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14.06.2017, 06:50
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
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14.06.2017, 07:22Inaktiver User
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Was soll das denn mit dieser "Elite"? Seit wann ist das denn etwas Schlechtes?
Macron und seine neue Partei haben einen großen Vertrauensvorschuss bekommen. Die Radikalen von Rechts und Links haben ihren Erfolg von den Präsidentschaftswahlen nicht wiederholen können. Da hatten sie wesentlich besser abgeschnitten. Aber nun muss Macron auch liefern.
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14.06.2017, 08:25Inaktiver User
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Der knackige Spruch stammt aber gar nicht von den 68ern selbst, sondern von einem Stern-Reporter. Die 68er propagierten auch gar nicht die Promiskuität, sondern "freie Liebe", was nicht dasselbe ist.

Hat jemand geschrieben, dass Eliten etwas Schlechtes sind? Ich halte es aber für sinnvoll, dass man Eliten und Establishment nicht in einen Topf wirft.
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14.06.2017, 08:27
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Wie definierst du "Establishment", Palma?
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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14.06.2017, 10:39Inaktiver User
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
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14.06.2017, 16:33
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Ach komm, Palma - wo schreibe ich denn was von Definitionsmacht?

Ich wollte ganz einfach wissen, wie du den Begriff verstehst, da du dir so sicher bist, dass Macron nicht dazu gehört.
Establishment = Machthaber? Ich weiß nicht Recht. Das Wort "Machthaber" assoziiere ich mit jemandem, der die Macht auf undemokratische Weise an sich gerissen, oder aber, wenn sie ihm auf demokratische Weise übertragen wurde, durch Manipulationen vergrößert hat, Bsp. Erdogan.
"Machthaber" sind gewöhnlich Einzelpersonen, das Establishment ist eine Gruppe.
Der Duden erklärt den Begriff folgendermaßen:
- Oberschicht der politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich einflussreichen Personen
- (abwertend) etablierte bürgerliche Gesellschaft, die auf Erhaltung des Status quo bedacht ist
Als Synonyme werden u.a genannt alles, was Rang und Namen hat, die oberen Zehntausend, Elite, High Snobiety, High Society, Jetset, Oberschicht; [...] und auch das schöne alte Wort "Bourgeoisie"
Ja, es war ein Kampfbegriff der 68er, und er meinte, grob umrissen, die gesellschaftliche Gruppe, die Macht und Geld vereint. Dass Trump, der Inbegriff eines Vertreters des Geldadels, meinte, sich als Anti-Establishment-Kämpfer darstellen zu müssen ist nichts als ein schlechter Witz. In der Bedeutung, in der er das Wort verwendet, meint es die Washingtoner Politikerkaste - gut, zu der gehörte er nicht, aber Anti-Establishment ist ein Typ wie er deswegen noch lange nicht.
Auch Macron kam als Quereinsteiger zur Politik - Verbindungen in einflussreiche Kreise wird er trotzdem genügend gehabt haben, andernfalls wäre ein so schneller Aufstieg, wie er ihn hingelegt hat, kaum möglich gewesen.
Schröder benötigte vom Parteieintritt bis zur seiner ersten Wahl zum Bundeskanzler 35 Jahre. Macron wurde 2012 Berater von Hollande und war nur fünf Jahre später Präsident.Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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14.06.2017, 17:14
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Guten Tag zusammen,
*räusper*
da ist mal wiki gar nicht so daneben:
.. eine politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich einflussreiche Milieugruppierung oder Klasse, eine etablierte Elite. Meist ist die Machtelite in einem Land bzw. einer Region gemeint. ...
https://wikipedia.org/wiki/%C3%89col...on#Absolventen
Machteliten sind ein Konglomerat aus Politik, Bankenkreisen, Spitzenetagen von Konzernen, Medienmogulen, die elitäre Netzwerke und Seilschaften bilden, an denen "man" irgendwie nicht vorbei kommt. Macron ist geradezu ein Paradebeispiel für in diesem Sinne definiertes Establishment. Er ist weder aus einem Elfenbeinturm der Wissenschaft plötzlich entsprungen noch ein politisch unbeschriebenes Blatt. Er ist kein Quereinsteiger, dazu ist er auch noch viel zu jung.
Der Werdegang eines Politikers in Frankreich ist denke ich ein anderer als bisher oft in Deutschland. In Frankreich kommen meines Wissens nach sehr viele Spitzenpolitiker und politische Verwaltungseliten von der Nationalen Hochschule für Verwaltung, von der auch Macron kommt. Seit 2005 ist er entweder führend in Wirtschaftspositionen oder in der Politik tätig.
Er war Finanzdirektor beim Finanzministerium, stellvertretender Generalsekretär des Präsentenamtes und schließlich Wirtschaftsminister, hatte auch schon seinen Steuerskandal.
Vom politischen Ansatz her ist er gut mit Schröder zu dessen Zeit zu vergleichen.I will dance
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14.06.2017, 18:27Inaktiver User
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Du hast mich aber gefragt, wie ich den Begriff definiere.
Deine Assoziationen in allen Ehren, ich habe solche Assoziationen nicht. Der Duden übrigens auch nicht.
Deshalb schrieb ich ja: "Allgemein sind mit Establishment die Machthaber gemeint." (Plural.)
Bitte genau lesen: Nicht jede einflussreiche Person gehört demnach zum Establishment. Nur die Oberschicht der politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich einflussreichen Personen. Macron würde ich nicht dazu zählen. Er war zwar ein erfolgreicher junger Mann, aber sein wirtschaftlicher und politischer Einfluss dürfte eher bescheiden gewesen sein. Er selbst gerierte sich als ein Außenseiter - das Gegenteil vom Establishment.
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15.06.2017, 06:39
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
einer hat die Realität erkannt,
hat angesichts seiner jämmerlichen paar Prozent in seinem Pariser Wahlkreis komplett die Contenance verloren: „Die Wähler, die in meinem Wahlkreis gewählt haben, sind zum Kotzen.“ Das Gefühl scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen.
https://www.welt.de/politik/ausland/...um-Kotzen.html
Der Erdrutschsieg von Macrons La République en Marche hat die Karriere zahlreicher prominenter Politiker der etablierten Parteien beendet. Einige verlieren darüber die Fassung.
das Wahlpersonal zur Existenzssicherung, weiß wirklich nicht geleistetes zu würdigen. Es ist eine Frechheit.
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15.06.2017, 09:10
AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017 Stichwahl am 7.Mai
Derartige Veränderungen stehen Deutschland noch bevor. Nach solchen Beobachtungen beim Nachbarn können wir froh sein, noch einmal auf Merkel zurückgreifen zu können.



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