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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hast Du völlig recht ,das habe ich auch gar nicht angezweifelt...
    Ich wollte die Situation in dieser "Berufssparte" nur noch mal näher ansprechen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Ich denke für 50 + wird sicher auch nicht mehr so viel an Schulungen getan wie noch vor 10 Jahren.
    Weiß ich nicht.
    Die Chancen für einen neuen Job ab 45/50+ waren schon vor 10 Jahren ziemlich mau, so weit ich weiß.

    Ich wohne in einer Region mit quasi offizieller Vollbeschäftigung, weiß aber, dass auch schon vor 10 Jahren viele Frauen ab 45+ (nach Familienpause) ohne Vitamin B - außer für Regaleinräumen etc. oder sich selbständig machen (Änderungsschneiderei, Gebäudereinigung...) nicht mehr in Arbeit kamen.

  2. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    ...
    Vieles von dem, was du schreibst, ist plausibel, wird aber ganz bestimmt nicht nur von der Linken so gesehen. ...
    Von der CDU/CSU/FDP/AfD wird jedenfalls fast nichts von dem Genannten "so gesehen", geschweige denn mit denselben Lösungsansätzen bedacht.
    Das mal zur Behauptung, man könne die Parteien heute nicht unterscheiden.
    Komisch, mir fällt das ziemlich leicht.
    Vielleicht, weil ich mir nur nicht nur CDU/CSU und SPD angucke.

    ... Was bei mir so als Grundtenor bei deinen Beiträgen ankommt:
    Du schreibst vor allem gegen CDU/CSU(FDP) und für die Linken. ...
    SPD und Grüne haste vergessen, und die AfD sowieso, aber den Tenor fein erkannt.
    Ja, "gegen die schreibe ich".
    Na und?
    Ist doch ok, oder bin ich hier zur Ausgewogenheit verpflichtet?

    .... Ich kann dazu nur das eine schreiben:

    Ganz verkehrt scheint zumindest die Politik der CSU nicht zu sein, denn in Bayern läuft vieles recht gut. ...
    Da wage ich mal ein "noch" - genau so, wie D im internationalen Vergleich noch relativ gut dasteht.

    Und das in Bayern vieles gut lauft, hat m.E. auch viele historische Ursachen, die kein Verdienst der CSU, erst recht nicht der heutigen CSU sind.
    (Schau Dir mal an, wie die letzten Truppenbewegungen im und demzufolge nach die Besatzungszonen nach WK II geografisch verliefen.
    Und frag Dich mal, wohin Du Dich als deutscher Ingenieur oder deutsches Unternehmen mit allem Know-how, Maschinen etc. bewegt bzw. etabliert hättest.
    Ich hätte das heutige Bayern oder Baden-Württemberg bevorzugt, möglichst weit weg von den Russen, nur ungern zu den potentiell reparationshungrigeren Briten und Franzosen, also möglichst genau in den amerikanischen Einflussbereich.
    Und so haben es Viele damals auch gesehen und entschieden.

    Dann schau Dir weiter an, wieviel Geld Bayern nach dem Krieg bis Mitte der 1980er Jahre aus dem Länderfinanzausgleich bekommen hat *klick*.
    Zudem ist Bayern halt ein sehr großes Flächenland, da ist mehr möglich als in kleinen Ländern oder gar Stadtstaaten.
    NRW zum Beispiel hat doch erst so grandios verkackt, als Kohle und Stahl strukturell den Bach runtergingen.

    All das wird von Bayern, insbesondere von der heutigen CSU, sehr gern vergessen und verschwiegen. Denn heute steht Bayern als Bundesland wirklich sehr gut dar, macht vieles besser als "die üblichen Verdächtigen".
    Kann Bayern aber auch wesentlich leichter, weil ... siehe Historie.

    (Fraglich zudem, ob die CSU ihre heutige Form hätte, wenn es die "Gebietsschutzpartnerschaft" mit der CDU nicht gegeben hätte. Aber das ist dann schon nebensächlicher.)

    Bayern ist aber nur eines von insgesamt 16 Bundesländern, dem es auch deshalb so gut geht, weil es seine Vorteile bzw. Interessen immer vehement gegenüber anderen Bundesländern oder der Regierung in Bonn/Berlin durchgesetzt hat.
    Sozusagen "Bavaria first".
    Unbestritten gut für Bayern, aber nicht immer gut für die Bundesrepublik Deutschland.

    Isoliert betrachtet könnte man also meinen, die CSU hätte es voll drauf.

    Bei der BTW 2017 geht es nun aber darum, heute und zukünftig für alle Bundesländer gute Politik zu machen.
    Plus m.E. innerhalb der EU für die gesamte EU.

    Und da habe ich insbesondere bei der CSU starke Bedenken.
    (Warum, illustriert auch dieser immerhin entwaffnend ehrliche Clip vom ehemaligen Gesundheitsminister Seehofer.)

    Das ist selbstverständlich nur meine Sicht, meine Meinung.
    Hoffentlich nachvollziehbar begründet, aber natürlich parteiisch.

  3. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    ...
    also möglichst genau in den amerikanischen Einflussbereich.
    Und so haben es Viele damals auch gesehen und entschieden.
    Gut, das mit der amerikanischen Besatzungszone war Glück.
    Man könnte sich natürlich auch überlegen, warum Amerika sich diese Zone ausgesucht hat.

    ..
    Dann schau Dir weiter an, wieviel Geld Bayern nach dem Krieg bis Mitte der 1980er Jahre aus dem Länderfinanzausgleich bekommen hat *klick*.

    .
    Da könnte man sagen:
    Das war…

    und

    was ist?

    ..
    Bayern ist aber nur eines von insgesamt 16 Bundesländern, dem es auch deshalb so gut geht, weil es seine Vorteile bzw. Interessen immer vehement gegenüber anderen Bundesländern oder der Regierung in Bonn/Berlin durchgesetzt hat.
    Sozusagen "Bavaria first".
    Unbestritten gut für Bayern, aber nicht immer gut für die Bundesrepublik Deutschland.
    ...
    Da schätzt du die Einflussmöglichkeiten von Bayern aus sehr viel höher ein als ich es je in Erinnerung hatte.

    "Bavaria first"? - Wäre niemals eine ernstzunehmende Aussage gewesen - zu Recht, übrigens.

    Eher: "Bavaria halt auch"

    Die bayerischen Politiker wurden doch eigentlich immer eher schenkelklopfend lachend diskreditiert, im Sinn von "sind eh bloß Hinterwäldler".
    Nie hätte - bis heute - ein Bayer eine Chance auf das Kanzleramt gehabt.

    ..
    Isoliert betrachtet könnte man also meinen, die CSU hätte es voll drauf.
    .
    Ich bin selber bass erstaunt und resümiere:

    Ej, die haben es voll drauf und ich habe das jahrzehntelang nicht bemerkt.

    (Früher empfand ich z.B. Herrn Stoiber als Inbegriff des Spießertums - heute finde den Mann nur noch cool.
    Der ist so retro, dass er schon wieder future ist.)

  4. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Gut, das mit der amerikanischen Besatzungszone war Glück.
    Man könnte sich natürlich auch überlegen, warum Amerika sich diese Zone ausgesucht hat....
    Die Alliierten wollten den Krieg gewinnen, die USA bevorzugt schnell und mit möglichst wenig amerikanischen Verlusten (personell und materiell).
    Die Amis haben wenn überhaupt nach militärstrategischen oder politiksymbolischen Gesichtspunkten "gewählt".


    Und wenn die Amis gewählt hätten, um dort zum eigenen Vorteil zu wirtschaften, warum hätten sie sich ein Agrarland aussuchen sollen, das zudem Haupteinzugsgebiet von Flüchtlingsmassen sein würde (und dann auch war, Stichwort Sudetendeutsche & Co.)?


    ... Da könnte man sagen:
    Das war…
    und
    was ist?...
    Genau das sagen ja auch viele.

    Ist dann halt so, als würde man Dich nach Einkommen, Besitz und Vermögen mit dem Einzekind aus Milliardärsfamilie vergleichen und schlussfolgern:
    Der Milliardärssproß ist viel schlauer, fleissiger und geschäftstüchtiger als Du.

    So ähnlich klang lange die Chancengleichheitslüge der BRD:
    "1948 haben alle mit DM 40,00 angefangen."
    Nur, dass ganz Viele erst in den 1950ern anfangen konnten - nach Rückkehr aus russischer Gefangenschaft.
    Und einige wieder Andere besaßen zu den DM 40,00 dann noch einen Bauernhof, einen arbeitsfähigen Handwerksbetrieb, oder gar eine Fabrik oder vielleicht auch zwei oder drei, Patente, Material, Werkzeuge, Lastwagen, Land- oder Immobilienbesitz, Gold, Edelsteine ...

    Ich weiss, voll kleinlich und geschichtsbesessen, so genau hinzugucken.



    ... Da schätzt du die Einflussmöglichkeiten von Bayern aus sehr viel höher ein als ich es je in Erinnerung hatte.

    "Bavaria first"? - Wäre niemals eine ernstzunehmende Aussage gewesen - zu Recht, übrigens.
    Kleines Beispiel der jüngsten Geschichte: die bayrische Industrie braucht und will zwar den Windstrom von der Nordsee.
    Eh klar, Energiewende ist ja auch mit CSU-Beteiligung beschlossen worden.

    Aber die neuen Stromtrassen sollen doch bitte auch mit erheblichen Umwegen und Mehrkosten durch Hessen gebaut werden, damit die schöne bayrische Landschaft geschont wird.
    Oder man verlege sie von der ganzen Republik (bzw. allen Stromkunden bundesweit) finanziert komplett unterirdisch - wie bereits die sogenannte Südtrasse.
    Damit wäre die CSU-Staatsregierung auch einverstanden.

    Und sowas sagen die nicht nur so, dass setzen die auch durch.



    ... Die bayerischen Politiker wurden doch eigentlich immer eher schenkelklopfend lachend diskreditiert, im Sinn von "sind eh bloß Hinterwäldler".
    Nie hätte - bis heute - ein Bayer eine Chance auf das Kanzleramt gehabt.
    Es gab und gibt Leute, die bayrische Politker fälschlicherweise prinzipiell für Provinzidioten halten. Es gab und gibt aber auch Leute, die dasselbe von Schwaben, Berlinern oder Norddeutschen denken.
    Oder gleich alle Politiker grundsätzlich für doof bzw. Marionetten halten.

    So richtig versucht hat es ja nur F.J. Strauss. Mit ihm als Kanzlerkandidaten hat die CDU/CSU 1980 immerhin 44,5%(!) eingefahren. "Keine Chance auf's Kanzleramt" sieht m.E.anders aus.
    Aber ein zweites Mal wollte Strauss es nicht versuchen.
    Dass sich seitdem kein CSU-Kanzlerkandidat mehr in der CDU/CSU duchsetzen konnte, tja ... danach kamen halt die "Rekordkanzlerschaften" von Kohl und Merkel.


    ... Ich bin selber bass erstaunt und resümiere:

    Ej, die haben es voll drauf und ich habe das jahrzehntelang nicht bemerkt.

    (Früher empfand ich z.B. Herrn Stoiber als Inbegriff des Spießertums - heute finde den Mann nur noch cool.
    Der ist so retro, dass er schon wieder future ist.)

    Jedem seine Sicht.
    Geändert von Kistenkumpel (22.08.2017 um 01:43 Uhr)

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Ausserdem ist die CDU/CSU doch beispielsweise gesellschafts-, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch noch voll auf dem alten Kurs:
    Träumt von Vollbeschäftigung, setzt weiter auf die immer leistungsschwächer werdenden, unsolidarischen Sozial- und Rentensysteme der Nachkriegszeit und denkt nicht im Traum daran, den politischen Einfluss von Wirtschaftsunternehmen zu begrenzen oder diese angemessener an den gesellschaftlichen Lasten zu beteiligen.
    Das Unterstrichene kann man leider auch von der SPD behaupten.



    Auch die Haltung der Regierung in der Flüchtlingsfrage könnte man durchaus auch mehr wirtschaftsliberal und weniger "humanistisch-links-multikulti" deuten:
    Dass links und humanistisch auf besondere Weise Hand in Hand gehen sollen - mehr als zB CDU/CSU und humanistisch - daran hab ich so meine Zweifel.

    Andererseit, auch wirtschaftsliberal und humanistisch widersprechen sich keineswegs, wenn da ein Wille ist, können die sehr wohl in schönster Eintracht miteinander sein.

    ansonsten: grösstenteils Zustimmung zu den letzten paar Posts hier

    gruss, barbara

  6. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Auch darf man vermuten, dass unsere Monsterjobmaschine Autoindustrie in Zukunft wohl nicht mehr so viele Menschen ernähren können wird, weil nicht mehr soviele Autos gekauft werden und wir zudem einfach schon zu lange keine wirklich zukunftsfähigen Fahrzeuge mehr bauen.
    vielleicht kommen sie wieder mal auf die Idee, Fahrzeuge zu bauen, die leicht zu reparieren sind, und wo "Automech" nicht mehr bedeutet, einen Computer anzuschliessen, ein Diagnoseprogramm laufen zu lassen und ein Ersatzteil zu bestellen? - Stichwort "geplante Obsoleszenz" - doch bis das Thema in der Wirtschaft ernsthaft angepackt wird, muss wohl die Politik gut Druck machen.

    gruss, barbara

  7. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das gruseligste Beispiel für Staatssozialismus sehen wir derzeit in Venezuela. Sogar eines der rohstoffreichsten Länder der Welt konnte man mit dieser Ideologie ruinieren, das ist eine echte Leistung.
    Rohstoffreiche Länder mit angenehmem Klima kriegen viel eher Probleme als rohstoffarme Länder mit schwierigem Klima. In rohstoffarmen Ländern wissen alle, dass es die gemeinsame Arbeitsleistung braucht, um durchzukommen. In rohstoffreichen Ländern ist die Versuchung gross, an jedes Problem das viele Geld zu werfen, das aus dem Verkauf der Rohstoffe stammt (aber das Problem höchstens oberflächlich etwas zu mildern, ohne es zu lösen), und ansonsten einen auf faulen Lenz zu machen.

    Ich halte Wagenknecht für eine kluge Frau, die nicht einfach irgendwelchen Parolen nachrennt, sondern eine gute Basis in der Realität hat. Kann sein, dass ich mich täusche, aber ich glaube nicht.

    gruss, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Das selbe "Argument" wurde bereits grundsätzlich gegen den Mindestlohn angeführt.
    Nun haben wir ihn seit über 2,5 Jahren und das prognostizierte Massensterben kleiner Betriebe oder der Wegfall von Niedriglohnjobs ist ausgeblieben.

    Wohl deshalb, weil der Mindestlohn eben mehrheitlich in Jobs gezahlt wird, die sich nicht offshore verlegen lassen.
    Es rechnet sich halt nicht, für einen Haarschnitt nach Indien oder auch nur ins europäische Niedriglohn-Ausland zu reisen.
    Exakt. Der Inhaber meines kleinen Friseursalons hat sich dafür entschuldigt, dass er die Preise anheben musste und es brummt nach wie vor. Vor kurzem wurde sogar noch jemand angestellt.
    Geändert von Inaktiver User (22.08.2017 um 09:03 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Zudem ist noch nicht raus, wie sich Merkels "Wir schaffen das" am Wahltag und danach auswirken wird. Eine AFD auf Augenhöhe mit Grünen und Linken hätte es ohne die Flüchtlinge nicht gegeben. Fragt sich, ob der CDU/CSU das nützen wird.
    Da man das Thema erfolgreich unter den Tisch gekehrt hat: Garnicht. Die AfD liegt derzeit bei 7 %.

  10. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Das Argument, dies sei politisch nicht durchsetzbar oder argumentativ vermittelbar gewesen, lasse ich nicht gelten.
    Denn das war und ist die deutsche Flüchtlingspolitik bei weiten Teilen der Bevölkerung auch nicht.
    Ach, du lässt ein Argument "nicht gelten". Toller Diskussionsstil.

    Was die Flüchtlingspolitik betrifft, schrieb ich schon: Die Macht des Faktischen. Die Leute waren einfach über die Grenzen marschiert, die Bevölkerung wurde nicht gefragt, ob sie das will. Und die Staaten hielten die Menschen lange nicht auf (das passierte erst später bei der Schließung der Balkanroute).

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Und frag Dich mal, wohin Du Dich als deutscher Ingenieur oder deutsches Unternehmen mit allem Know-how, Maschinen etc. bewegt bzw. etabliert hättest.
    Ich hätte das heutige Bayern oder Baden-Württemberg bevorzugt, möglichst weit weg von den Russen, nur ungern zu den potentiell reparationshungrigeren Briten und Franzosen, also möglichst genau in den amerikanischen Einflussbereich.
    Und so haben es Viele damals auch gesehen und entschieden..
    Das stimmt so nicht. Die Franzosen sind zB. aus meiner Gegend sehr schnell wieder abgezogen, als sie sahen, dass die Verwaltung wieder läuft. Sei haben weder geplündert noch was zerstört.

    Bayern und BaWü betrieben ganz gezielt eine sinnvolle Wirtschaftspolitik. Man wollte keine "dreckige" Industrie wie im Ruhrgebiet, sondern setzte auf moderne, innovative Industrien, Stichwort: Laptop und Lederhose.

    Es gibt in Europa reiche und arme Gegenden, und zwar relativ unabhängig von den Nationalstaaten.
    Ein Cluster liegt in Hessen, ein anderer umfasst Teile Süddeutschlands, die ganze Schweiz und Westösterreich. Das Interessante daran: Ein Teil dieser Gebiete ist sehr gebirgig und war früher bitterarm.

    Die Menschen haben sich aus der Armut heraus gearbeitet. Mit der Besatzung hat das gar nichts zu tun, die CH war nicht besetzt. Auffallend ist etwas anderes: Sowohl in Süddeutschland, wie in der CH und in Westösterreich erzielen politisch konservative Parteien die höchsten Ergebnisse, die Sozialisten konnten nie so recht Fuß fassen. Lag auch daran, dass es in diesen Gegenden kein großes Industrieproletariat gab.
    Der wirtschaftliche Erfolg gibt der Politik recht.

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