Wobei ich ihn mir vermutlich nochmal ansehen muss - ich habe die Sequenz, die aus dem Cockpit gesendet wurde nicht wirklich verstanden und woraus sich speiste, dass er tatsächlich zum Fussballstadion wollte und nicht in etwas anderes stürzen.
Trotzdem hätte man das Station evakuieren können als wahrscheinlichstes Ziel ....
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18.10.2016, 01:25
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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18.10.2016, 01:30
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Ich verstehe übrigens die Entscheidung des Piloten.
Würde das Beispiel mit dem Güterwagon auch so entschieden eher die wenigen für die vielen zu opfern...
aber das ist nicht das, was das Gericht entscheidet.
Sie müssen - denke ich - nicht den Staat schützen (Notstand/Terror), sondern die Grundrechte der einzelnen Bürger.
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18.10.2016, 05:55
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Bei der Geschichte mit der „Weiche“ geht es nicht um die Rationalität, sondern darum, ob du töten würdest, um das „Ergebnis“ positiv zu beeinflussen. Doch vorher, in einem anderen Zusammenhang, fragte die Staatsanwältin, was der Pilot getan hätte, wäre sein Frau und sein Kind in dem Flugzeug gewesen. Diese Frage blieb unbeantwortet, bis zu dem Zeitpunkt als die Frage gestellt wurde, ob du den „Dicken“ töten und auf die Gleise werfen würdest, um den Zug zu stoppen.
Wir würden weder den Dicken töten und auf die Gleise werfen, noch würden wir das Flugzeug abschießen, wenn die eigene Familie im Flugzeug sitzen würde.
Und jetzt beginnen wir uns im Kreis zu drehen. Wenn andere es tun, dann würden wir es als richtig empfinden, nur wir selbst würden es nicht tun.
Es gibt bei solchen Entscheidungen kein richtig und falsch, deshalb bedarf es konkreter Regeln.
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18.10.2016, 06:16
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Konkret müsste dann dieser übergesetzliche Notstand geregelt werden. Und selbst wenn immer noch bezweifelt wird, dass es ihn überhaupt gibt , sollte doch dieser Zweifel bzw. die Unentschiedenheit darüber nicht unantastbar bleiben. Diese Unsicherheit schwächt den Artikel 1 *Menschenwürde* meiner Meinung nach.Es gibt bei solchen Entscheidungen kein richtig und falsch, deshalb bedarf es konkreter Regeln.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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18.10.2016, 09:33
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Diese Frage kann "theoretisch" kein Mensch beantworten. Sie war auch mal Teil der Diskussion um Mogadischu und ob Schmidt genauso entschieden hätte, wäre seine Frau/Familie an Bord der Landshut gewesen. ...
Ich fand die Frage nicht gut. Wäre die Familie des Piloten an Bord der entführten Maschine gewesen, hätte man das gewusst und nicht diesen Piloten eingesetzt, bzw hätte sich der Pilot wegen Befangenheit selbst aus der Situation nehmen müssen.
Der Film und die Themenstellung waren schon hochinteressant. Aber akademisch. Die Realität lässt sich nicht in Kantsche Vorgaben meißeln. "Würde" gilt für alle, auch für den Piloten, der die A-karte gezogen hat und entscheiden muss.*
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18.10.2016, 09:36Inaktiver User
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Eigentlich musste der Pilot nicht entscheiden. Er hat es für richtig gehalten zu entscheiden, das ist ein ziemlicher Unterschied.
Ich verstehe übrigens nicht, warum das Urteil auf "Mord" lautete. Gehört dazu nicht auch Heimtücke?
Mir hat übrigens die Urteilsbegründung in Teilen sehr gefallen.
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18.10.2016, 09:38Inaktiver User
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
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18.10.2016, 09:44Inaktiver User
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18.10.2016, 10:03
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Die Frage ob Mord oder Totschlag ist hier nicht entscheidend. Und die Mordmerkmale wie wir sie heute noch kennen sind teilweise fragwürdig.
Daher nur kurz:
1. Totschlag ist die geplante Tötung eines Menschen
2. Mord ist die geplante Tötung eines Menschen, mit zusätzlichen Merkmalen, die das Töten "verwerflicher" machen.
Mordmerkmale sind
aus Mordlust,
zur Befriedigung des Geschlechtstriebs,
aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder
mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
Hier war das Geschoss ein gemeingefährliches Mittel.
Das Merkmal ist aber sehr umstritten und unter Juristen wird immer diskutiert, ob nicht noch eine zusätzliche Rücksichtslosigkeit des Täters und ein niedriger Beweggrund hinzutreten müssen.
Insofern wäre es durchaus zu diskutieren gewesen, ob es sich nicht doch "nur" um Totschlag handelt.
Aber das stand nicht im Fokus des Films.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mord_%28Deutschland%29Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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18.10.2016, 10:23
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Ein Zuschauer in der nachfolgenden Sendung hat es doch ganz gut auf den Punkt gebracht. Er sagte, dass er selbst Zivi war, damit er keine Waffe in die Hand nehmen muss. Trotzdem - oder gerade deshalb - findet er Freispruch richtig, denn er kann ja froh sein, dass ein andere die dreckige Wäsche für ihn/für andere wäscht...
Man kann m.Meinung nach den Abschuss falsch finden, das Urteil Freispruch aber unterstützen .Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?



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