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    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Man kann den Grünen nun wirklich nicht vorwerfen, dass sie nicht gegen Massentierhaltung eintreten würden.
    Beispiel 1
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    5
    Usw.

    Man findet massenhaft Berichte zu dem Thema.
    Das tue ich auch nicht, Im Gegenteil, das ist das bestes Thema, für das sie sich einsetzen.

    Aber, sie waren jahrelang an der Regierung, wo bleibt das Verbot? Oder zumindest andere gesetzlich Vorgaben die eine spürbare Minderung des Leides zeigen?

    Ich beanstande den Mißerfolg der Grünen! Nur Gerede aber keine Taten!
    Geändert von minouminou (02.05.2017 um 07:57 Uhr)

  2. gesperrt

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    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen

    Fischer als Außenminister war eine respektable Figur.
    Fischer war ein guter Außenminister. Nicht sehr gut, aber gut. Besser als die Minister der FDP.

    Das ist sowieso ein komisches Phänomen, dass "Linke" fast immer hervorragende Außenpolitik machen: Willy Brandt und die Ostpolitik - undenkbar unter CDU/CSU, Schröder und die Weigerung zum Irak-Krieg, Bill Clinton und der Friedensprozess im nahen Osten, Fischer und die Forderung nach einem ständigen Sitz der Deutschen im Sicherheitsrat. Einstige Ausnahme Kohl: Kanzler der Einheit, das hätte keiner so gut gemacht wie er.

    Liegt vielleicht daran, dass Linke geistig gerne in höheren Sphären sich bewegen und so profane Dinge wie "wer bezahlt denn das alles?" sie eher weniger tangieren...

  3. Inaktiver User

    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Allgemein und nicht auf Fleisch bezogen kann üblicherweise in Blindverkostungen oder gar Doppelblindverkostungen niemand die Billiglebensmittel von den teuren unterscheiden.
    Beim Fleisch trifft das ganz sicher nicht zu. Billiges Schweinefleisch ist meist zäh und relativ geschmacklos, den Unterschied zu Spezialitäten wie zB. Alpschwein kann man problemlos schmecken. Vorausgesetzt, man hat seine Geschmacksnerven nicht über Jahrzehnte ruiniert.

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    So viel ich weiß, ist das überwiegend gar kein Problem. Nicht mal verkohltes Fleisch. Die Studien fußen meist auf Tierversuchen, und alle Tiere haben damit ein Problem. Wir Menschen essen aber seit wie viel hunderttausend Jahren Grillfleisch, und das gern mal angekokelt? Die Evolution hat bei uns ganze Arbeit geleistet.
    Der Mensch ist ein Allesfresser. Allerdings kann man angesichts der grassierenden, teilweise ernährungsbedingten "Zivilisationskrankheiten" kaum davon sprechen, dass schlechtes Essen auf Dauer nicht schadet.
    Gut möglich, dass die Folgen bei Tieren aufgrund ihrer kürzeren Lebenserwartung einfach früher auftreten.

    Ich halte diese Themen im übrigen nicht für eine Alleinstellungsmerkmal der Grünen. Es gibt mittlerweile überall regionale Initiativen, die sich um gute Lebensmittel bemühen - ganz unabhängig von politischen Erwägungen.

  4. Inaktiver User

    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von minouminou Beitrag anzeigen

    Aber, sie waren jahrelang an der Regierung, wo bleibt das Verbot? Oder zumindest andere gesetzlich Vorgaben die eine spürbare Minderung des Leides zeigen?

    Ich beanstande den Mißerfolg der Grünen! Nur Gerede aber keine Taten!
    Aufklärungskampagnen hätte mir auch genügt. Also wie vermeidet man den Kauf von Fleisch von Tieren aus Massenhaltung, wo bekommt man Fleisch in der Region aus artgerechter Haltung (wie es so heißt), solche Sachen. Das Anprangern allein nutzt nichts, wenn man nicht dagegen vorgeht als Regierungspartei, oder aber aufklärt, wie man das umgeht. Stattdessen wollte man den Bürger bevormunden (fleischloser Tag in Kantinen).
    Oder wurde da was getan, es gab Infostände, Flyer usw., wie man Fleisch aus Massentierhaltung erkennt und vermeidet, wo und wie Fleisch aus der Region und aus halbwegs vertretbarer Haltung zu bekommen ist? vielleicht gab und gibt es das ja, und ich habe es nur nicht mitbekommen, da ich fleischlos esse, kann sein.

  5. Inaktiver User

    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder wurde da was getan, es gab Infostände, Flyer usw., wie man Fleisch aus Massentierhaltung erkennt und vermeidet, wo und wie Fleisch aus der Region und aus halbwegs vertretbarer Haltung zu bekommen ist? vielleicht gab und gibt es das ja, und ich habe es nur nicht mitbekommen, da ich fleischlos esse, kann sein.
    Es gibt massenhaft solche Infos für Leute, die sich dafür interessieren.
    Fleischer, die regionale Produkte verkaufen, schreiben meist dazu, von welchem Hof das Tier stammt. Jeder, der sich über Fleisch informieren will, kann es wissen.

  6. Moderation

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    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von minouminou Beitrag anzeigen
    Aber, sie waren jahrelang an der Regierung, wo bleibt das Verbot? Oder zumindest andere gesetzlich Vorgaben die eine spürbare Minderung des Leides zeigen?

    Ich beanstande den Mißerfolg der Grünen! Nur Gerede aber keine Taten!
    Soweit ich weiß, waren die Grünen immer der kleinere Partner in den Regierungen, an denen sie Anteil hatten.

    Hinzu kommt: Wer Tierschutz-Forderungen in Politik umsetzen will, legt sich zwangsläufig mit der Bauern-Lobby an. Logischerweise verteidigen Bauern die bestehenden Praktiken, da geht es nämlich nicht um solche Kinkerlitzchen wie einen Veggie-Day in der Woche, sondern um Existenzen.

    Christian Meyer ist seit vier Jahren grüner Landwirtschaftsminister in Niedersachsen - in dem Bundesland, in dem es zwölfmal mehr Nutztiere als Menschen gibt. Ich habe einen SPON-Artikel gefunden, in dem sehr anschaulich geschildert wird, mit welchen Widerständen er zu tun hat beim Versuch, auch nur minimale Verbesserungen bei den Haltungsbedingungen von Nutztieren einzuführen:

    Enten sollen schwimmen dürfen. Hühner und anderes Geflügel intakte Schnäbel behalten. Kühen soll man nicht mehr betäubungslos die Hörner ausbrennen, Schweine nicht mehr betäubungslos kastrieren, und ihre Ringelschwänze soll man ihnen lassen, komplett.
    [...]
    Ein Milchviehhalter fühlt sich durch Güllelagerungsvorschriften bevormundet. Ein Imker hat Einwände gegen Details im Blühstreifenprogramm. Ein Ackerbauer beklagt sich, dass die staatliche Förderung von Hülsenfrüchten ausgesetzt wurde. Und dann ergreift ein Kreis-Bauernführer das Wort, ein Sauenhalter. "So können Sie nicht mit uns umgehen", sagt er, "Sie zerstören Existenzen", sagt er, schließlich spuckt er einen Satz der Verachtung in den Saal: Da sei ein Minister an der Macht, der "gar keine Fragen beantworten kann. Er hat von Landwirtschaft erheblich weniger Ahnung als ich".

    Agrikulturkampf. So kann man es nennen.
    [...]
    er muss ein Spalier von Bauern mit Plakaten passieren, er kennt das schon.
    "Meyer zerstört die Zukunft der Landwirte", steht da, oder: "Warum ist Landwirtschaft ein Verbrechen?"


    Interessant zu lesen. Was meinst du wohl, was los wäre, wenn die Grünen per Verordnung vorschreiben würden, dass z.B. Schweine auf Stroh statt auf Spaltböden zu halten wären? Wieviele Betriebe von jetzt auf gleich nicht mehr rentabel wären? Welche Investitionskosten das für die Betriebe bedeuten würde? Wie drastisch sich die Zahl der Schweine, die auf gleichem Raum gehalten werden könnten, reduzieren würde? Wie sich das auf die Fleischpreise auswirken würde?
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  7. gesperrt

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    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von minouminou Beitrag anzeigen
    Einstige Ausnahme Kohl: Kanzler der Einheit, das hätte keiner so gut gemacht wie er.
    Ja, with a little bit of help from a smart friend in Russia, Poland and Tschecheslowakia....

    Liegt vielleicht daran, dass Linke geistig gerne in höheren Sphären sich bewegen und so profane Dinge wie "wer bezahlt denn das alles?" sie eher weniger tangieren...
    Hast du mal ein konkretes Beispiel wo "linke" Geld verschwendet haben?



    Kohl hatte ja eher die Einstellung, "überweis mir vorher Geld auf ein Privatkonto dann schauen wir wo wir Steuergelder hinlenken". Wen kümmert es schon, dass das eine Straftat ist. Ach unsere Christdemokraten, immer schön dehnbar die Begriffe und der Rechtsstaat.

  8. Inaktiver User

    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Was meinst du wohl, was los wäre, wenn die Grünen per Verordnung vorschreiben würden, dass z.B. Schweine auf Stroh statt auf Spaltböden zu halten wären? Wieviele Betriebe von jetzt auf gleich nicht mehr rentabel wären? Welche Investitionskosten das für die Betriebe bedeuten würde? Wie drastisch sich die Zahl der Schweine, die auf gleichem Raum gehalten werden könnten, reduzieren würde? Wie sich das auf die Fleischpreise auswirken würde?
    Es sind die Konsumenten, die darüber bestimmen, was gemacht wird. Gerade bei Lebensmitteln ist das wesentlich besser steuerbar als bei anderen Produkten.
    Würden nicht so viele Leute billige Schrottlebensmittel kaufen, würden diese nicht produziert.

    Und es sage keiner, gute Ernährung sei zu teuer: Wer frisch und saisongerecht kocht und Fleisch und Wurst in Maßen isst, lebt nicht teurer - dafür aber gesünder.

    Das hat mE. mit den Grünen nichts zu tun, sondern mit einem vernünftigen Lebensstil.

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    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Aber da sind die Grünen wie die Sozialisten: Hauptsache Gleichheit, mit einre starken Neigung zu "es soll allen gleich schlecht gehen" und nicht "es soll allen gut gehen"
    Es gibt doch immer mal wieder Punkte, wo wir beide keine diametral entgegengesetzte Meinung haben.

    Wie sagte der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Hück dereinst in einem Interview: Er habe sich immer gefreut, wenn sein Chef in seinem Ausbildungsbetrieb mit einem neuen Daimler auf den Hof gefahren kam. Denn dann wusste er, dass das Weihnachtsgeld ordentlich ausfällt.

    Lasst die Leute (Chef, Eigentümer) Wohlstand scheffeln und beteiligt die anderen (Mitarbeiter via Gewerkschaften, Gesellschaft via Steuern) angemessen daran.

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    AW: Die Grünen - wichtige Ökobewegung oder moraliserende Verbotspartei?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Die sind auch auf gutes Mundgefühl optimiert.

    Wenn nicht nur beurteilt wird, wie ein Lebensmittel bis zum Schlucken schmeckt, sondern auch beurteilt wird, wie verträglich es ist, wie es sich im Magen anfühlt, ob es satt macht... also eine Verkostung über mehrere Tage, an jedem Tag eine Portion vom gleichen Nahrungsmittel in anderer Qualität - würde es wohl anders rauskommen mit der Beurteilung. Besonders bei der Frage "welches dieser Nahrungsmittel würdest du wieder essen wollen?" - gerade hochwertige Nahrung kann erst mal etwas sperrig oder eigen wirken, vom Geschmack her.

    Aber eben - "Aus den Augen, aus dem Sinn" scheint auch hier das Motto zu sein...
    Es geht dabei auch um Sachen wie Schimmelpilzgifte und andere giftige oder unbekömmliche Substanzen, die sich gerne mal in teuren Bioprodukten, kaum aber in billiger Discounterware finden lassen. Das lässt sich sogar erklären: Wenn die Eigenmarke eines bundesweiten Discounters problematisch ist, dann landet das in den Medien und schlägt auf das gesamte Unternehmen durch, das kostet den Eigentümer richtig Geld. Er wird also Geld, von dem reichlich vorhanden ist, in die Hand nehmen, um das Produkt ordentlich zu gestalten. Irgendeine unbekannte Biomarke verfügt nur über beschränkte Geldmengen und schadet nur sich selber. Und weil der schlechte Geschmack ja so bekömmlich sein soll, also gut sein muss, was gut sein soll, kaufen es die Überzeugten trotzdem. Der Marktdruck ist hier viel niedriger.

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