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  1. Registriert seit
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    Was ist eigentlich Populismus?

    Das Wort „populistisch“ wird von unseren etablierten Volksvertretern und den Mainstream-Medien gerne als Schmähwort verwendet. Meiner Meinung nach als Ersatz für Argumente, was den Verwender des Wortes meiner Meinung nach genau zum dem macht, was er kritisiert.


    Wenn man der Bedeutung des Wortes ein bisschen nachgeht, kann man z.B. dieses lesen:

    fremdwort.de, populismus: Bedeutung, Herkunft

    Definition, Bedeutung
    Populismus (v. lat.: populus = Volk) ist eine in der Regel abwertend gebrauchte Bezeichnung für eine opportunistische (populistische) Politik, die sich vor allem nach dem Willen der Masse richtet. Der Begriff unterstellt, dass konkrete Lösungsvorschläge durch Schlagworte ersetzt werden, die Emotionen in der Bevölkerung aufgreifen. Der Populist will Macht erlangen, und sammelt zu diesem Zweck seine Anhänger hinter sich.

    Der Duden spricht von einer opportunistischen Politik, welche "die Gunst der Massen zu gewinnen sucht". Im Sprachgebrauch der europäischen Massenmedien schwingt oft der Vorwurf mangelnder Verantwortung und Nachhaltigkeit mit, der seinerseits von Politikern insbesondere in Wahlkämpfen geäußert wird. Kleinere Parteien sind von diesen Vorwürfen häufiger betroffen als Volksparteien, und rechte Parteien etwas häufiger als linke Parteien.



    Fragen:
    Wer sind „die Massen“, und warum ist es schlecht „die Massen“ gewinnen zu wollen?
    Warum sind unsere etablierten Parteien angeblich keine Populisten?
    Welche Funktion hat eine Regierung, für wen ist sie eigentlich da?
    Welche Rolle spielen Medien, Lobbies, Geld- und Machteliten?
    Extraordinary claims require extraordinary evidence.
    "Good people are doing good things and evil people are doing evil things.
    But for good people to do evil things, that takes religion." (Steven Weinberg)

    People deserve respect. Ideologies, ideas, opinions and beliefs do NOT.
    Da man nicht entscheiden kann, was man glaubt, ist Glaube moralisch bedeutungslos.
    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

  2. gesperrt
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Populismus:

    Man instrumentalisiert die Emotionen von Menschen.
    Nennt sich auch Manipulation.

    Werbung, Marketing...

    Momentan ist es "rechts" besetzt. Wahrscheinlich müssen die linken Parteien wieder lernen zumindest eine Erzählung zu haben. Und wahrscheinlich ist es gut in jedem Sektor eine 10% Partei zu haben, die eher emotional agiert. DieLinke in D. versucht das, aber leider auf dem nationalistischer Ebene. Schade dass sie die Wagneknecht nicht absägen und stattdessen die sehr kluge und völlig anders ausgerichtete Kipping dran lassen.

  3. Inaktiver User

    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    DieLinke in D. versucht das, aber leider auf dem nationalistischer Ebene. Schade dass sie die Wagneknecht nicht absägen und stattdessen die sehr kluge und völlig anders ausgerichtete Kipping dran lassen.
    Das was Du als nationalistische Ebene bezeichnest, stimmt so einfach nicht. Wagenknecht ist nicht nationalistisch. Die Frontlinie verläuft zwischen Globalisierern und Globalisierungskritikern.

  4. gesperrt
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    nope.

    Die Lösungsansätze die angeboten werden machen den Unterschied und nein es hat wenig mit "Globalisierung" zu tun als viel mehr mit "Neoliberalismus".

    Ein Teil derlinken sieht die Lösung in transnationalen Netzwerken die gemeinsam gegen den Neoliberalimus positionieren und so auch eine Chance haben.

    Der andere Teil sieht die Lösung in nationalen Lösungen und Abschottung. Wie z.B. Wagenknecht.


  5. Registriert seit
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich müssen die linken Parteien wieder lernen zumindest eine Erzählung zu haben.
    Was meinst Du damit?

  6. Inaktiver User

    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Was meinst Du damit?
    Wahrscheinlich hat sie gestern Prantl gelesen: http://www.sueddeutsche.de/politik/p...euer-1.3247397


  7. Registriert seit
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen

    Der andere Teil sieht die Lösung in nationalen Lösungen und Abschottung. Wie z.B. Wagenknecht.
    Zwischen national und nationalistisch gibt es aber einen nicht geringfügigen Unterschied, gelle?

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Ein Teil derlinken sieht die Lösung in transnationalen Netzwerken die gemeinsam gegen den Neoliberalimus positionieren und so auch eine Chance haben.

    Der andere Teil sieht die Lösung in nationalen Lösungen und Abschottung. Wie z.B. Wagenknecht.
    Komisch, dass sich gerade die rechts-populistischen Parteien europaweit verbünden, siehe BvS freudscher Versprecher "Europa der Freunde" ;-) Ich vermute, dass Du denkst, dass sowie diese Parteien in den jeweiligen Ländern die Regierungsgeschäfte übernommen haben, es mit der Verbündung und gegenseitigen Unterstützung und dem "Europa der Freunde" vorbei ist...das transnationale Netzwerk also kollabiert. Ich denke, das ist ein Irrtum.
    Geändert von Inaktiver User (16.11.2016 um 15:07 Uhr) Grund: Link nachgereicht

  9. gesperrt
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Was meinst Du damit?

    Mit Erzählung meine ich eine erzählerische Verknüpfung von Werten, die die vertretene Politik vermittelt.

    Die Rechten Populismusgruppen haben eine, meist sind es die selben Erzählweisen: Feind von außen (Migranten, Ausländer, sowieso...pick one), du hast Angst (meist noch untermalt mit Horrorszenarien), "wir führen dich und werden dich leiten und beschützen gegen den Feind, den wir in Schritt eins aufgebaut haben.

    Das ist eine emotionale Erzählung des rechten Populismus: Angst (Emotion) und Sicherheit.
    Geändert von Nicole1965 (16.11.2016 um 15:12 Uhr)

  10. gesperrt
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich vermute, dass Du denkst, dass sowie diese Parteien in den jeweiligen Ländern die Regierungsgeschäfte übernommen haben, es mit der Verbündung und gegenseitigen Unterstützung und dem "Europa der Freunde" vorbei ist...das transnationale Netzwerk also kollabiert. Ich denke, das ist ein Irrtum.

    Ich verstehe den Satz und den Inhalt nicht.
    Was hat das mit DerLinken und Wagenknechts eher nationalen Position zu tun?

    Natürlich spannt sich inzwischen ein extrem gut vernetztes rechtes Netzwerk über Europa Wilders, LePen, PiS, Orban, UKIP, Kroatien, afd und FPÖ. Dem muss man sich mit allen entgegen werfen was geht.

    Dieses Netzwerk proklamiert allerdings den Nationalstaat und die Zerschlagung Europas als Lösung. Das tun leider einige der linkspopulisten auch. Das halte ich für einen Fehler.

    Kipping (seit ihr bin ich überhaupt auf dieLinken aufmerksam geworden) geht einen anderen Weg. Sie setzt auf vollkommene vernetzung und ein internationales Narrativ gegen den Neoliberalismus.

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