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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ausnahme: Verwaltung macht auch Politik, denn sie bewerten Sachverhalte und können auch Ermessen ausüben.
    Da hast du recht. Bei der Verwaltung finde ich es ok, den unbedingten Anspruch zu äußern, dass sie neutral an die Sachen ran gehen.

    Bei Politikern finde ich den Anspruch merkwürdig realitätsfern. Die meisten haben ein politisches Ziel.

  2. Avatar von Alles
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    guter Populismus ist, wenn man komplizierte und auch komplexe Sachverhalte in einfachen Worten beschreiben und erklären kann, ohne dass es zu Informationsverlust kommt ...

    gruss, barbara
    Das ist populär. Und in der Populärliteratur wird genau das gemacht und als Buch verkauft, wobei bereits das oft schon nicht gelingt und von daher verpönt ist. Nicht einmal ein "Autor" kann den Sachverhalt einfach darstellen. Wer wirklich wissen will, wie etwas funktioniert, muss sich schon selbst damit befassen und nachforschen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ... - also dass ein Thema so grob runtergebrochen wird, dass es dann schlicht nicht mehr der Realität entspricht, was gesagt wird.

    gruss, barbara
    Das ist Populismus. Den Sachverhalt so verdrehen, dass es schlichtweg nicht mehr mit der Realität übereinstimmt, ja Lüge ist. Den Sachverhalt so verdrehen, dass es nichts mehr mit dem Sachverhalt zu tun hat: Leugnen, ...

    Ich persönlich finde das nicht nur nutzlos ( für den Sachverhalt ), sondern auch gefährlich ( für uns alle ).

    Das einzig gute daran ist, dass, wenn verbissen nach einer Lösung gesucht wird, ein Witz, ein Verdrehen der Tatsachen, diese Blockade löst, dann sollte es aber wieder um die Sache gehen.
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  3. Avatar von Alles
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Politiker?
    Politiker haben eine Partei, die in 100,1% eine Ausrichtung auf der Politischen Skala hat.
    Ja leider seit Angela Merkel nicht mehr. Sie macht eher grüne Politik und verwischt vor lauter Pragmatik die Parteigrenzen. Heute muss jede Partei dieses Wischiwaschi mitmachen, Parteiprogramme unterscheiden sich doch kaum noch. Als Unterscheidung dazu dann der "nutzlose", "leere" Populismus.


    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Diese Technokratenebene soll Sachverhalte erzählen möglichst objektiv. Aber sicher nicht Politiker.
    "erzählen", da fängt es schon an. Angenommen, Du musst einen trockenen Sachverhalt auf drei Folien präsentieren, da wird heute von allen Seiten geraten: mach eine Geschichte daraus, kommt das daher? Verkauf die Geschichte der drei Folien, damit es jeder versteht. Leider entspricht es der Realität, dass die Empfänger dieser drei Folien nicht mal Grundkenntnisse im Sachverhalt haben, wie sollen dann auf drei Folien Grundkenntnisse vermittelt werden? Das scheitert - auch als Geschichte verpackt. Oft fehlt das Entgegenkommen der Empfänger. Sag dem Empfänger nicht, dass er ungebildet und dumm ist. Aber genau das ist der Punkt. Da besteht kein Interesse für die Sache. Ob es populistisch oder nihilistisch rüberkommt, ist egal, aber bloss nicht trocken und sachlich. das ist auch gefährlich.
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Politik ist keine Wissenschaft.
    Ist sie nicht und soll sie nicht sein.

    Entscheidungsgrundlagen für politische Beschlüsse werden aber sehr wohl auf wissenschaftlichem Weg erarbeitet, und das ist gut und richtig so.

    Ja politische Ziele sind nicht und waren nie objektiv.
    Populismus ist die richtige Geschichte, das passende Narrativ zu finden.
    Auch Politiker, die nicht populistisch sind, müssen passende Narrative finden.

    Wie kommst du darauf, dass ich so was meinen könnte.
    Wenn du schreibst, dass Politiker zu Parteien gehören und demzufolge gemäss Parteivorgabe entscheiden... ist es die logische Konsequenz daraus, dass es keine Menschen braucht, sondern lediglich Abstimmbots. Wäre auch deutlich billiger, ein bisschen Software zu schreiben, als die ganzen Leute zu unterhalten!

    Algorithmen sind zudem alles andere als objektiv.
    Die sind von Menschen geschrieben.
    Die Aufgabe "Vergleiche die Abstimmungsfrage mit der Parteilinie und stimme dann gemäss Parteilinie ab" dürfte in den meisten Fällen keine besonderen Schwierigkeiten bereiten.

    Verwirren tust du mich schon, da du doch meistens einen rein technokratischen Staatsapparat möchtest, der nur von Bürgerentscheiden gelenkt wird (die natürlich nie nicht, von Werbung der einzelnen Initiativen geprägt sind).
    rein technokratisch? - nein, ich will eine administrativen Staat - also einen, der verwaltet und organisiert. Nicht einen, der bestimmt und entscheidet. Das Bestimmen und Entscheiden ist die Aufgabe des Souveräns, und der ist in einer Demokratie nun mal, wie der Name sagt, das Volk und niemand anders.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Alles Beitrag anzeigen
    Nicht einmal ein "Autor" kann den Sachverhalt einfach darstellen. Wer wirklich wissen will, wie etwas funktioniert, muss sich schon selbst damit befassen und nachforschen.
    Gute Lehrer, wie auch gute Autorn populärwissenschaftlicher Bücher - und Politiker, die Populisten in einem positiven, konstruktiven Sinn sind! - zeichnen sich unter anderem darin aus, dass ihnen genau das gelingt: Sachverhalte so darzustellen, dass sie (relativ) leicht begriffen werden können.

    Und nicht, dass die "Erklärung" noch verwirrender ist als das vorherige Halb- oder Unwissen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Alles Beitrag anzeigen
    "erzählen", da fängt es schon an. Angenommen, Du musst einen trockenen Sachverhalt auf drei Folien präsentieren, da wird heute von allen Seiten geraten: mach eine Geschichte daraus, kommt das daher?
    Das kommt daher, dass wir Menschen sind und dass wir uns alles in Form von Geschichten erzählen und definieren. Dass etwas die Form einer Geschichte hat, ist eine gute Sache, denn es entspricht uns.

    Leider entspricht es der Realität, dass die Empfänger dieser drei Folien nicht mal Grundkenntnisse im Sachverhalt haben, wie sollen dann auf drei Folien Grundkenntnisse vermittelt werden?
    Unfug. Das hängt doch sehr davon ab, welches Thema vor welchem Publikum zu welchem Zweck präsentiert wird. So eine allgemeine Aussage ist schlicht falsch.



    Oft fehlt das Entgegenkommen der Empfänger. Sag dem Empfänger nicht, dass er ungebildet und dumm ist. Aber genau das ist der Punkt.
    Jemandem zu sagen "du bist so dumm" hat noch nie geholfen, eine Sache besser zu verstehen.

    Und immerhin will ja jener, der die Sache vorstellt, dass sie verstanden wird! - angenommen, diese Person sei tatsächlich so intelligent und so geistig überlegen... sollte es doch auch nicht schwer fallen, die Inhalte so zu präsentieren, dass sie verstanden werden.



    Da besteht kein Interesse für die Sache.
    Gelegentlich auch völlig zu Recht, wenn es sich um Spiegelfechtereien im Elfenturm handelt, was in der Politik noch des öftern so vorkommt. So what? Müssen halt die Politiker dafür sorgen, dass sie das Interesse wecken, wenn ihnen etwas an einer Sache liegt! Die haben ihren Job ja wohl auch alle freiwillig gewählt - wenn es ihnen nicht passt, was der Job mit sich bringt, müssen sie halt was Anderes machen gehn.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Alles Beitrag anzeigen
    Ja leider seit Angela Merkel nicht mehr. Sie macht eher grüne Politik und verwischt vor lauter Pragmatik die Parteigrenzen. Heute muss jede Partei dieses Wischiwaschi mitmachen, Parteiprogramme unterscheiden sich doch kaum noch. Als Unterscheidung dazu dann der "nutzlose", "leere" Populismus.
    Ja, aber man erkennt, dass sie eher "SPD" Politik macht.
    Könnte sein, dass sie einfach gewieft ist und der SPD ihre "Mitte" Wählerschaft abluckst, worauf vieles hinweist. Oder es könnte sein, dass sie das Problem hat, dass sie mit einem mehrheitlich SPD/Grüne/Linke Parlament regieren muss.

    Könnte auch sein, dass die SPD verdammt schlau und hartnäckig verhandelt hat und die Implosion der FDP dermaßen geschickt ausgenutzt hat.

    Oder eine Mischung.

    Ich habe irgendwo mal ein interessanten Artikel darüber gelesen, ob das Hauptproblem dieser "Mitte" Politik insbesondere der CDU evtl. sogar das C im Namen ist. Und christlich nicht unbedingt dem folgt, was unter "konservativer Sicherheitspolitik, Wirtschaftspolitik etc". verstanden wird.

    Da trifft sich dann die CDU Ethik mit den ziemlich christlich geprägten Grünen.
    Ich schau mal ob ich den Artikel finde.

    "erzählen", da fängt es schon an. Angenommen, Du musst einen trockenen Sachverhalt auf drei Folien präsentieren, da wird heute von allen Seiten geraten: mach eine Geschichte daraus, kommt das daher? Verkauf die Geschichte der drei Folien, damit es jeder versteht. Leider entspricht es der Realität, dass die Empfänger dieser drei Folien nicht mal Grundkenntnisse im Sachverhalt haben, wie sollen dann auf drei Folien Grundkenntnisse vermittelt werden?
    Echte Populisten wollen gar nicht erklären. Sie wollen bloss effektiv und schnell überzeugen.


    Das scheitert - auch als Geschichte verpackt. Oft fehlt das Entgegenkommen der Empfänger. Sag dem Empfänger nicht, dass er ungebildet und dumm ist. Aber genau das ist der Punkt. Da besteht kein Interesse für die Sache. Ob es populistisch oder nihilistisch rüberkommt, ist egal, aber bloss nicht trocken und sachlich. das ist auch gefährlich.
    Ich gebe dir recht.
    Den Punkt, dass auch die groben Strömungen der Politik schlicht Erzählungen einer gewünschten Gesellschaftsform sind finde ich aber dennoch interessant. Und wichtig. Links wie rechts prägen Ideologien die Überzeugung von einer Form der Gesellschaft.

    Denn was momentan passiert, ist dass einige Dinge als "ist so" verkauft werden, obwohl sie nur das Produkt von bestimmten Vorstellungen sind. Dann wird noch eine priese Pragmatismus verkauft, weil der Karren längst gegen die Wand gefahren wurde und Probleme eben nicht strukturell gelöst werden, sondern mit dem schnellsten Effekt. Der nicht unbedingt der beste ist.
    Geändert von Nicole1965 (04.01.2017 um 13:06 Uhr)

  8. Avatar von Alles
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Gute Lehrer, wie auch gute Autorn populärwissenschaftlicher Bücher - und Politiker, die Populisten in einem positiven, konstruktiven Sinn sind! - zeichnen sich unter anderem darin aus, dass ihnen genau das gelingt: Sachverhalte so darzustellen, dass sie (relativ) leicht begriffen werden können.

    Und nicht, dass die "Erklärung" noch verwirrender ist als das vorherige Halb- oder Unwissen.

    gruss, barbara
    Wenn es gelingt, ist es populär, wenn es nicht gelingt, ist es populistisch https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus
    Wenn der falsche Sachverhalt bewußt stehen gelassen wird, ist es demagogisch. Wenn er korrigiert wird, wie Frau peters neulich, ist es wieder populär

    Ich glaube, der Vorfall mit dem schwarzen Fußballspieler, den man nicht als Nachbar haben möchte, wurde so stehen gelassen, das ist populistisch. Wäre er korrigiert worden durch eine Richtigstellung, Entschuldigung wäre es populär.

    Das beherrscht Trump gut.

    Jetzt schreiben Politiker ihre Biographie, nicht zu verwechseln mit Populärliteratur

    Gute Lehrer zeichnen sich dadurch aus, dass man sich näher mit der Materie befassen will, schlechte Lehrer hinterlassen ein Gefühl von "So ein Scheiss-Stoff"
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Gute Lehrer, wie auch gute Autorn populärwissenschaftlicher Bücher - und Politiker, die Populisten in einem positiven, konstruktiven Sinn sind! - zeichnen sich unter anderem darin aus, dass ihnen genau das gelingt: Sachverhalte so darzustellen, dass sie (relativ) leicht begriffen werden können.

    Und nicht, dass die "Erklärung" noch verwirrender ist als das vorherige Halb- oder Unwissen.
    Sag ich doch, du verwirrst mich.
    Erst argumentierst du reihenweise gegen Leute, die "vom Staat in eine Art Kleinkindhängematte" gebettet werden wollen, wie du es nennst. Unselbstständigkeit.

    und dann willst du am liebsten ein "Kind/Lehrling" sein, das von "oben/vorn/Lehrerpult" Dinge erklärt bekommt.
    Diese Haltungen passen überhaupt nicht zusammen. Weil sie sich konträr gegenüber stehen.

    Entweder man proklamiert höchstmögliche Selbständigkeit und zwar überall.
    Oder eben nicht. Oder man wählt den Mittelweg. Warum man gegenüber dem Staat jedoch das liberale Idealbild abgeben soll und am besten gleichzeitig gegenüber vermeintlichen Lehrern ein passiver Konsument von Wahrheiten und Erklärungen sein soll, das macht argumentativ überhaupt keinen Sinn.

    Von guten Lehrern bekommt man beigebracht richtige Fragen zu stellen.

  10. Avatar von Alles
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    AW: Was ist eigentlich Populismus?

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Ja, aber man erkennt, dass sie eher "SPD" Politik macht.
    Wahrscheinlich ist Frau Merkel deshalb so erfolgreich, weil sie als einzige in der CDU den komplexen Sachverhalt "Atomkraft" verstanden hat, schließlich ist sie Physikerin.
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