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    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Zitat Zitat von Alinaluna

    Kumulieren und Panaschieren sowie die Möglichkeit zu Volksbegehren und Volksentscheiden, die die Macht der Parteien wenigstens partiell einschränken könnten - die gibt es auf Bundesebene leider noch nicht.
    Ein Blick in die Schweiz würde Aufklärung bringen. Dort wird alle naselang das Wahlvolk zu Entscheiden aufgerufen, auch wenn es manchmal nur um die Entscheidung geht, ob das Altersheim oder der Kindergarten einen neuen Anstrich bekommt. Und ?... sind damit die Schweizer nicht an ein Parteiensystem gebunden? Volkswille bedarf schon der Organisation oder man überlässt der Zeitung mit den Großbuchstaben die jeweilige Stimmungslage.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Kumulieren und Panaschieren sowie die Möglichkeit zu Volksbegehren und Volksentscheiden, die die Macht der Parteien wenigstens partiell einschränken könnten - die gibt es auf Bundesebene leider noch nicht.
    @alinaluna:
    ja, das ist wirklich eine absolut demokratische "bayerische" Sache, die m. E. auf Bundesebene auch eingeführt werden könnte! Ansonsten bin ich der Meinung, Mitglied einer Partei zu sein, erfordert schon, an einer einmal beschlossenen Linie festzuhalten. Innerhalb einer Partei wird ja über diese Ziele diskutiert u. wenn sich eine Linie herauskristallisiert, gilt die auch für alle.

    Wenn man dies nicht möchte, sollte man sich von Parteiarbeit verabschieden, sonst schadet man jenen, die ihre Arbeit gut machen!

    Volkswille bedarf schon der Organisation oder man überlässt der Zeitung mit den Großbuchstaben die jeweilige Stimmungslage.
    @Opelius:
    Nein!!!!! - diese Zeitung sorgt bekanntlich nicht für die beste Stimmung!

    Das Parteiensystem ist demokratisch von Vorteil, denn ohne wäre es sicher schwer, den Menschen bestimmte inhaltliche Dinge zu vermitteln!? Aber ein bisschen "Kontrolle" (vlt. nach bayer. Rezept?) könnte m. E. nicht schaden!
    Geändert von Inaktiver User (26.03.2008 um 10:52 Uhr)

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    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Zitat Zitat von Opelius
    Ein Blick in die Schweiz würde Aufklärung bringen. Dort wird alle naselang das Wahlvolk zu Entscheiden aufgerufen, auch wenn es manchmal nur um die Entscheidung geht, ob das Altersheim oder der Kindergarten einen neuen Anstrich bekommt. Und ?... sind damit die Schweizer nicht an ein Parteiensystem gebunden? Volkswille bedarf schon der Organisation oder man überlässt der Zeitung mit den Großbuchstaben die jeweilige Stimmungslage.
    Die Parteien spielen in der Schweiz tatsächlich nicht so eine große Rolle wie in der Bundesrepublik.

    Und ich halte auch nichts von "obligatorischen Referenden" (also Anstrich oder nicht). Ein Volksbegehren wird "von unten" gestartet, für dessen Erfolg eine festzulegende Anzahl von Stimmen notwendig ist. Damit ist gewähleistet, dass nicht jeden Tag über irgendwelche Fragen abgestimmt werden muss, die niemanden interessieren.

    Es würde aber die Parteienmacht einschränken, weil die Politiker immer damit rechnen müssten, dass ihre Entscheidungen "zurückgeholt" werden.

    Ein sehr anschauliches Beispiel erleben wir gerade hier in Berlin: Da beschließt die Mehrheit im Abgeordnetenhaus, dass der Tempelhofer Flughafen geschlossen werden soll. Die Gegner einer Schließung starteten ein Volksbegehren, das erfolgreich war. Jetzt wird am 27. April in einem Volksentscheid über diese Frage abgestimmt... Ich zumindest finde das sehr gut, auch wenn ich noch nicht weiß, ob dabei die (in meinem Sinne) "richtige" Entscheidung getroffen wird.

    Und was dabei die Rolle der Medien betrifft: dieser Tage erhalten alle BürgerInnen ihre "Stimmunterlagen". Dabei ist eine Broschüre, in der die Befürworter und die Gegner der Schließung des Flughafens ihre Argumente darlegen können. Dadurch wird auch die Möglichkeit der "Zeitung mit den großen Buchstaben" zur Meinungsmache eingeschränkt...
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    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ansonsten bin ich der Meinung, Mitglied einer Partei zu sein, erfordert schon, an einer einmal beschlossenen Linie festzuhalten. Innerhalb einer Partei wird ja über diese Ziele diskutiert u. wenn sich eine Linie herauskristallisiert, gilt die auch für alle.

    Wenn man dies nicht möchte, sollte man sich von Parteiarbeit verabschieden, sonst schadet man jenen, die ihre Arbeit gut machen!
    Sicher wird man nur dann Mitglied einer Partei, wenn einem die "Grundrichtung" irgendwie passt.
    Das heißt aber nicht, dass eigene Meinungen und Überzeugungen auch mal quer zur Mehrheitsmeinung einer Partei liegen können. Es wäre ja langweilig, wenn dem nicht so wäre.

    Für Politiker ist das dann immer ein Spagat zwischen "Parteiräson" und eigener Überzeugung und je nach Situation wird mal mehr das eine oder das andere in der Öffentlichkeit vertreten.
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  5. Inaktiver User

    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Vielleicht solltet ihr euch lieber selbst einmal in einer Partei eurer Wahl engagieren. Dann würdet ihr sehen, wie kontrovers oft diskutiert wird.

    Es gibt keine Einheitsmeinung, es gibt irgendwann einmal gemeinsame Positionen der Mehrheit, an die sich die anderen Mitglieder halten sollten, wenn sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

    Abgesehen von der SPD und den Grünen kann ich mich nicht an Parteien erinnern, wo jemand wegen einer abweichenden Position mit einem Parteiausschlussverfahren "bestraft" worden wäre.

    Also, statt zu nur meckern - selbst mitmachen! Dann könnt ihr was bewegen, drinnen und draußen!

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    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    djgm01,

    wen meinst du mit "ihr"?

    glaube mir, ich habe genug "parteierfahrung" - und ich könnte ein buch darüber schreiben!

    übrigens, der letzte prominente bundestagsabgeordnete, der aus der CDU ausgeschlossen wurde, war Martin Hohmann.

    das kommt in allen parteien vor.
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    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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  7. Inaktiver User

    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Ich finde es wichtig, dass man sich engagiert, egal wo.

    Und egal wo du dich engagierst, Alinaluna, tust du etwas wichitges für unsere Gesellschaft (selbst wenn es bei meinem politischen Gegner sein sollte )

    Aber viel zu viele Leute reden nur rum und meckern statt sich selbst einzubringen!

  8. Inaktiver User

    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    glaube mir, ich habe genug "parteierfahrung" - und ich könnte ein buch darüber schreiben!
    Naja, alinaluna, ich habe auch (glaube ich) genügend - Buch schreiben hab' ich mir verkniffen

    Es ist schon richtig u. das meine ich auch, dass kontroverse Meinungen innerhalb der Partei einen Platz haben müssen, ganz klar! Aber die Linie, die eine Partei nach außen vertritt, sollte so klar wie möglich sein, damit die Wähler eine Entscheidung besser treffen können! Was mir nicht gefällt an der heutigen Parteien-Landschaft, ist dass die Grenzen immer fließender werden u. dass der Kampf hinter den Kulissen unfair u. undemokratisch abläuft, indem parteiübergreifend geschoben, intrigiert u. diffamiert wird. Das sind nicht nur "harte Bandagen", die sind u. waren immer üblich! Aber ich denke, das ist auch ein Phänomen unserer Zeit u. der Gesellschaft allgemein.

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    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Naja, alinaluna, ich habe auch (glaube ich) genügend - Buch schreiben hab' ich mir verkniffen
    habe ich auch nicht vor - zu viel insiderwissen und die protagonisten leben noch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist schon richtig u. das meine ich auch, dass kontroverse Meinungen innerhalb der Partei einen Platz haben müssen, ganz klar! Aber die Linie, die eine Partei nach außen vertritt, sollte so klar wie möglich sein, damit die Wähler eine Entscheidung besser treffen können! Was mir nicht gefällt an der heutigen Parteien-Landschaft, ist dass die Grenzen immer fließender werden u. dass der Kampf hinter den Kulissen unfair u. undemokratisch abläuft, indem parteiübergreifend geschoben, intrigiert u. diffamiert wird. Das sind nicht nur "harte Bandagen", die sind u. waren immer üblich! Aber ich denke, das ist auch ein Phänomen unserer Zeit u. der Gesellschaft allgemein.
    es wird für die parteien immer schwerer, eine klare linie nach außen zu vertreten, weil die menschen immer individueller werden und diese individualität sich immer mehr geltung verschafft. innerhalb einer partei vielleicht sogar noch weniger als in einem verein oder einer anderen eher losen interessensgruppe.

    ich plaudere jetzt einmal doch ein wenig aus dem nähkästchen: wenn jemand eine idee hat, wie ein bestimmtes gesellschaftliches problem zu lösen wäre, dann werden die parteifreunde sich nicht fragen: ist diese idee gut und umsetzbar? nein, sie fragen sich als erstes: von wem kommt diese idee, ist der protagonist mein freund oder mein feind (das gilt auch innerhalb einer partei)? nutzt mir diese idee, wenn ich sie aufgreife, oder schadet sie mir? nutzt es mir oder schadet es mir, wenn ich mich mit demjenigen, der diese idee hatte, verbünde und sie gemeinsam mit ihm - und dann evtl. auch anderen - vertrete?

    das führt zu einer verkrustung innerhalb der parteien, die es nicht zulässt, dass die probleme dieser gesellschaft wirklich angegangen werden. nach außen hin vermittelt es den menschen: "denen geht es doch nur um macht, und nicht mehr um inhalte".



    und @djgm01:

    das ist u.a. das, was die meisten menschen davon abhält, parteipolitisch akitv zu werden. was ich ihnen auch nicht übel nehmen kann.

    abgesehen davon, kann man sich auch anders politisch oder sozial oder ökologisch usw. engagieren, z.b. in bürgerinitiativen, vereinen, verbänden... es muss nicht unbedingt in einer partei sein.
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    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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  10. Inaktiver User

    AW: Aktuelles Tagesgeschehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde es wichtig, dass man sich engagiert, egal wo.

    Und egal wo du dich engagierst, Alinaluna, tust du etwas wichitges für unsere Gesellschaft (selbst wenn es bei meinem politischen Gegner sein sollte )

    Aber viel zu viele Leute reden nur rum und meckern statt sich selbst einzubringen!
    im Grundsatz hast Du ja recht, aber mir reichts einfach; bei der Wahl des Ortsvorsitzenden war meine Stimme damals mit entscheidend, und der Verlierer hat mich dann angerufen und ganz scheinheilig gefragt, ob mir nicht klar sei, wo ich arbeiten würde ---- seither hab ich von der Parteipolitik einfach "die Nase voll"

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