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  1. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer wollte da etwas dagegen haben, ohne sich sofort als Unmensch zu outen? Der wirtschaftliche Effekt ist ähnlich, nur dass über das Thema nicht gestritten werden darf, weil sofort die Moralkeule kommt.
    Eigentlich eine geniale Strategie....^^
    Das ist der Wiedervereinigungsaufschwung Part 2 reloaded,daraus hat man eine Menge gelernt wie man intern die Binnenwirtschaft ankurbeln kann ...Effektiv kurzzeitig , nur gar nicht nachhaltig.

  2. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist der Wiedervereinigungsaufschwung Part 2 reloaded,daraus hat man eine Menge gelernt wie man intern die Binnenwirtschaft ankurbeln kann ...Effektiv kurzzeitig , nur gar nicht nachhaltig.
    Richtig.
    Ich glaube nicht, dass die Politiker diese vielen Menschen aus rein humanitären Gründen aufnahmen.

    Aber sie haben sehr schnell kapiert, dass sich das Deckmäntelchen der "Menschenfreundlichkeit" hervorragend dazu eignet, jede Kritik im Keim zu ersticken. Das ist die beste Begründung überhaupt, denn da möchte niemand widersprechen.

    Worum es wirklich ging, werden wir vermutlich erst in einigen Jahren erfahren, wenn Historiker die Situation aufarbeiten.

  3. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Beim Mindestlohn hätten die Wirtschaftsvertreter aufgeschrieen - und bei den kleinen Unternehmen mit wenigen Angestellten (Friseure etc) hätten sicher einige zusperren müssen. Wer ist denn bereit, beim Friseur noch mehr zu zahlen als jetzt schon?
    Es wären also Arbeitsplätze verloren gegangen. ...
    Das selbe "Argument" wurde bereits grundsätzlich gegen den Mindestlohn angeführt.
    Nun haben wir ihn seit über 2,5 Jahren und das prognostizierte Massensterben kleiner Betriebe oder der Wegfall von Niedriglohnjobs ist ausgeblieben.

    Wohl deshalb, weil der Mindestlohn eben mehrheitlich in Jobs gezahlt wird, die sich nicht offshore verlegen lassen.
    Es rechnet sich halt nicht, für einen Haarschnitt nach Indien oder auch nur ins europäische Niedriglohn-Ausland zu reisen.
    So, wie es auch wenig wirtschaftlich ist, Service- oder Raumpflegepersonal täglich von dort einzufliegen.


    ... Auch die Idee mit den Mindestrenten finde ich gut - aber auch das wäre kaum realisierbar gewesen. Als Nahles die Mütterrente einführte, um die Unterschiede auszugleichen, wurde von manchen so getan, als ob das Deutschland in den Ruin treiben würde.

    Und natürlich wäre es auch sinnvoll, den Hartz4-Satz anzuheben. Das mehr gezahlte Geld ginge zu 100% in den Konsum. ...
    Bei jeder Transferleistung und vielem Anderen wird immer erst mal gebrüllt, es wäre der Ruin des Landes.
    Nur, wenn es wirklich und nicht nur finanziell ruinös wird, brüllt seltsamerweise niemand.

    Beispielsweise bei den 1,3 Mia. Überstunden, die 2015 geleistet wurden, von denen obendrein die Hälfte nicht bezahlt wurde.
    Ein gigantisches Geschenk für die Arbeitgeber und Kapitaleigner.
    Ruinös jedoch für Gesundheit, Lebenszeit und Entlohnung derer, die sie geleistet haben.
    Ruinös ebenso für die Steuerkassen, Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt.
    Arithmetisch-theoretisch entsprechen 1,3 Mia. Überstunden immerhin mehr als 1 Million Vollzeit-Arbeitsplätzen.

    Davon aber hört man kaum was, kein Gebrüll, nix.
    Un-fucking-fassbar.

    Oder beim Beispiel Schwarzarbeit:
    Da feiert man, dass 2017 das achte Jahr in Folge der Anteil am Bruttoinlandsprodukt sinken wird.
    Auf nur noch geschätzte 10,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, also Leistungen im Wert von 330 Milliarden Euro.

    Natürlich ist die Tendenz erfreulich.
    Aber zurückzuführen ist sie anscheinend nicht etwa auf staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit, denn an denen ist nichts wesentliches verändrt worden.
    Das ganze verdanken wohl mehr auf der extrem gute Wirtschaftslage, weil einfach weniger Leute meinen, schwarz Geld nebenher verdienen zu müssen.

    So gehen also 330 Mia. oder gut 10 Prozent unserer Wirtschaftsleistung an unserem Gemeinswesen vorbei: am Arbeitsmarkt, an den Sozialsystemen und dem Steueraufkommen.
    Jahr für Jahr, mal etwas mehr, mal etwas vielleicht etwas weniger.

    Auch das halte ich für ruinös:
    Die Regierung ignoriert offenbar dieses Potential an Arbeitsplätzen (und damit mögliche Einsparung von Transferleistungen, mögliche Senkung von Sozialabgaben und Einkommenssteuern für alle!) sowie riesige Steuermehreinnahmen in den Verbrauchssteuern.

    Selbst vorsichtig geschätzt entspräche die Hebung dieses Schatzes locker den im Moment so heiss begehrten, so viel diskutierten 40-50 Mia. Steuermehreinnahme.

    Das hätte also das selbe Potential für Investitionen und Entlastungen bei Sozialabgaben und Steuern, plus immenser sozialer und arbeitsmarktpolitischer Verbesserungen.
    Und nicht nur einmal, weil's gerade konjunkturell so richtig gut läuft, sondern jedes Jahr.

    Alles, was der Staat dafür tun müsste, wäre das Personal bereitzustellen, um geltendes Recht und Gesetz durchzusetzen und die Losung auszugeben: "Kampf der Schwarzarbeit!"
    Auch davon hört man aber kaum was.


    Un-fucking-fassbar.

    Nur zwei(!) Beispiele für Themen und Probleme, die von den großen Parteien zum Schaden des Gemeinwesens ignoriert, runterpriorisiert bzw. toleriert werden.


    ... Aber bei allen diesen Themen hätte Merkel mit Widerstand in der eigenen Partei rechnen müssen. Und sie wollte dem Koalitionspartner, zu dessen Markenkern diese Themen gehören, den Erfolg sicher nicht überlassen. ...
    Merkel hin, Markenkern her, wie kommen die Leute eigentlich auf die Idee, die C-Parteien hätten die höchste Wirtschaftskompetenz oder wären die wahren Verfechter von Recht und Ordnung?
    Obige Beispiele zeigen, dass sie bestenfalls ahnungslos sind, vermutlich aber eher asozial und bösartig zum Nutzen von Unternehmern, Kapitaleignern und Schwarzarbeitern aller Art agieren.

    Da ich aber immer noch nicht glaube, dass die Mehrheit meiner wahlberechtigten Mitmenschen Unternehmer, Kapitaleigner und Schwarzarbeiter sind, warum werden die immer wieder an die Regierung gewählt?

    ... Die Ausgaben für die Flüchtlinge unterliegen der Macht des Faktischen: Die Leute sind da, also müssen sie alimentiert, untergebracht, ernährt und gebildet werden. Je mehr, desto besser.

    Wer wollte da etwas dagegen haben, ohne sich sofort als Unmensch zu outen? Der wirtschaftliche Effekt ist ähnlich, nur dass über das Thema nicht gestritten werden darf, weil sofort die Moralkeule kommt.
    Eigentlich eine geniale Strategie....^^
    Der wirtschaftliche Effekt wäre nicht derselbe, denn parallel bleiben die Probleme hier (wachsende Transferausgaben, die von immer weniger Erwerbstätigen erwirtschaftet werden müssen, soziales und wirtschaftliches Auseinanderdriften der Gesellschaft) und in den Herkunftsstaaten (Fluchtursachen, Brain/Muscle-drain) dieselben.
    Das "rechnet" sich also weder national noch global.

    Wirklich genial wäre, beispielsweise die obigen Themen ernsthaft anzugehen.
    Und mir fallen noch ein paar solcher Themen ein .. z.B. Bürgerversicherung, Finanztransaktionssteuer, gleiche Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkünften.

    Gibt auch Parteien, die derlei adressieren, aber die können keine "Mama" Merkel als Kandidatin anbieten. Frau Kipping und Frau Wagenknecht stehen halt auch für einen anderen Frauentyp.

    (Disclaimer zum Schluss: Frau Merkel macht m.E. zwar eine katastrophal falsche Politik, aber sie macht sie halt nicht allein, sondern mehr oder minder mit der CDU/CDU. Zudem wähle ich weder sie noch diese Partei.
    Aber Frau Merkel persönlich mag irgendwie, glaube ich. Zum Kaffeetrinken und Schnacken würde ich sie gern mal treffen.)

  4. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist der Wiedervereinigungsaufschwung Part 2 reloaded,daraus hat man eine Menge gelernt wie man intern die Binnenwirtschaft ankurbeln kann ...Effektiv kurzzeitig , nur gar nicht nachhaltig.
    Das habe ich auch noch nicht gehört, das irgendwer die aktuelle Hochkonjunktur auch nur halbwegs ernsthaft mit den Ausgaben für die "Willkommenskultur" erklärt.


    Ich würde ja sagen:
    "Wirkt erst mal gar nicht positiv, wird dann aber extrem teuer."

  5. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Wirklich genial wäre, beispielsweise die obigen Themen ernsthaft anzugehen.
    Und mir fallen noch ein paar solcher Themen ein .. z.B. Bürgerversicherung, Finanztransaktionssteuer, gleiche Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkünften.
    Von der Union ist das nicht zu erwarten, aber warum wirkt der Koalitionspartner SPD so lahm? Nahles ist die Einzige, bei der ich den Eindruck habe, dass sie sich ins Zeug legt.

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Gibt auch Parteien, die derlei adressieren, aber die können keine "Mama" Merkel als Kandidatin anbieten. Frau Kipping und Frau Wagenknecht stehen halt auch für einen anderen Frauentyp.
    Und was würden die beiden Damen deiner Meinung nach besser machen? Wieder den Staatsozialismus einführen, der die DDR ruinierte? Einen Staat hat diese Ideologie schon kaputt gemacht, soll jetzt der zweite auch an die Wand gefahren werden?

    Das gruseligste Beispiel für Staatssozialismus sehen wir derzeit in Venezuela. Sogar eines der rohstoffreichsten Länder der Welt konnte man mit dieser Ideologie ruinieren, das ist eine echte Leistung.

  6. gesperrt

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    kostengünstig integrieren...wahrscheinlich weder das eine noch das andere...
    Ist ja nicht meine Idee, dass sowas wirklich funktioniert.


    ... Und wenn alle alles machen ,dann brauchen wir doch eigentlich auch nur eine Partei ,eine Meinung und wahrscheinlich nur die ,die Dir genehm ist . Wozu Wahlen ,kann man sich dann auch glatt sparen...kostet doch nur unnötig Geld ,was man sicher auch besser anders in den Sand setzen könnte?
    in China läufts doch so schlecht auch nicht .
    Ach ,wie einfach könnte es sein ,oder?
    Ganz klar oder!
    Denn es macht nicht jeder alles,
    es kann auch nicht jeder alles machen
    und ich bin grundsätzlich ein Freund der Diversität.

    Und einfach ist das alles auch nicht.
    Die Lösung komplexer Probleme muss auch nicht einfach sein. Aber funktionieren sollte sie.

    Weshalb ich Lösungsvorschläge, die im Voraus absehbar nicht funktonieren, eben unsinnig finde.
    Egal, wie gut sie "zum Markenkern einer Partei passen".

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    Kuss AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Hallo,

    ob nun Frau Merkel oder jemand anderes -
    mich interessiert ob diese Menschen Führungsqualitäten haben. Und zwar im Sinn von einer beherzten Ausrichtung nach dem, was die Leute wirklich wollen und was sie voranbringt. Wer Führung nur im Augenmerk einer Lenkung der anderen sieht, ohne ihre eigenen Wünsche, Ziele und Möglichkeiten mit ins Bewusstsein zu rücken verfolgt damit die Interessen von Wenigen.

    [editiert]

    L.G. Thomas
    Geändert von Lukulla (22.08.2017 um 15:47 Uhr) Grund: private Aufrufe sind nicht gestattet

  8. 21.08.2017, 19:33

    Grund
    ot

  9. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Das habe ich auch noch nicht gehört, das irgendwer die aktuelle Hochkonjunktur auch nur halbwegs ernsthaft mit den Ausgaben für die "Willkommenskultur" erklärt.


    Ich würde ja sagen:
    "Wirkt erst mal gar nicht positiv, wird dann aber extrem teuer."
    Da wurden doch Milliarden an Steuergelder gerade in die Binnenwirtschaft gepumpt ,die sich auch noch ständig drehen. Das lief schon mal sehr erfolgreich naxch dem Mauerfall ähnlich.

    Denk nur an den Soli.

  10. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Ist ja nicht meine Idee, dass sowas wirklich funktioniert.
    .
    Davon bin ich noch nicht überzeugt ,dass es überhaupt funktioniert.

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    und ich bin grundsätzlich ein Freund der Diversität.

    Und einfach ist das alles auch nicht.
    Die Lösung komplexer Probleme muss auch nicht einfach sein. Aber funktionieren sollte sie.

    Weshalb ich Lösungsvorschläge, die im Voraus absehbar nicht funktonieren, eben unsinnig finde.
    Egal, wie gut sie "zum Markenkern einer Partei passen".
    Markenkern war nicht von mir ,aber man könnte das auch mit Interessengruppe umschreiben. Wir sind noch nicht genormt in Deutschland und da sollte es für unterschiedliche Gruppen auch unterschiedliche Vertreter geben. Und dann möchte ich auch keine BK ,die in Eile die Ehe für Alle durchpeitscht ohne selbst hinter zu stehen. (Warum macht man so etwas überhaupt? Damit man es schnell hinter sich hat oder von denen doch auch gewählt wird ?)
    Gegen ab und zu gemeinsame Lösungen erarbeiten und vorallendingen auch zu diskutieren habe ich auch nichts.

  11. Inaktiver User

    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da wurden doch Milliarden an Steuergelder gerade in die Binnenwirtschaft gepumpt ,die sich auch noch ständig drehen. Das lief schon mal sehr erfolgreich naxch dem Mauerfall ähnlich.

    Denk nur an den Soli.
    Und die Ossis hatten einen enormen Nachholebedarf bei Konsumgütern...

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