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  1. Inaktiver User

    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Kannst Du bitte erläutern, was Trolley Fälle sind oder was Du darunter verstehst?
    Das wurde hier bereits erklärt und verlinkt.

  2. Inaktiver User

    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ich bleib trotzdem dabei - eine exzellente Funksteuerung diese Notsituation abzufangen und so ein Flugzeug fernlanden zu können, ist die bessere Lösung.
    Auch in so was könnten sich Terroristen einhacken und ein Flugzeug zum Absturz bringen, oder irgendwo reinlenken. Die Gefahr besteht sogar jetzt schon, zumindest theoretisch.

  3. Avatar von Lukulla
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    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Danke. Also Gedankenexperimente bzgl. der Strafbarkeit von Handlungen, durch die einer oder eine Gruppe von Menschen zu Tode kommen, wenn gleichzeitig eine andere Gruppe von Menschen dadurch am Leben bleibt.
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  4. Avatar von Lukulla
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    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das wurde hier bereits erklärt und verlinkt.
    Mir ging es weitergehend auch um das hier:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie gesagt: Ich sehe hier garnicht den Trolley-Fall, denn die Passagiere bleiben ja nicht verschont, wenn man nicht aktiv wird. Sie sterben auf jeden Fall.
    Der Trolley-Fall sagt dagegen, dass entweder Person A oder mehrere andere Personen sterben.
    Haben wir hier in dem Film, nun einen so genannten Trolley Fall oder nicht?
    Du sagst nein.
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  5. Avatar von Pimenteira
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    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Danke. Also Gedankenexperimente bzgl. der Strafbarkeit von Handlungen, durch die einer oder eine Gruppe von Menschen zu Tode kommen, wenn gleichzeitig eine andere Gruppe von Menschen dadurch am Leben bleibt.

    nein, nicht ganz:
    es geht darum, dass entweder die ein gruppe ums leben kommt (durch unterlassen) oder die andere (durch eine aktion).

    bei ersten, dem weichenstellerfall, sterben entweder die leute im personenzug, wenn die weiche bleibt, oder die gleisarbeiter, wenn die weiche umgestellt wird.
    beim trolley-problem sterben entweder 5 leute, wenn die straßenbahn weiterfährt, oder eine person, wenn die weiche umgestellt wird.

    es geht also immer darum, ob man passiv alles laufen lässt und dabei menschen zu tode kommen lässt, oder ob man aktiv etwas dafür tut, dass diese menschen weiterleben, dafür aber aber andere, eine kleinere gruppe, aktiv in den tod befördert.

  6. Avatar von Lukulla
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    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Wenn also die Menschen in dem Flugzeug sowieso sterben würden, nimmt der Pilot, der dieses Flugzeug abschiesst, diesen Tod nur vorweg.

    Dann müsste es eigentlich in der Verhandlung nur darum gehen, ob er einen Befehl missachtet hat- auch eine nicht gegebene Anweisung ist ein Befehl - und dafür verurteilt werden sollte.
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  7. Inaktiver User

    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Danke. Also Gedankenexperimente bzgl. der Strafbarkeit von Handlungen, durch die einer oder eine Gruppe von Menschen zu Tode kommen, wenn gleichzeitig eine andere Gruppe von Menschen dadurch am Leben bleibt.
    Wohlgemerkt: Eine GRÖSSERE Gruppe ! Also nicht etwa, 5 Menschen mit violetter Hautfarbe sind mehr wert als 5 mit grüner.

    Als alter Trekkie kennt man das auch schon aus dem 2. (?) Star Trek Film: Das Wohl bzw. Leben des Einzelnen gegen das Wohl von vielen. Logisch, wie er ist, opfert Mr. Spock sich als einzelner für das Schiff, ergo die ganze Crew.

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Mir ging es weitergehend auch um das hier:
    Haben wir hier in dem Film, nun einen so genannten Trolley Fall oder nicht?
    Du sagst nein.
    Eben nur indirekt, wie Du weiter unten dann auch feststellst.

    Beim klassischen Trolley-Fall ist Person A nicht in Gefahr, ihm würde nichts passieren. Ich töte ihn aktiv, um 5 andere Personen zu retten.

    Bei diesem Flugzeug-Beispiel ist das etwas anders: Ich nehme den Tod der Flugzeuginsassen nur vorweg, feststehen tut er eh, zumindest nach menschlichem Ermessen. Deshalb ist das moralische Dilemma hier m.E. deutlich geringer.

    Wobei natürlich theoretisch auch die Möglichkeit bestände, dass der Attentäter es sich anders überlegt und das Flugzeug landet.
    Geändert von Inaktiver User (17.10.2016 um 16:34 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Pimenteira Beitrag anzeigen
    nein, nicht ganz:
    es geht darum, dass entweder die ein gruppe ums leben kommt (durch unterlassen) oder die andere (durch eine aktion).
    ...
    es geht also immer darum, ob man passiv alles laufen lässt und dabei menschen zu tode kommen lässt, oder ob man aktiv etwas dafür tut, dass diese menschen weiterleben, dafür aber aber andere, eine kleinere gruppe, aktiv in den tod befördert.
    Yepp. Fatalistische, sehr gottesgläubige Menschen würden vermutlich nichts tun, weil es nach ihrer Auffassung Gottes Wille ist, wenn die Gruppe stirbt. Ihr vorbestimmtes Schicksal.

  9. Avatar von Akzent
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    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Dann müsste es eigentlich in der Verhandlung nur darum gehen, ob er einen Befehl missachtet hat- auch eine nicht gegebene Anweisung ist ein Befehl - und dafür verurteilt werden sollte.



    Eigentlich, nein sicher ist so eine Situation schon dem Cyber-Krieg zuzuordnen, da die Operationen digital geplant werden. . Also eine völlig andere Dimension einnimmt. Ein nächstes wäre dann wirklich die Eignung Befehle auszuführen zu können oder nicht. Versagen oder nicht Versagen beurteilen zu können. Das hiesse dann wahrscheinlich, ein Kriegsgericht würde für *Unschuldig* plädieren.

    Inwieweit dann da eine sog. Geheimsprache mit hineinspielt - ist bestimmt auch ein Faktor.

    Aus dem Grund, damit niemand einen Befehl ausspechen muss.


    Geändert von Akzent (17.10.2016 um 17:16 Uhr)

  10. Avatar von marylin
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    AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen

    Zitat Zitat von Pimenteira Beitrag anzeigen
    In einem Interview sagte von Schirach, es gebe nicht die Entscheidung zwischen gut und böse, sondern zwischen gut und gut.
    Vielleicht ist das die Sicht eines Juristen.
    Moralisch, finde ich, gibt es nur eine Entscheidung zwischen böse und weniger böse - man bzw der, der die Entscheidung trifft , wird auf jeden Fall schuldig.
    Nein, wenn der Pilot nichts macht (weil kein Befehl) macht er sich nicht schuldig. Der "Böse" und "Schuldige" ist er sowieso nicht, sondern der Attentäter, das sollte doch klar sein.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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