Liebe Honey,
du hast behauptet, dass in Österreich Sozialabbau betrieben wird. Bitte belege diese Behauptung.
Du hast auch behauptet bzw mit deinem (noch) unterstellt, dass die Demokratie in Österreich in Gefahr wäre. Bitte belege diese Unterstellung.
Du schreibst "fast die Hälfte der Bevölkerung hat keine der regierenden Parteien gewählt". Bitte belege das, wer soll das sein? Wie kommst du angesichts des Wahlergebnisses zu dieser Aussage.
Wenn es der Wirtschaft besser geht, dann ist das gut für die Konjunktur, und dann gibt es mehr Arbeitsplätze und weniger Menschen müssen alimentiert werden, woraus sich wieder ein benefit ergibt.
Du behauptet, dass ein größerer Teil derer, die die ÖVP gewählt haben, nicht automatisch für eine Regierungsbeteiligung der FPÖ sind. Das mag ja sein aber kannst du diese Behauptung belegen.
Und selbst wenn es zutreffen sollte, ist unsere Regierung demokratisch gewählt und demokratisch gebildet worden. Das ist nun mal so. Und es ist zu respektieren. Ich muss auch mit einem Bundespräsidenten leben, den ich nicht gewählt habe und nicht als BP wollte. Die demokratische Wahl hat anders entschieden. Das ist halt so.
Was sagst du zu Christian Kerns Abgang?
Hast du gelesen, dass Sigi Maurer, von der in diesem Strang schon die Rede war (zeigte Stinkfinger anlässlich des durch den Ausgang der Nationalratswahl erzwungenen Auszuges aus dem Parlament) als Ex-GrüneNationalratsabgeordnete wegen übler Nachrede verurteilt wurde? (Immunität aufgehoben)
Was meinst du zu Glawischnigs neuer Beschäftigung bei Novomatic, dem Glückspielkonzern. Aus meiner Sicht eine eher seltsame Berufswahl für eine ehemalige grüne Spitzenkandidatin, die jahrelang gegen das Glücksspiel politisch vorgegangen ist und für die "die Konzerne oder gar die Großkonzerne" ein böses Reizwort war..
Ach ja und Peter Pilz ist in die Politik zurückgekehrt.
Magdalena
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10.10.2018, 20:32Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
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11.10.2018, 14:02
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Liebe Magdalena!
Es amüsiert mich irgendwie, wie du scheinbar versuchst mich in eine bestimmte Lade zu stecken - überzeugte Sozialdemokratin? Grüne? Pilz - Wählerin? .NEOS - Sympathisantin? ....
Wenn ja, dann muss sie ja auch alles gut finden, was irgendeine Person dieser Parteien jemals irgendwann tut / äußert...
Sorry, so einfach ist das nicht.
Die oben genannten Optionen treffen allesamt nicht zu.
Um alle deine Fragen zu beantworten, bräuchte ich viel Zeit, die ich im Moment nicht habe.
Nur kurz: die Regierung steht offensichtlich fast ausschließlich auf Seiten der Unternehmer. Vom "freiwilligen" 12-Stunden - Tag, der "freiwilligen" 60 - Stunden Woche angefangen über die "tolle" Aufstockung von Niedrigsteinkommen um nicht mal ganze 30 Euro usw.
Kerns Abgang bedauere ich, ich halte ihn für einen fähigen Politiker, die Art und Weise, wie er sich abgeseilt hat, finde ich nicht ok.
Sigi Maurer wurde nachweislich sexuell belästigt, ihr "Fehler" war, dass sie den Verursacher nicht mit 100%iger Sicherheit beweisen konnte, und wegen Rufschädigung geklagt wurde. Wie das Verfahren ausgeht, ist bis dato nicht geklärt.
Eva Glawischnig war ebenfalls Opfer zahlreicher Beleidigungen und Angriffe, ihr Abgang aus der Politik ist für mich verständlich. Aber auch sie braucht ein gesichertes Einkommen, und es steht mir nicht zu ihre Berufswahl zu kritisieren.
Aber ich gebe dir Recht, nicht alles ist wirklich perfekt, in keiner Partei.
Ich finde auch manches in der derzeitigen Regierung nicht so schlecht, anderes wieder umso mehr.
z.B. Deutschklassen einzurichten, um Neuankömmlingen die notwendigen Sprachkenntnisse zu ermöglichen, um dem Unterricht zu folgen, finde ich z.B. ok.
Womit ich aber gar nicht kann:
Dass sich die FPÖ nicht von ihrem nationalsozialistischen Background trennen kann, dass Menschen in "schützenswerte Menschen" und "nicht schützenswerte Menschen" eingeteilt werden, dass sich die Sprache immer mehr radikalisiert, dass aus Toleranz und Weltoffenheit Abschottung und Fremdenfeindlichkeit wird, dass Medien, die auch mal kritisch gegenüber der Regierung berichten, ausgegrenzt und als "Lügenpresse" verunglimpft werden, dass gegen antidemokratische radikale Strömungen äußerst lasch vorgegangen wird, dass auch bereits gut integrierte Flüchtlinge während ihrer Ausbildung abgeschoben werden u.v.m.
Ich weiß, Österreich ist nicht das einzige Land, in dem ein Rechtsruck vor sich geht. Es scheint, dass einige Prozent muslimischer Zuzug in den Menschen völlige Panik auslöst, sie sich dermaßen bedroht fühlen, dass nach mehr Kontrolle und Führung geschrien wird. Erst wenn wir wieder eine Diktatur haben wie in etlichen Ländern vorgezeigt, wird vielleicht ein Nachdenken einsetzen.
Es ist auch m.M.n. klar, dass es im Interesse gewisser Weltmächte ist, ein einiges starkes Europa zu verhindern, und den Nationalismus zu unterstützen. Lese dazu gerade ein Buch " Der Weg in die Unfreiheit - Russland Europa Amerika" von Timothy Snyder.
Es gäbe noch viel hier zu schreiben, aber wie gesagt, fehlt mir grade die Zeit dafür.
Ich wollte diese Regierung nicht, aber ich akzeptiere die demokratische Wahl.
Für mich persönlich gibt es außer der der für mich unmöglich zu wählenden FPÖ in jeder Partei Positives und Negatives, so dass ich mich eben für das im Moment geringste Übel entscheiden muss. Das ist sicher keine Partei, deren führende Köpfe sich die Ideen der FPÖ zu eigen machen, um nicht ganz unter zu gehen.
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12.10.2018, 12:26Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
honey,
ich versuche mitnichten , dich in irgendeine Ecke zu stellen. Ich versuche Anküpfungspunkte für eine Diskussion zu geben.
Leider ist dies nicht gut möglich. Du stellst eine Behauptung und manchmal auch Unterstellung nach der anderen auf ohne diese zu belegen. Auch mehrmaliges Nachfragen nützt da nichts.
Schade, aber so wird das nichts
Magdalena
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12.10.2018, 16:49Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
In Wien müssen die Klingelschilder ausgetauscht werden, denn der Name auf den Schildern verstößt gegen die DSGVO.
Ich habe geschaut, heute ist nicht der 1. April.
Osterreich: Wiener mussen wegen Datenschutz Klingelschilder entfernen | ZEIT ONLINE
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20.10.2018, 19:51
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Kurz geht seinen Weg
Glauben Sie, dass die Kluft zwischen denen, die das nicht gut finden, und denen, die es für notwendig halten, immer größer wird?
Das glaube ich nicht. Ich glaube, dass wir in Österreich eine starke Mitte haben und die neue Volkspartei ist die starke Kraft der Mitte, die sich mit ihrer Haltung in der Migrationsfrage in Europa durchgesetzt hat.
Ich bin vor drei Jahren in Brüssel massiv für diese Haltung kritisiert worden, im Juli wurde von allen 28 Regierungschefs genau das, was ich immer gefordert habe, beschlossen.
Als ich zum ersten Mal gesagt habe, NGOs dürfen im Mittelmeer nicht mit Schleppern kooperieren und man muss genau hinsehen, was die dort tun, bin ich massiv angegriffen worden.
Heute fordert das der maltesische Premierminister, der ein Sozialdemokrat ist.
Viele haben ihre Position aufgegeben und sich unserer realistischen Position angeschlossen.
Diese Woche hat Sie sogar der Caritas-Chef gerügt.
Regelmäßig.
Die Kürzung der Mindestsicherung vergrößere die Armut in diesem Land. Macht Sie so was nachdenklich?
Ich versuche immer, meine eigene Politik auch zu hinterfragen, aber bei der Kürzung der Mindestsicherung für Zuwanderer bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das der richtige Weg ist.
Aus drei Gründen.
Zum ersten: Österreich ist ein starker Sozialstaat und der kann nur aufrechterhalten werden, wenn Menschen nicht unbeschränkt in diesen zuwandern können.
Zum zweiten halte ich es für ungerecht, wenn Menschen, die noch nie in Österreich einen Beitrag geleistet haben, gleich viel oder mehr bekommen wie Menschen, die ihr Leben lang in Österreich gearbeitet und ihren Beitrag erbracht haben.
Und zum dritten: Sozial ist, was stark macht, und nicht, was in Abhängigkeit hält.
und nicht vergessen,
Auch für zugewanderte Flüchtlinge?
Für jeden, der legal hier lebt.
Aber ich sage noch einmal: Ein soziales Netz funktioniert dann, wenn möglichst viele in dieses einzahlen. Wenn es aber für alle Menschen dieser Welt offensteht, dann werden wir es nicht in dem Ausmaß aufrecht erhalten können, wie wir es kennen und schätzen.
wollen wir wirklich so ein Sozialsystem wie zb in den USA ?
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20.10.2018, 20:19Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Inwiefern ist ein Vergleich mit den USA vertretbar? Ich kann dich da beim besten Willen nicht nachvollziehen.
In den USA erhält irgendwer eine Art von Mindestsicherung ohne je gearbeitet zu haben + goldiges, die dazugehören? In den USA hat jeder Anspruch auf medizinische Hilfe state of the art, d.h. jeder Sandler (=Penner) hat Anspruch auf eine HerzOP so er diese benötigt?
Erstaunt bin
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15.12.2018, 22:16Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Großdemo in Wien am dritten Adventsamstag. Die Innenstadt lahm gelegt.
17.000 Demonstranten legten die Wiener City lahm | krone.at
Auch die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI) hat sich dem Protest am Samstag angeschlossen. „Wir bilden gemeinsam einen Regenbogen-Block und sagen laut und klar: Unser Österreich steht für Vielfalt und Akzeptanz", wurde angekündigt. Eines müsse Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) klar werden: „Unsere Farben strahlen heller!“
Und die neue Regierung hat erst vor kurzem die HOMOEHE gesetzlich festgelegt.
Den lokalen Handel traf die heutige Demonstration in Wien besonders hart. „Der Ring wurde heuer mittlerweile zum 80. Mal gesperrt. Gut eine Woche vor Weihnachten kann man von einem Amazon-Förderungsprogramm sprechen“, wetterte Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Das Demonstrationsrecht sei wichtig und richtig, aber nicht in einer derart extensiven, geschäftsschädigenden Form auf Kosten mittelständischer Unternehmer. „Es muss einfach eine bessere Lösung als die gegenwärtige geben“, so Will.
Hervorhebungen von mir
Behinderungen im Offinetz am 15.12. wegen Demo | Aktuelle Meldungen | Informationen | Fahrgastinfo | Wiener Linien
Viele Wiener Öffilinien waren gesperrt
googelt mal ein paar Bilder der Demo, dann bekommt man einen Eindruck von den Teilnehmern. Rednerin der Abschlusskundgebung eine Grüne, die aus gutem Grund abgewählt worden waren.
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15.12.2018, 23:57
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Unsere Farben strahlen heller?
Nach "wir sind mehr" scheint der Komparativ ja DAS Ding in der Demokultur zu werden. Warum nicht einfach: Wir sind viel toller? *kopfschüttel*Geändert von Butterblume (16.12.2018 um 00:06 Uhr)
flying is the art of falling to the ground without touching
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16.12.2018, 09:07Inaktiver User
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Das demokratiepolitisch Bedenkliche ist: Sie sind gar nicht mehr. Eine Minderheit tyrannisiert die Mehrheit. Die Regierung Kurz/Strache erfreut sich lt Umfragen größerer Beleibtheit als zur Zeit der Wahl vor einem Jahr.
Kurz und Strache im stabilen Hoch | kurier.at
33 Prozent würden derzeit der Volkspartei ihre Stimme geben – bei der Nationalratswahl waren es 31,5 Prozent. Die FPÖ würde laut KURIER-OGM-Umfrage derzeit 25 Prozent erhalten, das Ergebnis der NR-Wahl mit 26 Prozent knapp nicht erreichen.
Umfrage: Gute Noten fur Kurz, Strache schneidet massig ab << DiePresse.com
Könnte man den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 44 Prozent aktuell für den Amtsinhaber aussprechen. 27 Prozent würden seinen Vorgänger Christian Kern (SPÖ) wählen; Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) wäre nur für acht Prozent der Befragten die Wahl bei der Bundeskanzlerfrage.
Vor allem bei älteren Befragten schneidet Kurz gut ab. 52 Prozent von ihnen würden sich für ihn entscheiden. Bei den Jungwählern ist das Bild ein anderes: 33 Prozent der Unter-30-Jährige würden Kurz direkt wählen.
Ein Jahr Turkis-Blau: OVP bei 34 Prozent, FPO stabil | kurier.at
Ein Jahr später schreibt die ÖVP-FPÖ-Regierung gleichsam Geschichte: Entgegen den Umfragewerten von Vorgänger-Regierungen und trotz umstrittener Reformen wie Arbeitszeitflexibilisierung alias 12-Stunden-Tag erfreuen sich die Koalitionspartner anhaltend hoher Beliebtheit.
Während die Freiheitlichen als Juniorpartner ihre Stimmen laut KURIER-OGM-Umfrage quasi halten (26 Prozent) legt die Volkspartei im Vergleich zur Wahl zu. Derzeit würden 34 Prozent der Wähler bei Türkis ihr Kreuz machen – das sind 2,5 mehr als bei der Wahl 2017.
Weit mehr als die Hälfte der 802 Befragten – 58 Prozent – ist mit der türkis-blauen Regierung derzeit zufrieden (21 Prozent „sehr zufrieden“; 37 Prozent „eher zufrieden“).
Hervorhebungen von mir gesetzt.
Wer ist also mehr?Geändert von Inaktiver User (16.12.2018 um 09:28 Uhr)
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16.12.2018, 11:09
AW: Tu felix Austria - Österreichische Tagespolitik
Es ist in einer Demokratie aber auch gestattet, seine eigene Meinung oder die Meinung einer Minderheit öffentlich kund zu tun.
Das umso mehr, dass diese Kundgebung vollkommen friedlich vonstatten ging.
Dass der Handel über solche Aktionen nicht begeistert ist, verstehe ich schon.
Aber dass nicht ALLE Österreicher/innen deine Meinung über die neue Regierung teilen und das auch zum Ausdruck bringen, solltest du auch akzeptieren können.
Diese akzeptieren ja auch, wie die derzeitige Regierung nicht unbedingt zum Vorteil eines Teiles der Bevölkerung agiert, und dass ständige Ausrutscher der FPÖ ohne Konsequenzen bleiben (BVT - Ausschuss, Landbauer, Waldhäusl etc).


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