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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zitat Zitat von bertrande Beitrag anzeigen
    Ich denke letzteres. Sie werden Macron wählen, weil sie nicht Le Pen wollen. Mit dem Namen Le Pen ist für viele Franzosen der Vater verbunden. Marine Le Pen benützt auf Plakaten nicht umsonst vorzugsweise nur ihren Vornamen.
    Le Pen (Vater) ist ja schonmal in den Stichwahlen gelandet 2002 (?)
    Der Gegenkandidat war Chirac (konservativ).

    Chirac wurde daraufhin mit über 80% zum Präsidenten gewählt, obwohl sicher nicht alle für ihn waren.

    Auch da haben drei Lager über 15% bekommen und mehrere Lager zwischen 5-10%. Dieses Mal haben mehr Leute die aussichtsreichsten fünf gewählt.

    2002
    Jacques Chirac 19,88 %
    Jean-Marie Le Pen 16,86 %
    Lionel Jospin 16,18 %

    offensichtlich war die Wahlbeteiligung hier sehr niedrig, da es ziemlich wenige Menschen sind in Zahlen verglichen.


    Präsidentschaftswahl 2007
    Nicolas Sarkozy 11.448.663 31,18 %
    Ségolène Royal 9.500.112 25,87 %
    François Bayrou 6.820.119 18,57 %
    Jean-Marie Le Pen 3.834.530 10,44 %


    2012

    François Hollande 28.63 %
    Nicolas Sarkozy 27.18 %
    Marine Le Pen 17.90 %
    Jean-Luc Mélenchon 11.10 %



    Das Ergebnis sehe ich nicht so sehr als problematisch an.
    Es wird dann richtig heiß, wenn Macron was falsch macht und bisher hat er keine Partei, sondern muss mit den Etablierten Parteien Mehrheiten finden.

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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Welchen Sieg? Ich lese was von 21.4%.
    Was hat den Macron anzubieten? Nichts, wenn man sich mal sein „Programm“ anschaut. Kosmetik, nicht anecken, Besitzstände wahren, bisschen mehr Rente hier, bisschen mehr Sozialstaat dort. Die Deutschen für ihren Fleiß kritisieren und vollmundig ankündigen, das kann so nicht bleiben.
    Der Nachbar hat mehr Geld auf dem Konto, das macht unzufrieden. Klasse Idee. Das man von dt. Handelsüberschüssen bisher sehr gut profitierte, wen interessiert’s. Le Pen wurde verhindert, weil sie aus der EU austreten möchte, der Rest von dem was sie wollte, war uninteressant.
    Wenn das die zukünftige Politik ist, um jeden Preis EU, dann gute Nacht.

  3. Inaktiver User

    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    das ist ja warum es geht,

    Frankreich hadert mit diversen EU-Vorgaben.

    Wegen der Wirtschaftsflaute sprengte Paris die im Euroraum vereinbarte Defizitgrenze von 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Während Brüssel auf Einhaltung der Regeln pocht, kritisiert Le Pen Gängelei.

    Zweites heißes Eisen ist die EU-Flüchtlingspolitik mit der Umverteilung von Ankömmlingen aus Italien und Griechenland.

    Dritter Punkt ist die Terrorgefahr im Europa der offenen Grenzen. Der Verdruss über die EU ist groß.


    und wer in D glaubt, das mit Macron sich an den EU Problemen was ändert, wird sich täuschen,

    Weder die deutsche Bundeskanzlerin Merkel noch ihr SPD-Rivale Martin Schulz würden wohl den Schulterschluss mit einem Staatsoberhaupt suchen, das Frankreich aus der EU führen will.

    Sollte sich Frankreich von der EU abwenden, käme Deutschland noch stärker in die Rolle des einzigen Stabilitätsankers in Europa.

    Macron wäre angesichts seiner Unterstützung für die EU und die deutsch-französische Achse ein zugänglicher Partner für Berlin - unabhängig davon, ob nach der Bundestagswahl im Herbst Merkel oder Schulz im Kanzleramt regieren.


    der Stabilitätsanker, der liberalisieren will, mit einer zentralistischeren EU ?
    nicht zu vergessen, die Parlamentswahlen im Juni, hat Macron/Le Pen, dann die gleichen Schwierigkeiten wie zb Obama, im Parlament zuwenig "Hausmacht" zu haben, um seine Politik auch umzusetzen, die dafür notwendige Zustimmung der Interressenverbände,Gewerkschaften,.... , also der Bevölkerung.

    Quelle

  4. Moderation

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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Was hat den Macron anzubieten? Nichts, wenn man sich mal sein „Programm“ anschaut. Kosmetik, nicht anecken, Besitzstände wahren, bisschen mehr Rente hier, bisschen mehr Sozialstaat dort. Die Deutschen für ihren Fleiß kritisieren und vollmundig ankündigen, das kann so nicht bleiben.
    [...]
    Ich kann mich nicht erinnern, eine Lobrede auf Macron gehalten zu haben. Ich fragte dich, wie du darauf kommst, dass Le Pen gesiegt habe.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich kann mich nicht erinnern, eine Lobrede auf Macron gehalten zu haben. Ich fragte dich, wie du darauf kommst, dass Le Pen gesiegt habe.
    Sagt ja keiner, dass du eine Lobrede gehalten hast. Warten wir es mal ab.

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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Gestern war die einzige Debatte zwischen Macron und LePen.
    offensichtlich ging es mehr darum sich gegenseitig zu demontieren, als um Inhalte. Kennt man ja schon von Österreich und den USA.

    Europa war ein Thema. LePen stellte Macron als Marionette Deutschlands dar. Offensichtlich scheint das Argument bei vielen Franzosen im groben Resonanz zu schaffen, auch wenn die meisten eindeutig für Macron sind.




    Das ist vergleichbar mit Griechenland. Es gibt eine massive Kritik an der Art wie EU-Wirtschaftspolitik gestaltet wird, vor allem die Sparpolitik. Frankreich kommt damit nicht zurecht - und das seit über 40 Jahren. Das Land wurde immer wieder durch äußeren Druck, insbesondere von Deutschland, gezwungen, zu sparen. Während Frankreich traditionell dem Staat zuschreibt, Jobs zu schaffen, die Konjunktur anzukurbeln und Geld zu investieren - auch wenn es nicht da ist. Das Land leidet also an dem Kurs, der von der EU und besonders eben Deutschland bestimmt wird.

    Aber den Euro wollen die Franzosen trotz EU-Skepsis doch behalten?

    Darin liegt der Widerspruch: Eine Mehrheit der Franzosen, inklusive diese, die zu den Verlierern gehören, wissen, dass mit dem Euro eine Stabilität einhergeht. Die Rückkehr zum Franc wäre ein zu riskantes Abenteuer, das sie nicht gewillt sind, einzugehen. Eben wie die Griechen, die für Alexis Tsipras gestimmt haben, aber nicht zur Drachme zurückkehren wollten.

    Stichwort Deutschland, das eine Sparpolitik fast schon aufzwingt. Macht sich in Frankreich eine steigende Deutschland-Kritik in der Bevölkerung bemerkbar?

    Deutschland-Phobie nein, aber wie Sie richtig sagen, eine Deutschland-Kritik - und diese ist massiv. Sie wird im Wahlkampf von Le Pen ausgedrückt, ganz offen, aber auch von Mélenchon und anderen Politikern. Und ich schätze, dass diese Kritik von mindestens zwei Dritteln der Franzosen, wenn nicht sogar mehr, geteilt wird.

  7. User Info Menu

    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Ich habe die zweite Hälfte der Sendung auf TV5 gesehen.
    LePen m.E. ziemlich aggressiv und von oben herab, teilweise auch abschätzig, nicht nur gegenüber dem Gegenüber, sondern auch dem ganzen System, insbesondere der Justiz (aus der sie ja kommt), typische Anti-Establishment-Attitüde.
    Macron hat - aus meiner Sicht - ziemlich Haltung bewahrt.
    Manchmal fragt man sich, wie Menschen das aushalten und warum. Man selbst würde brüllend und Türe schlagend den Raum verlassen, jede Wette.
    Le Pen möchte aus dem Euro, aus der EU oder den Euro nur für Außenwirtschaft, keine Ahnung, ob man das "Konzept" nennen kann.
    Macron spricht viel von Versöhnung, Vereinen, Solidarité etc. - viele befürchten ja aber, er möchte Frankreich auch eine gewisse Austeritätspolitik verordnen plus eine Art Hartz IV-Programm, also "Agenda-Politik".

    Ich finde die ganze FN unsäglich und LePen besonders, Macron bleibt ein wenig Wundertüte, außer, daß er als Typ ganz smart ist.
    Ich hoffe trotzdem, es wird nicht allzu knapp.

    lg lenita
    Je suis Charlie.

  8. Inaktiver User

    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zum Abschluss des Wahlkampfes wurde die Kampange von Macron gehackt und interne Papiere und Matrial veröffentlich. Es soll sich um bestätigtes Material handeln, aber laut Marons Team auch gefälschte Materialien.

    In Frankreich darf aber darüber nicht bereichtet werden, da morgen schon die Wahl ist. Die russische Hackergruppe APT28 soll dahinter stecken, die schon hinter Hackerangriffen auf den Bundestag stecken soll.

    http://derstandard.at/2000056465269/...-Visier-nehmen

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2...-hackerangriff

  9. gesperrt

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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Le Pen möchte aus dem Euro, aus der EU oder den Euro nur für Außenwirtschaft, keine Ahnung, ob man das "Konzept" nennen kann.
    Klar ist das ein Konzept! Das sind eindeutige, klare Aussagen und Positionen.

    im Gegensatz zu Macron, der es allen irgendwie ein bisschen recht machen will.


    Macron spricht viel von Versöhnung, Vereinen, Solidarité etc. -
    ja. Leeres Wortgeklingel. Politische Schaumschlägereien.

    viele befürchten ja aber, er möchte Frankreich auch eine gewisse Austeritätspolitik verordnen plus eine Art Hartz IV-Programm, also "Agenda-Politik".
    Stimmt.


    Ich finde die ganze FN unsäglich und LePen besonders, Macron bleibt ein wenig Wundertüte, außer, daß er als Typ ganz smart ist.
    Es wäre ein kleiner Trost, wenn Frankreich immerhin wieder mal einen richtig gut aussehenden Präsidenten hätte. Er könnte dann gemeinsam mit Trudeau von Kanada Modeschauen abhalten. Dann würde er immerhin nichts Schlimmeres anstellen in der Zeit.

    gruss, barbara

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    AW: Frankreich: Präsidentschaftswahlen am 23. April 2017

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es wäre ein kleiner Trost, wenn Frankreich immerhin wieder mal einen richtig gut aussehenden Präsidenten hätte. Er könnte dann gemeinsam mit Trudeau von Kanada Modeschauen abhalten. Dann würde er immerhin nichts Schlimmeres anstellen in der Zeit.
    Kaum polemisch...
    Aber ja, es kann nicht nach Aussehen oder rein nach Sympathiepunkten gehen.
    Aber bei Le Pen wüßte man schon, daß sie einiges "Schlimmes" anstellen würde.
    Abgesehen von diversem Rumgelüge/Falschaussagen und einer Korruptionsaffäre die sie bereits am Hacken hat -
    als erstes käme man vom politisch-definierten "Gesellschaftsvertrag" zu einer doch eher archaischen Abstammungslehre bzgl. dessen, wie man "Franzosen" definiert - da wäre die Republik schon mal grundverändert.
    Ein möglicher Austritt aus der EU würde diese dann wohl endgültig sprengen und sicher alle Mitglieder ins Taumeln bringen.

    lg lenita
    Je suis Charlie.

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