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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Entschuldige aussenseiter, aber der von dir verlinkte Artikel widerspricht doch eher deiner Aussage. Nirgendwo wird behauptet, dass Juden ihnen genehme Filme produzieren oder andere verhindern.

    Allein der letzte Satz ist doch mehr als bezeichnend:

    For now, Hollywood, in many ways the most successful cultural enterprise of all time and the most potent messenger of American values of all time, is changing, but it is still largely Jewish. And a very angry voice in my curly head makes me add, "What the hell of it?"
    "Wenn Sie an Müll denken, denken Sie an Akeem!"

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zitat Zitat von WTurner
    Entschuldige aussenseiter, aber der von dir verlinkte Artikel widerspricht doch eher deiner Aussage. Nirgendwo wird behauptet, dass Juden ihnen genehme Filme produzieren oder andere verhindern.

    Allein der letzte Satz ist doch mehr als bezeichnend:
    Das hab ich ja auch nirgends behauptet und zudem geht es nicht darum. Dein Zitat widerspricht nicht meiner Vermutung, dass lange Zeit traditionell jüdische casting directors entschieden haben, wer in welchem Film welche Rolle spielt. Und dabei, so meine Vermutung wurden die Minoritäten oft vernachlässigt, vielleicht auch, weil die Juden oft gerne beim typisch weißen Amerika ankommen wollten, aus diversen Gründen. Minoritäten spielten damals ja noch keine Rolle.

    Wie gesagt, ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Hollywood noch immer ziemlich jüdisch ist, aber mich stören halt die Rollen, die den Minoritäten oft zugeteilt werden. Da wäre es mir fast lieber, ich würde gar keine sehen, sondern einen reinen Wasp-Film.
    Ich erinnere mich an eine Szene in einer Veräppelung Hollywoods und der US-Gesellschaft vor einigen Jahren. Da zog eine farbige Familie in eine neue Nachbarschaft. Die weißen Kids wollten den schwarzen Jungen integrieren, er sollte mit ihnen Basketball spielen, kannte aber nicht mal die Regeln und warf ein Fenster ein, statt den Korb zu treffen. Dann Football, er brach fast zusammen, als er den Ball in den Magen bekam. Dann dachten sie, wenn er nicht sportlich ist, muss er als Schwarzer ja wenigstens musikalisch sein. Warfen also den phatten Blaster an und erwarteten, dass der arme Junge mitrappen würde. Am Schluss meinte er schüchtern, er stehe auf Country-Musik

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Ein interessanter Gedanke, der schon mehrmals angesprochen wurde, ist für mich, dass wir das Problem haben, dass Menschen je nach Rasse zwar verschieden aussehen, aber innen je nach Prägung ganz anders sind, als das, was man mit dem Aussehen verbindet, kurzum, es gibt eigentlich gar keine Unterschiede zwischen den Rassen, aber wir - sowohl Täter als auch Opfer - glauben oft noch immer, Rassen wären als identitätsstiftendes Element sinnvoll und müssten erhalten werden. Mal gucken, ob es einen Rassismus- und Rassenthread gibt

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zitat Zitat von aussenseiter
    Ganz genau, das denke ich. Ich versuche, mich als Deutscher besonders vorbildlich zu benehmen, weil ich im Ausland lebe und um den Ruf und die Geschichte der Deutschen weiß.
    Ich finde es nicht fair, dass praktisch jede Gruppe ihr Vorurteil hat und dagegen ankämpfen muss, aber es nutzt ja auch nichts, so zu tun, als wäre dem nicht so.
    Wärest Du denn anders, wenn Du diese "Bürde" nicht hättest? Vielleicht bist Du auch einfach feinfühlig und benimmst Dich deswegen gut.
    Mir war es früher auch manchmal relativ prekär, Deutsche zu sein, mittlerweile ist es das aus vielen Gründen nicht mehr. Aber ich benehme mich deshalb im Ausland oder überhaupt allgemein nicht schlechter als vorher.

    Deine Definition einer echten Kultur finde ich ganz schön altmodisch. Ich lese bei Dir heraus, man bräuchte dazu: eine eigene indigene Sprache, eine eigene eingeborene Religion, und am besten noch einen anständigen Stammbaum (etwas übertrieben formuliert).

    Was machst Du, wenn ich das richtig verstanden habe, dann mit der Karibik? Keiner wird der wohl eine Kultur absprechen. Aber nicht ein einziger Mensch dort ist indigen, und alle sprechen die Sprachen ihrer ehemaligen Besatzer, und an Religion bewahren vielleicht noch Inder ein wenig rudimentären Hinduismus.

    Ich meine, eine Kultur ist viel schwieriger zu fassen als in so vordergründigen Kriterien wie Sprache.

    Ich habe Dir nicht Antisemitismus unterstellen wollen, sondern nur protestiert als Scorpion den jüdischen Geldsack aus der Mottenkiste der Klischees holte.

    Gerade lese ich Dein letzes posting.
    Eigentlich sehe ich das ja auch so. Oder noch extremer, ich sehe oft den gleichen Menschen aber in verschiedenen Rassen (ich meine, gewisse "Typen"). Ist sehr ulkig, sobald es einem einmal auffällt.
    Aber ich habe dieses liberale "ach, Rasse, das ist ja soooo egal" ein wenig überdenken müssen, je mehr "farbige" Leute ich kennen lernte. Es ist viel wichtiger, als man als "Weißer" ("Rosiger" ) eigentlich wahrhaben will. Ich war ziemlich getroffen als ich die Bezeichnung "pigs" hörte und kam mir erstmal ziemlich naiv vor. Vielleicht muss man mal rassistisch behandelt werden, damit man auch wirklich checkt, dass das Problem sich nicht in Wohlgefallen auflöst nur weil man findet, dass es das nicht geben sollte.

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zitat Zitat von neko
    Wärest Du denn anders, wenn Du diese "Bürde" nicht hättest? Vielleicht bist Du auch einfach feinfühlig und benimmst Dich deswegen gut.
    Mir war es früher auch manchmal relativ prekär, Deutsche zu sein, mittlerweile ist es das aus vielen Gründen nicht mehr. Aber ich benehme mich deshalb im Ausland oder überhaupt allgemein nicht schlechter als vorher.
    Gute Frage. Ich denke schon, dass ich versuche, nicht typisch deutsch zu wirken, auch wenn es den typischen Deutschen gar nicht gibt. Aber das weiß man ja längst nicht überall. Es geht halt um die geistigen Bilder in den Köpfen der Leute.

    Zitat Zitat von neko
    Deine Definition einer echten Kultur finde ich ganz schön altmodisch. Ich lese bei Dir heraus, man bräuchte dazu: eine eigene indigene Sprache, eine eigene eingeborene Religion, und am besten noch einen anständigen Stammbaum (etwas übertrieben formuliert).

    Was machst Du, wenn ich das richtig verstanden habe, dann mit der Karibik? Keiner wird der wohl eine Kultur absprechen. Aber nicht ein einziger Mensch dort ist indigen, und alle sprechen die Sprachen ihrer ehemaligen Besatzer, und an Religion bewahren vielleicht noch Inder ein wenig rudimentären Hinduismus.
    Ich finde halt, dass es in den USA keine eigene schwarze Kultur gibt, nicht zuletzt, weil im Gegensatz zur Karibik all die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, also auch die dominanten WASPs, dasselbe Gebiet bewohnen und sich gegenseitig beeinflussen und zum Teil auch assimilieren. In der Karibik hingegen ist die Mehrheit schwarz oder hispanisch, dort gibt es mit Pidgin eine Art eigene Sprache. Vielerorts werden auf Yoruba oder Voodoo basierende Riten oder gar Religionen befolgt, es gibt typische Regionalküchen, eigene Musik (Reggae wird ja nicht selten auf Äthiopien zurückgeführt) etc.
    Die farbigen Amis haben allenfalls ein paar Musikrichtungen, die sie entscheidend geprägt haben. Aber selbst Jazz ist eigentlich nur zur Hälfte schwarz, er ist wohl die erfolgreichste schwarz-weiße Koproduktion. Aber an der Musik allein möchte ich keine Kultur festmachen.
    Vielleicht sind die Schwarzen deshalb in einer schwierigen Lage, da sie eigentlich keine eigene Kultur haben, zugleich aber die WASP-Kultur hassen, also dringend eine eigene Kultur haben möchten, um das Vakuum zu füllen. Die Verbindungen zu Afrika sind ja praktisch nicht vorhanden, viele sehnen sich vielleicht nach dieser verlorenen und doch nie gekannten Heimat.

    Zitat Zitat von neko
    Ich meine, eine Kultur ist viel schwieriger zu fassen als in so vordergründigen Kriterien wie Sprache.
    Finde ich nicht, die Summe dieser Kriterien erlaubt es sehr wohl, eine Kultur zu definieren und abzugrenzen. Bei Subkulturen ist es schon schwieriger, da die Übergänge oft fließend sind.

    Zitat Zitat von neko
    Gerade lese ich Dein letzes posting.
    Eigentlich sehe ich das ja auch so. Oder noch extremer, ich sehe oft den gleichen Menschen aber in verschiedenen Rassen (ich meine, gewisse "Typen"). Ist sehr ulkig, sobald es einem einmal auffällt.
    Aber ich habe dieses liberale "ach, Rasse, das ist ja soooo egal" ein wenig überdenken müssen, je mehr "farbige" Leute ich kennen lernte. Es ist viel wichtiger, als man als "Weißer" ("Rosiger" ) eigentlich wahrhaben will. Ich war ziemlich getroffen als ich die Bezeichnung "pigs" hörte und kam mir erstmal ziemlich naiv vor. Vielleicht muss man mal rassistisch behandelt werden, damit man auch wirklich checkt, dass das Problem sich nicht in Wohlgefallen auflöst nur weil man findet, dass es das nicht geben sollte.
    Ich kenne eine schwarze Familie in Chicago. Die Mutter widerspricht dermaßen allem, was man meist mit ihrer Rasse verbindet. Und ihre 3 Kinder auch, da sie entsprechend erzogen werden. Rasse an sich ist wirklich nur eine Verpackung. Was oft damit gemeint ist, ist eigentlich die kulturelle Vererbung und Pseudo-Identität. An sich kann ich ein weißes Kind zu einem typischen Schwarzen erziehen und umgekehrt. Kommt ja auch bei Adoptionen durchaus vor.
    Und wie schon vorher gesagt, ich möchte die Schwarzen auch gar nicht in Schutz nehmen, auch sie sind nicht selten Rassisten, wenn auch eher als Reaktion auf den Rassismus der Weißen seit Jahrhunderten, aber dennoch. Afrikaner hingegen sind erstaunlich wenig voreingenommen/rassistisch, angesichts der Kolonialgeschichte, zumindest gegenüber Weißen. Dafür oft untereinander umso mehr.
    Geändert von aussenseiter (12.01.2007 um 16:51 Uhr)

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Ich habe ja in meiner Zeit in den USA auch nur solche Afroamerikaner gekannt, wie Du sie mit der Familie aus Chicago beschreibst.

    Ich will Dir auch nicht weiter widersprechen, Du hast ja Gründe für Deine Ansichten, die ich nachvollziehen kann.

    Warum ich das mit der Kultur ein wenig anders sehe (auch wenn das jetzt echt weit von der ursprünglichen Frage abschweift):
    Japan ist für mich eine extrem eigene Kultur, bei der dennoch formal alles von anderen übernommen ist. Für mich ist Japan sozusagen der Inbegriff von Eigensinn, Beharrlichkeit und Spleenigkeit (Letzteres meine ich aber liebevoll).
    Eigentlich bin ich über mein Interesse an China zu Japan gekommen. Damals, als Teenager, war ich von China fasziniert und habe verwundert den Kopf über Japan geschüttelt und gemeint, ist doch alles nur geklaut, und so wahnsinnig hässlich (die schöne chinesische Schrift krakelig verschmiert, die Gebäude so karg...)

    Wenn ich noch was zur Karibik sagen darf, es hat nichts mit Kultur zu tun, aber mit Rassismus: ich lese die Bücher von V.S. Naipaul (lebt in London, stammt aus Trinidad, Vorfahren aus Indien) sehr gerne. Er schreibt, der Rassismus sei gerade auf manchen Inseln dort unglaublich überspitzt und verfeinert. Dieses ganz feine Einteilungssystem, so ähnlich, wie es das in Südafrika auch gab.

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zitat Zitat von neko
    Ich habe ja in meiner Zeit in den USA auch nur solche Afroamerikaner gekannt, wie Du sie mit der Familie aus Chicago beschreibst.
    Du kennst auch nur schwarze Amis, die fließend Japanisch sprechen und keine schwarze Musik hören?

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zur Karibik kann ich nicht viel sagen, kann schon sein, dass die dort rassistisch sind, trotz eigener Kultur.

    Japan hat für mich auch eine sehr eigene Kultur, auch wenn Japan wohl doch etwas verwestlicht, gerade in den Städten. Vielleicht das typisch Japanische auch mit der Insellage zusammen. Auch wenn sie viel von anderen übernommen haben, so haben sie doch alles zu etwas Neuem verkocht.

    Die japanische Sprach ist ja unabhängig von der chinesischen, sie verwenden halt dieselbe Schrift, aber das bedeutet ja nichts. Suaheli etwa wird mit arabischen oder lateinischen Buchstaben geschrieben. Persisch hat auch nichts mit Arabisch zu tun, und trotzdem verwendet man im Iran die arabische Schrift.

    Komisch Ostasien hat mich noch nie angesprochen, höchstens noch der Taoismus, aber die übrige Kultur, nein danke.

    Vermutlich gibt es keine einzige reine, originäre Kultur mehr, dank der Migrationsbewegungen seit Jahrtausenden.

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zitat Zitat von aussenseiter
    Du kennst auch nur schwarze Amis, die fließend Japanisch sprechen und keine schwarze Musik hören?
    Naja, Japanisch nicht, aber fließend Deutsch und Italienisch, gilt das auch?

    Wieso denn ausgerechnet Taoismus?

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    AW: Hollywoods Quoten-Niggahz

    Zitat Zitat von neko
    Naja, Japanisch nicht, aber fließend Deutsch und Italienisch, gilt das auch?

    Wieso denn ausgerechnet Taoismus?
    Na ja, wollen wir mal ein Auge zudrücken und auch diese einfachen Sprachen gelten lassen Wobei ich sehr zu zweifeln wage, dass viele Schwarze irgendeine Fremdsprache sprechen, wenn es nicht mal die Weißen tun, die deutlich häufiger ins Ausland reisen, insbesondere nach Europa.

    Taoismus, keine Ahnung, hab mal ein Buch (Einführungsband) dazu geschenkt bekommen und fand die Denkweisen wesentlich intelligenter und weiser als Konfuzius'

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