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    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Es geht Alleinerziehenden beiderlei Geschlechts potentiell "schlecht", alle AEen haben finanzielle Engpässe und Sorgen zu meistern.
    Mit der Formulierung "Alleinerziehenden geht es schlicht" wird auch weniger auf die Situation von AE-Frauen abgehoben, sondern vielmehr auf die der Kinder.

    Und wenn zwei Erwachene plus Kind(ern) zusammen 3.000 Euro verfügbares Nettoeinkommen haben, von dem ein Drei+-Personen-Haushalt leben muss, warum wohl geht es dann allen Beteiligten finanziell schlechter, wenn nach der Trennung von demselben oder gar weniger Geld zwei Haushalte finanziert werden müssen?
    Sorry, aber das Thema eignet sich nun so gar nicht für eine MGTOW/Männer-Rechte-Debatte.

    Das Problem betrifft auch längst nicht mehr nur oder mehrheitlich AE-Elternteile, sondern zunehmend auch intakte Familien.
    Kinder zu haben ist in diesem Land eines der größten Armutsrisiken.
    Wer dieses Risiko scheut, sollte konsequent und sicher verhüten. Denn offenbar ist diese Situation faktisch von der Mehrheit der Bevölkerung und in Konsequenz auch der Parteien so gewünscht.
    Beweis: die Situation ist weder neu noch wird irgendetwas Effektives unternommen, um sie zu bereinigen.

    Klingt scheisse?
    Isses ja auch.
    Deal with it.
    Mit diesem Beitrag relativiert sich das geschriebene auch, da es sich nun wieder um alle Familien handelt und nicht nur um Alleinerziehende.
    Und logisch, wenn man als Familie schon auf Kante genäht ist, dann ist man mit einem zusätzlichen Haushalt nach Trennung noch enger genäht.... (oder Naht gerissen)

    Und ich finde Deinen Beitrag sehr gut

    Und ich weiß auch wovon ich rede, habe selber Kinder und derer auch mehr als zwei.
    Kenne die Kostentreiber dadurch sehr gut.

  2. Inaktiver User

    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    das war schon immer so und wird sich auch nicht aendern...
    Das stimmt nicht so ganz, Kinder waren (z.B. auf Bauernhoefen) oft auch Arbeitskraefte und Hilfskraefte.
    Und "frueher" gab es tatsaechliche kleine Generationenvertraege, so dass Kinder spaeter ihre Eltern versorgten.
    Alleinstehende hatten da oft groessere Probleme, weshalb fuer sie auch andere "Modelle" entwickelt wurden. (Kloester, Stifte). Teuer sind Kinder vor allem unsere heutigen (natuerlich richtigen) Ansprueche an Bildung und Co.

    Die staatliche Rente bevor sie 1957 reformiert wurde war nur als Zuschuss zu einer familiaeren Versorgung gedacht. Diese funktionierte aber nach dem Krieg nicht mehr, da viele Familien nach dem Krieg verarmt waren und viele Rentner allein:

    "...Hinzu kam, dass durch Krieg und Kriegsgefangenschaft Rentner in vielen Faellen ohne lebende Kinder da standen. Die Rente, die urspruenglich nur als Zuschuss zur familiaeren Sicherung im Alter gedacht war, war dadurch fuer viele Rentner einzige Einkommensquelle zur Existenssicherung und reichte bei weitem nicht aus."

    aus:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rentenreform_1957

    Und in diese Richtung entwickelt es sich wieder. Zwar nicht Versorgung durch Kinder (in der Regel) aber wer andere Einnahmequellen hat, und sei es durch Mieteinnahmen oder Erbe kann die staatliche Rente als angenehmes Zubrot sehen. Nur wer wirklich darauf angewiesen ist oder nur in geringem Mass zusaetzlich vorsorgen kann kann grosse Probleme bekommen.

    Die Rentenhoehe allein sagt nicht unbedingt etwas ueber den gesamten Lebensstandard eines Menschen aus....

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    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Rentenhoehe allein sagt nicht unbedingt etwas ueber den gesamten Lebensstandard eines Menschen aus....

    .... daher ja auch das 3-Säulenmodell aus Staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge.....

    Was aber nicht klappt, da viele nicht die Möglichkeit von einer betrieblichen Rente haben.
    Und private Vorsorge machen viele nicht, weil es manchen einfach egal ist, das Geld zum Leben jetzt nicht reicht oder aus anderen Gründen ("ich lebe im jetzt und später lebe ich von staatlicher Zuwendung o.ä.)

  4. Inaktiver User

    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Ronaldino Beitrag anzeigen
    Was aber nicht klappt, da ....
    Vor allen Dingen ist es auch wahnsinnig schwer zu kalkulieren, wie viel man "bekommen" kann, einzahlen sollte, etc.
    Ist fuer die, die weit jenseits des Existensminimums kalkulieren eher ein Luxusproblem, aber fuer die "kleinen" Leute, die versuchen im Alter unabhangig von Hartz 4 zu sein, existentiell.
    Und da ist dann fuer viele die Frage: Lohnt sich private Vorsorge oder lande ich spaeter trotz aller Bemuehungen in Hartz 4?
    Aber das hatten wir ja schon, dass die meisten der Meinung waren - wer eingezahlt hat sollte zumindest einen Teil behalten duerfen und nicht alles sollte da auf Hartz4 angerechnet werden.

    Ich hatte mal das Modell der FDP eingestellt, die das so wollen.
    Weiss jemand, wie diesbezueglich die Position der anderen Parteien aussieht?

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    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor allen Dingen ist es auch wahnsinnig schwer zu kalkulieren, wie viel man "bekommen" kann, einzahlen sollte, etc.
    Ist fuer die, die weit jenseits des Existensminimums kalkulieren eher ein Luxusproblem, aber fuer die "kleinen" Leute, die versuchen im Alter unabhangig von Hartz 4 zu sein, existentiell.
    t?
    Nicht jeder dem sein Einkommen über dem Existenzminimum ist, gehört nicht mehr zu den "kleinen" Leuten.
    Und für jemand der über dem Existenzminimum ist, kann es genauso schwer zu kalkulieren sein (und nicht nur ein Luxusproblem).
    Zudem kann es viel belastender sein, selbst verantwortlich zu sein damit im sog. Ruhestand genügend Einkünfte bzw. Mittel da sind um gut über die Runden zu kommen.
    Beim Existenzminium weiß man zumindest, dass das immer kommt (also Hartz 4), und ohne dass man sich dafür viele Jahre abgerackert hat.....
    (auch wenn es unbestritten nicht viel ist, aber immerhin bekommt man was aus Steuermitteln und das ohne Gegenleistung)

  6. Inaktiver User

    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch genügend Rentner mit sehr kleinen Renten. Aber die empfinden sich nicht als arm... Sie kommen mit ihrem Geld zurecht und beantragen keine Grundsicherung. Nicht aus Scham, sondern weil sie es nicht brauchen, nach eigener Aussage.
    Grundsicherung sind 773 Euro. Damit kann man auskommen, wenn man sich auf Miete, Essen und fixe Ausgaben wie Strom/Gas beschränkt. Und Miete auch nur, wenn man preisgünstig wohnt. Viele Rentner werden ja vermutlich schon 30, 40 oder mehr Jahre in ihrer Wohnung leben und wurden daher von Neuvermietungsaufschlägen oder Kündigungen verschont. Nur das ist dann der "Grundsicherung Ideal Rentner". Von denen wird es künftig auch immer weniger geben, auch weil die Rente peu a peu besteuert wird und immer weniger davon übrigbleibt. Ab diesem Jahr sind es 74% und mehr oder minder pünktlich zur Explosion der Altersarmut um 2040 rum dann 100%.

  7. gesperrt

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    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grundsicherung sind 773 Euro. Damit kann man auskommen, wenn man sich auf Miete, Essen und fixe Ausgaben wie Strom/Gas beschränkt. [...]
    der steuerliche grundfreibetrag wurde zum 1.1.2017 angepasst, und zwar genau auf die hoehe der grundsicherung, insofern zahlt jemand der grundsicherung erhaelt, sowieso keine steuern oder abgaben, und das bleibt auch bei einem hoeheren besteuerungsanteil der renten so bestehen
    Geändert von Analuisa (04.01.2017 um 15:19 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt

  8. Inaktiver User

    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Ronaldino Beitrag anzeigen
    Nicht jeder dem sein Einkommen über dem Existenzminimum ist, gehört nicht mehr zu den "kleinen" Leuten.
    Und für jemand der über dem Existenzminimum ist, kann es genauso schwer zu kalkulieren sein (und nicht nur ein Luxusproblem).
    Ich sprach ja von denen, die weit drüber sind, wollte das jetzt nicht an einer Zahl festmachen. Ich beziehe mich vor allem auf die Leute, die eben zusätzlich privat vorsorgen weil sie wissen, dass die staatliche Rente nicht reichen wird.
    Da ist es eben für viele schwer einzuschätzen, ob sich das sparen lohnt oder ob man sozusagen spart aber dann doch auf Hartz 4 landet.
    Und das betrifft eben ziemlich viele Leute und hält sicherlich etliche auch vom Sparen ab - und schadet somit auch dem Staat auf ne Weise.
    Für die anderen ist es frustrierend zu sparen, einzuzahlen und trotzdem genau so viel zu bekommen wie jemand der nie gearbeitet hat. Finde ich.

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    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für die anderen ist es frustrierend zu sparen, einzuzahlen und trotzdem genau so viel zu bekommen wie jemand der nie gearbeitet hat. Finde ich.
    Das sehen bestimmt SEHR viele so.

  10. User Info Menu

    AW: "Die Rente ist nicht sicher",

    Was bringt einen Private Vorsorge wenn dann ein Peter Hartz daher kommt und sagt, schön dass du für die Rente gespart hast, aber jetzt brauch das erst mal auf, du bist doch erst 48 hast noch viel Zeit dir Neues anzusparen!!!

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