Also wie nun? Die Eltern als Erziehungsbevollmächtigte entscheiden für das Kind, nur weil diese im Interesse des Kindes handeln? Es ist also im Interesse des Kindes, das Mädchen an dem Schwimmunterricht nicht teilnehmen zu lassen?
In welchen Fällen entscheiden jetzt die Eltern ohne drohendes Bußgeld oder gar Haft.
Hilfskonstruktion, ich bin ganz bei Dir.
Ich kann z.B. überhaupt nicht nachvollziehen, dass ein Bundesland Flyer an Lehrkräfte verteilt, das als Informationsblatt und praktische Handlungsempfehlung für eine islamfreundliche Unterrichtsgestaltung an den Schulen dienen soll, wie z.B. ein Schonmonat für Muslime während des Ramadans, keine Klassenfahrten und weniger Proben während dieser Zeit, Sexualkundeunterricht in geschlechtshomogenen Gruppen, Sport- und Schwimmunterricht nach Geschlechtern getrennt.
Das alles läuft unseren Regeln zuwider und wird noch abgesegnet.
Und das Ganze nennt sich dann, eine wichtige Aufgabe für die Integration von muslimischen Kindern in den Schulalltag. Ich denke eher, dass dadurch eine Integration massiv verhindert wird.
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14.05.2017, 18:50Inaktiver User
AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Geändert von Analuisa (14.05.2017 um 23:30 Uhr) Grund: Zitat repariert
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14.05.2017, 19:27Inaktiver User
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14.05.2017, 19:31Inaktiver User
AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Geht' s auch sachlich?
Was ist denn daran Unsinn? Es obliegt nicht den Eltern, ihre Kinder nach Belieben am Unterricht teilnehmen zu lassen oder nicht, oder nur unter bestimmten Bedingungen.
Ich habe das Beispiel home schooling gebracht - da greift der Staat durchaus durch, ganz egal ob das Kind daheim vielleicht viel besser unterrichtet wird als in einer Schule.
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14.05.2017, 19:43Inaktiver User
AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Ich habe zuvor lang und breit geschrieben, welche heftigen negativen Konsequenzen die Handhabung der Eltern für das Kind bedeuten kann und 1Cheriemignonne meint einfach, die Handhabung der Eltern wäre im Interesse des Kindes. Das ist mir dann echt zu blöd und an dem Punkt geht es nicht sachlich, entschuldigung dafür. Ein wenig will man ja auch ernst genommen werden.
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14.05.2017, 19:49Inaktiver User
AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Ich glaub, das hast du falsch verstanden.
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14.05.2017, 19:54Inaktiver User
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14.05.2017, 20:07Inaktiver User
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Ich bin so ein Mensch mit Migrationshintergrund, meine Mutter stammt aus den "deutschen Ostgebieten" in der Nähe von Radom geboren, (heute wieder Polen) und mein Vater ist Westeuropäer, er ist gebürtiger Belgier.
Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen, 1989/90 habe ich schon mal eine Menge an Glaubenssätzen, Idealen und Träumen über Bord werfen müssen. Rundum stürzte eine Menge an Konstruktionen ein, plötzlich war nichts mehr so wie es war. Was gestern noch richtig war, war heute falsch.
Aber was mir am meisten zu schaffen machte war, diese unterschwellige Stimmung die gern auch mal von Altbundesdeutschen geäußert wurde," ihr Ossis könnt ja nicht arbeiten, wegen euch müssen wir den Soli bezahlen, wir zahlen eure Rente undwas ma meisten traf war: Rabenmutter!" Noch Anfang des Milleniums hier in der Bri bekam ich oft zu lesen, was für eine schlimme Mutter ich sei, dass ich Vollzeit arbeiten ginge und meine Kinder fremd betreuen lassen würde.
Hallo, ich hatte einen Beruf, den ich sehr geliebt habe, es gab damals jährlich nur 20 Studienplätze in dieser Fachrichtung und man musste durch eine zweitägige Aufnahmeprüfung. Damit der Studienabschluss in den alten Ländern anerkannt wurde, durfte ich noch eine externe Prüfung ablegen. In den Vorbereitungsseminaren darauf hätte ich zuhause bleiben können, all das was da noch vermittelt werden sollte, kannte ich aus meinem kurz vorher absolviertem Studium.
Es gab und gibt in den NBL den Begriff Besserwessi, das ist kein Kompliment.
Bin ich stolz auf den Mauerfall, obwohl ich selber nun gar nichts dazu beigetragen habe? Eigenartigerweise ja und zwar darauf, dass der relativ friedlich vonstatten ging. Das die "Staatsorgane" ruhig und besonnen reagiert haben. Die Tage des Mauerfalls waren einfach berauschend. Ich kann es nicht anders beschreiben.
Nun ja das Erwachen war nicht für jeden so dolle, manchen hat es böse Brüche in die Lebensplanung gehauen, aber wer bereit war, sinnbildlich die Ärmel hochzukrempeln, von neuem anzufangen, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, sich anpassen konnte, der kam auch wieder auf die Füße.
Anfang der 90er sind viele meiner Klassenkameraden der Arbeit wegen in die alten Länder gezogen, fast alle sind wieder da. Sie vermissten irgendwann die Heimat und unsere Gepflogenheiten. Dabei sind wir doch alle mehr oder weniger Deutsche.
Manchmal fühle ich mich komplett deutsch, manchmal wieder nicht. Mir geht es ein bissel wie Analuisa, wenn ich im "Vaterland" bin fühle ich mich dort sauwohl, vermisse dann aber irgendwann, jetzt haltet euch fest, deutsches Essen!
Brot, Kuchen, Fleisch und Wurst.
Und das sonntagnachmittägliche Kaffeetrinken mit der Sippe. Und noch was komisches, die relative Disziplin im Straßenverkehr.
Bin ich wieder zuhause, fehlt mir die Offenheit und Herzlichkeit der Benelux und der Niederländer, die Leichtigkeit und die Gastfreundschaft der Italiener...
Ich weiß nicht so recht, was ich unter deutscher Leitkultur einordnen soll.
Goethe, Schiller, Kant, Hegel, Marx und Engels? Den Ollen Fritz, der die Kartoffel einführte?
Rudolf Diesel, Nikolaus August Otto, Konrad Röntgen, Konrad Zuse, Bismark, Rosa Luxemburg, Anne Frank, Sophie Scholl und und...
es gibt zig herausragende Persönlichkeiten. das würde ja den Rahmen sprengen, aber andere Nationen haben die auch.
Die Werte, die mir wichtig sind, gehen in die Richtung Menschenwürde/ Menschenrechte, so wie sie im Grundgesetz verankert sind.
Wir haben über die Gleichberechtigung gesprochen, sie ist im Artikel 3 des GG verankert, theoretisch also da.
Das sie nicht überall, wie gewünscht, funktioniert ist Tatsache. Das wir das, was bis jetzt erreicht worden ist, bewahren und schützen müssen, ist nicht rein deutsch - das ist Menschenrecht.
So kann man Artikel für Artikel des Grundgesetzes nehmen und interpretieren.
Der Hauptsatz aber ist Artikel 1
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Und darauf bin ich stolz.Geändert von Inaktiver User (14.05.2017 um 20:20 Uhr)
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14.05.2017, 20:39Inaktiver User
AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière
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14.05.2017, 22:08Inaktiver User
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14.05.2017, 22:15Inaktiver User




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