Tss, "viele"
Du solltest Dich schon entscheiden, ob Du die Leute nun pauschalisierend betrachten willst, oder als Individuen.
Mir scheint, Du pendelst zwischen diesen beiden Haltungen. Einerseits kritisierst Du die Einteilung der Menschen nach bestimmten Kriterien, andererseits bringst Du es dann wieder ins Spiel.
*klugscheißmodus aus*
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Thema: Hollywoods Quoten-Niggahz
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12.01.2007, 21:20
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
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12.01.2007, 21:28
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Nicht die Schuld auf mich schieben, ich bin nur auf deine Statements "Ich habe ja in meiner Zeit in den USA auch nur solche Afroamerikaner gekannt, wie Du sie mit der Familie aus Chicago beschreibst." und "Naja, Japanisch nicht, aber fließend Deutsch und Italienisch, gilt das auch?" eingegangen. Entweder sie sind in diesem Kontext unglaubwürdig oder du sprichst von extrem wenigen Farbigen, die du dort kanntest und deren Italienisch- und Deutschkenntnisse den US-amerikanischen, nicht nur schwarzen Durchschnitt erheblich verfälschen
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12.01.2007, 22:09
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Natürlich spreche ich nur von den extrem wenigen, die ich kannte! Leute, die ich auf der Straße oder im Bus sehe, kenne ich ja nicht.
Ich kannte auch nur extrem wenige weiße Amerikaner. (im Sinne von befreundet sein meine ich). Und die studierten Deutsch, Kunstgeschichte, Italienisch. Und (entschuldigung aber ich kann's mir wegen Scorpions Bemerkung nicht verkneifen) die extrem wenigen Juden die ich kenne haben alle keine Kohle
Apropos Kontext: Natürlich kenne ich auch die Statistiken von den ganzen schwarzen jungen Männern im Gefängnis. Undsoweiter. Aber sage mir mal, wo ich als "anständige"
junge Frau mit einem bürgerlichen unspektakulären background solche Leute kennen lernen soll
Das ist eben mein Kontext.
Ich erhebe mit dem, was ich so erlebe/weiter erzähle ja auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, absolut nicht. Ich finde es aber schon ein Phänomen, dass die "Realität" von allen, je nachdem wo und in welchen Kreisen sie sich bewegen, unterschiedlich ist.
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13.01.2007, 01:07
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Was mich an dieser Diskussion sehr stoert ist die Art mit der sowohl Juden als auch Schwarze als zwei homogene Blocks dargestellt werden. Und wenn eine schwarze Familie nicht in das Bild des rappenden Gangsta in the Ghetto passt dann gilt sie als untypisch.
Bei beiden Minoritaetengruppen (wenn man 2.5 % der Bevoekerung stellt ist man selber eine Minoritaet) gibt es schichtspezifische Unterschiede, kulturelle Unterschiede, Unterschiede in der Religionszugehoerigkeit und der Ausuebung der Religion und regionale Unterschiede. Eine Schwarze Familie in Chicago die vor zwei Generationen noch im Sueden der USA gelebt hat, hat andere Erfahrungen als Schwarze aus Baltimore deren Familie dort schon seit ueber 200 Jahren ansaessig war. (Toni Morrison beschreibt das sehr schoen in einem Roman). Um mal zwei unterschiedliche Biographien aufzuzeigen: Condolezza Rice entstammt dem schwarzen Buergertum des Suedens und Colin Powell ist der Sohn karibischer Einwanderer aus Brooklyn. Sie genoss alle Vorteile ihre Schicht, er hat sich nach oben gearbeitet.
Und wieviel haben orthodoxe Juden aus New York mit einem liberalen Juden der Westkueste gemein? Der eine akzeptiert eine Frau als Rabbinerin, der andere dankt Gott jeden morgen dass er nicht als Frau geboren wurde. Auch da gibt es den Kraemer an der Ecke und den erfolgreichen Anwalt oder Industriellen
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13.01.2007, 01:09
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Ich vergass
das moderne Farsi (Persisch) hat mich Arabisch nicht nur ein Alphabet gemein, sondern benutzt auch eine sehr hohe Anzahl arabischer Lehnwoerter. So circa 20-30% je nach dem wen man fragt.
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13.01.2007, 10:29
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Ja, aber das ist kein Grund an sich, die arabische Schrift zu verwenden, denn die beiden Sprachen sind nicht miteinander verwandt. Farsi ist eine indo-europäische Sprache, Arabisch eine semitische. Das Deutsche hat auch eine Menge griechischer Lehnwörter und dennoch schreiben wir nicht in griechischer Schrift.
Zitat von Cassis
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13.01.2007, 10:31
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Zitat von Cassis
Was du über die mangelnde Homogenität schreibst, sehe ich großteils ähnlich, gerade bei den Schwarzen. Auch viele Juden sind bis zur Unkenntlichkeit assimiliert.
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13.01.2007, 11:12
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig.
Was ist ein typischer Jude, was ein Schwarzer, was ein Katholik?
Ist ein Jude assimiliert, wenn er Weihnachten feiert, sind es Katholiken, wenn sie Ostern lieber skifahren statt in die Kirche gehen?
Du siehst die mangelnde Homogenität als Nachteil. Menschen jedoch leben nach ihren eigenen Vorstellungen und lassen sich nicht durch religiöse oder ethnische Gründe in Formen pressen."Wenn Sie an Müll denken, denken Sie an Akeem!"
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13.01.2007, 12:22
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Ich bin mir nicht sicher, ob aussenseiter das wirklich so meint. Verstehen tue ich es allerdings auch so...
Was macht man dann eigentlich mit schwarzen Juden? Oder mit schwarzen, homosexuellen Juden. Soll´s ja geben...asa nisi masa
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13.01.2007, 13:40
AW: Hollywoods Quoten-Niggahz
Im Gegenteil, ich denke nicht, dass es typische x, y und z gibt oder auch nur geben sollte. Ich bin dafür, sich über seine Persönlichkeit zu definieren, nicht über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Gerade in Ländern wie den USA, wo praktisch alle Völker der Erde vertreten sind, böte sich die Gelegenheit, das Beste von allem zu nehmen und zu etwas Neuem zu verschmelzen. Aber das funktioniert eigentlich nicht so recht, weil viele eben wie seit Jahrhunderttausenden die Identifizierung mit einer bestimmten Gruppe meinen zu brauchen. In weiten Teilen der Bevölkerung sind ja Mischehen noch immer nicht koscher. Das ist wohl das alte tierische Denken, das noch im Menschen schlummert und auch weiter schlummern wird, solange man es nicht gnadenlos zerlegt und unterstützt z. B. durch die Ergebnisse des Human Genome Project durch eine zeitgemäße Vorstellung ersetzt.
Hierzu muss natürlich zuerst die Benachteiligung bestimmter Gruppen enden, denn nur so kann man die Menschen öffnen und das Motto vieler Menschen "Wir x müssen zusammenhalten" überflüssig machen.
Wenn ich für mehr Minoritäten in den Medien plädiere, dann meine ich es rein hinsichtlich der Hautfarbe, nicht dessen, was man gemeinhin alles damit identifiziert.
Schwarze Juden? Schwierige Frage. Viele Juden denken ja, dass Judentum nicht nur eine Religion ist, sondern Juden das auserwählte VOLK sind. In diesem Sinne kann man also gar nicht zum Judentum konvertieren. Ich könnte ja auch kein Hindu sein, egal wie sehr ich es möchte oder behaupte (was ohnehin nicht der Fall ist
)



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