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Thema: Weltfrauentag


  1. Registriert seit
    30.05.2016
    Beiträge
    581

    Weltfrauentag

    Was macht ihr Heute?

    Ein Tag wie jeder andere?

    Streiken, wie sie es in den USA versuchen?

    Feiertag?


  2. Registriert seit
    23.07.2011
    Beiträge
    281

    AW: Weltfrauentag

    Wenn du mich nicht darauf aufmerksam gemacht hättest, hätte ich nicht daran gedacht. Natürlich ist es für mich
    ein Tag wie jeder andere. Ist aber gut, dass es diesen Tag gibt und das sich einiges verändert hat in den letzten
    40 Jahren. Und noch (hoffentlich) verändern wird.
    Mir ist aber bewusst, dass viele Frauen meiner Generation z. B. eine sehr geringe Rente bekommen, es gab ja auch
    vor 40 Jahren kaum Möglichkeiten Arbeit und Familie zu vereinbaren. Das habe ich als die größte Ungerechtigkeit
    empfunden.
    Nächste Woche werde ich zum 2. Mal Oma und auch meine Tochter wird nach einen Jahr daheim nur noch weiterhin
    Teilzeit arbeiten, trotz Studium. Eine bewusste Entscheidung von ihr. Aber ich habe sie auch schon darauf aufmerksam
    gemacht, dass sich dass später auf die Rente auswirken wird. Frauen fühlen sich immer noch als hauptverantwortlicher
    für Familienangelegenheiten. Es gibt aber noch jede Menge anderer Themen, wo es noch keine Gleichberechtigung gibt.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

  3. Inaktiver User

    AW: Weltfrauentag

    Zitat Zitat von joringel Beitrag anzeigen
    Was macht ihr Heute?

    Ein Tag wie jeder andere?

    Streiken, wie sie es in den USA versuchen?

    Feiertag?
    Und selbst?

  4. Inaktiver User

    AW: Weltfrauentag

    Schwarz sehen.

    Wir erleben derzeit einen Backlash, wie sich das meine Generation, die in den Siebzigern und Achtzigern jung war und sich für Frauenrechte einsetzte, nie hätte vorstellen können.

    Heute früh hörte ich die bekannte Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger im Radio: Sie sagte, sie sehe seit Jahrzehnten keinerlei Fortschritte mehr. Nach dem Aufbruch in den Siebzigern kam es bei vielen Frauen ein paar Jahre später wieder in Mode, zu betonen, dass man keine "Emanze" sei - igitt, wie unsexy!
    Nöstlinger meinte, eine Frauensolidarität gäbe es ebensowenig wie eine Solidarität unter Männern. Letztere aber nutzten ein anderes wirkungsvolles Instrument: Seilschaften! Frauen bauen sowas nicht auf. Da hat sie leider recht.

    MancheTöchter dieser Frauengeneration glauben, es sei alles erkämpft, alles stünde ihnen offen - also brauche man sich nicht mehr mit dem Thema zu beschäftigen und könne sich wieder darauf konzentrieren, gut auszusehen.

    Zusätzlich ist unsere Gesellschaft jetzt im Zuge der Migration aus rückständigen Kulturen wieder mit Geschlechterbildern konfrontiert, bei denen einem nur schlecht werden kann. Sexistische Übergriffe auf junge Frauen werden zur "Normalität" - und sie werden von manchen Politikerinnen und "Humanistinnen" ignoriert bzw. relativiert.
    In den Medien wird noch das reaktionärste und rückständigste Frauenbild von Migranten verständnisvoll "erklärt".

    Ich sehe derzeit in den Medien zwei konträre "Ideale" die ich beide für verheerend halte: Auf der einen Seite die "sexy Frauen" (Vorbild Showbiz), die sich nuttiger präsentieren denn je und das als "Freiheit" verkaufen und auf der anderen Seite die Verhüllung, Verschleierung und Unterdrückung von Frauen.

    Das Ideal, das in den Achtzigern und Neunzigern schon einmal selbstverständlich war: Souveräne Frauen, die sich eine gleichberechtigte Position in der Gesellschaft erkämpften, ohne sich anbiedern, als Sexy-Mäuschen verkaufen oder kuschen zu müssen, scheint immer mehr an Boden zu verlieren.

    Man darf nicht vergessen, dass die Situation der Frauen weltweit verheerend ist - der "Westen" ist da eine Ausnahme und ich hoffe sehr, dass das nicht nur ein Zeitfenster in einer Kultur war, die sich aus Faulheit und falsch verstandener Toleranz weigert, das zu verteidigen, was sie mal als ihre "Werte" definierte.

  5. Inaktiver User

    AW: Weltfrauentag

    Vidrei, Du sprichst mir mal wieder aus der Seele. Das sehe ich alles sehr ähnlich wie Du. Ich sehe auch fast nur Stillstand und in Teilen sogar Rückschritt innerhalb der letzten 40 Jahre. Und so habe ich auch null Lust, diesen Tag unter Frauen zu feiern. Die Feministinnen, die ich kenne, halten es immer noch für wichtiger, den Schutzmantel über "Flüchtlinge" zu breiten, statt
    für die Fraueninteressen zu kämpfen.

  6. Inaktiver User

    AW: Weltfrauentag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Feministinnen, die ich kenne, halten es immer noch für wichtiger, den Schutzmantel über "Flüchtlinge" zu breiten, statt für die Fraueninteressen zu kämpfen.
    Das ist mir ebenfalls unbegreiflich.

    In einer Art von "mütterlicher" Blindheit scheinen sie nicht sehen zu wollen, dass genau diese jungen Männer Ansichten importieren, die weit hinter denen unser Ur-, Ur-, Ur-, Urgroßväter liegen.

    Viele dieser Frauen wieseln als ehrenamtliche Helferinnen um die Jungmachos herum und finden das ganz toll. Sie merken gar nicht, wie schön sie damit das Weltbild dieser Männer bedienen: Diese erleben als erstes, dass es auch hierzulande die Aufgabe der Frauen ist, Männer zu betüdeln und zu bedienen - und zwar kostenlos.

    Wie heisst es so schön am Ende von Frontal21: TOLL!!!

    Wesentlich wichtiger wäre die Frage, wie sich die laufende Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt auf Frauen auswirkt: Viele der typischen Frauen-Bürojobs (Sachbearbeiterin, Buchhalterin....) werden verschwinden. Welche Auswirkungen wird das haben? Wie könnte eine gerechtere Verteilung der Gewinne aus der weiterhin steigenden Produktivität aussehen, wenn mehr Jobs weg fallen? Etcetera......

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Weltfrauentag

    Ich habe gerade von meinem Chef einen sehr schönen Blumenstrauß überreicht bekommen und mir erlaubt, mich darüber sehr zu freuen.
    Selbst wenn er lügt, lügt er. Irgendwo bei Tucholsky

  8. Avatar von LulaMae
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    3.874

    AW: Weltfrauentag

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade von meinem Chef einen sehr schönen Blumenstrauß überreicht bekommen und mir erlaubt, mich darüber sehr zu freuen.
    Wow, das ist ja unglaublich!
    Was für eine tolle Geste!!!

  9. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Weltfrauentag

    Schön, dass der Feldzug gegen Flüchtlinge und ihr Weltbild aus der Steinzeit auch hier reingetragen wird. *ironie*

    Lenkt wunderbar ab von den vielen jungen Frauen, die das Ernährermodell wieder bevorzugen, ihren Beruf und ihre (Alters)Versorgung nicht so wichtig nehmen und lieber zuhause bei den Kindern bleiben. Dann kann auch gleich der unbequeme Kampf für eine familienfreundlichere Firmenpolitik, Ganztagskitas und gleiche Bezahlung bei gleicher Tätigkeit unter den Tisch fallen.

    Ich finde diese Haltung absolut rückschrittlich und für den Status Frau wesentlich gefährlicher als patriarchale Systeme, die gesetzlich in Deutschland gar keine Grundlage haben. Mich stört viel mehr die Haltung hier sozialisierter junger Frauen, die meinen, Beruf sei allenfalls was für Teilzeit, politische und gesellschaftliche Einflussnahme außerhalb der Familie überhaupt nicht nötig. Und sich dann wundern, dass Unternehmer diese Einstellung als Bestätigung für weniger Bezahlung nehmen und jedes Schlupfloch im Gesetz für sich ausbeuten.
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    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  10. Avatar von elli07
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    AW: Weltfrauentag

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade von meinem Chef einen sehr schönen Blumenstrauß überreicht bekommen.
    Sorry, aber das finde ich das Allerletzte ! Mein Chef legt jeder Kollegin eine Rose auf den Schreibtisch, ich habe mir das vor Jahren ausdrücklich verbeten, mit ihm auch ein ausführliches Gespräch geführt. Unsere "Gleichstellungsbeauftragte" (!) meinte damals "hach, das ist doch eine nette Geste". Ich bekomme keine Rose mehr, die anderen Kolleginnen sind offenbar merkbefreit, kein Wunder, dass es in den Betrieben so ist wie es ist was die Position von Frauen anbelangt: tätscheln wie am Muttertag, das Jahr über geht alles im gleichen Stiefel weiter.

    Nee, ich finde einen Blumenstrauß aus so einem Anlass total daneben. Ich leiste die gleiche Arbeit wie meine Kollegen (wann bekommen die denn etwas Vergleichbares?).

    Was ich noch schlimmer finde: die Intention des Tages ist eine andere als ein Rösle zu überreichen, um die nach wie vor vielfach ungerechte Sachlage zu beschönigen.

    Was ich erwarten würde an so einem Tag, sofern mann meint ihn begehen zu müssen: Diskussion beispielsweise darüber, wie der Frauenanteil an Führungspositionen im eigenen Betrieb aussieht. Meistens ist da noch deutlich Luft nach oben und es könnten Maßnahmen angeregt werden, dies zu verbessern....

    "Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann", so lautet ein Gassenhauer. Ich variiere mal "ich will keine Blumen, ich will lieber einen gerecht und ordentlich hoch bezahlten Posten" oder so ähnlich . Ok, ich selber hab das und kann so gesehen nicht meckern. Eine Rose extra brauche ich allerdings nicht. Ich empfinde das als Herabwürdigung.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (08.03.2017 um 10:35 Uhr)

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