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  1. Inaktiver User

    AW: Kinderarmut in Deutschland, Bericht der Bertelsmann-Stiftung

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Oder nimm z.b. Klassenfahrten die von einigen Familien schwer oder gar nicht finanziert werden können.
    Dafür gibt es immer einen Sozialetat etc. Problematisch ist das meistens aber weniger für Hartz IV Fälle, sondern eher für diejenigen die grad so viel (oder wenig) verdienen dass sie nichts erstattet kriegen.

    Wenn ich diesen Strang hier richtig lese, dann kann es faktisch gar keine Armut in Deutschland geben, oder?
    Doch, die gibt es durchaus. Trotzdem wundert mich auch immer, was für hanebüchene Beispiele in den Medien gebracht werden.

    Ich könnte sehr viel besser damit leben, wenn Leute die nicht arbeiten können deutlicher von denen unterschieden werden, die nicht wollen. Das wurd ja durch Hartz gleichgesetzt, was ich einen Skandal finde.

    Die einen werden unter Druck gesetzt obwohl sie gar nicht können, und die anderen kriegen Geld, obwohl sie nur nicht wollen.

  2. Inaktiver User

    AW: kinderarmut in d bericht bertelsmann stiftung

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Und wie holt man Möbel ab ohne Auto? Ohne Freunde mit Auto? Ohne Geld und/oder Führerschein für einen Leihwagen?
    Komischerweise fragt das niemand bei Neuware. Da ist das Geld für die teuren Möbel da und auch für die Lieferung.

    Dass man niemanden kennt der ein Auto hat und einem den Gefallen täte (für den man sich ja anderweitig revanchieren könnte) ist für mich tatsächlich schwer vorstellbar.

    Aber es erinnert mich an eine (junge und gesunde) Bekannte die eine Neubauwohnung bekommen hätte, ein paar Straßen weiter, und die nicht nehmen "konnte" weil die Gemeinde ihr nicht auch noch den Umzug organisiert und finanziert hätte.

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    AW: Kinderarmut in Deutschland, Bericht der Bertelsmann-Stiftung

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Und die sind selbst Schuld. Sie müssten nur die guten Ratschläge in der Bri nachlesen.
    Das ist doch Quatsch.

    Aber Verantwortung übernehmen sollte man schon. Für eigene Entscheidungen- ich kann nicht sehr viele Kinder bekommen, mehr als ich mir leisten kann, und dann schreien, dass der Staat nichts für Familien tut.

    Es gibt Familien- oder auch alleinlebende Personen- da könnte sich die Einkommenssituation verdoppeln und verdreifachen, es wäre immer am Ende des Geldes zuviel Monat übrig. Und Familien, in denen bei noch so hohen Einkünften die Kinder mit nicht ausreichendem Schulmaterial und mangelhafter Kleidung etc. rumlaufen....weil sie einfach nicht wichtig sind.

    Und dann gibts halt Familien, die haben nicht viel, aber sie bekommen es absolut hin, ihren Kinder eine gute Kindheit und gute Startpositionen ins Leben zu ermöglichen. Ist ja nicht so, dass man nur mit finanziertem Auslandschuljahr und vollfinanziertem Studium gut durchs Leben kommt.

    Das hat aber wenig mit "Geld" zu tun. Man könnte den Mindestlohn verdoppeln oder die ALG II Sätze vervierfachen, es gäbe immer noch das gleiche Prekariat wie heute.....

  4. VIP

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    AW: kinderarmut in d bericht bertelsmann stiftung

    Ich habe pro Kind 120€ in der ersten Schulwoche ausgegeben, trotz Lehrmittelfreiheit. D.h. Das ist nur für das Schulmaterial und Klassenkasse.
    Dazu kommen je Kind ein Paar Turnschuhe mit weißer Sohle und Hausschuhe für die Schule.

    Die Flöte wird von der Schule gestellt, Getränke und Obst dank großzügiger Stiftung auch.

    Die Schule ist im sozialen Brennpunkt, mit vielen Aufstockern und Hartz4lern. Wie die die obige Summe finanzieren weiß ich nicht. Der Beitrag vom Amt ist hier nur 60€. D. h. Die andere Hälfte muss vom regulären Satz bezahlt werden. Von dem auch monatlich 50€ für eine mögliche defekte Waschmaschine gespart werden.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  5. VIP

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    AW: kinderarmut in d bericht bertelsmann stiftung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Komischerweise fragt das niemand bei Neuware. Da ist das Geld für die teuren Möbel da und auch für die Lieferung.

    Dass man niemanden kennt der ein Auto hat und einem den Gefallen täte (für den man sich ja anderweitig revanchieren könnte) ist für mich tatsächlich schwer vorstellbar.

    Aber es erinnert mich an eine (junge und gesunde) Bekannte die eine Neubauwohnung bekommen hätte, ein paar Straßen weiter, und die nicht nehmen "konnte" weil die Gemeinde ihr nicht auch noch den Umzug organisiert und finanziert hätte.
    Tja, ich nehme dich gerne mal mit in meine Welt. Immer bitten zu müssen und vielleicht nie wirklich Hilfe zurück geben können ist für manche Menschen sehr schwer. Da ist es einfacher die oft kostenlose Lieferung vom Möbelhaus anzunehmen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: kinderarmut in d bericht bertelsmann stiftung

    Xanidae, ist das so unterschiedlich geregelt?

    Ich kenne es aus den Schulen meiner Damen so, dass von der ARGE alles übernommen wird, was auf der Liste steht- darum steht da ja auch "Tuschkasten Florian, zu beziehen über Fa. Rixemaxe, Preis: ca. 5 Euro" usw. bis zum allerletzten Radiergummi.
    Die Listen werden zum Ende des vorherigen Schuljahres verteilt, damit sie so frühzeitig eingereicht werden können, dass bis zum Beginn des nächsten Schuljahres (hoffentlich) die Zahlung da ist.

    Haus- und Turnschuhe würden allerdings nicht darunter fallen, ist ja Bekleidung, nicht Schulbedarf....

  7. gesperrt

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    AW: Kinderarmut in Deutschland, Bericht der Bertelsmann-Stiftung

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Oder nimm z.b. Klassenfahrten, die von einigen Familien schwer oder gar nicht finanziert werden können.
    Bei Klassenfahrten gibt es normalerweise eine Obergrenze, die die Schule im Interesse aller Schüler nicht überschreiten soll. Zweitens wissen die Eltern frühzeitig, dass Klassenfahrten anstehen und wie viele diese in etwas kosten. Damit können sie rechtzeitig vorher einen Antrag auf Zuschuss stellen, worauf die Lehrer auch mehrmals hinweisen, oder sich frühzeitig aufs Ansparen verlegen.
    Es sind wirklich Ausreden, warum angeblich einige Kinder aus finanziellen Gründen nicht mitfahren können. Das stimmt einfach nicht.
    Vielleicht wollen sie nicht mitfahren. Dann sollen sie aber nicht die Finanzen angeben, sondern zu ihren Gründen stehen.

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Wenn ich diesen Strang hier richtig lese, dann kann es faktisch gar keine Armut in Deutschland geben, oder?
    Armut schon, aber nicht mit den krassen Fällen, in denen die Kinder so extrem vernachlässigt werden.

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Vielleicht kann es ja schon ein Problem sein, dass man bei all diesen Dingen auf andere angewiesen ist.
    Das ist man im Leben immer wieder. Du bist doch auch auf den AG angewiesen, dass er dir das Gehalt zahlt. Dein Vermieter ist auf deine Mietzahlung angewiesen. Das klappt doch auch. Warum soll dann ausgerechnet die Arge eine Problemzone sein?

    Vielleicht weil die Mitarbeiter der Arge immer wieder mit denselben unmöglichen Geschichten und Ausreden konfrontiert werden und keine Lust mehr auf Ausflüchte haben?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Aber Verantwortung übernehmen sollte man schon. Für eigene Entscheidungen- ich kann nicht sehr viele Kinder bekommen, mehr als ich mir leisten kann, und dann schreien, dass der Staat nichts für Familien tut.

    Es gibt Familien- oder auch alleinlebende Personen- da könnte sich die Einkommenssituation verdoppeln und verdreifachen, es wäre immer am Ende des Geldes zuviel Monat übrig. Und Familien, in denen bei noch so hohen Einkünften die Kinder mit nicht ausreichendem Schulmaterial und mangelhafter Kleidung etc. rumlaufen....weil sie einfach nicht wichtig sind.

    Und dann gibts halt Familien, die haben nicht viel, aber sie bekommen es absolut hin, ihren Kinder eine gute Kindheit und gute Startpositionen ins Leben zu ermöglichen. Ist ja nicht so, dass man nur mit finanziertem Auslandschuljahr und vollfinanziertem Studium gut durchs Leben kommt.

    Das hat aber wenig mit "Geld" zu tun. Man könnte den Mindestlohn verdoppeln oder die ALG II Sätze vervierfachen, es gäbe immer noch das gleiche Prekariat wie heute.....
    Das ist es!

  8. VIP

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    AW: kinderarmut in d bericht bertelsmann stiftung

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Xanidae, ist das so unterschiedlich geregelt?

    Ich kenne es aus den Schulen meiner Damen so, dass von der ARGE alles übernommen wird, was auf der Liste steht- darum steht da ja auch "Tuschkasten Florian, zu beziehen über Fa. Rixemaxe, Preis: ca. 5 Euro" usw. bis zum allerletzten Radiergummi.
    Die Listen werden zum Ende des vorherigen Schuljahres verteilt, damit sie so frühzeitig eingereicht werden können, dass bis zum Beginn des nächsten Schuljahres (hoffentlich) die Zahlung da ist.

    Haus- und Turnschuhe würden allerdings nicht darunter fallen, ist ja Bekleidung, nicht Schulbedarf....
    Ja, das scheint wohl wieder Länder abhängig zu sein. Hier müssen die Eltern auch das Geld für das Schulmaterial beantragen. Mittlerweile zum Glück nicht mehr jährlich, sondern zur Einschulung reicht.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  9. gesperrt

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    AW: Kinderarmut in Deutschland, Bericht der Bertelsmann-Stiftung

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Tja, ich nehme dich gerne mal mit in meine Welt. Immer bitten zu müssen und vielleicht nie wirklich Hilfe zurück geben können, ist für manche Menschen sehr schwer. Da ist es einfacher, die oft kostenlose Lieferung vom Möbelhaus anzunehmen.
    Man kann doch einiges zurückgeben:
    - auf die Kinder der Nachbarn ein paar Stunden aufpassen, wenn diese Vorstellungsgespräche haben oder einen Babysitter brauchen
    - Postannahmestelle fürs Haus spielen
    - Blumen gießen
    - den Vorgarten pflegen
    - einen Kräutergarten anlegen....

  10. User Info Menu

    AW: Kinderarmut in Deutschland, Bericht der Bertelsmann-Stiftung

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Das ist man im Leben immer wieder. Du bist doch auch auf den AG angewiesen, dass er dir das Gehalt zahlt. Dein Vermieter ist auf deine Mietzahlung angewiesen. Das klappt doch auch. Warum soll dann ausgerechnet die Arge eine Problemzone sein?
    Das sind natürlich Vergleiche...
    Im übrigen wäre mir neu, dass das Amt einfach die ganzen Dinge so einfach bezahlt, wie z.b. Sportkleidung oder Mitgliedsbeiträge.
    Ich will überhaupt nicht bestreiten, dass manche auch selbst schuld sind, und z.b. nicht mit Geld umgehen können oder es für die falschen Dinge ausgeben.
    Aber wie es hier dargestellt wird, nach dem Motto, die sind ausnahmslos alle zu dämlich, kann es auch nicht sein.

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