Ja, finde ich auch. Und ob verwöhnter Sohni reicher Eltern oder vernachlässigter Sohn armer bildungsferner Menschen aus dem Ghetto der Täter ist - die ekelhafte Tat bleibt die gleiche. Und beide Söhne wissen, dass sie eine Straftat verüben.
Dieses Sozialromantikgesäusel bringt mich auf die Palme, aber sowas von!
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21.10.2016, 12:54
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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21.10.2016, 12:54Inaktiver User
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
Aus einem ZEIT-Artikel:
Der jüngste Angeklagte, gerade mal 14 Jahre alt, läuft im Trainingsanzug ein. Er macht kurz vor der Zuschauerbank halt, winkt seinen Freunden zu, wie es Fußballstars beim Einzug ins Stadion tun. Er grinst, alles johlt. Auch Alexander, 16 Jahre alt, reckt die Hände zur Siegerpose, als er aus der Haft in den Saal des Hamburger Landgerichts geführt wird. Das Publikum dankt es ihm mit Gelächter.
Es sind schwerste Verbrechen, die den vieren vorgeworfen werden.
Dass sie wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt sind und nicht wegen Vergewaltigung, erklärt sich damit, dass das Mädchen alkoholbedingt gar nicht mehr ihren Unwillen erklären und sich wehren konnte, wie es der Vorwurf der Vergewaltigung voraussetzt.
Aus FOCUS:
Die Kammer gab folgende Gründe für diese Milde an: Die vier jugendlichen Täter waren alle geständig, zudem hätten sie alle eine positive Sozialprognose.
Zu erkennen war das vermutlich an der Art, wie sich die Täter im Gerichtssaal aufführten. *Ironie aus*
Doch warum bekam auch der älteste Vergewaltiger, gleichzeitig der Haupttäter, keine längere Haftstrafe? Schließlich sieht das Strafrecht hier einen Strafrahmen von zwei bis 15 Jahren vor. Das Gericht nimmt für den 21-Jährigen die sogenannte verminderte Schuldfähigkeit an, da er zur Tatzeit betrunken war.
Dem Mädchen, das beinahe erfroren wäre, wird die Tatsache, dass es betrunken war, zum Nachteil ausgelegt, dem Täter aber zum Vorteil.
Das hat doch was
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21.10.2016, 12:55
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21.10.2016, 12:56
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
Ich weiß nicht, ob ich direkt hadere....also ob ich mir eine härtere Strafe erdacht hätte. Vielleicht ist es eher so, dass ich mir vor lauter Unverständnis für die Gesamtsituation hilflos vorkomme. Wie soll man gedanklich "ordentlich" bleiben?
Der Punkt, bei dem ich wirklich wütend hadere, ist der, bei dem der Richter (?) eine günstige sozialprognose angesichts dieses asozialen und unverschämten Verhaltens der Angeklagten sieht.
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21.10.2016, 12:56
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21.10.2016, 13:00
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
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Der Adler fängt keine Mücken.
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21.10.2016, 13:04Inaktiver User
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
Schmerzengeld kann man jetzt schon im sog. Adhäsionsverfahren im Rahmen des Strafverfahrens aussprechen. Wird nur sehr selten gemacht.
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21.10.2016, 13:04Inaktiver User
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
Wenn ich mich auf den Standpunkt stelle, dass Haftstrafen keine Abschreckungswirkung haben und dem Opfer sowieso nicht helfen - wozu brauchen wir dann überhaupt ein ausgefeiltes Rechtssystem?
Man könnte Vergewaltigungen ja kurzerhand für straffrei erklären und darauf hoffen, dass die Leute es aus moralischen Erwägungen trotzdem bleiben lassen. Abtreibung ist nicht erlaubt, aber straffrei und es ist ein Beratungsgespräch erforderlich. Eine ähnlich unbürokratische Regelung böte sich doch an. "Wer einen anderen Menschen durch Drohung oder Gewaltanwendung zur Duldung sexueller Handlungen nötigt, dem wird auferlegt, nach erfolgreicher Durchführung eine Therapie im Umfang von 30 Stunden zu absolvieren."
Wahrscheinlich hast Du völlig recht mit dem, was Du schreibst, aber vermutlich hat das Recht doch irgendwie eine metaphysische Komponente und die Bevölkerung erhofft sich so etwas wie "ausgleichende Gerechtigkeit". Obwohl das in der Praxis an Grenzen stößt.
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21.10.2016, 13:04
AW: Urteil Gruppenvergewaltigung an einer 14-jährigem
Was mir noch für ein Gedanke einfällt: Anzunehmen, dass so ein Urteil - da so lasch gesprochen - nun zu mehr Straftaten animiert, ist auch so ein Fehlgedanke. "Falsche" Urteile führen nicht zu mehr Gewalt.
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21.10.2016, 13:06Inaktiver User



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