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    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Doch, ich würde über Sanktionen schon sprechen wollen, denn ich will dass in Deutschland die Trennung von Staat und Kirche durchgesetzt wird.
    Bin dabei!

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    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde mir halt nur wünschen, dass auch meine Sicht respektiert, akzeptiert und toleriert wird.
    Ich fürchte tatsächlich, dass es Menschen gibt, die sich da allein gelassen fühlen, die ein Gefühl haben, überfremdet zu werden und Schwierigkeiten haben, mit Veränderungen umzugehen. Ich kann so eine Sicht respektieren, akzeptieren und auch tolerieren, finde es jedoch sehr schade, wenn ein Mensch sich zunehmend nicht mehr mit der Gesellschaft identifizieren kann.
    Hilfreicher wäre, wenn wir Wege finden könnten, Menschen zu begeistern, die Ängste zu nehmen und wir gemeinsam begeistert oder mindestens ohne Angst in die Zukunft sehen können.

    Ich halte aber immer noch daran fest, dass eine "Leitkultur" hier nicht hilfreich sein kann, sondern eher kontraproduktiv wirken kann. Da hier ja in dem Zusammenhang von "Leitkultur" immer wieder Zuwanderung genannt wird, halte ich es auch für viel entscheidender, wie denn das Außenbild von Deutschland wahrgenomen wird. Und auch da stehen wir ja so schlimm nicht da, dass wir jetzt über unsere Identität reden müßten- so empfinde ich das.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  3. Inaktiver User

    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Doch, ich würde über Sanktionen schon sprechen wollen, denn ich will dass in Deutschland die Trennung von Staat und Kirche durchgesetzt wird. Ich weiß aber in dem von dir genannten Fall nicht, ob die Zwangsverheiratung den Behörden nicht bekannt war, weil niemand sie angezeigt hat oder ob dem nicht nachgegangen wurde. Das wären ja schon zwei unterschiedliche Dinge.
    Sie wurde in dem Prozess bekannt - und ich hab gottweißwen angeschrieben weil ich genau das in Erfahrung bringen wollte. Du glaubst nicht, wie da rumgeeiert wird, von offizieller Seite aus. Jedenfalls hat mir bis jetzt noch niemand geschrieben, dass da ein Ermittlungsverfahren läuft oder irgendwie dafür gesorgt wurde, dass solche Verheiratungen nicht mehr stattfinden.

  4. Inaktiver User

    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Hilfreicher wäre, wenn wir Wege finden könnten, Menschen zu begeistern, die Ängste zu nehmen und wir gemeinsam begeistert oder mindestens ohne Angst in die Zukunft sehen können.
    Das klingt ungefähr so wie mein Arbeitgeber versucht einen zu motivieren.

    Ich versuch es jetzt mal relativ neutral zu formulieren, was mich so umtreibt: ich finde, hier ist im Gegensatz zu fast allen Ländern vieles wunderbar geregelt. Wir haben einen Zustrom von Menschen aus Ländern, wo vieles sehr anders gelebt wird - und mir persönlich weniger entspricht. Und natürlich macht sich das auch bemerkbar, dass die andere Vorstellungen mitbringen, wie man sein Leben so gestaltet, weil sie natürlich das was sie kennen auch hier so weiterleben.

    Wie soll ich denn da jetzt begeistert davon sein? Ich empfinde das nicht als Fortschritt, sondern großen Rückschritt, hinter das was hier bereits - teilweise mühsam - erreicht wurde.

    Begeisterung würde ich nur dann aufbringen können, wenn ich der Meinung wäre, dass uns das als Gesellschaft deutlich weiterbringt und bereichert.

    Je nach Tagesform finde ich es beängstigend bis nervtötend, wenn ich solche Phrasen höre - aber niemand mir genau sagen kann, was genau mich denn da begeistern oder bereichern soll?? Oder wie die damit verbundenen Probleme gelöst werden können? Wenn es doch für manche angeblich schon gar kein Problem gibt?

    Mir kommt das vor wie ich einer nicht funktionierenden Paarberatung, solang die eine Seite findet, es gäb kein Problem, das Problem fände nur im Kopf des Partners statt, solang kommt man nicht zusammen.

  5. Inaktiver User

    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir kommt das vor wie ich einer nicht funktionierenden Paarberatung, solang die eine Seite findet, es gäb kein Problem, das Problem fände nur im Kopf des Partners statt, solang kommt man nicht zusammen.
    Den Vergleich finde ich gut.

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    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir kommt das vor wie ich einer nicht funktionierenden Paarberatung, solang die eine Seite findet, es gäb kein Problem, das Problem fände nur im Kopf des Partners statt, solang kommt man nicht zusammen.
    OK, das kann ich weitgehend verstehen. Auch wenn es beim Partner tatsächlich nur im Kopf sein sollte, bedeutet es nicht, dass es nicht auch dann eine Angelegenheit von beiden ist. In sofern halte ich eben auch ein Ernstnehmen von Sichtweisen, die ich oder andere nicht teilen, für wichtig. Daher trifft es mich, wenn behauptet wird, es würde einige gar nicht interessieren oder andere würden gar keine Schwierigkeiten sehen. Wir deuten sie vielleicht anders. Darüber kann man sprechen (schreiben).
    Und meine ganz persönliche Ansicht ist noch, dass es da keiner Debatte um "leitkultur" bedarf, sondern- ich betone noch einmal: für mich- die Schwierigkeiten, die manch einer mit einer "unserer Identität" hat, auf einer ganz anderen Ebene liegen.

    Und natürlich macht sich das auch bemerkbar, dass die andere Vorstellungen mitbringen, wie man sein Leben so gestaltet, weil sie natürlich das was sie kennen auch hier so weiterleben.
    das ist zB für mich persönlich überhaupt kein Problem- ich bin mit einer "Migrantin" verheiratet, meine Identität hat sicher nicht gelitten, obwohl ich eine Familie habe, die teilweise sehr konkret Vorstellungen mitgebracht hat, wie sie ihr Leben so gestaltet und kennt. Für mich eine Bereicherung, wäre es ein Problem, dann wäre es ersteinmal meins. Ich denke schon, dass unsere Gesellschaft Dinge verzerrt wahrnimmt und bewertet und eigene Defizite gern schnell einmal "anderen" unterschiebt. Kann man so sehen, finde ich, -muss man aber auch nicht, habe ich hier schon sehr ausführlich gelesen.
    Nur eine "Leitkultur" führt in die Sackgasse diesbezüglich.
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  7. gesperrt

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    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir kommt das vor wie ich einer nicht funktionierenden Paarberatung, solang die eine Seite findet, es gäb kein Problem, das Problem fände nur im Kopf des Partners statt, solang kommt man nicht zusammen.

    Nimms mir nicht übel, Ich fände (!) das eine ziemlich hohe Erwartung an eine Leitkulturdebatte mit 79 Mio Menschen eine Paarebene einzugehen...oder auf dem Level eine Diskussion zu führen.

    Auf diesem Level einer innigsten, ja intimen Beziehung eine Leitkulturdebatte zu führen ist fast von vorne rein zum Scheitern verurteilt.

    (und mal ehrlich, du willst mich doch auch nicht heiraten...)

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    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie wurde in dem Prozess bekannt - und ich hab gottweißwen angeschrieben weil ich genau das in Erfahrung bringen wollte. Du glaubst nicht, wie da rumgeeiert wird, von offizieller Seite aus. Jedenfalls hat mir bis jetzt noch niemand geschrieben, dass da ein Ermittlungsverfahren läuft oder irgendwie dafür gesorgt wurde, dass solche Verheiratungen nicht mehr stattfinden.
    Ich weiß nun nicht, was da abgeht und warum, aber du bist natürlich in diesem Fall niemand, dem eine Auskunft zusteht.

    Ich musste nun allerdings googeln , da ich bezügl. juristische Einordnung von Zwangsehen nicht auf dem Laufenden bin, aber das scheint mir zumindest erstmal - dem Buchstaben nach - korrekt geregelt zu sein.

    Dass man da in vielen Fällen nicht rankommt, weil das durch die sog. "Parallelgesellschaft" gedeckt ist, ist dann sicher ein anderes Problem, die betreffenden Menschen mögen das mehrheitlich als ihre Privatsphäre empfinden (Schutz der Privatsphäre=westlicher Wert).
    Dass das durch Moscheen durchgeführt wird empfinde ich aber als nicht hinnehmbar. Da würde ich schon gern wollen, dass wir da Wege finden zu reagieren und ich glaube, dass es dazu auch schon eine Debatte und Lösungsansätze gibt.

    Dass alles zu lange dauert und im Einzelfall auch nicht immer greift ist aber etwas, das dir bei jedem anderen Problem auch passiert, politische Reportagen leben schon seit Jahrzehnten davon - was ja wiederum auch Teil einer politischen Debatte ist, die bei Relevanz auch durchaus zu Veränderungen führt. Insofern glaube ich einfach, dass das nicht wirklich toll ist, aber eben eine Debatte immer stattfindet und auch Änderungen daraus erwachsen.

    Bis vor Kurzem war es eben noch "grüne Politik" mit einem gefühlten Übermaß an Toleranz, durch Pegida und die nachfolgende Diskussion gibt es dazu auch eine Korrektur. Und das ist dann wohl auch okay, dadurch hat sich auch Pegida überlebt, was noch besser ist.
    Geändert von Sprachlos (29.05.2017 um 15:35 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  9. Inaktiver User

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    Ich weiß nun nicht, was da abgeht und warum, aber du bist natürlich in diesem Fall niemand, dem eine Auskunft zusteht.
    Doch, man kann schon bei der Staatsanwaltschaft nachfragen, ob bei einem dir bekannten Straftatbestand (der ja eingeräumt wurde) ein Ermittlungsverfahren läuft - ich bin nur aus Zeitgründen noch nicht dazugekommen, das weiterzuverfolgen.

    Dass das durch Moscheen durchgeführt wird empfinde ich aber als nicht hinnehmbar. Da würde ich schon gern wollen, dass wir da Wege finden zu reagieren und ich glaube, dass es dazu auch schon eine Debatte und Lösungsansätze gibt.

    Dass alles zu lange dauert und im Einzelfall auch nicht immer greift ist aber etwas, das dir bei jedem anderen Problem auch passiert, politische Reportagen leben schon seit Jahrzehnten davon - was ja wiederum auch Teil einer politischen Debatte ist, die bei Relevanz auch durchaus zu Veränderungen führt. Insofern glaube ich einfach, dass das nicht wirklich toll ist, aber eben eine Debatte immer stattfindet und auch Änderungen daraus erwachsen.
    Das habe ich hier eben vermisst: ich hätte erwartet, dass das selbstverständlich Konsequenzen hat, sobald es im Rahmen des Prozesses buchstäblich aktenkundig wird. Das ist in anderen Fällen ja auch so.

    Es war eben für mich ein konkretes Beispiel wo ich denke, dass unsere Werte eben nicht so selbstverständlich gelebt und vertreten werden wie es manche darstellen und wir als Gesellschaft eben nicht dafür eintreten. Und sich etwas in eine Richtung entwickelt in die ich nicht gehen will.

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    AW: Deutsche Leitkultur - Die zehn Thesen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es war eben für mich ein konkretes Beispiel wo ich denke, dass unsere Werte eben nicht so selbstverständlich gelebt und vertreten werden wie es manche darstellen und wir als Gesellschaft eben nicht dafür eintreten. Und sich etwas in eine Richtung entwickelt in die ich nicht gehen will.
    Im Einzelfall gibt es das aber oft, dass man glaubt dieses oder jenes könne wohl nicht wahr und mit unseren Werten doch überhaupt nicht vereinbar sein ... nichtsdestotrotz gibt es täglich an vielen Fronten Unsägliches. Ich habe es mir deswegen abgewöhnt, allzu viele Polikmagazoine zu sehen, zumal das eben die Wirklichkeit auch verzerrt und man hat ja schon im eigenen Umfeld genug Haarsträubndes.

    Die Ursachen sind verschieden, meist ist es aber menschliches Versagen, oft "das System", aber ich sehe das halt nicht nur bei Problemen die muslimische "Subkulturen" betreffen. Und andererseits sehe ich dennoch ein Umdenken und ein Reagieren auf genau diese speziellen Probleme, einerseits wegen der Terrorgefahr, andererseits wegen des Unmuts der Bevölkerung. Ich denke trotzdem, wir sind gut beraten, wenn wir da nicht polarisieren und Muslime nicht über einen Kamm scheren und keine Hysterie befördern.

    Deine Initiative mit dem Schreiben an die Justizbehörden finde ich übrigens gut!
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