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04.11.2016, 19:38Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
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04.11.2016, 19:51
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Zuerst mal: Zazu2, du hast mich mißverstanden.
Ich hatte für die Töchter 2 und 3 keinen durchgehenden Kitagplatz, sondern es lief so:
Mit drei Jahren, so sie denn einen Platz bekamen und die Kinder "windelfrei" waren, kamen die Kleinen in den Kindergarten. Sie bekamen die Nachmittagsplätze, von 14-16 Uhr. Waren sie Vorschulkinder bzw. war man als Eltern der Ansicht, das noch nicht "vorschulpflichtige" Kind langweilt sich im Nachmittagsbereich bei den Kleinen ( das ging in aller Regel einher mit einem Antrag auf vorzeitige Einschulung), dann kamen die Kinder in den Vormittagsbereich- von 8-12 Uhr.
Bedeutete in der Praxis, dass in einem Jahr die Kleinste am Nachmittag im Kindergarten war, von 14-16 Uhr, die Mittlere aber bereits von 8-12 Uhr. Ich hatte also immer ein Kind zu Hause......
Und- für mich war das Hausfrauendasein mit nur wenig aushäusiger Beschäftigung Luxus. Nach der Geburt von Tochter 1 bin ich nach 18 Monaten wieder Vollzeit eingestiegen, ich kenne es auch anders und hätte- wenn ich hätte Vollzeit arbeiten MÜSSEN- wohl bei einem Kind belassen. Mit drei Kindern wäre mir das zu stressig gewesen- ich habe es durchaus genossen, Zeit für die Kinder zu haben, unverplante Zeit. Ich hätte es- wenn ich gemusst hätte- auch mit drei Kindern hinbekommen, ich war nur froh darüber, es nicht zu müssen.
Ob man nun ein, zwei oder drei Kinder betreut, hat damit nichts zu tun- war mein persönliches Dings.
Ich glaube, so ist es verständlicher.
Und was die T-Com angeht- ich bin zu der Zeit in Erziehungsurlaub mit Tochter 2 gegangen, als Nicole 1965 wohl dieses Projekt dort beackert hat.
Ich kenne die Zeiten der grauen Post sehr gut und muss sagen: Die am allermeisten gefürchtete Konkurrenz in T-Com Kreisen während der Privatisierungsphase war die Deutsche Bahn. Die hatte nämlich ein genauso gut ausgebautes Telefonnetz wie die T-Com es aus Fernmeldeamtszeiten besass.
Erkennt man auch daran, dass die anfänglichen Platzhirsche beim Mobilfunk, also dem D1 (Telekom) und D2 (Mannesmann, Vorläufer von Vodafone, die haben nämlich den Löwenanteil der internen Netze der DB übernommen) waren.....
Was den Service angeht - der war zu Behördenzeiten doch gar nicht vorhanden. Man stellte einen Antrag und dann wartete man, bis man dran war. Das konnte dauern. Es gab ein paar Telefonmodelle zur Auswahl, fertig.
Die Telefongebühren waren deutlich teurer als heute. Und das "Pocky", das erste mit einem Handy vergleichbare Gerät, hatte einen Anschaffungspreis von ca. 8000 DM, die Grundgebühr lag bei 120 DM....
Telefonie war damals deutlich teurer als heute- was auch ein Effekt der Privatisierung ist.
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04.11.2016, 20:15Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Sehe ich nicht so. Damals mussten Unsummen in den Ausbau gesteckt werden. Es bezahlte jeder das Gleiche für den Anschluß. Egal ob er in einer Großstadt in einem Hochhaus wohnte oder in einem Leuchtturm. Jeder hatte Anrecht auf einen Anschluß zu gleichen Bedingungen. Zudem wurden die Angestellten/Arbeiter fair bezahlt. Kein Lohndumping, keine prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
Das es nur ein paar Telefone zur Auswahl gab liegt auch daran, dass die Technik damals ja erst im entstehen war.
Das die Preise niederer werden sobald es ein Massenprodukt wird ist doch überall so. Die Preise sinken, da eine Massenfertigung billiger ist, die Auswahl steigt.
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04.11.2016, 20:19
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Seufz!
irgendwie würde ich gerne 5 Jahre zurück gehen. Da fing das glaube ich an mit der "Geiz ist geil" Mentalität.
Um zu verdeutlichen was ich meine ein konkretes Beispiel. Zu Zeiten meines Umzuges war ich anfangs auf mein Handy angewiesen, bin es zum teil noch heute, weil die Verkabelung im Hause zu wirr ist, teils Kabel, teils Schüssel, die Wiederinbetriebnahme der Hausantenne wurde abgelehnt.
Kabel (obwohl in der Wohnung - mittlerweile durch unsere Initative - verlegt) habe ich wegen diverser Schwierigkeit und weil ich eine ablehnende Haltung gegen diesen Verein habe nicht mehr. Ich bin jetzt bei 1und1 (Tochter der Telekom) und dabei bleibe ich auch, weil es hier wenigstens eine Grundsicherheit gibt. Basta.
Aber was ich eigentlich sagen wollte, als ich Bekannte und Freunde gebeten habe mich am Handy anzurufen, weil ich anders nicht erreichbar bin, durfte ich mir desöfteren Stundenlange Monologe anhören, warum das nicht ging (nicht kompatibler Anbieter, zu teuer (mit anderen Worten, so wichtig bin ich ja nun auch wieder nicht),
ich habe das registriert, trotzdem diese Kontakte zum Teil weitergepflegt, was ich heute übrigen in exakt 2 Fällen ernsthaft bereue. Und nein ich habe durchaus andere viel angenehmere Kontakte.
Jetzt habe ich mal etwas ausführlicher geschrieben, aber beim Nachlesen finde ich es wirr. Ich schicke es trotzdem ab. Weil ich in dieser Angelegenheit echte einem Betrüger-Verein aufgesessen bin und an den Folgen (Rattenschwanz ohne Ende) noch heute zu Knabbern habe. Keinen Dispo mehr - ich schätze mal in frühestens 4 Monaten besteht die Chance das zu bereinigen.
Ich, die meine Kinder immer vor sowas bewahrt habe. Ausgerechnet mir passiert so ein Mist...
finanzielle Schwierigkeiten können mit banalen Kleinigkeiten beginnen, besonders seit der Modernisierung des Zahlungsverkehrs. Nix ist mehr so wie es einmal war. Das bekommt man aber erst zu spüren, wenn man selber betroffen ist. Sorry für OT, aber ich finde es gehört durchaus zum Thema.
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04.11.2016, 20:23Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Die Preise sinken, weil es mehr Anbieter gibt. Hat mit den Produktionskosten nur bedingt etwas zu tun. Wenn es um Marktbereinigung geht, kann es auch zum Preiskampf kommen. Andererseits haben die Produktionskosten (siehe Apple) nur bedingt Einfluss auf die Endpreise. Diese zeigen den Wert an, den Konsumenten bereit sind, für das jeweilige Produkt zu zahlen.
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04.11.2016, 20:34Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Und die Anbieter gibt es nur, weil die Nachfrage dazu da ist.
Je größer der Markt, desto mehr Anbieter.
Nehme ein Nischenprodukt.
z.b eine Eisbearbeitungsmaschine. Da es nur eine begrenzte Anzahl an Eisstadien gibt ist die Anzahl der Hersteller auch begrenzt.
im Gegensatz dazu ein Auto.
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04.11.2016, 20:43
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Ähem....ich habe 1990 beim Fernmeldeamt angefangen. Die Glasfasertechnik war damals schon durchaus "gut entwickelt", es gab Telefone en masse- so in der Theorie. Nur nicht in Deutschland, wegen der Monopolstellung.
Und was die Gebühren angeht- 8 Minuten Ortsgespräch entsprachen 23 Pfennig, bei Ferngesprächen kostete die Minute 23 Pfennig.
Und- die Kaufkraft war damals deutlich geringer als heute.
Die Millionen für den Aufbau gingen nach Ostdeutschland, was schlichtweg notwendig war. Dafür gingen aber Leistungen aus dem Soli drauf.
Wir hatten in Westdeutschland ein sehr gut ausgebautes Glasfasernetz und es wurde gerade von analoger auf digitale Vermittlungstechnik umgestellt- wie kommst du darauf, dass die Technik "noch nicht so weit war?"
Und was Lohndumping/prekäre Beschäftigung angeht- da waren die Bedingungen auch nicht immer rosig.
Fernmeldehandwerker verdienten gut, das stimmt. Aber die Fernmeldeämter haben schlichtweg Mondgehälter bezahlt, die nicht realistisch waren. Sie waren ja auch nicht gezwungen, wirtschaftlich zu arbeiten.
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04.11.2016, 21:13Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Du kennst dich da sicher besser aus.
Der Ausbau war doch gerade das teuere und der wurde flächendeckend geleistet. Glaubst du eine private Firma hätte jedem einen Telefonanschluss zu gleichen Bedingungen gelegt?
Meinst du der Aufbau im Osten hätte bei privaten Bedingungen so stattgefunden?
Was verstehst du unter Mondgehälter?
Gegen wirtschaftliches Arbeiten ist nichts einzuwenden.
Gegen Lohndumping/prekäre Beschäftigungen jedoch schon, wenn dadurch Aktionäre und Vorstandsvorsitzende mehrere Millionen verdienen.
Wenn ich mal vergleiche, dass ein Arbeiter im Niederlohnbereich ein Jahreseinkommen von 18.000€ hat und ein Vorstandsvorsitzender ein Jahreseinkommen von oft 5.000.000€ hat. Dann frag ich mich...leistet er wirklich um soviel mehr als der Arbeiter? Würde 1.000.000 nicht auch reichen und mit den restlichen 4.000.000 bezahlt man die Arbeiter gerecht?
Denn hier liegt doch das Problem zum Beispiel in der späteren Rente. Das Gehalt reicht nicht aus um später mal ohne staatliche Aufstockung von der Rente leben zu können.
Somit springt die Allgemeinheit in Form von Aufstockung ein, obwohl jemand sein ganzes Leben gearbeitet hat, und die Konzerne Gewinne eingefahren haben.Geändert von Inaktiver User (04.11.2016 um 21:19 Uhr)
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04.11.2016, 21:16
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04.11.2016, 21:29Inaktiver User
AW: "Die Rente ist nicht sicher",
Ja leider.
Wenn man bedenkt, dass der normale Arbeiter/Angestellte gar nicht die Chance hat Steuern zu hinterziehen, jedoch jährlich nach Schätzungen ca. 100 Milliarden Steuern hinterzogen werden. ca. 10 Milliarden wurden durch die Panama Papers alleine hinterzogen. Und in die hat sicherlich keiner der Mindeslohnbeschäftigten investiert sondern diejenigen die auf Kosten der prekären Beschäftigungsverhältnisse Gewinne abschöpfen.
Der Steuerzahler zahlt damit die Aufstockung während diejenigen die noch damit verdienen auch noch Steuern hinterziehen.




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Und es hat sich in den letzten paar Jahren nichts geändert. Ist eher schlimmer geworden.
