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  1. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Jetzt sehen wir, dass es nur zwei ignorante egomanen braucht, um die positiven prozesse von jahren auch hier bei uns in grund und boden zu trampeln.
    Das ist leider tatsächlich so zu beobachten.

    Aber. Immerhin.
    Es gibt auch Türken, die diesen Angriff zutiefst verurteilen, die sich nach Versöhnung sehnen... die haben aber einen schweren Stand in ihrer eigenen Community. Da gehört dann auch eine Menge Mut, u.U. auch Ärger, sich klar so dagegen zu bekennen.

  2. AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Ich sehe gerade die berichte zur heutigen grossdemo.
    Es ist alles friedlich geblieben, die leute hatten kein interesse an auseinandersetzung. Vielleicht hat sich in den letzten jahren doch etwas geändert.
    nichts ist wie es scheint


  3. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Ich sehe gerade die berichte zur heutigen grossdemo.
    Es ist alles friedlich geblieben, die leute hatten kein interesse an auseinandersetzung. Vielleicht hat sich in den letzten jahren doch etwas geändert.
    Habe ich mit großer Erleichterung am Rande verfolgt. Die Menschen, die ich kenne, die dort waren, wollten sich friedlich solidarisieren gegen Gewalt.


  4. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von indiegrandma Beitrag anzeigen
    Habe ich mit großer Erleichterung am Rande verfolgt. Die Menschen, die ich kenne, die dort waren, wollten sich friedlich solidarisieren gegen Gewalt.

    Schön, wenn das klappt.

    Leider finden viele Konfliktherde auf der Welt deswegen kein Ende, weil die sog. "Falken" die Macht ergreifen und große Teile der Bevölkerung sich entweder manipulieren lassen oder schweigen.
    Das ist im Nahen Osten so (Israel/Palästina), in Iran, in vielen arabischen Ländern, in Nordkorea und eben auch in der Türkei oder in Syrien.
    Auch bei den Konflikten, die sich mit den Kurden ergeben, erschweren Leute, die auf Härte, auf Gewalt setzen, die Ausarbeitung einer friedlichen Lösung.

    Viele, sehr viele Menschen sterben, werden verwundet, vertrieben, müssen fliehen, leiden, weil fast immer Leute, die auf Gewalt setzen, auf Feindschaft, die Macht ergreifen.
    Selten, dass sich mal die, die Frieden wollen und auf Kooperation setzen, sich durchsetzen.


  5. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    @putulu.

    Das wollte ich noch dazu sagen.
    Leider sehe ich das ähnlich.


    Was sagt Ihr eigentlich zu dem neuen Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer, Norbert Röttgen hatte das schon bei "Anne Will" angestoßen...

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/nordsyrien-kramp-karrenbauer-fordert-internationale-sicherheitszone-a-1292632.html

    Daraus:
    Im Ringen um eine internationale Reaktion auf den türkischen Einmarsch in Nordsyrien prescht Annegret Kramp-Karrenbauer vor: Die Bundesverteidigungsministerin fordert eine international kontrollierte Sicherheitszone im syrischen Grenzgebiet zur Türkei.

    Einen entsprechenden Vorschlag habe sie am Montag mit Kanzlerin Angela Merkel abgestimmt und westlichen Verbündeten vorgeschlagen, sagte Kramp-Karrenbauer der Nachrichtenagentur dpa. Sie werde ihren Vorstoß am Rande des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel am Donnerstag und Freitag vorstellen.

    Eine solche Sicherheitszone sei wichtig, "um den Kampf gegen den IS fortzusetzen aber auch um Wiederaufbau zu leisten, damit Menschen in ihre Heimat zurückkehren können", sagte Kramp-Karrenbauer im "heute-journal".

    Die Situation in Syrien beeinträchtige die Sicherheitsinteressen Europas und Deutschlands massiv, sagte Kramp-Karrenbauer. In dieser Situation hätten sich beide jedoch bisher zu passiv verhalten, "wie Zaungäste".

    Deswegen seien "ein Impuls und eine politische Initiative von Deutschland ausgehend für einen europäischen Vorstoß in der Nato sinnvoll", sagte die Ministerin. Über eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr müsse der Bundestag entscheiden. Ziel müsse auch ein ziviles Wiederaufbauprogramm sein.


    Meine Einschätzungen..

    Das kommt jetzt?
    Obwohl absehbar, so absehbar diese Entwicklung war...

    Vielleicht war es nicht exakt dieser Zeitpunkt, die völlig spontane "Aktion" des stabilen Genies, nach diesem Telefonat mit Erdogan, den Weg für eben diesen Aggressor freizumachen.
    Es war trotzdem absehbar.

    Jeder/m, der die Geschehnisse etwas länger und intensiver verfolgt, dem war klar, dass Erdogan nur gewartet hat.

    Es ist ein unglaubliches Desaster, was mit den Menschen in Syrien passiert/e.

    M.E. müssen dieser Art Sanktionen gegen die Türkei, sofort, intensiviert werden:
    https://www.handelsblatt.com/politik...JOBBaQ7OMy-ap3

    Daraus:
    Berlin Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat einem Zeitungsbericht zufolge ihr Neugeschäft mit der Türkei fast gänzlich eingestellt. „Solange sich die türkische Politik nicht grundlegend ändert, gehen wir Richtung null“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagausgabe) einen Insider der EU-Förderbank in einem Vorabbericht.

    Die Bankgremien hätten in diesem Jahr kein einziges Vorhaben positiv entschieden. Im Mai sei nur ein bereits genehmigtes Darlehen über 67 Millionen Euro für ein Abwasserprojekt unterzeichnet worden.

    Traditionell vergebe die EIB Kredite über rund 1,5 Milliarden Euro an die Türkei, in diesem Jahr würden weniger als 100 Millionen erwartet. Die Regierung in Ankara steht insbesondere wegen ihres Vormarschs in Syrien in der Kritik.


  6. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von indiegrandma Beitrag anzeigen
    Was sagt Ihr eigentlich zu dem neuen Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer, Norbert Röttgen hatte das schon bei "Anne Will" angestoßen...

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/nordsyrien-kramp-karrenbauer-fordert-internationale-sicherheitszone-a-1292632.html

    Daraus:
    Im Ringen um eine internationale Reaktion auf den türkischen Einmarsch in Nordsyrien prescht Annegret Kramp-Karrenbauer vor: Die Bundesverteidigungsministerin fordert eine international kontrollierte Sicherheitszone im syrischen Grenzgebiet zur Türkei.

    klingt erst mal sinnvoll.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  7. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    klingt erst mal sinnvoll.

    gruss, barbara
    Vielleicht etwas spät?
    Vielleicht - zu dem Zeit Punkt gewusst - dass im Grunde die "Zuständigen" , jetzt, dank Trump, klar drei Parteien sind.
    Da gab es nicht viel zu verlieren, aber viel zu profilieren.
    Mir ist das zu durchsichtig undurchsichtig.

    Zumal, diese Gelegenheit gab es bereits:
    Islamischer Staat: USA fordern deutsche Bodentruppen fur Syrien | ZEIT ONLINE
    Daraus:
    Die USA fordern von Deutschland, Soldaten in den Nordosten Syriens zu entsenden. "Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen", sagte der Beauftragte der US-Regierung für Syrien und für den Kampf gegen die IS-Miliz, James Jeffrey. Dabei solle es nicht primär um einen Kampfeinsatz gehen: "Den IS kann man besser mit syrischen Ortskräften zurückdrängen. Aber man braucht eine bestimmte internationale Präsenz, um die Luftunterstützung sicherzustellen, für Logistik, Ausbildung und technische Hilfe", sagte Jeffrey. Die angestrebte Mission solle einen Beitrag zur Stabilität in Nordostsyrien leisten.


    Trotzdem wäre es bei einem Einsatz deutscher Bodentruppen nicht ausgeschlossen, dass sie in Kampfhandlungen verwickelt würden. Eine konkrete Zahl deutscher Soldaten wurde laut Jeffrey nicht angefragt. Insgesamt würden aber Hunderte benötigt.

    Aus diesem Grund kann ich den Vorschlag von Frau Kramp-Karrenbauer nicht wirklich ernst nehmen. ...


    Wie auch immer. Vorläufig sind die Würfel gefallen. Immerhin ein NATO-"Partner" an Bord (entschuldigt meinen Zynismus).

    Der Artikel ist exemplarisch, andere Medien berichten sehr ähnlich. Hier etwas ausführlicher:
    Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan besiegeln Syriens Schicksal - SPIEGEL ONLINE

    Daraus:
    Erdogan erkennt Assad als Herrscher an

    Das sogenannte Memorandum of Understanding zwischen Moskau und Ankara umfasst insgesamt zehn Punkte, an manchen Stellen bleibt es vage, doch die Richtung ist klar - und die Folgen sind weitreichend.

    • Die Türkei erkennt die "politische Einheit und territoriale Integrität" Syriens an. In anderen Worten: Erdogan, der in den ersten Kriegsjahren alles daran gesetzt hat, Assad zu stürzen, akzeptiert den Despoten als rechtmäßigen Herrscher über Syrien.
    • Die russische Regierung billigt im Gegenzug de facto die türkische Militäroperation, indem sie auf das sogenannte Adana-Abkommen zwischen der Türkei und Syrien verweist, das dem türkischen Militär Anti-Terroreinsätze im türkisch-syrischen Grenzgebiet ermöglicht.
    • Die Türkei verlängert die Waffenruhe um 150 Stunden. Bereits vergangene Woche hatten Ankara und Washington eine fünftägige Feuerpause für Nordsyrien vereinbart, die am Dienstagabend auslief.
    • Es entsteht, wie von Erdogan gefordert, zwischen Irak im Norden und dem Euphrat im Süden eine Pufferzone, etwa 500 Kilometer lang, 30 Kilometer tief, aus der sich die YPG gänzlich zurückzieht.
    • Ein Teil dieser Pufferzone, der Landstrich zwischen den Städten Tal Abyad und Ras al-Ain, wird von der Türkei bewacht. Es ist das Gebiet, das das türkische Militär bei der Militäroperation "Friedensquelle" in den vergangenen Tagen erobert hat.
    • Östlich und westlich davon übernehmen Putin und Assa die Kontrolle, türkische Truppen dürfen in unmittelbarer Grenznähe (10 Kilometer Tiefe) mitpatrouillieren. Die Gespräche mit den Kurden soll Assad nach dem Willen Putins künftig direkt führen. Die Stadt Kamischli wird der Herrschaft des syrischen Despoten unterstellt.




    Interessant.
    In all den Artikeln, die ich so gelesen habe, nach dem Treffen von Putin und Erdogan, fehlte mir die Reaktion von Assad.
    Die findet man bei "heute plus", ist noch nicht in der ZDF-Mediathek, wird aber sicher nicht mehr lange dauern.

    Vielleicht nur genau das Verhalten, das man auch von Erdogan und Trump kennt, aber
    ... ein sehr ungutes Gefühl bleibt.


  8. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von indiegrandma Beitrag anzeigen
    Vielleicht etwas spät?
    Trump soll so eine Zone ja schon längst gefordert haben - aber niemand bewegte sich. Bis Trump die Soldaten zurück zog.

    besser spät als nie, würde ich meinen...



    Zumal, diese Gelegenheit gab es bereits:
    Islamischer Staat: USA fordern deutsche Bodentruppen fur Syrien | ZEIT ONLINE
    Daraus:


    Aus diesem Grund kann ich den Vorschlag von Frau Kramp-Karrenbauer nicht wirklich ernst nehmen. ...
    Wieso nicht?

    Das Vernünftige tun, ist auch dann vernünftig, wenn mans bisher verpennt hatte, es zu tun. Oder sich darauf verlassen hatte, dass die bequeme Situation von ständig einfach weiter bequem bleibt.

    lieber spät als gar nicht.




    Der Artikel ist exemplarisch, andere Medien berichten sehr ähnlich. Hier etwas ausführlicher:
    Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan besiegeln Syriens Schicksal - SPIEGEL ONLINE

    "besiegeln Syriens Schicksal"? - was ist denn das für eine übermässig dramatischer Titel?

    Das sind doch einfach ein paar eher pragmatische Regelungen, die da getroffen wurden - gut genug für die so gar nicht perfekte Welt, in der wir leben.

    Es gibt ein bisschen Frieden - wenn auch nur ein paar Stunden - ein paar Übereinkünfte - etwas, womit alle so halbwegs leben können. Etwas, das womöglich weitere Schritte in Richtung Frieden und Zusammenarbeit ermöglicht.

    Vielleicht nur genau das Verhalten, das man auch von Erdogan und Trump kennt, aber
    ... ein sehr ungutes Gefühl bleibt.
    Die Situation im Nahen Osten ist ja auch schon seit eh und je ungut.

    Assad ist übrigens der gewählte Präsident Syriens, ihn "Despot" zu nennen, scheint mir in einem Nachrichtentext eher unpassend, zu parteiisch, zu wenig neutral.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  9. Avatar von Lukulla
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Ich finde den Vorschlag von AKK sehr gut. (offenbar hat sie hier mitgelesen. )

    Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihren Vorschlag für einen internationalen Stabilisierungseinsatz in Nordsyrien im Verteidigungsausschuss des Bundestags konkretisiert. Ideal wäre aus ihrer Sicht eine Mission auf Basis des bestehenden UN-Sicherheitsrats-Beschlusses zu Syrien unter UN-Führung analog zum UN-Stabilisierungseinsatz Minusma in Mali, sagte sie nach Informationen aus Teilnehmerkreisen.

    Die Mission solle die Konfliktparteien trennen, eine Waffenruhe überwachen, Lagebilder erstellen sowie Verstöße gegen die dort geltenden Regeln ahnden. Dazu seien Führungsfähigkeit, Aufklärung, Mobilität in der Luft und am Boden, eine Rettungskette für Verletzte sowie Logistik nötig.

    Die Sicherheitszone könne in Sektoren eingeteilt werden, für die jeweils Führungsnationen die Hauptverantwortung übernehmen könnten. Deutschland könne einen Bereich übernehmen. Darüber könne man auch mit Kanada reden.
    SZ

    Das ist meiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit, der Invasion von Türkei und Russland, die sich eines Teils eines anderen Landes bemächtigen wollen, etwas entgegen zu setzen. Die beiden haben ja Nordsyrien unter sich aufgeteilt, als gehörte es ihnen.
    Der Plan ist auch die einzige Möglichkeit, die IS Gefangenenlager zu bewachen, den Kurden ihre Ruhe zu geben und Menschenumsiedlungen zu verhindern. Die IS Terroristen müssen dann nach und nach einem internationalem Gericht vorgeführt werden. Das ist eine Mamutaufgabe, die Jahre dauern wird.
    Die Un Truppen könnten den Wiederaufbau bestärken und bewachen. Wir könnten viel humanitäre Hilfe vor Ort leisten!

    (die larmoyanten Reaktionen aus D, dass AKK nicht vorher alle informiert hätte, sind an Albernheit nicht zu überbieten Ein Vorschlag hat es in sich, dass man etwas vorschlägt und sich so dann alle dazu äussern können)
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

    Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!
    Petition auf change.org.


  10. Registriert seit
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    AW: Türken in Deutschland und die aktuelle Politik in der Türkei

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Das ist meiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit, der Invasion von Türkei und Russland, die sich eines Teils eines anderen Landes bemächtigen wollen, etwas entgegen zu setzen. Die beiden haben ja Nordsyrien unter sich aufgeteilt, als gehörte es ihnen.
    Das ist so nicht korrekt.
    Der einzige "Player" hier, der ein direktes Mandat der syrischen Regierung hat, war und ist Putin, der Assad halten wollte und die westliche Welt wird das wohl auch erstmal hinnehmen müssen.
    Putin wird sicher auf ganzer Linie zufrieden sein, denn einer der Gewinner ist definitiv er und baut seine Machtposition in der Region weiter aus.

    Nochmals zur Erinnerung. Die Operation "Olivenzweig" hat uns bereits 2018 gezeigt, was Erdogan wirklich will.
    Erdogan hat aus Afrin gewissermaßen ein türkisches Protektorat gemacht, die zahlreichen Berichte (März 2018) über die Vorkommnisse in Afrin sind für alle nachlesbar.
    Man konnte also genau wissen, was Erdogan sich da wirklich vorstellt.

    Das hier mal auf die Schnelle gefunden, denn Bilder sprechen doch dann eine ganz andere Sprache und wer heute in Afrin das Sagen hat und dass die Türkei alles andere als weg ist, kann auch das schnell finden.
    Plunderungen in Afrin: Erdogan kundigt weitere Offensiven gegen Kurden an - n-tv.de
    Wie erschreckend sich die Bilder gleichen... .

    Wie gesagt. Ich halte es eher mit der Haltung der Franzosen in Bezug auf AKK.
    Annegret Kramp-Karrenbauer: Von "Dilettantismus" bis "sehr, sehr sinnvoll" | ZEIT ONLINE
    Daraus:
    Frankreich reagierte skeptisch. Der Vorschlag sei zwar sicherlich "gut gemeint", hieß es am Dienstagabend in Paris. Er sei aber nicht mit den Partnern abgestimmt und passe nicht zu den "Dynamiken" vor Ort. Außerdem werde den anderen "der schwierige Teil" überlassen. Kramp-Karrenbauers Vorschlag sei vermutlich innenpolitisch motiviert.


    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Der Plan ist auch die einzige Möglichkeit, die IS Gefangenenlager zu bewachen, den Kurden ihre Ruhe zu geben und Menschenumsiedlungen zu verhindern. Die IS Terroristen müssen dann nach und nach einem internationalem Gericht vorgeführt werden. Das ist eine Mamutaufgabe, die Jahre dauern wird.
    Die Un Truppen könnten den Wiederaufbau bestärken und bewachen. Wir könnten viel humanitäre Hilfe vor Ort leisten!
    Wieso erlauben wir uns, Länder aufzufordern "ihre Terrorristen" zurückzunehmen, während wir hier an der Stelle unsere nicht zurückführen und uns aus der Verantwortung stehlen?

    Mittlerweile sind über 100 IS Terroristen geflohen "dank" der trumpschen Vorgehensweise. Darüber berichten alle Medien in dieser Höhe, von daher verzichte ich auf eine Quelle.


    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    (die larmoyanten Reaktionen aus D, dass AKK nicht vorher alle informiert hätte, sind an Albernheit nicht zu überbieten Ein Vorschlag hat es in sich, dass man etwas vorschlägt und sich so dann alle dazu äussern können)
    Selbst Robin Alexander (Welt) sieht hier zwei Fehlpunkte in der Kommunikation von AKK... .

    Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Lösung, ist vor allen Dingen an die Zustimmung von Russland gebunden, lt. Kristin Helberg Journalistin, die selber Jahre in Syrien gelebt hat und den Konflikt sehr - m.E. - objektiv und v.a.D. wissend analysiert und sie wirft der EU hier totales Versagen vor, was Deutschland mit einschließt.
    U.a. hat sie nochmals aufgeführt, dass die Syrer selber schon vor Jahren um so eine Zone gebeten hatten, was aber offenbar niemand hören wollte.
    Alexander und Helberg, anzusehen in der heutige Lanz-Sendung, läuft gerade noch, später sicher in der ZDF-Mediathek zu finden.

    Das, was mich aufhorchen ließ, war dass Frau Helberg eine Zustimmung Russlands zu einer internationalen Schutztruppe - mal dahin gestellt unter welchem Schirm - nicht ausschließt.
    Wenn dem so ist, würde ich allerdings immer noch auf Röttgen verweisen, der - hatte ich bereits erwähnt - der diese Art Vorschläge ins Gespräch brachte bei Anne Will, bereits am Sonntag.

    Alles, was diesen türkischen Angriffskrieg stoppt, ist gut, keine Frage.
    Aber eine nochmalige ethnische Säuberung wie in Afrin geschehen, gilt es zu vermeiden. Der Türkei darf man kein zweites Afrin durchgehen lassen, das ist meine Meinung und wenn sich die Deutschland, die EU endlich mal bewegen, besser: früher bewegt hätten, wäre das auch im Vorfeld zu verhindern gewesen.
    Das ist mehr als zynisch, denkt man an die Opfer/Vertriebene.
    Geändert von indiegrandma (24.10.2019 um 00:56 Uhr) Grund: Missverständliche Formulierung geändert

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