Es wird sicher kein Problem dort sein, wo ein gutes Einvernehmen zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmer besteht, der AG Verständnis und Respekt der persönlichen Lebensumstände seiner Angestellten hat. Dort, wo der AG diese nicht aufbringt, der AN aber auf gerade diese Beschäftigung angewiesen ist, wird es auch keinen Schutz vor Schikanen geben. Da wird eben zähneknirschend auch die unpassendste Überstunde geleistet werden.
Magdalena, das Interview mit S. Kurz in allen Ehren, aber was bitte sollte er schon anders sagen? Darf es nicht hinterfragt werden, weil er nun mal BK ist? Und das nicht alles so eitel Wonne ist, wie er und die türkis- blaue Regierung es uns weis machen wollen, ist nicht nur die Meinung der Grün-rot - linken Opposition, mit der ich mich auch nicht verbrüdern möchte.
Vielleicht liest du im Gegenzug mal den Artikel aus dem Standard (ja, ich weiß, der ist auch schon links-versifft (!)
https://derstandard.at/2000092705078/Mindestsicherung-Kritik-kirchennaher-Verbaende-NGOs-und-Gewerkschaft
Habe übrigens kürzlich ein Interview mit Strache. gesehen, in dem er NGO´s mit Schleppern gleich setzt. War in einem Servus TV Talk Spezial,
https://www.servus.com/de/p/HC-Strache-im-Talk%3A-Seine-wichtigsten-Aussagen/SA002HIS/
Also, Lebensrettung mit Schlepperwesen gleich zu setzen, da hört für mich der Spaß auf. Es geht schließlich um Menschen und Menschenleben.
Dazu gehört schon ganz schön viel Menschenverachtung. Und die "christlich"-soziale VP springt immer mehr auf dieses Denkmuster auf.
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30.12.2018, 18:45
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
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30.12.2018, 19:15
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Die neue Regelung der Mindestsicherung benachteiligt Menschen mit mehreren Kindern. Das zeigt ja gerade, dass der Regierung nicht "jedes Kind gleich viel wert" ist.
Was Kinder von ausländischen Pflegekräften anbelangt, sind deren Kinder eben auch nicht gleich wie Kinder von österreichischen Eltern, wo auch immer sie sich befinden.
Auf die Neuregelung der Pflege im kommenden Jahr darf man mal gespannt sein.
Warum stellen Menschen in Ö überhaupt ausländische Pflegekräfte an? Weil sie wollen, dass alte Menschen nicht in Heime abgeschoben werden, sondern im vertrauten Umfeld bleiben können. Angehörige können diese Aufgabe aber oft nicht übernehmen, weil sie berufstätig sind. Und inländische Pflegekräfte sind keine zu finden.
ich lehne es strikt ab, das österr. Sozialsystem auszunutzen. es stimmt, es gibt auch eine ganz erhebliche Zahl an Österreicher/innen, die arbeitsfähig, aber nicht arbeitswillig sind. Sie leben aber nicht nur von der Notstandshilfe bzw. im neuen System von der Mindestsicherung, sondern haben bereits Vermögen / Erbschaft. Ich kenne einen solchen Fall. Diese Sonderfälle müssten aber ohne großen Aufwand aus dem System heraus gefiltert werden. Dafür sind die Sozialleistungen nicht gedacht, und die Gesellschaft sollte damit auch icht belastet werden.
Aber: die Leistungen sollten denen zustehen, die schuldlos an ihrer Notlage sind. Eine Familie mit Kindern, die durch Krankheit oder Tod eines Elternteils ohne Einkommen dastehen. Alleinerzieherinnen, die nur geringfügig oder gar nicht erwerbsfähig sind usw.
Armut in Österreich gibt es, und jene, die in Ö leben, ob hier geboren oder zugewandert, haben Recht darauf, wenigstens das Notwendigste zum Leben zu haben.
Ständig nur im Bestreben zu handeln, den "bösen" Ausländern und Migranten "das Hackl ins Kreuz zu hauen"
, ist eines humanen Rechtsstaates nicht würdig.
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31.12.2018, 10:51Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Liebe honey,
es freut mich, dass du Sozialbetrug auch nicht gut findest.
Aber ansonsten frage ich mich, ob du meine posts überhaupt liest.
Alleinerziehende in der Mindestsicherung sind die Einzigen Bezieher dieser Leistung ,die in Zukunft mehr bekommen werden!
Der Mehrkinderzuschlag: Jeder weiß, dass zusammenwohnen billiger kommt als allein zu wohnen. Das dritte Kind verursacht nicht mehr die gleichen Kosten wie das erste Kind. Das Dritte trägt die Kleidung auf, liegt im Gitterbett in dem schon Geschwisterchen Nummer 1 und Nummer 2 gelegen haben etc......... Man braucht auch nicht standa pede für jedes Kleinsi ein eigenes Zimmer und muss daher eine große Wohnung anmieten oder kaufen. Auch die Stromkosten teilt man sich auf, statt einem Kind sitzen nun drei Kinder unter ein und derselben Glühbirne.... etc. etc......
Es ist daher gar nicht notwendig für das dritte Kind den gleichen Betrag aufzuwenden, wie für das Erste...... und daher ist es nur folgerichtig, wenn der Staat dies nicht auch tut. Das gilt übrigens für alle Kinder für Bioösterreicher-Kinder genauso wie für alle anderen.
Es kommt mir wirklich so vor, als würden weite Bevölkerungsanteile nur danach trachten, was sie alles zu beanspruchen hätten, ganz im Sinne des roten Slogans: Holt euch, was euch zusteht.
Ja...... was steht einem denn zu? Das ist dann frei interpretierbar und wenn der Staat nicht für ein sorgenfreies arbeitsfreies Leben sorgt, dann ist der Sozialabbau eben böse.
Und in einem Punkt sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich denke mir, das auch Menschen die schuldhaft in eine prekäre finanzielle Situation gelangt sind, Anspruch auf Leistungen haben sollen, solange diese ernsthaft ihre Situation wieder ändern wollen, arbeitswillig sind (wenn sie arbeiten können) bzw integrationswillig sind.
Was "das Notwendigste" beinhaltet, darüber kann man trefflich streiten. Einige meinen, dass dazu ein Bett im Warmen, Essen, sanitäre Einrichtungen, medizinische Grundversorgung und Kleidung gehören. Andere halten Schwimmkurse und Öffinetzfreikarten für ganz Wien ebenfalls für "das Notwendigste".
Dein letzter Satz ist eine böse Unterstellung.
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01.01.2019, 10:29
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Hast du schon einmal versucht, mit 863 bzw. 563 Euro im Monat zu leben? Du weißt natürlich, wie hoch die Mietkosten in Österreich sind...
Da bleibt nicht mehr viel Geld übrig. An Schwimmkurse etc. ist dabei wohl auch kaum zu denken, sondern nur daran, wie man es schafft bis zum Monatsende irgendwie über die Runden zu kommen.
Wir beide können und müssen uns das zum Glück nicht vorstellen. Möge es so bleiben!
Ich wünsche dir trotzdem ein gutes neues Jahr!
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01.01.2019, 13:12Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Schwimmkurse und Öffinfreinetzkarten sollten von der öffentlichen Hand bezahlt werden. Und das waren nur zwei Beispiele, die ebenfalls für das Allernotwendigste gehalten wurden.
Außerdem muss individuelle Unterbringung ja nicht unbedingt sein. In Frauenhäusern oder Obdachlosenheimen oder für Soldaten in Kasernen und co gibt es derlei ja auch nicht. Wer individuelle wohnen will, zahlt halt auch die entsprechende Miete. Das ist normal. Außerdem gibt es die Möglichkeit Wohnbeihilfe zu beantragen.
Fragen und Antworten zur privaten Unterbringung | Asylwohnung.at - private Unterbringung
Die Hürden für Asylberechtigte sind allerdings höher als jene für Bioösterreicher. Trotzdem gelingt es vielen günstigen Wohnraum zu ergattern. Mittlerweile sind die Wiener Gemeindebauten gefüllt mit Asylberechtigen und Leuten mit Migrationshintergrund. Durch den Flüchtlingszustrom hat sich die Konkurrenz auf dem Billigsektor verschärft und der Verteilungskampf hat längst begonnen. Da hilft auch keine rosarote Sozialromantikerbrille, das ist leider Fakt.
Und du vergisst die vielen goodies, die an den Sozialleistungen dranhängen.
Wenn ich mir eine einzige Packung eines Medikamentes aus der Apotheke hole zahle ich Euro 6,- je Packung. Mindestsicherungsbezieher, Asylberechtigte, Menschen die Asyl beantragt haben.... etc.... zahlen nichts.
Es muss auch keine Stromgrundgebühr bezahlt werden, auch die Rundfunkgebühr entfällt. Der Tagsatzung für den Tag Spitalsaufenthalt entfällt ebenfalls. und und und..... All das müssen solche Leute eben nicht bezahlen und stellt daher auch ein nicht zu unterschätzendes "Einkommen" dar. Darüberhinaus gibt es private Spendenaktionen und viele Menschen, die Flüchtlingen Geschenke machen, sei es Kleidung, Schulsachen für die Kinder, Waschmaschinen, Kaffeemaschinen etc......... All das, was wir bezahlen müssen, erhalten sie oft geschenkt. Soll sein. Kann ja jeder mit seinem Geld und seinen Sachen machen, was er will.
Also ein Auskommen haben diese Leute sehr wohl. Und wenn es so furchtbar ist, warum ist dann oder war zumindest Österreich neben Schweden und Deutschland eines der Zielländer Nummer eins? Weil es hier so schrecklich ist? Oder doch eher , weil es hier so angenehm ist.
Die Diskussion wird übrigens von deinesgleichen immer wieder auf die Migration und die Flüchtlinge gedreht.
Es gab viele Themen im letzten Jahr. Eines der Größten war die Zusammenlegung der Krankenkassen und die Schwierigkeiten rund um die AUVA. Auch das Bildungsthema und das Schulsystem war ein Thema, das breit diskutiert wurde. Das aber interessiert keinen am linken Rand. Damit lässt sich auch weniger emotionalisieren.
Es gibt nicht nur einen Rechtspopulismus, es gibt auch einen Linkspopulismus, dem genügend Leute auf den Leim gehen.
Magdalena
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01.01.2019, 15:51
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Magdalena, ich versuche hier auch mal meine Meinung klar zu legen, die eben von deiner Verehrung für den Herrn Kurz und alle seine Reden und Aktionen etwas abweicht.
Ich habe auch nicht, wie du schreibst, wieder die Diskussion auf die Flüchtlinge und Migration gedreht, das warst du in diesem Fall selbst.
Ich verwehre mich dagegen als " am linken Rand" bezeichnet zu werden. Ich kritisiere einiges, was in dieser Regierung so ab geht, v.a. gegen offenen (FPÖ) oder verdeckten (ÖVP) Rassismus, gegen Einteilung in Menschen 1. und 2. Klasse. Ich kritisiere Schwachpunkte in der Mindestsicherung, das völlige Übergehen der Sozialpartner und anderes mehr.
Das ist meine Meinung nicht als politisch Links-Stehende, sondern als denkender Mensch, der in einer Zeit sozialisiert wurde, als Weltoffenheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit nicht linkspopulistisch, sondern allgemein anerkannte Werte waren.
Sorry, eine Diskussion ist hier nicht zielführend. Deine Beiträge lesen sich wie die Homepage des Herrn Kurz, der sich hier selbst auf die Schulter schlägt.
Nicht, dass ich alles, was er tut, schlecht finde. Aber es ist eben auch nicht alles toll, nur weil er es jetzt gegen jeden Widerspruch durchpaukt.
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01.01.2019, 15:57Inaktiver User
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01.01.2019, 16:03Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Es tut mir leid, dass du eine andere Meinung nicht auszuhalten scheinst.
Aus meiner Sicht werden die Menschen NICHT in 1. und 2. Klasse eingeteilt.
Aus meiner Sicht, ist es richtig, dem Sozialbetrug nicht weiter Vorschub zu leisten sondern diesen einzudämmen.
Aus meiner Sicht gab und gibt es sehr viele andere Themen, die im letzten Jahr breit und durchaus kontrovers diskutiert wurden.
-Arbeitszeit
-Krankenversicherungen
-Schulthema
Aus meiner Sicht ist die Entmachtung der Sozialpartner wünschenswert, sie blockierten das Wirtschaftswachstum, was uns allen schadete. Dass den Exponenten dieser Soazialpartnerschaft das nicht gefällt und sie daher dagegen polemisieren ist menschlich nachvollziehbar.
Weltoffenheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit werden in Österreich nach wie vor gelebt, sowohl politisch als auch privat. Es ist - wieder aus meiner Sicht - ein böse Unterstellung zu behaupten, dem wäre nicht so.
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01.01.2019, 17:28
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01.01.2019, 18:45


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