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  1. Moderation

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    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Das ist ja wie beim Familienfest: Onkel Otto und Onkel Heinz (Geschwister der Großeltern) in erbitterter Debatte um "WK zwo". Beide Veteranen knallten sich Erlebnisse und Historisches um die Ohren, jeder aus seiner Weltsicht. Dass es 30 Jahre nach Kriegsende Bundeswehr und nicht mehr Wehrmacht hieß, hatten sie nie verinnerlicht ...

    Natürlich braucht's Verstehen und Aufarbeitung, was sich am Geist von damals in den heutigen Soldaten vererbt hat und da noch weiterspukt. Das Problem soll auch nicht kleingeredet, sondern behandelt werden. Aber: Die Wehr von heute hat noch ganz andere Baustellen: Image-Verlust, Nachwuchssorgen, veraltetes Gerät, wieder echte Kriegseinsätze, Krieg in Cyber-Zeiten, chronischen Geldmangel, organisatorische Probleme - und Kasernen, die dem 21. Jahrhundert auch nicht mehr angemessen sind.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  2. 08.05.2017, 18:31

    Grund
    OT

  3. Inaktiver User

    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Armeen haben grundsätzlich der politischen Führung zu folgen, das gilt für die Wehrmacht genauso wie für die Bundeswehr.
    Das bedeutet aber nicht automatisch man steht komplett in der Tradition der Armee, die unter der politischen Führung eines Gröfaz trotz geschlossener Verträge in die Nachbarstaaten einfällt, um Land für das Land gewaltsam zu gewinnen, das sich als Volk ohne Raum fühlte.
    Natürlich gibt es die deutsche Armeetradition, selbst in der DDR wurden die Namen Blücher und von Clausewitz laut ausgesprochen.


    und ja, natürlich bleiben Mentalitäten und Traditionen bestehen, auch über Umbenennungen und neue Aufstellungen hinweg; neue tolle Leitbilder schreiben macht eben noch nicht eine andere Armee, einen andern Geist der Leute, aus denen die Armee besteht.
    Die Nazizeit ist aber nun schon einiges her und man könnte meinen, die heutigen Offiziere, dürften eine andere Allgemeinbildung und ein anderes Geschichtsbewußtsein haben, als die Offiziere, die von 1930 bis 1945 Hitler folgten.
    Obwohl ich mir bei Herrn Höcke von der AfD, der ja Lehramt Sport und Geschichte studiert hat, da nicht ganz so sicher bin, was er den Schülern vermittelt.

    Sich absichtlich geschichtsblind zu machen, hilft auch bei der Aufarbeitung der Nazizeit nichts.
    Kannst du das bitte näher erläutern, ich verstehe deinen Gedanken nicht so recht.
    Geändert von Inaktiver User (08.05.2017 um 19:02 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Natürlich braucht's Verstehen und Aufarbeitung, was sich am Geist von damals in den heutigen Soldaten vererbt hat und da noch weiterspukt. Das Problem soll auch nicht kleingeredet, sondern behandelt werden.

    Aber: Die Wehr von heute hat noch ganz andere Baustellen:

    Image-Verlust, Nachwuchssorgen, veraltetes Gerät, wieder echte Kriegseinsätze, Krieg in Cyber-Zeiten, chronischen Geldmangel, organisatorische Probleme - und Kasernen, die dem 21. Jahrhundert auch nicht mehr angemessen sind.
    deswegen hat man ja Trumps 2% Forderung zugestimmt.

    das G36 ist kein schlechtes Gewehr, wird auch gerne in wärmerer Regionen verkauft, der neue Transporter setzt Masstäbe und leidet als wirkliche Neukonstruktion an Mängeln, wie jedes Auto das man schnellstens auf den Markt wirft. Der Motor zb wurde extra entwickelt da nichts weltweit annähernd diese Anforderungen erfüllt.

    Der Euro Hawk darf nicht fliegen aus einem nur rechtl. Problem, mit der zivilen Luftfahrt gemeinsam und die Funkverbindung reist, bei dieser Drohne, ab. Da muß der Jumbo ausweichen.

    wenn man sich selber schlecht macht, wie soll da ein gutes Image entstehen.

    Ganda der erste Absatz ist ,
    habe öfters über solche Gespräche und wie sie geführt wurden, incl Argumente, gelacht. I , der Ruß, .. einer ein Feuerzeug , der andere die Tschigg, beide haben wir dann zusammen, eine geraucht, ... herrlich.

  5. Moderation

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    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn man sich selber schlecht macht, wie soll da ein gutes Image entstehen.
    Wichtiger Punkt, finde ich.
    Oder, wie es letztes Jahr mal in der Süddeutschen stand:
    Für eine echte Trendwende braucht es deshalb mehr als Stellenpläne. Dafür müsste die Gesellschaft ihre Einstellung zu dieser Truppe ändern, die zwar allenthalben gelobt wird, wenn sie Sandsäcke schleppt oder Betten für Flüchtlinge bereitstellt - die aber sonst häufig wie ein kurioses Relikt aus vergangenen Zeiten betrachtet wird, über dessen marode Ausrüstung man sich lustig macht, das aber bloß nicht zu viel kosten soll. Was sich wandeln muss, ist das Gefühl dafür, welchen Wert äußere Sicherheit in einer unsicheren Welt hat.

    Ganda der erste Absatz ist ,
    habe öfters über solche Gespräche und wie sie geführt wurden, incl Argumente, gelacht. I , der Ruß, .. einer ein Feuerzeug , der andere die Tschigg, beide haben wir dann zusammen, eine geraucht, ... herrlich.
    Solche Onkel gab's wohl in den meisten Familien. Meistens wurden sie belächelt oder wurde mit den Augen gerollt, weil sie immer nur ein Thema hatten. Vielleicht hätte man damals allgemein offener damit umgehen sollen. Dann wäre nicht so viel totgeschwiegen oder klammheimlich glühend verehrt worden und wird hätten gar keine Neo-Nazis bekommen. Ist nur meine private Meinung.
    *
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    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Wichtiger Punkt, finde ich.
    Oder, wie es letztes Jahr mal in der Süddeutschen stand:
    Für eine echte Trendwende braucht es deshalb mehr als Stellenpläne. Dafür müsste die Gesellschaft ihre Einstellung zu dieser Truppe ändern, die zwar allenthalben gelobt wird, wenn sie Sandsäcke schleppt oder Betten für Flüchtlinge bereitstellt - die aber sonst häufig wie ein kurioses Relikt aus vergangenen Zeiten betrachtet wird, über dessen marode Ausrüstung man sich lustig macht, das aber bloß nicht zu viel kosten soll. Was sich wandeln muss, ist das Gefühl dafür, welchen Wert äußere Sicherheit in einer unsicheren Welt hat.


    Solche Onkel gab's wohl in den meisten Familien. Meistens wurden sie belächelt oder wurde mit den Augen gerollt, weil sie immer nur ein Thema hatten. Vielleicht hätte man damals allgemein offener damit umgehen sollen. Dann wäre nicht so viel totgeschwiegen oder klammheimlich glühend verehrt worden und wird hätten gar keine Neo-Nazis bekommen. Ist nur meine private Meinung.
    Zu keiner Zeit, finde ich, hatte die Bundeswehr wirklichen Rückhalt in der Bundesrepublik. Wehrdienst war notwendiges Übel, Zivildienstleistende Drückeberger.

    Sie hatte eigentlich die Chance eine echte Bürgerarmee zu werden. An den Standorten wurde sich fürchterlich über das Saufverhalten der Truppe geklagt, während die Kneipen ganz gute Geschäfte machten. An den Wochenenden waren die Züge voll mit Wehrdienstleistenden und alle andern Reisenden fürchteten sich vor ihnen. Auf Familienfesten durfte keiner in Uniform erscheinen. Heiratete einer in Uniform, so wurde er verdächtigt. Erst als Standorte aufgelöst wurden, weinte man Krokodilstränen, weil Kunden fehlten.

    Als die Truppe zu Auslandseinsätzen ausrückte, wurde in allen Medien nur von den Übeltaten Einzelner berichtet. Sinn und Zweck der Übung erfuhr man nicht. Rückkehrer beklagen sich, dass niemand nach seinen Leistungen im Ausland fragt. Aber jede Auffälligkeit wird hochgekocht. Und jeder fünfte Krimi handelt von kriminellen und gestörten Soldaten.

    Die Soldaten haben fast alle Familie. Frau und Kinder verschweigen besser, dass ihr Mann in Afghanistan, Mali oder Kosovo im Einsatz ist. Sie hören dann nur dumme Sprüche. Rückhalt haben sie nie.

    Bewaffnung wurde immer kritisiert, entweder zu teuer oder taugt nichts. Das wussten Wehrmachtssoldaten schon immer.

    Bundespräsidenten, die die Truppe und besuchen und den Einsatz würdigen, werden verleumdet und zum Rücktritt gezwungen.

    Nein, die Bundeswehr ist keine Bürgerarmee.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. Inaktiver User

    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Vielleicht hätte man damals allgemein offener damit umgehen sollen. Dann wäre nicht so viel totgeschwiegen oder klammheimlich glühend verehrt worden und wird hätten gar keine Neo-Nazis bekommen. Ist nur meine private Meinung.
    und es hat sich nichts gebessert, die Bundeswehr hat einen schlechten Status, durchaus auch von Vertretern des Staates, so gewollt.

    [editiert]

    Ot (gelöscht von P. da es nicht D betrift)

    [editiert]
    Geändert von Inaktiver User (08.05.2017 um 22:58 Uhr) Grund: OT gelöscht, bitte Strangthema beachten!

  8. Inaktiver User

    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Sie hatte eigentlich die Chance eine echte Bürgerarmee zu werden.

    Nein, die Bundeswehr ist keine Bürgerarmee.
    man wollte es nicht.

  9. gesperrt

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    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das bedeutet aber nicht automatisch man steht komplett in der Tradition der Armee,
    Es gibt die Redensart, die sagt, Tradition ist eine Flamme, die man am Leben erhält, und nicht eine Urne mit Asche, die man weiter reicht.

    Wenn die Verteidigungsministerin in der eigenen Armee die Kameradschaft anprangert - das ist nicht gut für die Flamme in der Bundeswehr. Es ist gut, wenn Kameradschaft herrscht, sogar wenn damit provokanter oder grober Unsinn angestellt wird. Unsinn muss Konsequenzen haben, natürlich, aber das Prinzip der Kameradschaft anzutasten, das ist gefährlich.

    die unter der politischen Führung eines Gröfaz trotz geschlossener Verträge in die Nachbarstaaten einfällt, um Land für das Land gewaltsam zu gewinnen, das sich als Volk ohne Raum fühlte.
    und jetzt geh mal nach Afghanistan und frage die Leute dort, was sie von der deutschen Armee halten.

    Natürlich gibt es die deutsche Armeetradition, selbst in der DDR wurden die Namen Blücher und von Clausewitz laut ausgesprochen.
    Aber hoffentlich doch!

    Die Nazizeit ist aber nun schon einiges her und man könnte meinen, die heutigen Offiziere, dürften eine andere Allgemeinbildung und ein anderes Geschichtsbewußtsein haben, als die Offiziere, die von 1930 bis 1945 Hitler folgten.
    ich vermute, dass die Offiziere von damals sich besser in Geschichte auskannten, als die heutigen. Viele Nazis waren sehr gebildet.

    Kannst du das bitte näher erläutern, ich verstehe deinen Gedanken nicht so recht.
    Von der Leyen versucht zu tun, als ob es zwischen der Wehrmacht 1945 und der Bundeswehr von heute überhaupt gar keine Gemeinsamkeiten geben dar. Keine negativen Gemeinsamkeiten, aber schon gar nicht positive Gemeinsamkeiten.

    Es waren doch aber die Grossväter und Urgrossväter der heutigen Soldaten, die in der Wehrmacht waren! Es muss in den Familien doch noch Briefe geben, Fotoalben, alte Uniformen.

    Ich meine, die Bundeswehr tut gut daran, die Flamme der Tradition weiter leben zu lassen, und ich bin sicher, es gibt auch viele positive Werte, die immer präsent waren, seit Friedrich dem Grossen und womöglich noch früher, in den Germanen, die gegen die Belger und dann auch gegen Cäsar kämpften. Da gibt es doch eine Verbundenheit, und auch ein Ehrenkodex, eine bestimmte Form von Anstand.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Mein Vater war Major bei der Bundeswehr und für ihn hat die Geschichte eine enorme Rolle gespielt. Patriot, nicht Nationalist. Ich finde diesen Menschen eine pauschale Nationalgesinnung zu unterstellen, untergräbt ihr Ehrgefühl und treibt sie in eine rechte Ecke, in die sie nicht gehören. Ich finde allgemein wird viel zu schnell ein Urteil über andere gefällt, deren Leben wir nicht kennen und die eine solche Anschuldigung nicht verdienen und die ihnen Unrecht tut. Von Der Leyen begreift nicht das Ausmaß und den Schaden, den ihre Worte ausrichten. Ich finde diese werden sowieso unterschätzt. Wenn wir hier über die richtige Wortwahl streiten, verharmlosen wir gleichzeitig Angriffe der US-Armee auf Zivilisten und beschreiben dies nicht als Terrorakt, warum eigentlich nicht?

    Der Nutzen der Bundeswehr sehe ich weniger im Kriegseinsatz, dort bin ich froh über Waffen die keine Menschen töten, davon sollte viel mehr hergestellt werden. Wie wäre es mit Panzer, die Blumen schießen und bevor sie wen überfahren, eine Blockade erfolgt und sie bewegungsunfähig werden? In Ö wurde diskutiert, wie die Bundeswehr helfen kann. Bei Katastrophen, Überflutungen usw. Wir hatten mal starke Angst vor Infektionskrankheiten aus Afrika, bei der sich Freiwillige des Bundes meldeten, sich dort unter Einsatz des eigenen Lebens als Hilfskraft auszuliefern. Bei den Überflutungen hat die Truppe Sandsäcke geschleppt. Hilfseinsätze und humanitäre Hilfe kann von ihnen geleistet und unterstützt werden. Insebsondere wenn man Schlepperbedanden sieht und UN-Blauhelme, die Missstände ausnutzen und die immer mit Hilfsorganisationen verbunden sind, deren Einsatz teilweise mehr als fraglich ist, bietet sich so eine Alternative.

  11. Inaktiver User

    AW: Bundeswehr in der Kritik: Von der Leyen; Schuld sind immer die anderen; Fehler im

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich vermute, dass die Offiziere von damals sich besser in Geschichte auskannten, als die heutigen. Viele Nazis waren sehr gebildet.
    Was heißt das schon - sich besser in der Geschichte auskennen? Es ist auch immer eine Frage, wie man die Ereignisse der Geschichte für sich interpretiert, auf wessen Seite man steht und was man verurteilt und welches Bewusstsein man daraus für sich entwickelt.

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