Unrealistisch war das ganze aus meiner Sicht an mehreren Stellen.
- wenn ich ein Flugzeug entführe um es in etwas hineinstürzen zu lassen, dann ist mein Ziel nicht 63 Minuten entfernt, sondern maximal 10 Minuten
- wenn ich "weiß", dass ein bestimmtes Ziel anvisiert wird, dann evakuiere ich diese Ziel
Was vermutlich realistisch war, dass man von außen schlicht nicht mitbekommt, was an Bord vor sich geht, weil man von einem Abfangjäger eben nicht wirklich in das Flugzeug hineinschauen kann - der Pilot konnte nicht wissen, wer dort noch lebt und handlungsfähig ist, er konnte nicht sehen, was die Passagiere tun oder nicht tun. Er hatte nur die Vermutung, dass sich die Insassen nicht selbst helfen können.
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17.10.2016, 23:55
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
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17.10.2016, 23:57
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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17.10.2016, 23:57
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts finde ich auch absolut richtig, aus den von dir genannten Gründen.
Der Staat hat kein Recht, Tötungen gesetzlich zu erlauben, die Würde des Menschen ist unantastbar, sie zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.
Trotzdem finde ich Bejahung eines übergesetzlichen Notstands für eine EinzelPerson, die in einer akuten Lage eine Entscheidung getroffen hat , nicht abwegig.
Hier natürlich besonders schwierig, da die hier handelnde Person als Soldat Teil staatlicher Gewalt war.
Wie sähe deine Entscheidung aus, wenn kein Soldat, sondern eine Privat Person gehandelt hätte?
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17.10.2016, 23:58
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Die Bundeswehr darf es nicht innerhalb von Deutschland - nur aufgrund einer besonderen Ermächtigung - ich empfehle auch hier das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu lesen.
Und auch Polizisten dürfen nicht mal so eben von der Waffe Gebrauch machen, und die werden zum Glück gut darin ausgebildet, dass sie wissen, was sie tun dürfen und was nicht.
Interessant übrigens wer sich bei den Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichtes alles geäußert hat und auch wie.
Ich kannte das Urteil vorher, habe es aber eben nochmal auszugsweise nachgelesen, weil es nicht zu meinem täglichen Brot gehört.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
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18.10.2016, 00:02
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Es ist immer eine Einzelfallentscheidung, gut möglich, dass ich es bei einer Privatperson anders beurteilen würde.
Also wenn zB ein Passagier Mcguyver-mäßig mit improvisierter Waffe das Flugzeug zum Absturz bringt und es schafft, das Flugzeug so über einem See abstürzen zu lassen, dass es eine Notwasserung mit einigen Überlebenden gibt.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
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18.10.2016, 00:07
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
zu 1. ich weiss nicht, was Du meinst.
Der Pilot sagte, der Abschuss kam zum letztmöglichen Zeitpunkt, also ca. 15 km vor der Arena. Ich habe das auf GoogleMaps angeschaut, das war etwa in Höhe Eching, (oder einem vergleichbaren Ort mehr östlich gelegen) also 15km vor München. Das ist wirklich die allerletzte Chance, noch einen "Kartoffelacker" als Absturzplatz zu erreichen. Kurz danach, als 1 bis 2 Flugminuten später beginnt das Stadtumfeld mit bewohnten Gebäuden.
zu 2. Man wusste das Ziel nicht, das wurde erst klar, als das Flugzeug seine Route nicht änderte und dann auf die Arena zuflog. Da war es zu spät, um zu evakuieren Und selbst wenn der Befehl käme und es geklappt hätte, wäre das Flugzeug in die Arena gestürzt. Vergleiche Lufthansa Absturz in den französischen Alpen.
Man hätte also prophylaktisch ALLE möglichen Ziel auf dem Weg von Berlin nach München, inkl. aller Häuser evakuieren müssen. Realistisch?Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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18.10.2016, 00:09
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
@ Promethea: Danke für Deine Antwort.
Ich grüble selbst für mich noch darüber.
@Lukulla, hätte man es aber nicht wenigstens versuchen müssen mit der Evakuierung möglicher Anschlagsziele? Wenn die Bundeswehr dafür schon extra Listen hat?
Als milderes Mittel im Vergleich zum Abschuss hätte das geprüft werden müssen, nicht von unserem Piloten, aber von der Bundeswehrführung und dem Verteidigungsministerium?
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18.10.2016, 00:09
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
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18.10.2016, 00:13
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18.10.2016, 00:13
AW: Film: Terror. Flugzeugabschuss. Gerichtsverhandlung.Zuschauer sind Schöffen
Mit meinem Punkt zu erstens meinte ich, dass das Handeln des Terroristen unrealistisch dargestellt wurde.
Wenn ich ein Ziel in München habe, dann kapere ich die Maschine erst so kurz vor München, dass niemand mehr eingreifen kann und wenn ich die Maschine kurz hinter Berlin kapere, dann wende ich und stürze auf ein Ziel in Berlin. Das ein Terrorist, der es ernst meint noch über eine Stunde durch die Gegend fliegt halte ich für unrealistisch - und eher ein Indiz dafür, dass er es nicht ernst meint, so wie der Sportflieger über Frankfurt (auf den am Anfang und auch im Urteil des BVerfG hingewiesen wurde oder eine Reihe von internationalen Flugzeugentführungen der letzten Jahre, bei denen es nur darum ging wo ander hinzufliegen oder ähnliches.
Daher steht für mich auch im Film nicht fest, was der Entführer tatsächlich wollte und getan hätte.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
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