Es sollte. Aber wenn die Geschäfte nicht gut laufen, wird erst mal überall geknapst, wo es nur geht. Immer in der Hoffnung, dass man das alles wieder aufholen wird, wenn es besser klappt.
Ausserdem gibt es meines Wissens erst seit 2009 eine Versicherungspflicht. Davor mussten Selbständige sich gar nicht in der Rente versichern (abgesehen von der KSK, die in den Achtzigern eingeführt wurde).
Wer also schon älter ist und sich nicht freiwillig versicherte, wird das kaum nachholen können.
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26.12.2016, 18:38Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
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26.12.2016, 20:39Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
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26.12.2016, 20:50
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Ich kenne dieses Dilemma aus der Landwirtschaftlichen Altersklasse. Die nicht berufstätige Ehefrau eines Landwirts gehört zu den wenigen "zwangsversicherten" Hausfrauen, für sie muss der Ehemann eigene Beiträge entrichten, ob er will oder nicht.
Dem entgeht er nur, wenn sie selbst anderweitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, weshalb für diese Personengruppe Teilzeitjobs in der Gleitzone durchaus attraktiv sind.
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26.12.2016, 21:02
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
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26.12.2016, 21:12
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
du meinst alle selbststaendige sind seit 2009 verpflichtet in die gesetzliche rentenversicherung einzuzahlen ?

es ist naemlcih nach wie vor naemlich nur ein geringer teil der selbststaendigen versicherungspflichtig
nachzulesen hier
Deutsche Rentenversicherung - Selbstständige - SelbständigeGeändert von Analuisa (26.12.2016 um 23:53 Uhr) Grund: bitte keine Zitate verändern
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26.12.2016, 21:28
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Dürfte sehr auf die Ausbildung ankommen:
Friseur
1. Ausbildungsjahr 210-450 Euro
2. Ausbildungsjahr 250-560 Euro
3. Ausbildungsjahr 340-700 Euro
KFZ Mechatroniker
1. Ausbildungsjahr 520-730 Euro
2. Ausbildungsjahr 550-790 Euro
3. Ausbildungsjahr 620-880 Euro
Kauffrau für Bürokommunikation
1. Ausbildungsjahr: 830-930 Euro
2. Ausbildungsjahr: 910-980 Euro
3. Ausbildungsjahr: 970-1060 Euro
https://m.ausbildung.de
Der am schlechtesten bezahlte Friseurlehrling müsste also fast 3/4, die am besten bezahlte Kauffrau in Ausbildung immerhin noch fast 15% Brutto(!)-Lehrgeldes aufwenden.
Neben den Beirträfennzur gesetzlichen yrecüntenversicherung natürlich.
Nebenbei, es gibt beispielsweise hier in HH keine ernsthaft vergünstigten ÖPNV-Fahrkarten mehr. Heisst, da sind ratzfatz 60-90 Euro mtl. fällig.
Damit wäre der Friseurlehrling dann schon pleite.
Insofern halte ich Äusserungen wie Deine schlicht für weltfremd. es sei denn, man verkauft beruflich Riester-Verträge, dann muss man sowas wohl als Geschäftstüchtigkeit verstehen.
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26.12.2016, 21:49
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Genau so wird es kommen, weil es gar nicht anders kommen kann. Was wir im Moment beobachten, sind die letzten großen Gefechte des Versicherungswirtschaft und ihrer neoliberal verstrahlten Büttel in der Politik.
Private Vorsorge hat den Geburtsfehler, dass nur der vorsorgen kann, der monatlich Geld übrig hat.
Millionen Arbeitslose, Geringverdiener und Alleinerziehende haben dies schonmmal nicht.
Es wird zudem Jahr für Jahr wieder ausgerechnet, dass die Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung eine bessere Rendite erzielen als die ganzen Riester & Co-Verträge.
Versicherungsleute und Vermögensberater streifen wie hungrige Wölfe durchs Land und versuchen, Altverträge (also prä-Agenda 2010) z.B. für Lebensversicherungen zurückzukaufen, weil die darin festgeschriebenen Erträge den Versicherungen im Zeitalter von Nullzinsen und mangels wirklich langfristig rentabler Geldanlagen den Profit verhageln.
Nichtsdestotrotz ist absehbar, dass die GRV im Umlageverfahren "als Generationenvertrag" selbst mittelfristig nicht mehr funktionieren kann.
Schon heute, genauer gesagt seit 1990 (Deutsche Einheit) sind teils massive Zuzahlungen aus Steuermitteln erforderlich.
Zeit also, mit dem Unsin aufzuräumen und eine wahrhaft solidarisch komplett steuerfinanzierte Rente für alle einzuführen.
Sozusagen als Einstieg in das BGE.
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26.12.2016, 22:04
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Die Handwerker-Pflichtversicherung wurde bereits 1938 eingeführt. Allerdings gilt diese Regelung heute nur für Gewerke der Anlage A (seit 2003 wurde viele Gewerke in die B-Anlagen überführt).
Jeder Handwerker, der die Anlage A-Gewerke ausübt muss sich bei Selbständigmachung rentenpflichtversichern. Das ist eine Rentenversicherungspflicht, von der man sich nach 18 Jahren Einzahlung auf Antrag befreien lassen kann.
Der "Schlachter" gehört zur Anlage A.
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26.12.2016, 22:17
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Die oben angegebenen Azubi Gehälter stimmen auch nicht für jede Gegend....Wer in der hiesigen Gegend ne Ausbildung zu Rechtsanwaltsfachangestellten macht, fängt mit 350 Euro an, Köche liegen gleichauf, Kauffrau für Bürokommunikation etwa 400, Industriekaufleute so um 500.
Dagegen verdient Tochter 2 als angehende Kranken- und Gesundheitspflegerin mit 990 ohne Schichtzulagen sehr gut, ihr Freund liegt mit 900 ( IT Systemelektoniker) gleichauf, aber das ist in beiden Fällen ÖD.
Und die beiden können natürlich eine Menge sparen...
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26.12.2016, 22:33
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Ein BGE wenn es irgendwann kommen würde, müsste so niedrig sein, dass es für die große Masse uninteressant wird. Und dann wird es als Wahlwerbung wieder uninteressant.
Klar, in der Wahlwerbung z.B. 1000 Euro für jeden zu versprechen sieht toll aus, aber ich muss es auch finanzieren können.
Denn umso höher das BGE ist, umso größer wird die Begehrlichkeit nichts mehr zu tun und die 1000 ohne Gegenleistung zu nehmen....



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