Nein, ich verteidige die heuten Zustände nicht. Deswegen denke ich über Maßnahmen nach. Reiner Betroffenheits-Smalltalk verändert jedenfalls gar nichts, er verbrämt nur.
Dass ich noch nicht hinter die Büsche pinkle. Oder nur auf dem Berg, wenn weit und breit keine Toilette zu finden ist.![]()
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18.01.2017, 10:13Inaktiver User
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
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18.01.2017, 10:38
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Theoretisch könnte das durchaus gemacht werden; praktisch wird es nicht gemacht. Und es mangelt ja keineswegs an Gewerkschaften und linken Parteien und ähnlichen Gruppen, die sich seit einem guten Jahrhundert genau für diese Sache einsetzen (oder es wenigstens behaupten, es zu tun.)
Wenn kein armer Student mehr drauf angewiesen ist, sich ins Call Center zu verdingen, wird's auch wieder anders aussehen. Viele überflüssige Dienstleistungen und Produkte werden schlicht vom Markt verschwinden.Telefonverkäufer werden durch Bots ersetzt, aber die Abmahnjuristen wird es ebenso weiter geben wie die Schulfunktionäre.
Erstere, weil sie viel Geld damit verdienen, letztere, weil es ihnen ein Machtgefühl gibt.
Wer Machtgefühl braucht, wird nicht an Orte gehen, wo die Macht gar nicht mehr ausgeübt werden kann, weil das Fussvolk schlicht nicht mitmacht.
heute, ja. mit BGE wird sich das ändern. Weil eben die Leute nicht mehr darauf angewiesen sind, Geld zu verdienen.Viele Jobs, die für andere überflüssig oder gar lästig erscheinen, werden keinesfalls verschwinden, weil die "Belohnungen" finanzieller oder sozialer Art, die damit verbunden sind, für viele attraktiv erscheinen.
Ich verlinke jetzt nicht alles fünf Mal. "Grundeinkommen Initiative" googlen kannst du auch selbst, lesen was dort steht, und interessante Dinge, oder fragwürdige Dinge, hier zur Diskussion stellen. Mach das doch einfach!Ich erwarte eine Diskussion über die bis jetzt ausgearbeiteten Modelle. Wurde bei dem Referendum denn nicht gesagt, wie das konkret funktionieren könnte?
Doch, genau diese Mentalität scheint mir besonders für Deutschland sehr typisch zu sein, wenn ich hier so auf dem Forum in den politischen Ecken lese.Wir sind doch auch sonst keine solchen Schäfchen, die sich damit begnügen, zu sagen: Wir wünschen uns was, aber wie unser Staat das macht, ist uns egal, es wird ihm schon was einfallen.....
gruss, barbara
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18.01.2017, 10:48Inaktiver User
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Für Abmahnanwälte und Schulfunktionäre wird sich gar nichts ändern.
Erstere operieren aufgrund von Gesetzen, und die Leute werden zum "Mitmachen" gezwungen, wenn sie dusselig genug sind, die Regeln im I-Net nicht zu berücksichtigen.
Auch bei Schulfunktionären wird das BGE nichts verändern, denn es herrscht nach wie vor Schulpflicht, trotz BGE. Oder werden die Schüler in Zukunft nicht mehr in die Schule "gezwungen"?
Wenn ich einen Sachverhalt googeln will, kann ich das auch auch alleine tun, ebenso wie einschlägige Medien lesen.
Der Witz an einem Forum ist doch, dass man sich austauschen kann. Deswegen erwarte ich hier fundierte Meinungen und auch persönliche Begründungen. Ich möchte wissen, was jemand von einem bestimmten Thema hält und warum und ich möchte zurück fragen können.
Aber wahrscheinlich ist der Kommentarbereich von Zeitungen ergiebiger, wenn man nur Einzelstatements lesen will.
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18.01.2017, 10:52
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
oh, ich meinte nicht die Lehrer, ich meinte die ganzen Bildungstheoretiker, die ständig neue Konzepte ausarbeiten... die sind eine echte Seuche hierzulande. Nicht drei Jahre gehn ins Land, ohne dass das Schulsystem schon wieder umgebaut werden muss! nur eins ist gleich: die Lehrer kriegen immer mehr Papierkram zu erledigen.
dann tu's wenn du schon die Links nicht liest.
Wenn ich einen Sachverhalt googeln will, kann ich das auch auch alleine tun, ebenso wie einschlägige Medien lesen.
ich meine, die hast du ausführlich gekriegt. Lesen musst du aber immer noch selbst.Ich möchte wissen, was jemand von einem bestimmten Thema hält und warum und ich möchte zurück fragen können.
gruss, barbara
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18.01.2017, 11:36Inaktiver User
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Ich habe mich mit dem Thema BGE auseinander gesetzt.
Bei den Theorieabhandlungen, die zu lesen sind, kann man nicht zurück fragen und für mich sind viele Fragen offen geblieben.
Über Finanzierungsmodelle wird zwar geschrieben, aber die Frage, wer denn nun in den Genuss des BGE kommen soll, wird nirgends beantwortet. Dabei ist das in Zeiten der weltweiten Massenmigration eine äußerst wichtige Frage, die das ganze Modell in Frage stellen könnte.
Deswegen hatte ich gehofft, dass zumindest die Leute, die von dem Konzept überzeugt sind, diese Fragen beantworten können.
Ist wohl nicht so, man wird an die vorhandenen Texte zurück überwiesen. Schade, denn ich ging davon aus, dass die Vorkämpfer dieser Idee die noch offenen Fragen beantworten können. Aber vielleicht stellen sie sich diese Fragen gar nicht?
Die Vorstellung, einfach jeden Monat Geld überwiesen zu bekommen, ist wohl zu verlockend.
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18.01.2017, 11:36Inaktiver User
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
doppelt. Bescheuerte Software.
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18.01.2017, 12:36
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Was willst du?
Über diese Programme kann sich jeder informieren, über "Testläufe" auf. Sollen wir das jetzt hier einstellen?
Es wird sich zeigen müssen, was auf welche Weise funktionieren kann und was nicht, daran beißt auch deine Angriffslust nichts ab, sobald dir offenbar keine Scheinargumente mehr einfallen, warum alles nicht geht.
Können wir jetzt zu einem etwas sachlicheren und weniger persönlichen Ton zurückfinden? Das wäre sehr angenehm.
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18.01.2017, 13:55
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Da muss man halt Grenzen einbauen - zB bei Neuzuzügern erst nach 5 oder 10 Jahren ein Recht aufs BGE erteilen. Muss halt diskutiert und entschieden werden, wie man das handhaben will, auch hier sind verschiedene Varianten möglich.
--> lösbares Problem
Was ist an "es gibt verschiedene Möglichkeiten der Einschränkung und welche man dann nimmt, muss im jeweiligen konkreten Fall entschieden werden" nicht gut genug als Antwort?Deswegen hatte ich gehofft, dass zumindest die Leute, die von dem Konzept überzeugt sind, diese Fragen beantworten können.
Mir scheint, du erwartest ernsthaft, dass man mal in die Zuunft reist und dann detailliert berichtet, was Deutschland im Jahr 2100 alles tun wird?
Kann ich mir bitte mal deine Zeitmaschine ausleihen, ich hab nämlich selbst keine. ^^
Vor allem ist es verlockend, ein gutes Stück mehr Freiheit zu haben. In erster Linie geht es um Freiheit.Die Vorstellung, einfach jeden Monat Geld überwiesen zu bekommen, ist wohl zu verlockend.
gruss, barbara
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18.01.2017, 18:19Inaktiver User
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Käme auf die Finanzierungsart an, in wie weit das möglich wäre, ohne den Gleichheitsgrundsatz zu verletzen.
Diejenigen, die über ihre Steuern und Abgaben das BGE mit finanzieren, es aber (noch) nicht erhalten, müssten dann auf irgend eine Art und Weise entschädigt werden. Das macht das System wieder komplizierter.
Es ist kein Zufall, dass der Versuch in FIN mit 2000 Arbeitslosen statt findet, also mit Menschen, die ohnehin vom System alimentiert werden müssen.
2.000 zufällig ausgewählte Arbeitslose sollen ab Jänner anstelle von Arbeitslosengeld 560 Euro im Monat bekommen, ohne dass daran Bedingungen geknüpft sind.
Das Geld muss nicht versteuert werden und man kann ohne finanzielle Nachteile etwas dazuverdienen. Das Experiment, das vom finnischen Sozialversicherungsinstitut Kela betreut wird, soll zunächst zwei Jahre dauern. Danach soll ausgewertet werden, ob ein Grundeinkommen Armut und soziale Ausgrenzung verringern, zum Arbeiten motivieren und zum Abbau von Bürokratie beitragen kann.
Die große Hoffnung ist, dass die Menschen durch das Experiment zum Arbeiten motiviert werden. Viele Empfänger von Sozialleistungen nähmen keine kleinen Jobs an, weil sie dann nach Abzug der Steuern vielleicht schlechter dastehen, meint Turunen.
Während die Schweizer von 2500 Franken im Monat für jeden Erwachsenen ausgehen und offensichtlich damit erreichen wollen, dass niemand mehr arbeiten muss, ist das Modell in FIN gänzlich anders gelagert:
In Finnland hingegen wird die Summe von 800 Euro diskutiert - in Deutschland entspricht das einer Kaufkraft von 664 Euro. Im Gegenzug könnten alle bisherigen Sozialleistungen wegfallen. Die rechtsliberale Regierung will zwei Ziele erreichen: Erstens soll der Anreiz steigen, gerade schlecht bezahlte Jobs anzunehmen - also der Niedriglohnsektor ausgebaut werden. Zweitens soll die staatliche Sozialverwaltung radikal verschlankt werden. Das macht das finnische zu einem neoliberalen Modell.
Die Zahlungen sind also in der Realität geringer ausgefallen als geplant.
Das finnische Modell hat mE. größere Chancen auf Verwirklichung, denn es dient dem bisherigen Arbeitsmarkt: Im Moment ist es für manche Arbeitslose lukrativer, nicht zu arbeiten, sondern von Sozialhilfe zu leben.
Nach Einführung des BGE fallen sowohl die Sozialhilfe wie das bisherige "Aufstocken" weg. Und das mit geringerem Verwaltungsaufwand.
Auch geringer bezahlte Jobs werden attraktiv, weil man zusammen mit dem BGE auf ein normales Gehalt kommt und die Arbeitgeber nicht über Gebühr belastet werden bzw. die Preise für Kunden verteuern müssen.
Wer aber mit diesem geringen Betrag nicht über die Runden kommt, muss weiterhin (ungeliebte?) Arbeit annehmen.
Da ist nicht viel mit "neuer Freiheit".
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18.01.2017, 20:08
AW: Sind unsere Strukturen/Systeme am Ende ?
Zur Diskussion über das BGE- ich bin gespannt, wie dieses Experiment in Finnland ( habe darüber auch einiges gelesen) laufen wird.
Ich bin bislang zumindest übrigens keine Befürworterin des BGE.
Nun aber nochmals zu einem anderem - nein, ich nenne es (noch) kein System Ende- Krise bleibt aber passend ;-)
Wie es bei Monte Dei Paschi läuft- sieht man ja nun.
Die Griechenland Geschichte bekommt - auch mal wieder interessanten Aufwind:
https://www.welt.de/wirtschaft/artic...eckzieher.html
Bislang galt in Berlin das Mantra: Ohne IWF-Beteiligung kein Geld für Athen. Der Fonds aber ist nicht bereit, die Bedingungen zu akzeptieren. Nun denkt Minister Schäuble über eine Alternative nach.
Jahrelang hat der Bundesfinanzminister bei jeder Gelegenheit betont, dass es kein Hilfsprogramm für Athen geben werde, wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) neben EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) nicht daran beteiligt sei. Sogar im Gesetz zum Euro-Rettungsfonds ESM sei das festgeschrieben, hieß es in seinem Haus immer wieder.
[..]
Und nun das: Erst machte der Minister in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ Andeutungen, wonach er bereit sei, auf den IWF zu verzichten. Da wurde in Regierungskreisen noch abgewiegelt. Am Mittwoch aber berichtet die „Bild“-Zeitung, dass die Unionsspitze am Vortag darüber diskutiert habe, den ESM beim Rettungsprogramm ins Boot zu holen, falls der IWF nicht mehr zu überzeugen sei. In Parteikreisen wird das bestätigt.[...]
Und es wurde versprochen, dass der IWF sich daran auch beteiligen werde. Es war die conditio cine qua non – die Grundbedingung für ein weiteres Hilfspaket. Nun wird sie offenbar eingesammelt.
Erwähnt wird am Rande natürlich u.a. auch der Wechsel im Weißen Haus/Trump.
Das Hilfsprogramm ohne IWF müsste übrigens vor der BT Wahl im September über die Bühne.
Mal- abwarten.
Um es mal ausdrücklich hier zu schreiben- ich war immer für das Projekt EU.Völlig überzeugt- inklusive der Tatsache, daß nicht alles einfach und glatt läuft/laufen wird und sicher so gesehen immer wieder Abstriche nötig sein würden oder anders formuliert- deutliche Kompromisse.
Wohin das alles derzeit allerdings weiter führen soll- erschliesst sich mir nicht mehr.
Und für wie unterstützenswert manches dabei ist, auch nicht mehr.
So, wie es derzeit in der EU läuft wäre mE mehr als dringender Reformbedarf.Da sehe ich jedoch keine ernsthaften Ambitionen.Es wird zumindest versucht so weiterzumachen wie bisher.
Ohne (!) das bislang das Problem Griechenlands und /oder auch Italiens- Spanien ?-
ernsthaft gelöst wäre.In all den Jahren nicht.
Ich frage mich unterdessen auch, ob es nicht einfach eine "glückliche Fügung" ist, daß ein Großteil von Menschen diese ganzen EU Konstrukte, Vertragsbrüche- erstens kaum nachvollziehen und verstehen kann , insofern auch nicht etwaige Auswirkungen und zweitens eh kaum ein Teil daran ernsthafter interessiert ist.
Dabei ist es wichtig.Und zeigt auch viel von der aktuellen Politik.
NinaGeändert von Xarin (18.01.2017 um 20:16 Uhr)



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