiver User (29.06.2019 um 19:20 Uhr)
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29.06.2019, 19:16Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Wasserstoff | OMV.at
Da gibt es mal einen Konzern, der sich für zukunftsträchtige saubere Antriebsarten interessiert und auf diesem Gebiet forscht und auch was weiter bringt....... und dann ist es auch wieder nicht recht.
Wer soll denn teure Forschung betreiben, wenn nicht ein (böser?)Konzern, der sich derlei auch leisten kann?
Vielleicht wird es eines Tages Wassersstofftankstellen geben, mal sehen, angedacht darf derlei aber wohl werden und warum das grundsätzlich Humbug sein soll, nur weil die Technochlogie DERZEIT noch nicht ausgereift ist, erschließt sich mir nicht.
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29.06.2019, 19:55
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Natürlich ist es eine gute Sache, wenn auch Konzerne beginnen, ökologisch zu forschen.
Der Haken daran ist aber, dass die OMV Wasserstoff aus Erdgas produziert, und das reduziert den Co2-Ausstoß nicht.
Wasserstoff aus (Überschuss- )Strom produziert könnte hingegen irgendwann Sinn machen.
Aber selbst dann muss man den Sicherheitsaspekt beachten, auch die Logistik ist noch nicht ausgereift.
Und letztlich: Was bringt es dem kleinen Österreich, jetzt sofort das Wasserstofftanknetz flächendeckend zu installieren, wenn es in ganz Europa kaum noch Fahzeuge gibt, die damit fahren würden?
E- Mobilität hat einige Haken, ist aber betriebsbereit und der Ausbau das Ladenetzes wäre eine weitaus kostengünstigere und sinnvollere Investition zur Zeit.
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29.06.2019, 20:03
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Zu Natur im Garten: Kenne ich, finde ich großartig! - Ich kenne einige Gärten in Niederösterreich und auch Leute, die schon lange in dem Bereich arbeiten - so eine tolle Sache!
Gibts jetzt übrigens auch in der Steiermark.
Und die Naturparks! Ja,,,, sooo schön!
Ich finde auch zb. die Zusammenarbeit von Ja natürlich mit dem Nationalparks sehr gescheit. - Keine Frage, es gibt Bereiche (vor allem in Sachen ökologischer Landwirtschaft), da hat Österreich echtes Glück -wie auch mit der Wasserkraft.
Leider hat sich die letzte Regierung gerade im Bereich des Ausbaus der erneuerbaren Energie nicht gerade Lorbeeren verdient (die davor, muss ich zugeben, aber auch nicht immer ). Da hätte, zb. in Sachen Windenergie, mehr geschehen können.
Aber wie gesagt: In Bezug auf Strom stehen wir ganz passabel da.
Leider IST Österreich trotzdem Europameister im Versiegeln der Fläche, wusste ich auch noch nicht so lange.....
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30.06.2019, 04:01Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Ökostromnovelle der letzten Regierung ÖVP/FPÖ erinnern.
Ziel war die Erhaltung von Biomasseanlagen bei zeitgleicher Entlastung einkommensschwacher Haushalte.
Okostromnovelle entlastet einkommensschwache Haushalte und sichert regionale Wertschopfung | Steirische Volkspartei, 07.02.2019
Im Parlament wurde Ende Jänner eine Änderung des Ökostromgesetzes beschlossen, die neben einer Entlastung für einkommensschwache Haushalte auch den Erhalt von Biomasse-Anlagen betrifft. Dem stellt sich nun die SPÖ entgegen und kündigte für die kommende Sitzung des Bundesrates ein Veto gegen das neue Gesetz an.
......regionale Wertschöpfung und die Sicherung von rund 6.400 Arbeitsplätzen in Österreich durch die Fortführung der Förderung hin
Konkret ging es um die staatliche Förderung von Biomasseanlagen. Dadurch wäre die Erzeugung von Ökostrom gefördert worden, Arbeitsplätze gesichert worden und einkommensschwache Haushalte gefördert worden.
Die SPÖ hatte im Bundesrat eine Vetomehrheit und nutzte diese, um die Ökostromnovelle der alten Regierung zu Fall zu bringen.
„Mit einem Veto gegen das Gesetz im Bundesrat würde die SPÖ den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und den Import von ausländischem Kohle- und Atomstrom in Kauf nehmen. Dafür habe ich kein Verständnis.“ Irritiert vom angekündigtem Veto zeigt sich auch Bundesrat Ernest Schwindsackl, der nicht verstehe, warum die SPÖ nun gegen ihr eigene Forderung stimmen wolle: „Die Novelle umfasst auch eine SPÖ-Forderung – die Kostenbefreiung von Ökostrombeiträgen für einkommensschwache Haushalte –, daher ist es für mich unverständlich, warum nun so massiv gegen dieses Gesetz gearbeitet wird.“
Es wurden also sehr wohl Vorschläge der SPÖ aufgenommen und auch umgesetzt, ein Nichtreden und Nichteinbeziehen sieht wohl anders aus. Die SPÖ stimmte dagegen und somit auch gegen ihren eigenen Vorschlag und jetzt wird der alten Regierung vorgeworfen zu wenig für Ökologie getan zu haben.
Das hat schon was Perfides an sich.
Startseite | Landwirtschaftskammer - Startseite
Mit großer Verwunderung und Enttäuschung nimmt der Österreichische Biomasse-Verband die heutige Ablehnung der Ökostromgesetz-Novelle zur Kenntnis. Vor allem die unsachliche Argumentation der Entscheidung der SPÖ-Bundesräte ist nur mit politischem Kalkül erklärbar. Dadurch wird nicht nur regionale Wertschöpfung und Volksvermögen unnötig vernichtet, sondern es werden auch die parteieigenen SPÖ-Gemeinden und -Bürgermeister, wo zwei Drittel der betroffenen Biomasse-Kraftwerke installiert worden sind, vollkommen im Stich gelassen.
"Dass die SPÖ-Bundesräte geschlossen ein Gesetz verhindern, das den Weiterbetrieb voll funktionstüchtiger Holzkraftwerke sichern sollte, ist unverständlich. Es ist völlig klar, dass bei steigendem Strombedarf noch mehr Atomstrom aus dem benachbarten Tschechien importiert werden muss, wenn man durch derartige Beschlüsse die Erzeugung von umweltfreundlichem und nachhaltig produziertem Strom in Österreich abdreht.
Im April kam es dann doch noch zur Durchsetzung
NR: Biomasseforderung und Okostromnovelle beschlossen - news.ORF.at
Die Ökostromnovelle und die Biomasseförderung sind heute vom Nationalrat beschlossen worden. Durch Letztere, die im Bundesrat am Veto der SPÖ gescheitert war, sollen Ökostromanlagen auf Basis fester Biomasse bzw. von Abfällen mit einem hohen biogenen Anteil weiter gefördert werden. Sie wurde mit den Stimmen der Koalitionsparteien abgesegnet.
Durch das Biomasseförderung-Grundsatzgesetz werden die Länder als Ausführungsgesetzgeber verpflichtet. Als Mehraufwendungen für die Förderung setzt der Entwurf Kosten in der Höhe von 51,985 Mio. Euro an. Damit sollen 47 Biomassenanlagen vor der Schließung bewahrt werden.
Zudem wurde die Befreiung einkommensschwacher Haushalte vom Ökostromförderbeitrag gegen die Stimmen von NEOS mit Zweidrittelmehrheit beschlossen. Voraussetzung dafür ist, dass das Haushaltseinkommen den geltenden Ausgleichszulagenrichtsatz nicht um mehr als zwölf Prozent übersteigt.
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30.06.2019, 04:03Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Windfakten -
Ende 2018 erzeugten 1.313 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.045 Megawatt sauberen und umweltfreundlichen Strom für über 1,9 Mio. Haushalte; das sind mehr als 50 Prozent aller österreichischen Haushalte.
Mehr als 50% aller Haushalte können mit Windernerergie mit Strom versorgt werden. Hinzu kommen die Biomassekraftwerke und in Österreich natürlich die Wasserkraftwerke.
Es gib in Österreich kein einziges Atomkraftwerk.
Kreisky/SPÖ hatte eines bei Zwentendorf bauen lassen. Als es eingeschaltet werden sollte gab es eine von der ÖVP initierte Volksgegenbewegung. Diese war erfolgreich und die Anlage in Zwentendorf ist seither eine der teuersten Ruinen im Land.
So geschehen bereits 1978
AKW Zwentendorf - ein AKW das nie in Betrieb ging
So viel erstmal zu den erneuerbaren Energien....
Geändert von Inaktiver User (30.06.2019 um 04:13 Uhr)


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