Der Blick ändert sich ja, wir erleben gerade wie aus Arbeitslosen, arbeitsscheue Arbeitslose werden. Nun warum wohl?Zitat von Inaktiver User
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Thema: unwort des Jahres
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23.01.2007, 10:42Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
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23.01.2007, 13:00Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
ein arbeitscheuer Arbeitsloser ist ein arbeitsscheuer Arbeitsloser
Zitat von Inaktiver User
Mein Blick ist da ganz klar.
Obwohl : ich MUSS unbedingt zum Optiker !
und Sonnenbrillen schaue ich mir auch an..
aber keine rosaroten..
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23.01.2007, 13:15
AW: unwort des Jahres
Abwrackprämie
Zitat von Inaktiver User
Ist für mich das absolute Unwort des Jahres. Wenn ich mich recht erinnere ist es eine Prämie gezahlt zur Absetzung älterer Mitarbeiter. Find ich ganz und gar unglaublich. Hört sich so an wie Subventionen zahlen für z. B. nicht benötigte Landwirtschaftsprodukte, die dann vernichtet werden. Leider muss aber noch dafür gezahlt werden, weil wir nicht wissen wohin damit.
Allein dass es solche Prämien geben muss ist schon schlimm genug, aber dann auch noch ein solches Wort dafür...
Ich habe es irgendwo gelesen, kann es aber leider nicht mehr wiederfinden. Meine Interpretation fußt also tatsächlich nur auf Bruchstücken. Aber so oder so ähnlich war es beschrieben, und ich reg mich immer noch auf, wenn ich dran denke.Mir tun die Haare weh!
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23.01.2007, 13:44
AW: unwort des Jahres
Die Einschätzung teile ich auch.
Zitat von Inaktiver User
Nein, entschuldigung, dass ich darauf herumreite, aber ich habe nicht "konnotiert" geschrieben, um besser oder unverständlich zu klingen. Eine Konnotation, die beim Hörer im Geiste mitschwingt, oder auch beim Sprecher, ist wirklich nicht das gleiche, wie einen Begriff als Schimpfwort zu verwenden.
Zitat von Inaktiver User
Die Intention ist auch ganz unterschiedlich. Sich abwertend auszudrücken ist absichtlich verletzend. Für Konnotationen, die ein Begriff "hat", kann der Begriff nichts, er ist nicht per se verletzend.
Siehe auch oben der ironische Vorschlag, lieber Basisschicht zu sagen. Das ist ein witziges Beispiel für ein Grundproblem der political correctness. Man kann die Begriffe austauschen, weil sie zu Schimpfworten werden, und das nützt alles nichts, wenn die Konnotationen die gleichen bleiben.
Ich habe den antiken Autor nur gebracht, weil ich Verallgemeinerungen darüber, wie es "früher" war und "heute" ist, generell nicht glaube.
Zitat von Inaktiver User
Ich orientiere mich gerne an nachprüfbaren Beispielen, aber da ich keine Soziologin bin, muss ich mich auf Auskunft anderer und meine selektive Lektüre verlassen. Wenn jemand Beispiele aus dem Mittelalter weiß, her damit!
Für ein geändertes Problembewußtsein ungefähr ab dem 19. Jh. würde ich zum Beispiel Literatur wie Charles Dickens ansehen.
Nein, hat er nicht, und zugeneigt war er auch nicht, das wäre verzerrend!
Zitat von Inaktiver User
Da bin ich verblüfft. Welche?
Zitat von Inaktiver User
Grüße, Neko
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23.01.2007, 14:02Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
hm.... und wer stellt fest, wer "arbeitsscheu" ist? Unsere Privatsender?
Zitat von Inaktiver User
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23.01.2007, 16:11Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
@ Neko
Du teilst welche Einschätzung ?
dass ich Schlösser zitierte, weil ich die Begründung interessant und erklärend fand ? ;-)
Wer würde dem Jurymitglied widersprechen wollen ? Darum ging es mir überhaupt nicht.
Das Wort " Schatten " ist negativ konnotiert. Wenn ich sage : " Ich glaube Du hast einen Schatten " ist das etwas anderes als :" " Ich gehe in den Schatten.." "Ein Schatten auf meiner Seele ? " Der Schatten an sich ist neutral..
Ja, und Unterschicht auch und warum ist sie negativ konnotiert ?
In Spanien ist "Schatten" positiv konnotiert..
Aber sollte man sich nicht einmal anschauen, was SPRACHE in den Köpfen bewirkt..
Ich glaube aber nicht, dass eine Beschäftigung und ein Ab-lenken in die Richtung von übertriebenen political correctness gut ist.
Das habe ich über..
dieses Gegen-pc-Keule schwingen, obwohl das ja gestrig ist..
Mich erschreckt, wenn ich lese wie wild ständig sprachlich alles mögliche wirr durcheinander geschmissen wird , was zu Wirrnis in den Köpfen führt. Das spürt man bei Stammtischgesprächen oder Kaminplaudereien..
Warum Neko hast Du nun die Intention das nicht wahrhaben zu wollen, was so offfensichtlich ist ?
Hörst und liest Du nicht, was sich Leute unter " Unterschicht " vorstellen ?
Was interessiert mich " Charles Dickens und ein antik römischer Autor, wenn heute Studenten, Schreiberlinge in Zeitungen so schlampig oder manipulativ mit Sprache umgehen, was zu kritisieren NICHTS mit übertriebener politcal correctness zu tun hat..
Was ist denn schon geschehen in den Köpfen ?
Warum scheint man lieber schnell alles mögliche an den Haaren herbeizuzerren , anstatt zu überlegen, ob nicht doch etwas dran ist an dem was zig Leute zwickt ( Linguisten, Politiker, Journalisten ..)
Ich brachte dieses Wort in diesen Strang, weil " Freiwillige Ausreise " schnell dazu dient Orwell zu bemühen und auf " oben " zu schimpfen. Hier sprach " das Volk " deutlich : und schickte vielfach das Wort als " Unwort " ein..
Dass wir nun sagen : Blödsinn, das passt ja gar nicht, reicht mir nicht..
Was wir aber TÄGLICH zu " Unterschicht " denken, sagen und fühlen, betrifft uns täglich und ich mache es mir nicht so einfach und suche mir wieder einen Schuldigen " oben ". Gerne auch die Medien, Privatsender etc. Jeder einzelne sollte mal reflektieren, wie sehr er schon beeinflusst ist.. aber das ist unbequemer als nur andere für Manipulateure entlarven, die man ja durchschaut habe..
Ich will doch gar niemanden überzeugen ( wovon auch ? ) : ich bemerkte manches, dachte darüber nach.. andere auch : wer nicht : auch gut..
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23.01.2007, 17:29Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
Wenn es dieses Wort wirklich gibt, dann muss ich dir völlig zustimmen!
Zitat von Yassia
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23.01.2007, 19:29
AW: unwort des Jahres
Political correctness kennen die meisten leider nur aus der Parodie und als Schimpfwort. Leider.
Ich fand die Bewegung von der Intention her und auch in vielen Ergebnissen gut. In Deutschland gab es leider schon das Schimpfwort "PC-Keule", bevor hier überhaupt einer wusse, was pc sein soll.
Ich habe das mit dem "witzigen Beispiel für ein Problem der pc" durchaus sympathisierend gemeint. Gut, wenn man nicht meine Gedanken lesen kann, weiß man das nicht. Aber ich glaube nicht, dass ich mich so ausdrücke, dass man mich für einen verbalen Keulenschwinger hält. Diese Diffamierung ("pc-Keule") kam doch eh aus dem rechtsextremen Lager, wenn ich mich richtig erinnere.
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23.01.2007, 20:50Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
Zitat von meta1
Ist, wer dieses "Unwort" verwendet, automatisch dann ein "Unmensch"??
Als Unwort für das Jahr 2007 schlag ich vor: Unwort.
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23.01.2007, 20:57Inaktiver User
AW: unwort des Jahres
Vielleicht verstehen hier alle unter "PC" völlig verschiedene Dinge?
Zitat von neko
Soweit ich mich erinnere, begann man die Idee der "Political Correctness" Ende der 80er in der US-Presse zu thematisieren.
Ich denke, bei "PC" geht es nicht um Grundregeln der Höflichkeit oder sowas... sondern um Kontrolle und Herrschaft, um semantische Vorzensur; nämlich um die Ausübung von Herrschaft durch bestimmte ideologisch orientierte Kreise mit dem Mittel der semantischen Zwangskontrolle. Im Kern ist "PC" nichts anderes als die "LTI", die Lingua Tertii Imperii.
"PC" bedeutet, daß gewisse Worte/Zusammenhänge – unabhängig von ihrer Stichhaltigkeit - nicht mehr ausgedrückt werden sollen/dürfen, weil alle diesbezüglichen Ausdrucksmittel von irgendwem als "politisch inkorrekt" gebrandmarkt/verboten werden/wurden.
Die Alternative zu "Political Correctness" ist auch nicht das sprichwörtliche "Stammtischgebrüll"... sondern die freie Rede freier Menschen!


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